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Berufsunfähigkeit

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Als Berufsunfähigkeit bezeichnet man grundsätzlich die ärztlich attestierte, andauernde Beeinträchtigung der Berufsfähigkeit durch Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall.

Von Berufsunfähigkeit wird dann gesprochen, wenn der Betroffene nicht mehr in der Lage ist, seinen bisher ausgeübten Beruf auszuführen. Berufsunfähigkeit ist jedoch nicht mit Erwerbsunfähigkeit gleichzusetzen. Bei einer Berufsunfähigkeit kann der Betroffene entsprechend seiner körperlichen und geistigen Verfassung noch weiterhin einer anderen Beschäftigung nachgehen. Der Betroffene ist dabei lediglich außer Stande, seinen ursprünglichen Beruf weiter auszuüben.

Berufsunfähigkeit ist versicherbar. Der Versicherungsfall liegt generell bei mindestens 50 Prozent Berufsunfähigkeit vor. Gegen Berufsunfähigkeit kann man sich privat absichern. Ein solcher Vertrag sichert automatisch auch die Erwerbsunfähigkeit ab.

Der Versicherer muss unverzüglich vom Eintritt der Berufsunfähigkeit oder dem Bezug einer Altersrente unterrichtet werden. Geschieht dies zu spät, muss das Versicherungsunternehmen zwar dem Versicherten die nach Beendigung des Versicherungsverhältnisses gezahlten Beiträge zurückerstatten. Jedoch hat der Versicherte den nach diesem Zeitpunkt angefallenen Schaden wiederum an den Versicherer zu zahlen.

Mit dem Eintritt in die Berufsunfähigkeit erlischt der Anspruch auf Krankentagegeld zum Ende des Monats, in dem die Berufsunfähigkeit eingetreten ist. Geht aus einer Arbeitsunfähigkeit eine dauerhafte Berufsunfähigkeit hervor, so erlischt der Krankentagegeldanspruch erst zu dem Zeitpunkt, bis zu dem die Versicherungsgesellschaft Leistungen für die Arbeitsunfähigkeit zu erbringen hat. Dieser Zeitpunkt ist in jedem Fall spätestens drei Monate nach Eintritt der Berufsunfähigkeit erreicht.

Für die gesetzliche Rentenversicherung gelten seit dem 1. Januar 2001 besondere Regelungen. Hier gibt es die Berufsunfähigkeit nur noch für Versicherte, die vor dem 2. Januar 1961 geboren wurden. Außerdem gibt es die Berufsunfähigkeit nur noch in Form der teilweisen Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit. Kann ein Arbeitnehmer seine Arbeit nur noch zur Hälfte ausüben, erstattet die Berufsunfähigkeitsversicherung teilweisen Ausgleich bereits ab der Pflegestufe 1.



Zum Thema Berufsunfähigkeit auf förderland:
Berufsunfähigkeitsversicherung - Ausführliche Informationen im Überblick

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