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Zeitwertkonten

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Mit dem Begriff Zeitwertkonto können unterschiedliche Arbeitszeitmodelle bezeichnet werden, die meist nach dem zeitlichen Regulierungsrahmen unterschieden werden. Die beiden Grundtypen der Zeitwertkonten sind Kurzzeitkonten und Langzeitkonten.

Kurzzeitkonten
Kurzzeitkonten bezeichnen Konten mit Ausgleichszeiträumen bis zu einem Jahr. In der Praxis existieren diverse Varianten:

  • Gleitzeitkonto
  • Ampelkonto
  • Jahresarbeitszeitkonto
  • Arbeitszeitkorridore

Langzeitkonten
das Ziel von Langzeitkonten besteht im langfristigen Aufbau von Zeit- oder Wertguthaben. Die Guthaben können dann auch für zukünftige Freistellungsphasen eingesetzt werden.

Arbeitsstunden, die über die normale Regelarbeitszeit hinaus geleistet worden sind sowie Gehaltsbestandteile können so auf einem separaten Zeitwertkonto angespart werden. Das dadurch entstandene Zeitwertguthaben kann auf verschieden Art und Weise genutzt werden: Zeitwertguthaben können beispielsweise zu einer bezahlten Freistellung während des Berufslebens (Sabbatical) verwendet werden. Auch der vorzeitige Ruhestand stellt eine Option dar. Bei einem Wechsel des Arbeitgebers lässt sich das Guthaben auf den neuen Arbeitgeber übertragen.

Ein Zeitwertkonto kann auf Basis von Geld oder Zeit geführt werden. Die Arbeitsstunden der Mitarbeiter werden in einen Geldwert umgerechnet. Sämtliche Mehrarbeit wie Überstunden oder nicht genommener Urlaub kann auf das Zeitwertkonto fließen, ebenso Teile des laufenden Gehalts oder Bonuszahlungen.

Der Arbeitgeber ist gesetzlich dazu verpflichtet, ein Arbeitszeitkonto für den Fall der Insolvenz abzusichern. Im Falle der Insolvenz sind die Zeitwertguthaben durch ein CTA-Modells (Contractual Trust Arrangement) rechtlich vom übrigen Betriebsvermögen getrennt und abgesichert.


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