<< Themensammlung Versicherung

Wertsicherungsklauseln

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Wertsicherungsklauseln sollen zugesagte Leistungen vor dem Kaufkraftverlust schützen.

 

Man findet in der Praxis die Loyalitätsklausel, die Spannungsklausel, die Leistungsvorbehaltklausel, die feste Anpassung und die früher beim Bundesamt für Wirtschaft genehmigungspflichtige Indexklausel. Im Folgenden sei für jede Klausel ein Beispiel gegeben.

Loyalitätsklausel: "Die Firma wird in regelmäßigen Abständen überprüfen, ob die bereits laufenden Ruhegelder noch den veränderten Kaufkraft- und Einkommensverhältnissen  entsprechen und ob die Möglichkeit einer Anpassung an die veränderten Verhältnisse besteht. Einen Rechtsanspruch an eine solche Anpassung kann die Firma jedoch nicht einräumen."

Leistungsvorbehaltklausel: "Bei der Änderung eines Beamtengehaltes um zehn Prozent haben die Parteien über eine eventuelle Anpassung des Ruhegeldes unverzüglich Verhandlungen aufzunehmen."

Spannungsklausel: "Die zugesagten Leistungen verändern sich nach Eintritt des Versorgungsfalles im gleichen Verhältnis, wie sich das Grundgehalt eines verheirateten Bundesbeamten der Besoldungsgruppe A 13 in der höchsten Dienstaltersstufe verändert."

Indexklausel: "Nach Eintritt des Versorgungsfalles ändert sich die Höhe der Ruhegeldleistungen im gleichen prozentualen Verhältnis wie sich der vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden für die gesamte Bundesrepublik amtlich festgestellte Lebenshaltungskostenindex für einen 4-Personen-Arbeitnehmer-Haushalt mit mittlerem Einkommen des alleinverdienenden Haushaltsvorstandes nach oben oder unten verändert. Die Veränderung ist jeweils zum 31.12. des Kalenderjahres, und zwar mit Wirkung des nächsten Kalenderjahres an, vorzunehmen."


zurück zur Übersicht >

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer