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Pensionsalter

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In den meisten Fällen findet man in Versorgungszusagen des GGF das vollendete 65. Lebensjahr als Altersgrenze. Im Allgemeinen ist auch die Möglichkeit des vorzeitigen und späteren Bezugs der Altersrente vorgesehen – mit entsprechenden Ab- beziehungsweise Zuschlägen.

Natürlich kann auch ein geringeres als das 65. Lebensjahr als Altersgrenze festgelegt werden. Bei einem vertraglich vereinbarten Ruhegeldbeginn vor dem Alter von 60 Jahren ist jedoch immer von einer nicht ernsthaften Vereinbarung auszugehen.

Ein niedrigeres Pensionsalter als 65 Jahre wird beim beherrschenden GGF für die Rückstellungsbildung allerdings nur dann anerkannt, wenn besondere Gründe (zum Beispiel eine nachgewiesene Schwerbehinderung) dies rechtfertigen, H 6a Abs. 8 EStR. Das heißt, auch wenn ein beherrschender GGF ein vertragliches Pensionsalter von zum Beispiel 62 Jahren laut Pensionszusage hat, erfolgt die Rückstellungsbildung mit einem Pensionsalter von 65 Jahren, H 38 KStR, R 6a Abs. 8 EStG.

Durch die Anhebung des Eintrittsalters für die Regelaltersrente von 65 auf 67 Jahre wird ab 2012 die Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung für die Geburtsjahrgänge ab 1947 schrittweise um jeweils einen Monat angehoben. Ab dem Geburtsjahrgang 1959 erfolgt die Anhebung in Zweimonatsschritten. Versicherte, die 1964 oder später geboren sind, erhalten künftig die volle Rente erst mit 67 Jahren.

Bestehende Versorgungszusagen mit einem festen Pensionsalter bleiben zunächst von der Anhebung in der gesetzlichen Rentenversicherung unberührt. Wird in der Versorgungsordnung jedoch auf die Altersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung Bezug genommen, dann führt dies auch bei Betriebsrenten zu einer Anhebung der Altersgrenze von 65 auf 67 Jahre. Ob zwischen der Vollendung des 65. und 67. Lebensjahres eine Betriebsrentensteigerung zu erfolgen hat, hängt von der Vereinbarung in der jeweiligen Versorgungsordnung ab.


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