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16.07.14

Verdienstausfall bei Selbstständigen berechnen

Erwerbsminderungsrente - Selbstständige haben oft keine Chance

Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung kann für den Ernstfall vorgesorgt werden: Auch wenn Sie eines Tages krankheits- oder unfallbedingt ihren Beruf nicht mehr ausüben können, müssen Sie nicht mit finanzieller Not rechnen. Das Problem: Optimalen Schutz zu guten Konditionen bekommt längst nicht jeder. Mehr und mehr potentielle Kunden werden von Versicherungen abgelehnt. Was tun?

Verdienstausfall absichern© StudioLaMagica - Fotolia.com

Ein umfangreicher Versicherungsschutz ist für Existenzgründer und Selbstständige essenziell: Werden betriebliche und persönliche Risiken nicht abgesichert, droht nicht weniger als der finanzielle Ruin. Jeder sollte sich also die Frage stellen, welche Versicherungen unverzichtbar, sinnvoll oder aber für die eigenen Belange eben nicht zwingend erforderlich sind . Und dann? Versicherungen einfach abschließen? Das ist leider nicht immer ganz so einfach. Wer zum Beispiel eine Berufsunfähigkeitsversicherung in Anspruch nehmen möchte, kann schnell auf große Hürden stoßen: Denn viele Menschen gelten aus Sicht der Versicherer schlicht als zu risikobehaftet.

Lohnenswert: Arbeitskraft absichern

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung greift dann, wenn Sie Ihrem erlernten Beruf gesundheitsbedingt nicht mehr nachgehen können. Sie schließt eine Lücke, die die mangelnde staatliche Absicherung hinterlässt: Denn die Erwerbsminderungsrente kommt nur dann zum Tragen, wenn Sie überhaupt keiner beruflichen Tätigkeit mehr nachgehen können – wenn Sie also beispielsweise auch nicht mehr als Kassierer arbeiten könnten. Selbstständigen und Freiberuflern steht auch die Erwerbsminderungsrente nicht zu, da sie von der gesetzlichen Rentenversicherung ausgeschlossen sind. Wie hoch Ihr Verdienstausfall sein wird, sollten Sie tatsächlich einmal arbeitsunfähig werden, können Sie hier anonym und ohne Ihre Daten hinterlassen zu müssen, errechnen.

Risikofaktor Lifestyle, Beruf und Krankengeschichte

Ob und zu welchen Konditionen Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen können, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Versicherungen berücksichtigen in diesem Zusammenhang zum einen alle bisherigen Vorerkrankungen. Neben chronischen Krankheiten fallen dabei vor allem auch psychische Beschwerde ins Gewicht: Wer schon mal eine Psychotherapie in Anspruch genommen hat, hat beispielsweise ziemlich schlechte Karten, wenn es darum geht, einen Vertrag abzuschließen. Zusätzlich beziehen Versicherungen auch das Risikopotential, dass der Beruf birgt, sowie gefährliche Hobbys – Extremsport zum Beispiel – in ihre Überlegungen mit ein. Häufig wird ein Antrag dann ganz abgelehnt oder nur zu sehr schlechten Konditionen bewilligt.

Tipps für günstigeren BU Schutz

Grundsätzlich gilt, je früher Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, desto besser. Junge Menschen bekommen meist deutlich günstigere Policen und haben seltener schwerwiegende Vorerkrankungen, die es zu berücksichtigen gilt. Wer sich zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn um eine Versicherung kümmert, erhält meist besseren Schutz. Aber auch wenn Sie bereits älter sind, lohnt sich ein Vergleich der verschiedenen Versicherungen. Denn die Risikozuschläge sind nicht überall gleich hoch und nicht immer werden zwangsläufig bestimmte Krankheiten vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.

Wem der Schutz einer Berufsunfähigkeitsversicherung verwehrt wird, der sollte Alternativen erwägen:

Eine Grundfähigkeitsversicherung zum Beispiel, die den Verlust essenzieller Fähigkeiten absichert, oder eine Dread-Disease-Versicherung, die im Falle von Krebs, Multipler Sklerose aber auch Herzinfarkt und Schlaganfall absichern kann.

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