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23.09.14Kommentieren

Absicherung

Vor dem beruflichen Aus – Berufsunfähigkeit bei Managern

Ein Termin nach dem nächsten, Deadlines und oft ein enormer Druck: Manager haben in der Regel mit einer dauerhaften Belastung zu kämpfen. Daher werden Erkältungen und andere leichte Erkrankungen auch häufig ignoriert und weiter gearbeitet. Auch bei schwereren Erkrankungen fällt es vielen Führungskräften schwer, sich zurückzulehnen und die Erkrankung ordentlich auszukurieren.

Manager stehen unter ständigem Druck Quelle: www.thinkstockphotos.de

Längere Krankheit kann schwerwiegende Folgen haben

Nicht nur die Arbeit, die sonst liegen bleibt, ist dabei ein wichtiger Faktor. Häufig besteht auch die Befürchtung, dass eine Erkrankung als Schwäche von Kollegen oder Untergebenen wahrgenommen wird. Doch irgendwann ist der Punkt erreicht an dem auch Manager Krankheitstage einlegen müssen. Nicht selten haben sie sich dabei aber schon so viel zugemutet, dass es zu einer längerfristigen Arbeitsunfähigkeit kommt. Im schlimmsten Fall wird aus der Arbeits- sogar eine Berufsunfähigkeit.

Wenn es zu einer Berufsunfähigkeit kommt, muss man mit erheblichen Einkommenseinbußen rechnen. Selbst angestellte Manager mit einem Top-Gehalt müssen kalkulieren, ob die Erwerbsminderungsrente von maximal 30 Prozent des letzten Bruttolohns ausreicht, um den bisherigen Lebensstandard zu erhalten. Selbständige erhalten nicht einmal diese staatliche Leistung.

Wie werden die Beiträge berechnet?

Es ist daher auch für Manager ratsam privat vorzusorgen. Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung können Sie selbst bestimmen, wie hoch die monatliche Rente im Falle einer Berufsunfähigkeit ausfallen soll. Dies hat natürlich Einfluss auf die Prämien, doch auch andere Faktoren werden hier berechnet. So spielen das Alter, Geschlecht, der ausgeübte Beruf und eventuelle Vorerkrankungen eine wichtige Rolle bei der Beitragsbemessung. Dies bedeutet, dass man sich schon möglichst frühzeitig um eine Berufsunfähigkeitsversicherung kümmern sollte, denn je niedriger das Einstiegsalter desto niedriger fallen auch die monatlichen Beiträge aus.

Ist das Berufsfeld in dem man arbeitet besonders oft von Berufsunfähigkeit betroffen, muss man hingegen mit Risikozuschlägen rechnen. Dabei sollte man als Manager nicht unterschätzen, dass man zwar weniger mit körperlichen Verschleißerscheinungen zu kämpfen hat, wie etwa Handwerker, leitende Angestellte allerdings als anfälliger für psychische Erkrankungen gelten. Die einzelnen Versicherer schätzen dieses Risiko allerdings unterschiedlich hoch ein, so dass es hier zu erheblichen Beitragsunterschieden kommen kann.

Ebenfalls auf die Beitragshöhe kann sich ein Hobby auswirken. So müssen Sie mit Risikozuschlägen rechnen, wenn Sie regelmäßig eine Extremsportart ausüben. Bergsteigen, Radrennen oder ähnliche Hobbys sollten Sie allerdings gegenüber der Versicherung nicht verschweigen, da es sonst passieren kann, dass Ihr Versicherungsschutz verfällt. Dies gilt auch für Vorerkrankungen. Zwar werden für diese ebenfalls Risikozuschläge fällig. Geben Sie diese bei den Gesundheitsfragen allerdings nicht wahrheitsgemäß an, kann der Versicherer im Zweifelsfall die Leistungen verweigern.

Vermeiden Sie ungünstige Klauseln

Ein wichtiger Punkt bei jeder Berufsunfähigkeitsversicherung ist die sogenannte abstrakte Verweisung. Diese sollte eindeutig in den Vertragsbedingungen ausgeschlossen werden. Ansonsten hat der Versicherer die Möglichkeit, Ihnen die Leistungen zu verweigern, wenn es Ihnen noch möglich ist, in einem anderen Beruf zu arbeiten.

Da sich die einzelnen Angebote zur Berufsunfähigkeit vor allem im preislichen Bereich erheblich unterscheiden können, lohnt sich hier ein Versicherungsvergleich. Auch die Beratung durch einen unabhängigen Experten kann Ihnen Kosten sparen.

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