<< Themensammlung Betriebliche Altersvorsorge

Vorteile einer bAV für den Arbeitgeber

  • Steuerersparnis - die Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung sind als Betriebsausgaben abzugsfähig
  • Möglichkeit zur Lohnnebenkostensenkung - Sozialversicherungsbeiträge können gespart werden
  • geringer Verwaltungsaufwand - der Versorgungsträger beziehungsweise die Versicherung entlastet maximal bei der Durchführung der bAV
  • Risikoentlastung - das Versorgungsrisiko liegt beim Versicherungsunternehmen
  • Erreichen einer langfristigen Mitarbeiterbindung und so Vermeidung hoher Fluktuationskosten
  • Erhöhung der Mitarbeitermotivation
  • Verbesserung der Identifikation mit dem Unternehmen
  • Sozial- und Mitarbeiterverantwortung und dadurch hohe Attraktivität am Arbeitsmarkt

Vorteile einer bAV für den Arbeitnehmer

  • Sicherheit im Insolvenzfall des Arbeitgebers durch den Pensions-Sicherungs-Fonds
  • Sicherheit bei Arbeitslosigkeit (grundsätzlich keine Anrechnung auf ALG II und Hartz IV)
  • Hohe Rentabilität durch Steuer- und Sozialversicherungsersparnisse und Sonderkonditionen
  • Entlastung und weiteres Standbein für den Eintritt ins Rentenalter Altersvorsorge 
  • Hohe Flexibilität
  • Absicherung der Familie
  • Anspruch auf Entgeltumwandlung zur Sicherung der Altervorsorge
  • Bei Ausscheiden aus dem Betrieb kann der Vertrag mitgenommen werden

Sicherheit

Versorgungsanwartschaften und fällige Versorgungsleistungen aus einer betrieblichen Altersversorgung unterliegen einer gesetzlichen Insolvenzsicherungspflicht. Arbeitnehmer und Rentner werden bei Insolvenz des Unternehmens gegenüber anderen Gläubigern privilegiert und dadurch vor einem insolvenzbedingten Verlust ihrer Versorgungsleistungen geschützt.

Der Pensions-Sicherungs-Verein (PSV) sichert die betriebliche Altersversorgung in Form von Pensionszusagen, Unterstützungskassen und Pensionsfonds sowie in bestimmten Fällen der Direktversicherung.

Zudem werden grundsätzlich für den Bezug von ALG II und Hartz IV keine Anwartschaften auf betriebliche Altersversorgungsleistungen bei der Prüfung auf Bedürftigkeit herangezogen.

Ausnahmeregelung:
Pensionszusagen an beherrschende GGFs sind in der Regel nicht durch den PSV abgesichert. In der Praxis wird daher in diesen Fällen oft die Verpfändung der Rückdeckungsversicherung als Ersatz eingesetzt. Zwar kann der Insolvenzverwalter den Rückkauf der verpfändeten Rückdeckungsversicherung erwirken, er ist aber verpflichtet, den Ertrag daraus zur Sicherstellung der Versorgungsansprüche zu hinterlegen. Der Sicherungszweck der Verpfändung ist damit erreicht.

Mitarbeiterbindung

Durch eine arbeitgeberfinanzierte Versorgung erhöht der Arbeitgeber die Zufriedenheit seiner Mitarbeiter. Dadurch wird sowohl oft ihre Produktivität gesteigert und auch der Wunsch im Unternehmen zu bleiben. Schließlich kümmert sich der Unternehmer auch um seine persönliche Zukunft, was die meisten Arbeitnehmer sehr wohl zu schätzen wissen.

Auch kann ein Arbeitgeber statt einer Gehaltserhöhung dem Mitarbeiter beispielsweise eine arbeitgeberfinanzierte Direktversicherung anbieten (so ein Modell wird oft Gehalt auf Probe genannt). Der Beitrag des Arbeitgebers wird nicht durch zusätzliche Lohnkosten belastet, der Mitarbeiter bekommt eine betriebliche Altersversorgung statt einem vergleichsweise niedrigen Zuwachs im Nettoeinkommen und gleichzeitig hat der Mitarbeiter erst nach fünf Jahren auch Anspruch auf diese Versorgung. Wenn er vorher ausscheidet, verbleibt der Rückkaufswert beim Arbeitgeber.

Geringer Verwaltungsaufwand

Die betriebliche Altersversorgung ist wegen der einfachen Handhabung sehr beliebt. Die Verwaltung beim Arbeitgeber ist sehr einfach. Und der Mitarbeiter bekommt eine Versorgung, die seinem Rechtsanspruch entspricht, für ihn einfach zu verstehen ist und die er auch bei einem Arbeitgeberwechsel problemlos fortführen kann.

Zudem bietet der Versorgungsträger beziehungsweise der Versicherer dem Arbeitgeber eine maximale Entlastung bei der Durchführung der bAV.

Dank des Übertragungsabkommens aus dem Jahr 2006 sind jetzt nicht nur die Übertragungen innerhalb eines Durchführungswegs geklärt sondern erstmals auch die durchführungswegsübergreifende Übertragung bei Pensionskassen und Direktversicherungen.

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