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Analyse von Pensionszusagen - Unterfinanzierung?

Die Situation

In Deutschland ist die Pensionszusage der Durchführungsweg in der betrieblichen Altersversorgung. Allein in 220.000 GmbHs bestehen Pensionszusagen an GGF und Geschäftsführer.


Analyse von bestehenden Pensionszusagen

Oft entsprechen bestehende Versorgungen nicht dem aktuellen Bedarf oder sind nicht mit ausreichenden finanziellen Mittel ausgestattet. Experten stufen sogar rund 70 Prozent der Zusagen als problembehaftet ein. Drohende Konsequenzen sind:

 

  • Fehlerhafter Insolvenzschutz - "Firma weg – Rente weg?"
  • Laufende Rechtssprechung - ist die Pensionszusage überhaupt aktuell?
  • Finanzierung - wie steht es um die Ausstattung?


Die regelmäßige Analyse
Die betriebliche Altersversorgung ist ein sehr lebendiges Thema mit regelmäßigen Gesetzesänderungen und laufender Rechtsprechung. Dabei wird der Versorgung von GGF besondere Aufmerksamkeit entgegengebracht. Eine regelmäßige Überprüfung der Versorgung ist allein aus diesen Gründen unerlässlich, die Beratung durch einen Fachmann ebenso.

Insgesamt geht es bei einer Prüfung der bestehenden Versorgung aber um mehr, denn folgende Punkte verändern sich:

  • Bedarf: Reicht die Versorgung noch aus?
  • Aktuelle Rechtsprechung und Steuer: besteht Anpassungsbedarf?
  • Sicherheit: Stehen ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung?

Gerade die Überprüfung der der zur Verfügung stehenden Mittel ist aufgrund der lang anhaltenden niedrigen Kapitalmarktlage in den letzten Jahren zu ein ganz aktuellen Thema geworden. Darüber hinaus erfordert der längere Lebenserwartung mehr Kapital als bisher vielleicht eingeplant war. Durch eine Rentenrückdeckungsversicherung kann die lebenslange Rentenzahlung sichergestellt werden, die GmbH schützt sich so vor ungeplanten Ausgaben.

Bei regelmäßigem "Pension Check-up" haben Sie die betriebliche Altersversorgung immer im Griff.

Analyse von Pensionszusagen - Unterfinanzierung?

Nach der Erteilung von Pensionszusagen ist es unbedingt erforderlich, diese auf bestehendem Handlungsbedarf hin zu untersuchen: reichen die einbezahlten Mittel aus, um die zugesagten Versorgungsleistungen zu erfüllen? Der Rechnungszins in der Lebensversicherung wurde mehrfach gesenkt und die Überschüsse wurden reduziert. Reichen deshalb die Mittel nicht aus, um die Pensionszusage zu finanzieren, so müssen einzelfallbezogene Lösungen erarbeitet werden.

Rückt der Rentenbeginn des GGF näher, so ist zu überlegen, ob die Pensionsverpflichtungen auf einen Pensionsfonds ausgelagert werden sollen, um die Bilanzberührung zu beenden.

Neben einer inhaltlichen Überprüfung von Pensionszusagen sollte auch eine Überprüfung des Finanzierungsstands sowie die Erarbeitung konkreter einzelfallbezogener Lösungsansätze einbezogen werden.

Gutachten und Bewertungen

SLPM erstellt zum einen versicherungsmathematische Berechnungen über die Höhe von Pensionsrückstellungen, Altersteilzeitverpflichtungen oder Jubiläumsrückstellungen:

Für den Durchführungsweg Pensionszusage (Direktzusage) sind nach deutschem Steuerrecht, § 6a EStG, Pensionsrückstellungen zu bilden. Deren Höhe wird durch ein versicherungsmathematisches Gutachten bestimmt, das erstellt werden kann.

Besteht für Arbeitgeber im Rahmen der Direktzusage, der Unterstützungskasse oder dem Pensionsfonds eine Insolvenzsicherungspflicht über den Pensionssicherungsverein, so hat dies zur Folge, dass dem PSV jährlich die Höhe der zu sichernden Anwartschaften und laufende Renten mitgeteilt werden müssen. Die Mitteilung an den PSV erfolgt in Form sog. Kurztestate. Diese Kurztestate zur Vorlage beim Pensions-Sicherungs-Verein aG werden von SLPM erstellt. Dies erfolgt bei Direktzusagen im Allgemeinen zusammen mit der Erstellung der versicherungsmathematischen Gutachten über die Höhe der Pensionsrückstellungen für die Bilanz bzw. im Zusammenhang mit der Verwaltung von Unterstützungskassen oder von Pensionsfondsversorgungen.
Zusätzlich bietet SLPM an im Zusammenhang mit einem Unternehmensverkauf die bestehende betriebliche Altersversorgung zu bewerten (due dilligence). Zu beachten ist hierbei, dass die Verpflichtungen aus der betrieblichen Versorgung wesentlich höher sind als es der Wert der für die Steuerbilanz ermittelten Pensionsrück¬stellungen zum Ausdruck bringt. Hier ist ein differenziertes und realitätsgerechtes Vorgehen nötig, um einen Wert der Versorgung zu ermitteln, der auch der Wirklichkeit entspricht.

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