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Gesetzliche Rentenversicherung

Gesetzliche Rentenversicherung

Die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) ist ein wesentlicher Bestandteil der Alterssicherung – aber nicht der einzige. Vor allem durch die Entwicklung in den letzten Jahren ist die Bedeutung einer zusätzlichen Versicherung stärker geworden.

Denn die gestiegene Lebenserwartung und die Tatsache, dass immer weniger junge Arbeitnehmer nachkommen, strapazieren die nach dem Umlageprinzip verfahrenden Rentenkassen erheblich.

Mittlerweile reichen die Beiträge der aktuell Arbeitenden nicht mehr aus, um die Alterssicherung der Rentner zu finanzieren. Dieses Problem wird sich in Zukunft weiter verschärfen. Aus diesem Grund gibt es neben der gesetzlichen Rentenversicherung mittlerweile zwei weitere Möglichkeiten der Altersvorsorge – die betriebliche und die private Alterssicherung. Beide Formen werden teilweise durch Steuerbegünstigungen und Beitragszahlungen staatlich gefördert. Diese beiden Formen sind jedoch freiwillig, während die gesetzliche Altersvorsorge für abhängig Beschäftigte eine Pflichtversicherung ist und automatisch bezahlt wird.

Die GRV für Selbstständige

Auch Selbstständige haben die Möglichkeit sich in der GRV versichern zu lassen, obwohl sie nicht versicherungspflichtig sind. Das können sie entweder als freiwillig Versicherte machen und Beiträge zwischen dem Mindest- und Höchstbeitrag (ca. 100 bis 1000 Euro) entrichten, oder aber sie beantragen die volle Mitgliedschaft. Diese hat den Vorteil, dass nach 60 Monaten Einzahlung der Pflichtbeiträge ein unverfallbarer Anspruch auf die Auszahlung der Rente besteht. Andererseits ist die volle Mitgliedschaft nicht wieder kündbar. Die Beiträge werden in diesem Fall nach dem durchschnittlichen Einkommen berechnet.

Auch wer vor seiner Selbstständigkeit bereits Angestellter gewesen ist, sollte weiterhin Beiträge zahlen, weil sein Rentenanspruch sonst nach zwei Jahren verfällt. Der Vorteil der freiwilligen Versicherung ist, dass man die Beitragshöhe selbst bestimmen und dadurch auch direkten Einfluss auf seine späteren Rentenzahlungen nehmen kann. Die volle Leistung der Rentenversicherung, welche eine Erwerbsminderungsrente, Hinterbliebenenschutz und Rehabilitationsmaßnahmen bietet, erhält jedoch nur, wer pflichtversichert ist.

Der Antrag zur Pflichtversicherung muss spätestens nach fünf Jahren Selbstständigkeit eingereicht werden. Ein weiterer Vorteil der Pflichtversicherung ist, dass dadurch ein Anspruch auf die Riester-Rente besteht.

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