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Sozialversicherung

Rentenversicherung bei Ich-AG

Solange die Gründer der Ich-AG den Existenzgründungszuschuss bezogen, bestand Rentenversicherungspflicht.

Die Beiträge wurden anhand eines "fiktiven" Arbeitseinkommens, entsprechend der halben monatlichen Bezugsgröße, bemessen. Auf das tatsächlich erzielte Arbeitseinkommen kam es dabei nicht an.

Der Regelbeitrag zur Rentenversicherung für 2006 betrug 19,5 Prozent. Der Mindestsatz lag bei 78 Euro, der Höchstsatz 235 Euro. Der Existenzgründungszuschuss wurde bei der Berechnung nicht hinzugezogen. Auf Antrag konnte der Beitrag auch einkommensgerecht nach dem tatsächlichen Arbeitseinkommen erhoben werden.

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Gesetzliche Krankenversicherung

Wer den Existenzgründungsschuss bezog, war nicht versicherungspflichtig in der Kranken- und Pflegeversicherung, da die Ich-AG eine selbstständige Tätigkeit voraussetzt. Die Gründer konnten sich aber freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichern.

Die Beträge wurden - wenn nicht ein höheres Einkommen vorlag - auf Basis monatlicher (Mindest-)Einnahmen berechnet. Bei einem durchschnittlichen Beitragssatz zur gesetzlichen Krannkenversicherung von 14 Prozent ergab sich daraus ein monatlicher Beitrag von rund 170 Euro (Stand März 2006). Der Existenzgründerzuschuss wurde bei der Berechnung nicht hinzugezogen.

Freiwillige Mitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung sind gleichzeitig versicherungspflichtig in der gesetzlichen Pflegeversicherung, wobei der monatliche Beitrag zur gesetzlichen Pflegeversicherung derzeit bei rund 20 Euro (1,7 Prozent) liegt. 

Arbeitslosenversicherung

In der Arbeitslosenversicherung wurden die Ich-AG-Gründerinnen und -Gründer nicht unmittelbar in den Schutz einbezogen. Wer eine Ich-AG geründet hatte und damit scheiterte, konnte sich wiederum auf dem Arbeitsagentur arbeitslos melden und einen Restanspruch z.B. aus dem Arbeitslosengeld aufbrauchen. Die Zeiten einer selbstständigen Tätigkeit begründen keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld oder auf andere beitragsabhängige Leistungen.

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