
Online-Marketing
Was man im Umgang mit sozialen Netzwerken beachten sollte
Vor dem Hintergrund der sich immer stärker abzeichnenden Schwächen herkömmlicher Marketinginstrumente wie der Kaltakquise flüchten immer mehr Unternehmen in die Welt der sozialen Netzwerke. In ihnen lassen sich mit wenig Aufwand und geringen Investitionen hohe Erfolgsraten realisieren - so zumindest die Theorie. Viele Firmen aber scheitern in der Online-Welt und stellen nach einigen Monaten enttäuscht fest, dass sie keine neuen Kunden gewonnen, sondern Ansehen verloren haben.
Ein Beitrag von Robert Nabenhauer
Doch wo liegen die Gründe dieser Erfolglosigkeit? Meines Erachtens nach sind hierfür zwei Faktoren ausschlaggebend. Zum einen wären da die teilweise völlig überzogenen Erwartungen so mancher Firmenlenker, die sich alleine durch die Anmeldung bei XING und dem Schreiben eines monatlichen Beitrags hohe Kundenzahlen erhoffen. Der zweite, vielleicht wichtigere Aspekt ist aber die Unkenntnis vieler Führungskräfte darüber, wie sich Unternehmen innerhalb dieser Online-Welten richtig bewegen sollten.
Beispiel XING - so nutzen Sie das Business-Portal richtig
In XING gelten, wie in jedem anderen sozialen Netzwerk, ganz bestimmte Verhaltensregeln und Tabus. Nachfolgend möchte ich Ihnen anhand von XING, dem größten deutschsprachigen Business-Netzwerk, einige Tipps und Methoden vorstellen, mit denen Sie nicht nur einen guten Eindruck bei den anderen Nutzern der sozialen Netzwerke hinterlassen, sondern gleichzeitig auch Interesse wecken - für Ihre Person, Ihr Unternehmen und Ihre Produkte.
Die richtige Kommunikation
In sozialen Netzwerken dreht sich alles um die richtige Kommunikation. Daher möchten wir mit diesem Punkt nun auch beginnen. In XING etwa, unserem Musterbeispiel, ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie Ihren Tonfall an die dort herrschenden Gepflogenheiten anpassen: höflich und geschäftsmäßig. Befindlichkeiten wie das schlechte Wetter oder zu viele Überstunden wirken in Facebook oder Twitter vielleicht noch ganz sympathisch, in XING sind das absolute Tabus.
Für alle Netzwerke gilt aber eine goldene Verhaltensregel: keine übermäßige Werbung. Viele Firmen setzen Methoden aus der herkömmlichen Marketingwelt unreflektiert in sozialen Netzwerken ein, was nicht selten zu leeren Werbephrasen und unsinnigen Aktionen führt. Nutzer sozialer Netzwerke möchten sich in einen Dialog mit Ihnen begeben, möchten an Ihrem Unternehmen teilhaben und nicht mit sinnfreien Worthülsen belästigt werden. In XING kann das Versenden unliebsamer Werbung sogar zur Sperrung des Kontos führen, wobei Sie natürlich gerne auf neue Produkte hinweisen dürfen, aber eben nicht zu werblich oder gar aggressiv.
Reagieren Sie schnell
Das Internet ist das schnelllebigste Medium unserer Gesellschaft. Entsprechend zügig sollten Sie darin auch agieren. Kontaktanfragen, Kommentare und Nachrichten sollten daher im Idealfall auch nicht länger als 24 Stunden unbeantwortet bleiben. Benötigen Sie für eine Reaktion zu lange, laufen Sie nicht nur Gefahr, dass die entsprechende Nachricht längst nicht mehr aktuell ist, sondern ziehen nicht selten auch den Spott der Internetgemeinde auf sich.
Das musste beispielsweise auch die Deutsche Bahn erst lernen, als sie in Facebook aktiv wurde. Statt sofort und kompetent auf negative Meinungen zu reagieren, bot sie ihren Kritikern durch eine für Internetverhältnisse unsäglich lange Untätigkeit ungewollt ein Forum und zog damit nur noch mehr Häme auf sich.
Räumen Sie sich daher täglich einen bestimmten Zeitraum für die Pflege Ihrer Profile ein. Dafür eignen sich besonders die Tageszeiten, an denen Sie erfahrungsgemäß weniger produktiv sind, beispielsweise direkt nach der Mittagspause oder kurz vor Feierabend. Falls Sie längere Zeit ausfallen, etwa aufgrund eines Urlaubs, sollten Sie das in Ihren Statusmeldungen für die Besucher Ihres Profils entsprechend kenntlich machen.
Bleiben Sie stets "up to date"
Wenige Dinge wirken für potentielle Kontakte abschreckender als verwaiste Unternehmensprofile, auf denen sich wochenlang nichts tut. Mit Stillstand gewinnen Sie keinen Blumentopf, erst recht keine neuen Kunden. Erarbeiten Sie sich deshalb einen genauen Redaktionsplan, wann Sie welchen Beitrag veröffentlichen möchten. Die entsprechenden Artikel sollten Sie vorbereiten und, falls möglich, in einem Tool beziehungsweise Plugin hinterlegen, welches die Artikel selbständig zu einem von Ihnen gewählten Zeitpunkt veröffentlicht.
In Ihren Beiträgen sollten Sie immer auch die neuesten Entwicklungen Ihres Unternehmens aufgreifen. Damit zeigen Sie potentiellen Kunden, wie aktiv Ihre Firma ist und erzeugen so bereits ein grundlegendes Vertrauensverhältnis. Haben Sie also neue Mitarbeiter eingestellt, neue Firmenwagen angeschafft, neue Produkte ins Sortiment aufgenommen oder Ihre Büroräume erweitert, ist das in jedem Fall eine Statusmeldung wert.
Gerne würde ich Ihnen noch mehr Tipps vorstellen, die Ihnen helfen können, Ihre Aktivitäten innerhalb sozialer Netzwerke erfolgreich zu gestalten. Das würde aber den Rahmen dieses Artikels sprengen. Ich hoffe aber, ich konnte Ihnen dennoch einige hilfreiche Tipps und Methoden zeigen, die Sie für Ihre Firma einsetzen können. Dabei wünsche ich Ihnen in jedem Fall viel Erfolg und viele neue gewinnbringende Kontakte.
Über den Autor
Robert Nabenhauer ist seit über 15 Jahren als erfolgreicher Unternehmer tätigt. Er sagt über sich selbst: "Ich bin ein unternehmerischer Mensch mit hohem Eigenantrieb und Leistungswillen, der aufgrund seiner Grundüberzeugung viel fordert, aber auch viel geben kann." Von seinen Kunden und Partnern wird er als Geschäftsmann mit Herz geschätzt, der die als Praktiker gewonnenen Erkenntnisse verteidigt, auch wenn sie unbequem für andere sein mögen. Sein Motto lautet: "Business mit Herz ist möglich, nötig – und rechnet sich!"
Überdies ist Robert Nabenhauer Profi für die Automatisierung der Vertriebsanbahnung durch den Einsatz von Social-Media-Marketing. Seit 2006 nutzte Robert Nabenhauer sein Know-how, um den Vertrieb seiner Handelsagentur durch die konsequente Anwendung von Social-Media-Marketing zu automatisieren. Besonders XING nutzt Nabenhauer intensiv. Seit dem Jahr 2006 ist er XING-Profi-Anwender und hat sich als Gründer und Moderator der XING-Gruppen Folienverpackungen (seit 2008), Social Network Marketing (seit 2009) sowie PreSales Marketing (seit 2010) positioniert.
Neue Fachbeiträge
-
Projektmanagement in IT-Start-ups
IT-Start-ups verschenken Effizienzpotenziale
Obwohl sich Projekt bezogenes Arbeiten in manchen Start-ups zu etablieren beginnt, ist professionelles Projektmanagement noch vielerorts weitgehend unbekannt. Hauke Thun, Gründer und Inhaber von PM Firefighters, erklärt in seinem Fachbeitrag, wie Start-ups ihre Potentiale mittels Projektmanagement bestmöglich nutzen. mehr
-
E-Commerce
E-Commerce mit CIVETS im Blick – Chancen und Risiken!
Nicht nur die BRIC Staaten Brasilien, Russland, Indien und China bieten Chancen für deutsche Unternehmen, die für E-Commerce Zielgruppen auf neuen Märkten suchen. In seinem Fachbeitrag beleuchtet Christian Arno, Gründer des Übersetzungsdienstes Lingo24, die so genannten CIVETS, also die wirtschaftlich aufstrebenden Länder Kolumbien, Indonesien, Vietnam, Ägypten, Türkei und Südafrika. mehr
-
Kundenkontaktpunkt-Management
Wie man Touchpoint-Projekte erfolgreich macht - Teil 3
Anne M. Schüller, führende Expertin für Loyalitätsmarketing, erklärt im dritten und letzten Teil ihrer Beitragsserie zum Thema "Touchpoint Management", wie Sie die Mitarbeiter aktivieren, sie tagtäglich mit dem Kunden in Kontakt stehen. mehr
-
Kundenkontaktpunkt-Management
Wie man Touchpoint-Projekte erfolgreich macht - Teil 2
Im zweiten Teil ihrer Beitragsserie zum Thema "Touchpoint-Projekte" erklärt Anne M. Schüller, führende Expertin für Loyalitätsmarketing, wie Sie bei Mitarbeitern den "Mein-Baby-Effekt" erzeugen. mehr
-
Kundenkontaktpunkt-Management Teil 1
Wie man Touchpoint-Projekte erfolgreich macht
Anne M. Schüller ist zehnfache Buch- und Bestsellerautorin und gilt als Europas führende Expertin für Loyalitätsmarketing. Kürzlich veröffentlichte sie ihr neuestes Buch mit dem Titel „Touchpoints – Auf Tuchfühlung mit dem Kunden von heute“. In einer dreiteiligen Beitragsserie auf förderland gibt Anne M. Schüller jetzt eine Einführung ins Thema. mehr
-
Cloud Software
Cloud Software für Existenzgründer – Was sollte beachtet werden?
Als Existenzgründer sind viele Entscheidungen zu treffen. Neben der Durchführung, Steuerung und Kontrolle des Geschäftsbetriebs müssen auch verschiedene Fragen bezüglich der Nutzung von Unternehmenssoftware beantwortet werden. Frank Elsenbruch von der Scopevisio AG aus Bonn geht in seinem Fachbeitrag der Frage nach, was Gründer beim Einsatz von Software aus der Cloud beachten sollten. mehr
-
SEO
Suchmaschinenoptimierung mal anders. Ein Blick hinter das System ...
Suchmaschinenoptimierung: Oft gehört, aber nie wirklich verstanden was Suchmaschinenoptimierung ist und vor allem, wie es funktioniert. Eines können wir bereits ausschließen, Suchmaschinenoptimierung bedeutet nicht, auch wenn es klingt, dass eine Suchmaschine optimiert wird. Einen Blick hinter das System gewährt uns heute Korhan Parlar, Gründer und Geschäftsführer der SEOvista aus Berlin. mehr
-
Empfehlungsmarketing
10 schriftliche Verstärker in Sachen Empfehlungsmarketing
Die gute alte Mundpropaganda, die vor Jahrmillionen an den Lagerfeuern begann, erlebt gerade einen mächtigen Wandel. Die Social Media und der Hype um trendige Smartphones sind die wesentlichen Treiber dafür. Empfehlungen sind inzwischen der Kaufauslöser Nummer eins. Damit rückt das Empfehlungsmarketing an die vorderste Stelle im Marketingplan. Mithilfe der folgenden 10 Tipps von Anne M. Schüller können Sie Andere auf schriftliche Weise ermuntern, Ihre Angebote aktiv zu empfehlen. mehr
-
Empfehlungsmarketing
10 Verstärker in Sachen Online-Empfehlungsmarketing
Das größte Empfehlungsnetzwerk, das es je gab, heißt Social Web. Die gute alte Mundpropaganda verlagert sich immer mehr ins Internet. Das klassische Weitererzählen erlebt als digitaler Consumer-Content eine unbändige Renaissance. "Social Sharing" wird dies auch genannt. 10 Verstärker in Sachen Online-Empfehlungsmarketing stellt Anne M. Schüller, führende Expertin für Loyalitätsmarketing, in ihrem aktuellen Fachbeitrag vor. mehr
-
Empfehlungsmarketing
10 mündliche Verstärker in Sachen Empfehlungsmarketing
Wir leben in einer neuen Businesswelt. Heute ist alles "like" oder "dislike". Da müssen Unternehmen zunehmend zeigen, dass sie zu den wirklich Guten gehören. Am wirkungsvollsten ist es, wenn dies nicht vom Anbieter selbst behauptet, sondern von seinen begeisterten Kunden bezeugt wird. Die von enthusiastischen Fans persönlich ausgesprochenen Empfehlungen, Hinweise und Tipps sind heutzutage der Kaufauslöser Nummer eins. 10 mündliche Verstärker in Sachen Empfehlungsmarketing empfiehlt Anne M. Schüller, führende Expertin für Loyalitätsmarketing, in ihrem Fachbeitrag. mehr
-
Fachbeitrag
Unternehmensgründung mit Erfolg: Darauf kommt es an!
Viele Gründer beschäftigen sich mit scheinbar wichtigen Fragen im Vorfeld einer Unternehmensgründung. Diese Fragen stellen sie dann womöglich kompetenten Steuerberatern, Gründungsberatern und anderen Experten. Auf den ersten Blick ist dies ja auch sehr positiv. Doch leider hört man immer wieder die gleichen Fragen – Fragen, die so gut wie nichts mit dem künftigen Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens zu tun haben. Worauf es wirklich ankommt, erklärt Unternehmensberater Martin Grünstäudl in seinem Fachbeitrag. mehr
anzeige
-
Steuerberater suchen
Jetzt kostenlos und unverbindlich.
mehr...
-
Private Krankenversicherung
Sparen Sie 2.500 EUR pro Jahr bei besserer Leistung.
mehr...
-
Gründerberater suchen und finden
Sie sind Gründerberater? Jetzt eintragen und Vorteile sichern.
mehr...
RSS Feed abonnieren
- Nachrichten Gründer, Start-ups, Investoren Feed abonnieren
- Aktuelle Veranstaltungen Feed abonnieren
- Aktuelle Fachbeiträge Feed abonnieren
förderland-Autor werden
Neue Autoren
- 22.05.2012Hauke Thun
- 12.04.2012Christian Arno
- 11.04.2012Max Karagoz
- 08.03.2012Frank Elsenbruch
- 01.03.2012Martin Grünstäudl
- 01.03.2012Korhan Parlar
- Alle Autoren