Nützliche und budgetschonende Software für Existenzgründer - Ein Beitrag von Christoph Ahr
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25.06.2009

EDV

Nützliche und budgetschonende Software für Existenzgründer

Kaum ein Unternehmen kommt heute noch ohne EDV aus. Durch die Unterstützung von Software werden Prozesse vereinfacht und beschleunigt. Viele Geschäftskonzepte wären ohne die moderne Technik gar nicht erst möglich oder nur schwer vorstellbar. Je komplexer die Software ist, desto teurer ist diese zumeist auch. Gründer verfügen zu Beginn üblicherweise über ein relativ kleines Budget. Im folgenden Beitrag möchte ich daher diesbezüglich einige Tipps geben.




Ein Beitrag von Christoph Ahr

Wer nicht soviel Zeit mit der Lektüre der Lizenzbedingungen verbringen möchte und dazu noch Geld sparen will, kann im Rahmen von Open Source einige effiziente Lösungen finden.

google Text & Tabellen

Auf docs.google.com stellt google ein gesamtes "Office-Paket"
zur Verfügung. Dies beinhaltet Tabellenkalkulation, Textverarbeitung, ein Umfragetool und Software zur Erstellung von Präsentationen. Vorteil: Es ist kostenlos, sehr professionell, plattformunabhängig und die Daten liegen sicher auf einem Server, d. h. der Schaden bei einem Rechnercrash ist begrenzt. Das Beste aber ist, dass man gemeinsam mit anderen Nutzern in Echtzeit an einem Dokument arbeiten kann, von überall auf der Welt. Man kann auf komplizierte Tools verzichten und dort in Excel eine gemeinsame Kundendatenbank, einen Zeitplan, To-do-Listen, aber auch Kundenpräsentationen entwickeln. Gerade in der Startphase reicht dieses Angebot aus. Einzig beim Exportieren in andere Dateiformate muss man in puncto Formatierungen vorsichtig sein. Grundsätzlich gilt ohnehin: Nach Extern möglichst nur PDFs verschicken, so kommt es zu keinen Problemen bei den Plattformen (Mac vs. PC) oder mit Versionsunterschieden (Office 2007 lässt grüßen).

Teamdrive

Wer auf Probleme beim Exportieren verzichten möchte, kann auf dieses kollaborative Tool zugreifen, das kostenlos auf teamdrive.net zu haben ist. Die Installation ist umfangreicher, jedoch kann man sich anschließend gegenseitig Ordner und Dateien zur gemeinsamen Bearbeitung freigeben. Besonders angenehm ist, dass Zwischenversionen abgespeichert werden und somit die Nachverfolgung von Änderungen leicht fällt.

Open Office

Open Office ist das Open-Source-Office-Paket. Es gibt verschiedene Versionen, die Mac-Version heißt bspw. NeoOffice. Das Programm ist sehr intuitiv und enthält alles, was man von einem modernen Office-paket erwartet. Es kann kostenlos unter openoffice.org heruntergeladen werden. Weiterer Vorteil: Da der Quellcode öffentlich ist, gibt es im Internet zahlreiche Erweiterungen.

Doodle

Doodle ist das wahrscheinlich interessanteste Open-Source-Tool, das jemals von einem Schweizer Start-Up veröffentlicht wurde. Der einzige Zweck besteht darin, Termine zu koordinieren. Das Tool kann nichts anderes, für diese Aufgabe ist es aber perfekt. Einfach ausprobieren unter doodle.com, jeder der es einmal genutzt hat, hat es lieben gelernt.

Lx-Office

Lx-Office ist eine Open-Source-Software für CRM, Finanzbuchhaltung und Warenwirtschaft. Das Programm funktioniert über den Browser und ist damit Plattformunabhängig. Es ist kostenlos unter lx-office.org erhältlich.

freemind

freemind ist unter freemind.softonic.de/download kostenlos erhältlich. Dieses Tool unterstützt dabei, die eigenen Gedanken mithilfe von Mindmapping zu strukturieren. 

Softwarepaket 9.2.

Unter softwarepaket.de findet man kostenlose Software vom
Bundeswirtschaftsministerium, bspw. ein sehr mächtiges und umfangreiches Zeiterfassungstool. Ein weiteres Angebot ist ein interaktiver Leitfaden für Existenzgründer. Übrigens: Auf Wunsch bekommt man eine CD mit den Inhalten kostenfrei zugesandt.

Skype

Eigentlich kein wirklicher Tipp, denn jeder sollte das Programm kennen. Instant
messaging ist eine sehr effiziente Möglichkeit der Kommunikation und der Kontaktverwaltung. Wer will, kann natürlich damit auch telefonieren, zu zweit oder in Konferenz. Software unter skype.de.

Gimp

Gimp ist die kostenlose Alternative zu Photoshop. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit steht dieses Programm der Funktionalität des großen Bruders kaum in etwas nach (gimp.org).

Inkscape

Inkscape ist ein Programm mit dem sich Vektorgraphiken bearbeiten lassen. Vektorgraphiken sind Bilddateien, in der das Bild nicht durch seine Pixel (also Bildpunkte) definiert ist, sondern in geometrische Elemente zerlegt wird (Vektoren). Daher nimmt die Qualität bei dieser Dateiart nicht ab, wenn sie vergrößert wird. Das Programm ähnelt den kommerziellen Programmen CorelDraw oder Illustrator.

Online-Projektmanagement-Tools

Um Projekte zu koordinieren gibt es im Internet zahlreiche tools. Die Palette reicht von kostenpflichtigen Anbietern wie basecamp bis hin zu teilweise kostenlosen Anbietern wie zoho (zoho.com).

Postbox

Wer für den Mac ein gutes E-Mail-Programm sucht, wird bei postbox fündig.

Kompozer

Ein kostenloser Alleskönner, um Webseiten zu erstellen. Er ist auf kompozerweb.de erhältlich.

Eine Warnung zum Schluss: Nur weil man ein Programm bereits auf dem PC hat, bedeutet das noch nicht, dass man wirklich das Recht hat es zu nutzen. Denn viele Softwarehersteller unterscheiden bei ihren Lizenzen zwischen privater und gewerblicher Nutzung. Letztere ist oftmals wesentlich teurer, private Nutzung hingegen teilweise sogar kostenlos. Sollte ein Lizenzgeber davon Wind bekommen, dass eine Lizenz nicht ihren Bestimmungen entsprechend eingesetzt wird, kann es sehr schnell teuer werden. Man wird möglicherweise wie ein Raubkopierer behandelt, ein Schaden wird geschätzt und eine Abmahnung mit einer zu bezahlenden Summe versendet. Nun sind die Lizenzbedingungen oftmals schwammig und würden vor einem deutschen Gericht nicht unbedingt Bestand haben. Nur, wer hat Lust sich vor Gericht damit rumzuschlagen?

Vorsicht ist also geboten.

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Über den Autor

Christoph Ahr ist Mitgründer der Unternehmensberatung con-Q. Die Unternehmensberatung con-Q wurde im Januar 2009 von Kevin Matros, Christoph Ahr und Jacqueline Schwenk ins Leben gerufen. Die drei studieren in München, haben sich bei der Projektarbeit in einer studentischen Unternehmensberatung kennengelernt und nun die neuste GmbH-Reform dazu genutzt ein eigenes Unternehmen zu gründen. Die besonderen Stärken liegen in der Strategieentwicklung, in der Implementierung von Projektmanagementmethoden, im Business-Planning, im Bereich Prozessmodellierung und in der Umsetzung von erfolgreichen Hochschulmarketingstrategien. Con-Q berät Start-ups ebenso wie mittelständische und große Unternehmen. Die Jungunternehmer haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Erfahrungen an andere Unternehmensgründer weiterzugeben. Auf dieser Basis entstand das Buch "Start-up

www.con-Q.de

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