Mit Hilfe einer strategischen Unternehmensnachfolge die Krönung des Lebenswerkes vorbereiten - Ein Beitrag von Stephan Hoffmann, SchmidtColleg
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14.11.2007

Unternehmensnachfolge

Mit Hilfe einer strategischen Unternehmensnachfolge die Krönung des Lebenswerkes vorbereiten

Auch wenn Unternehmen bereits seit Jahrzehnten erfolgreich am Markt agieren - irgendwann steht der Generationswechsel an. Doch das Ruder aus den Händen zu geben, fällt erfolgreichen Unternehmern oft nicht leicht. Besonders dann, wenn sie das Unternehmen selbst aufgebaut und über Jahrzehnte als Unternehmerpersönlichkeit maßgeblich den Erfolgsweg mitgeprägt haben. Ob Nachfolge innerhalb der Familie oder Verkauf - immer steht der Unternehmer vor der schweren Aufgabe, "sein" Unternehmen auch emotional loszulassen.  




Ein Beitrag von Stephan Hoffmann, SchmidtColleg

Dennoch gilt es in allen Sphären des Lebens - im Privat- wie im Berufsleben - Lösungen zu finden, die einem Nachfolger das erfolgreiche und eigenverantwortliche Weiterführen des Unternehmens ermöglichen, die Arbeitsplätze sichern und der Familie das Vermögen erhalten.

Eine gelungene Unternehmensübergabe bzw. Nachfolgeregelung sollte für jeden erfolgreichen Unternehmer die Krönung seines Lebenswerkes sein. Reinhard Mohn [Bertelsmann AG] hat es treffend einmal so formuliert: "Die Sicherung der Unternehmensnachfolge ist die größte unternehmerische Herausforderung."

Fakten zur Verdeutlichung der gesellschaftlichen  Bedeutung

Das Thema "Unternehmensnachfolge" hat mittlerweile eine dramatische Bedeutung für unsere Volkswirtschaft erreicht und wird uns vermutlich noch Jahre und Jahrzehnte stark beschäftigen.

In den nächsten fünf bis acht Jahren werden zwischen 1.000 - 1.500 Mrd. Euro auf die Erben-Generation übergehen, wobei es sich zu einem Großteil um Unternehmensvermögen handeln wird.

Gescheiterte und
überlebende
rUnternehmen
Von den mehr als drei Millionen mittelständischen Unternehmen stehen in den nächsten zehn Jahren ca. 700.000 zur Übergabe an einen Nachfolger an. Rund 1/3 aller Firmeninhaber ist über 55 Jahre alt. Für rund 2 Mio. Familienbetriebe könnte die Unternehmensnachfolge zu einer Existenz gefährdenden Krise werden. Ein prognostiziertes Verschwinden von ca. 50 Prozent der mittelständischen Unternehmen wird auf die Struktur der deutschen Wirtschaft, die Exportüberschüsse, die Erwirtschaftung von mehr als 50 Prozent des Bruttosozialprodukts und mehr als zwei Drittel aller Arbeitsplätze gravierende Auswirkungen haben.

Leider ist die augenblickliche Situation dadurch gekennzeichnet, dass die meisten Unternehmer den Generationswechsel nicht schaffen und deshalb nur wenige Unternehmen in den Folgegenerationen fortgeführt werden.

Oft ist von vielen schillernden Familienunternehmen nur der angestammte Familienname als am Markt gut eingeführtes Markenzeichen übrig geblieben, familiärer Einfluss verblieb meist weder auf der Management- noch auf der Gesellschafterebene. Und der familiäre Ursprung des Unternehmens wird häufig auf das Firmenlogo und die Erwähnung im Rahmen von Unternehmenspräsentationen beschränkt. Sehr oft finden in diesen Situationen die Eigentümerwechsel weit unter dem tatsächlichen Marktwert statt.

Angesichts der volkswirtschaftlichen Dimension haben viele Großunternehmen damit begonnen, das Thema Nachfolge aktiv bereits bei Zulieferern, Vertriebspartnern und Kunden zu unterstützen. Viele Hersteller wie zum Beispiel die BMW AG halten eigene Ausbildungsprogramme und Berater bereit, die bei den Händlern die Nachfolger aktiv schulen.

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Über den Autor

Stephan Hoffmann ist Bereichsleiter bei der Investitionsbank Berlin. Für SchmidtColleg ist er freiberuflich als Seminarleiter tätig.

Das Thema "Rating und Finanzierung" ist Bestandteil des Seminars "Unternehmens- und Finanzstrategie" des SchmidtCollegs. Weitere Infos erhalten Sie www.schmidtcolleg.de oder per Email info@schmidtcolleg.de

www.schmidtcolleg.de

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