
Der Nutzen von Farben
Mit Farben können Unternehmen ihre Kunden nicht nur psychologisch beeinflussen, sondern im Wettbewerbsumfeld auch für Orientierung sorgen und die Aufmerksamkeit ihrer Kunden gezielt führen. Will ein Unternehmen jedoch in asiatischen Kulturkreisen verkaufen, bedeutet das aber auch, dass dort Farben teilweise andere Assoziationen wecken als in Europa.
Jeder Farbton hat auf unterschiedlichen Papieren jeweils eine
andere Wirkung. Und am Bildschirm kann ein Farbton regelrecht die Augen blenden oder er wird kaum wahrgenommen. Das liegt daran, dass das Auge im Aufbau dem Prinzip einer Fotokamera entspricht. Bei hellem Licht, wie etwa hellen Bildschirmfarben, zieht sich die Iris zusammen. Die Netzhaut wird dadurch weniger belastet. Diese Tatsachen beeinflussen unter anderem die Konzentrationsfähigkeit bei Bildschirmarbeiten.
Farbeinsatz und Kostenfrage
Ein Logo das mehrfarbig entwickelt wird, verursacht höhere Druckkosten als ein einfarbiges Logo. Farbverläufe oder ähnliche Spielereien im Logo, werden in der analogen Medienproduktion richtig teuer oder verlieren bei Prägungen gänzlich ihre Wirkung. Ein Logo sollte deshalb immer in Schwarz Weiß entwickelt werden und in Schwarz Weiß wirken. Erst dann kommt der Farbeinsatz.
Sonderfarben von Pantone oder HKS helfen weltweit einen gleichbleibenden Qualitätsstandard zu halten und Kosten zu sparen.
Auch farbig gedruckte Anzeigen können richtig ins Geld gehen, wenn diese nur
mehrfarbig auffallen oder große Anzeigenformate benötigen um zu wirken.
Jeder Millimeter einer Anzeige kostet Geld. Summiert man nun die höheren Kosten der Medien- und Marketingproduktionen in den Folgejahren einer Gründung mit den zusätzlich anfallenden Agenturkosten für den Mehraufwand bei der Umsetzung, relativieren sich die Design-Entwicklungskosten in der Planungsphase sehr schnell.
Schutzrechte
Betrachtet man den Farbeinsatz aus Sicht der Schutzrechte, zeigt sich auch
hier ein weiterer entscheidender Nutzenvorteil. Farben als Stilmittel im Erscheinungsbild von Firmen oder Produkten können Schutzrechte erlangen.
Starke Farbmarken besitzen z.B. Coca Cola, die Telekom oder Milka. Diese Marken können sich erfolgreich gegen Plagiate zur Wehr setzen. Wie ein Farbkonzept entwickelt werden muss, um als Farbmarke eingetragen werden zu können, sollte mit einem Fachanwalt besprochen werden. Die Durchsetzung einer Farbmarke ist nicht ganz einfach.
Einfachere Schutzmöglichkeiten gegenüber dem Wettbewerb sind die Geschmacksmuster. Beim Geschmacksmuster wird die äußere Erscheinungsform geschützt. Das heißt, das Stilmittel Farbe sollte mit Hilfe einer Designentwicklung (mit Linien, Formen, Flächen etc.) in eine Erscheinungsform gebracht werden. Beim Geschmacksmuster lassen sich 2D und 3D Erscheinungsformen eintragen.
Allerdings muss das Design neu sein und eine Eigenart besitzen um eingetragen werden zu können. Geschmacksmuster schützen den Rechteinhaber gegenüber dem Wettbewerb genauso erfolgreich wie eine Farbmarke. Weitere Auskünfte und Eintragungsmöglichkeiten bietet die Website des HABM- Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt in Spanien - www.oami.europa.eu; vom Amt eingetragene Geschmacksmuster sind auf dem gesamten Gebiet der EG wirksam.
Fazit
Wer beim Thema Farbe oder Corporate Design noch immer an das Anhübschen
von Geschäftsunterlagen und Produkten denkt, verzichtet unbewusst auf
wirtschaftliches Potenzial. Farbkonzepte, Designentwicklungen und deren
Schutzrechte können entscheidend zum schnellen Markenaufbau und somit
zum Vermögenswert eines Unternehmens beitragen.
Wenn Farben in der Unternehmenskommunikation bzw. in den Medien intelligent eingesetzt werden, bieten sie viele wirtschaftliche Vorteile.
Weitere Informationen
Wer mehr über diese Vorteile der Farben im Kontext Markenaufbau erfahren will, findet auf der Website www.studio-schiele.info - Rubrik Branding - kostenlose Downloads und praktische Lösungsbeispiele, die für Unternehmen entwickelt und umgesetzt wurden.
Über den Autor
Martin Schiele gründete 2002 in Villingen-Schwenningen das Studio Schiele und ist auf Markenführung über Kommunikation und Design spezialisiert. Studio Schiele liefert strategisch kreative Lösungen, insbesondere intelligente Konzepte und Inhalte, für Marketing-, Medien- und Öffentlichkeitsarbeiten.
Für Unternehmen und Institutionen werden ganzheitliche, cross-mediale Lösungen für Print, Messen, Werbung und Web entwickelt und umgesetzt. In diesem Marketingmix nimmt die Markenführung im Internet einen hohen Stellenwert ein. Mit der Entwicklung und Führung von Marken im Internet beschäftigt sich Martin Schiele bereits seit 1998 sehr intensiv. Schon vor der Selbstständigkeit verantwortete Martin Schiele in leitenden Positionen internationale Markenprojekte, auch im Internet.
Von dieser Erfahrung profitieren heute die Studio Schiele Kunden: Die Agentur von Martin Schiele ist eine der 30 außergewöhnlichen Agenturen Deutschlands, die in dem Buch "Young German Design" vorgestellt werden. Auch die Studio Schiele Internet-Konzepte werden für ihren Nutzen von der Fachwelt nominiert; Beispiele: BestPractice-IT LiftTec und Studio Schiele
Martin Schiele
Studio Schiele Inhaber
Schäfersteig 23
D-78048 Villingen-Schwenningen
Tel: +49 (0)7721 50 62 67
twitter.com/martinschiele
mail@studio-schiele.info
Neue Fachbeiträge
-
Projektmanagement in IT-Start-ups
IT-Start-ups verschenken Effizienzpotenziale
Obwohl sich Projekt bezogenes Arbeiten in manchen Start-ups zu etablieren beginnt, ist professionelles Projektmanagement noch vielerorts weitgehend unbekannt. Hauke Thun, Gründer und Inhaber von PM Firefighters, erklärt in seinem Fachbeitrag, wie Start-ups ihre Potentiale mittels Projektmanagement bestmöglich nutzen. mehr
-
E-Commerce
E-Commerce mit CIVETS im Blick – Chancen und Risiken!
Nicht nur die BRIC Staaten Brasilien, Russland, Indien und China bieten Chancen für deutsche Unternehmen, die für E-Commerce Zielgruppen auf neuen Märkten suchen. In seinem Fachbeitrag beleuchtet Christian Arno, Gründer des Übersetzungsdienstes Lingo24, die so genannten CIVETS, also die wirtschaftlich aufstrebenden Länder Kolumbien, Indonesien, Vietnam, Ägypten, Türkei und Südafrika. mehr
-
Kundenkontaktpunkt-Management
Wie man Touchpoint-Projekte erfolgreich macht - Teil 3
Anne M. Schüller, führende Expertin für Loyalitätsmarketing, erklärt im dritten und letzten Teil ihrer Beitragsserie zum Thema "Touchpoint Management", wie Sie die Mitarbeiter aktivieren, sie tagtäglich mit dem Kunden in Kontakt stehen. mehr
-
Kundenkontaktpunkt-Management
Wie man Touchpoint-Projekte erfolgreich macht - Teil 2
Im zweiten Teil ihrer Beitragsserie zum Thema "Touchpoint-Projekte" erklärt Anne M. Schüller, führende Expertin für Loyalitätsmarketing, wie Sie bei Mitarbeitern den "Mein-Baby-Effekt" erzeugen. mehr
-
Kundenkontaktpunkt-Management Teil 1
Wie man Touchpoint-Projekte erfolgreich macht
Anne M. Schüller ist zehnfache Buch- und Bestsellerautorin und gilt als Europas führende Expertin für Loyalitätsmarketing. Kürzlich veröffentlichte sie ihr neuestes Buch mit dem Titel „Touchpoints – Auf Tuchfühlung mit dem Kunden von heute“. In einer dreiteiligen Beitragsserie auf förderland gibt Anne M. Schüller jetzt eine Einführung ins Thema. mehr
-
Cloud Software
Cloud Software für Existenzgründer – Was sollte beachtet werden?
Als Existenzgründer sind viele Entscheidungen zu treffen. Neben der Durchführung, Steuerung und Kontrolle des Geschäftsbetriebs müssen auch verschiedene Fragen bezüglich der Nutzung von Unternehmenssoftware beantwortet werden. Frank Elsenbruch von der Scopevisio AG aus Bonn geht in seinem Fachbeitrag der Frage nach, was Gründer beim Einsatz von Software aus der Cloud beachten sollten. mehr
-
SEO
Suchmaschinenoptimierung mal anders. Ein Blick hinter das System ...
Suchmaschinenoptimierung: Oft gehört, aber nie wirklich verstanden was Suchmaschinenoptimierung ist und vor allem, wie es funktioniert. Eines können wir bereits ausschließen, Suchmaschinenoptimierung bedeutet nicht, auch wenn es klingt, dass eine Suchmaschine optimiert wird. Einen Blick hinter das System gewährt uns heute Korhan Parlar, Gründer und Geschäftsführer der SEOvista aus Berlin. mehr
-
Empfehlungsmarketing
10 schriftliche Verstärker in Sachen Empfehlungsmarketing
Die gute alte Mundpropaganda, die vor Jahrmillionen an den Lagerfeuern begann, erlebt gerade einen mächtigen Wandel. Die Social Media und der Hype um trendige Smartphones sind die wesentlichen Treiber dafür. Empfehlungen sind inzwischen der Kaufauslöser Nummer eins. Damit rückt das Empfehlungsmarketing an die vorderste Stelle im Marketingplan. Mithilfe der folgenden 10 Tipps von Anne M. Schüller können Sie Andere auf schriftliche Weise ermuntern, Ihre Angebote aktiv zu empfehlen. mehr
-
Empfehlungsmarketing
10 Verstärker in Sachen Online-Empfehlungsmarketing
Das größte Empfehlungsnetzwerk, das es je gab, heißt Social Web. Die gute alte Mundpropaganda verlagert sich immer mehr ins Internet. Das klassische Weitererzählen erlebt als digitaler Consumer-Content eine unbändige Renaissance. "Social Sharing" wird dies auch genannt. 10 Verstärker in Sachen Online-Empfehlungsmarketing stellt Anne M. Schüller, führende Expertin für Loyalitätsmarketing, in ihrem aktuellen Fachbeitrag vor. mehr
-
Empfehlungsmarketing
10 mündliche Verstärker in Sachen Empfehlungsmarketing
Wir leben in einer neuen Businesswelt. Heute ist alles "like" oder "dislike". Da müssen Unternehmen zunehmend zeigen, dass sie zu den wirklich Guten gehören. Am wirkungsvollsten ist es, wenn dies nicht vom Anbieter selbst behauptet, sondern von seinen begeisterten Kunden bezeugt wird. Die von enthusiastischen Fans persönlich ausgesprochenen Empfehlungen, Hinweise und Tipps sind heutzutage der Kaufauslöser Nummer eins. 10 mündliche Verstärker in Sachen Empfehlungsmarketing empfiehlt Anne M. Schüller, führende Expertin für Loyalitätsmarketing, in ihrem Fachbeitrag. mehr
-
Fachbeitrag
Unternehmensgründung mit Erfolg: Darauf kommt es an!
Viele Gründer beschäftigen sich mit scheinbar wichtigen Fragen im Vorfeld einer Unternehmensgründung. Diese Fragen stellen sie dann womöglich kompetenten Steuerberatern, Gründungsberatern und anderen Experten. Auf den ersten Blick ist dies ja auch sehr positiv. Doch leider hört man immer wieder die gleichen Fragen – Fragen, die so gut wie nichts mit dem künftigen Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens zu tun haben. Worauf es wirklich ankommt, erklärt Unternehmensberater Martin Grünstäudl in seinem Fachbeitrag. mehr
anzeige
-
Steuerberater suchen
Jetzt kostenlos und unverbindlich.
mehr...
-
Private Krankenversicherung
Sparen Sie 2.500 EUR pro Jahr bei besserer Leistung.
mehr...
-
Gründerberater suchen und finden
Sie sind Gründerberater? Jetzt eintragen und Vorteile sichern.
mehr...
RSS Feed abonnieren
- Nachrichten Gründer, Start-ups, Investoren Feed abonnieren
- Aktuelle Veranstaltungen Feed abonnieren
- Aktuelle Fachbeiträge Feed abonnieren
Über den Autor
Martin Schiele gründete 2002 in Villingen-Schwenningen das Studio Schiele und ist auf Markenführung über Kommunikation und Design spezialisiert. [mehr]
förderland-Autor werden
Neue Autoren
- 22.05.2012Hauke Thun
- 12.04.2012Christian Arno
- 11.04.2012Max Karagoz
- 08.03.2012Frank Elsenbruch
- 01.03.2012Martin Grünstäudl
- 01.03.2012Korhan Parlar
- Alle Autoren