Kreatives Linkbuilding für Gründer - Ein Beitrag von Klaus-Martin Meyer
teaser_fachbeitraege.jpg
21.12.2009

Fachbeitrag

Kreatives Linkbuilding für Gründer

Die Suchmaschinenoptimierung oder abgekürzt auch SEO (Search Engine Optimization) genannt ist insbesondere für Internet-Start-ups von Anfang an ein zentrales Thema. Dies liegt einerseits daran, dass für Internetfirmen Suchmaschinen die günstigsten Traffic-Lieferanten sind, zum anderen müssen für die Suchmaschinenoptimierung keine finanziellen Mittel eingesetzt werden. Anstatt auf Agenturen zurückzugreifen, können Start-ups sich selber um das Thema SEO kümmern. Ein sehr wichtiger Teilbereich der Suchmaschinenoptimierung ist der Linkaufbau. Wer hier fleißig und kreativ ist, kann gute Suchmaschinenpositionen erreichen und zudem viel Traffic von dritten Webseiten generieren.




Ein Beitrag von Klaus-Martin Meyer

Links helfen Google & Co. zu erkennen, welche Seiten relevant sind

In der wissenschaftlichen Literatur gilt das Prinzip, dass eine Quelle eine wichtige Quelle zu einem Thema ist, wenn diese von anderen wissenschaftlichen Arbeiten aus dem gleichen oder angrenzenden Themengebieten häufig zitiert wird. Suchmaschinen gewichten einzelne Internetseiten in Bezug auf verschiedene Suchwörter neben vielen Faktoren auf der Seite selber (wie z. B. Keyword-Dichte, Seitentiteln, Überschriften etc.) auch nach der Anzahl der Links, die von anderen Seiten auf diese verweisen. Wer also vorne stehen will, tut gut daran, fleißig wie ein Eichhörnchen mit der Zeit viele, viele Links zu sammeln. Je stärker umkämpft das jeweilige Thema ist, umso mehr Hyperlinks sind in der Regel notwendig, will man vordere Plätze belegen. Freilich sollte man es beim Linkaufbau nicht übertreiben. Die Suchmaschinen-Betreiber sind heute sehr wohl in der Lage, Spamtechniken zu erkennen.

Wie sollte man den Linkaufbau beginnen?

Da ein Hyperlink aus der Sicht eines Start-ups mehrere Funktionen hat, macht es Sinn, sich erst einmal Gedanken darüber zu machen, welches zwei Funktionen dies sind. Ein Grund wurde bereits erwähnt, dass ist die Rankingfunktion, die Verlinkungen haben kann in Bezug auf die Position in einer Suchmaschine. Vorweg geht aber die eigentliche Funktion eines Links, nämlich die Funktion der Verlinkung als Empfehlung einer externen Internetseite.

In dieser Funktion kann ein Link nämlich auch Besucher auf das Angebot eines Startups aufmerksam machen und viele Besucher schicken, die auf diese Weise mit der Internetseite der jungen Firma vertraut gemacht werden. Deshalb sollte man am Anfang alle wichtigen Onlinemedien kontaktieren, die einen Anreiz haben könnten, über die neugegründete Firma zu berichten. Dies können spezielle Gründungsportale wie foerderland.de sein, aber auch dezidierte Branchenmedien, die sich freuen, über neue Entwicklungen innerhalb der eigenen Branche zu referieren. Dann wird es in vielen Fällen auch Blogger geben, die bereits sind, über eine Gründung zu berichten, wenn es in das jeweilige Themengebiet passt.

Weitere Linkquellen suchen?

Wenn im ersten Schritt alle naheliegenden Webseiten angegangen wurden, sollten im zweiten weitere Linkquellen identifiziert werden, die die eigene Seite mit Verlinkungen versehen könnten. Das kann die lokale Presse sein. Online-Shops können Lieferanten motivieren, dass man als Bezugsquelle gelistet wird. Viele Städte erlauben lokalen Firmen Einträge auf den offiziellen Webseiten der Städte. Hier ist durchaus Kreativität gefordert. Und weil der Linkaufbau eine ganze Menge Arbeit und Fleiß erfordert, ist es sehr Effizient, wenn man Wege findet, wie andere Webmaster freiwillig auf die eigene Seite verlinken.

Wie motiviert man Dritte, die eigene Seite anzulinken?

Der Linkaufbau sollte – wie bereits angedeutet – als langfristige und fortlaufende Aufgabe verstanden werden. Erfolgreiche Linkbuilder sind in der Regel deshalb erfolgreicher als andere, weil es ihnen besser gelingt, Webmaster zu motivieren, die eigene Seite anzulinken. Ein probates Mittel, wie man dies erreicht, sind Pressemitteilungen, die man über einschlägige Onlinepresseverteiler zum Teil kostenlos verteilen kann. Besonders gern greift die Presse, eigenen Erhebungen und Umfrageergebnisse auf. Diese werden dann zusammen mit dem Herausgeber der Meldung zitiert. Man sollte allerdings nicht enttäuscht sein, wenn nicht jede Pressemeldung erfolgreich ist. Hier gilt es am Ball zu bleiben.

Ein guter Weg ist es zudem, wenn man die Nutzer oder Kunden des eigenen Onlineangebotes aktiv bittet, den eigenen Seiten anzulinken. Dies kann man durchaus durch Gutscheine incentivieren. Zudem ist es hilfreich, sofern man auf jeder Unterseite dem User eine Hilfe anbietet, wie man genau diese Seite anlinkt.

Linken Sie andere an und es wird zurück gelinkt!

Ein weiteres probates Mittel des langfristigen Linkaufbaus ist es ein eigenes Blog zu betreiben. Hier kann man regelmäßig neue Entwicklungen im eigenen Business aufgreifen und auch befreundete Blogs dabei mit Links erfreuen. Unter Bloggern ist es durchaus nicht unüblich, dass man sich in einem eigenen Blogposting für die Erwähnung mit einem Link bedankt.

Was gibt es noch?

Eine Grundregel bei Linkaufbau ist es, dass interessanter Content gern angelinkt wird. Deshalb lohnt es sich, hier immer wieder neue Energie zu entwickeln. Für einen Rechtsanwalt oder Steuerberater kann es sinnvoll sein, sich mit Expertenbeiträgen zum Thema hervorzutun. Online-Shops haben es da mitunter sehr viel schwerer. Aber auch da gibt es Möglichkeiten. Sofern man sehr emotionale Produkte verkauft, kann man kleine Widgets anbieten, die z. B. Blogger in ihre Blogs einbauen können, um zu demonstrieren, was sie sich gerade gekauft haben. Communities können Widgets anbieten, die die Aktivität eines Mitgliedes anzeigen oder auf die Profilseite des Users verweisen. Bei solchen Techniken handelt es sich freilich schon um die hohe Schule des Linkaufbaus.

Für Online-Shops hat es sich in der jüngeren Vergangenheit des Öfteren als sehr erfolgreich herausgestellt, sehr originelle Einzelprodukte anzubieten. So hat die Firma Case-Mate in den USA, einem Anbieter von iPhone Taschen, ein so genanntes "recession case" für das iPhone angeboten. Dabei handelt es sich um eine einfache vorperforierte Wellpappe, die man zu einer Hülle zusammenfalten kann. Dieses lustige Gimmick für 0,99 US-$ hat der Firma mehrere Tausend Links eingebracht.

Wem ein solcher Coup gelinkt, dem sind weitere Würdigungen nebst Verlinkungen aus der SEO-Szene sicher. So wie Geld angeblich Geld gebiert, so könnte man auch konstatieren, dass Links Links gebären!

  drucken        versenden
Bewerten Sie diesen Beitrag:

Durchschnittliche Bewertung:
[ 7 Bewertungen ]

Über den Autor

Klaus-Martin Meyer ist tätig als Leiter Onlinemarketing bei der Telefon.de Handels AG mit Sitz in Osnabrück. Dort befasst er sich mit allen Aspekten des Online-Marketings der beiden Onlineshops telefon.de und serviette.de. Telefon.de ist ein Online-Shop für Produkte rund um das Thema Telekommunikation im Fest- und Mobilfunknetz. Im Jahr 2008 wurde die Seite von der Zeitschrift "Internet Wold Business" bei der Erhebung Search Market I/09 als die am besten sichtbare Webseite im generischen Google-Suchindex im Bereich Mobilfunk erhoben.

www.telefon.de

Neue Fachbeiträge

  • Online-Marketing

    Was man im Umgang mit sozialen Netzwerken beachten sollte

    Vor dem Hintergrund der sich immer stärker abzeichnenden Schwächen herkömmlicher Marketinginstrumente wie der Kaltakquise flüchten immer mehr Unternehmen in die Welt der sozialen Netzwerke. In ihnen lassen sich mit wenig Aufwand und geringen Investitionen hohe Erfolgsraten realisieren - so zumindest die Theorie. Viele Firmen aber scheitern in der Online-Welt und stellen nach einigen Monaten enttäuscht fest, dass sie keine neuen Kunden gewonnen, sondern Ansehen verloren haben. Was man im Umgang mit sozialen Netzwerken beachten sollte, erklärt Robert Nabenhauer in seinem Fachbeitrag. mehr
  • Kundenbefragungen

    Critical Incident Technique (CIT)

    Klassische Kundenbefragungen bleiben meist an der Oberfläche – und sie sind gefährlich. Denn auf ihre mehr oder weniger sorgfältig ausformulierten Fragen erhalten die Interviewer kaum Wahrhaftigkeit, sondern vornehmlich Antworten, die opportun erscheinen oder aber den Befragten vor sich selbst und anderen in ein gutes Licht rücken sollen. Dies passiert in aller Regel nicht absichtlich. Die Ursache liegt vielmehr darin, dass uns der Zugang zum Unbewussten fehlt. Wir machen uns selbst etwas vor. Psychologen nennen das Wahrnehmungsgefängnis. Die Critical Incident Technique kann uns daraus befreien. Lernen Sie mehr über diesen Ansatz im Fachbeitrag von Anne M. Schüller, führende Expertin für Loyalitätsmarketing. mehr
  • Versicherung

    Berufsunfähigkeit - Auch für Gründer ein Thema

    Wer ein Unternehmen gründet oder führt, sollte sowohl das Gewerbe als auch sich selbst gegen alle möglichen Risiken absichern. Dazu gehört beispielsweise die Absicherung gegen Schadensersatzansprüche Dritter. Aber auch die eigene Arbeitskraft sollte beim Versicherungsschutz nicht außen vor gelassen werden. Einen Einblick ins Thema gewährt uns Juliane Wellisch, Redakteurin bei berufsunfaehigkeit.com, in ihrem Fachbeitrag. mehr
  • Do it yourself

    Facebook-Marketing für Gründer

    Mit über 22 Millionen Mitgliedern allein in Deutschland ist Facebook unbestritten das soziale Netzwerk Nummer 1. Kaum verwunderlich, dass es auch von Unternehmen unterschiedlichster Größe genutzt wird, um sich der breiteren Online-Öffentlichkeit vorzustellen und eine eigene Community aufzubauen. Doch wie verhält es sich mit Existenzgründern, deren Budget meist begrenzt ist? Welche Möglichkeiten bietet Facebook-Marketing fürs kleine Portemonnaie? Diese Fragen beantwortet Dr. Rebecca Belvederesi-Kochs in ihrem Fachbeitrag. mehr
  • Fachbeitrag

    Über Ziele und wie die Chance wächst, diese tatsächlich zu erreichen

    Der Jahresanfang ist ja oft der Zeitpunkt, an dem Menschen sich sowohl persönlich als auch beruflich oder für ihr Unternehmen Ziele setzen, Veränderungen erreichen wollen. Nur zu oft werden diese Ziele, obwohl grundsätzlich durchaus realisierbar, letztendlich nicht erreicht, das Vorhaben wieder ad acta gelegt. In seinem Fachbeitrag erklärt Unternehmercoach Jörg Mann wie die Chance wächst, Ziele tatsächlich zu erreichen. mehr
  • Journalisten die Arbeit erleichtern

    Der perfekte Pressebereich: Zwölf Tipps und fünf Tabus

    Bevor ein Redakteur zum Telefonhörer greift, holt er sich erste Informationen über ein Unternehmen oder eine Person aus dem Netz. Hier bekommen Sie zwölf Tipps für einen perfekten Pressebereich – und fünf Tabus. Zusammengestellt von Ulf-Hendrik Schrader, geschäftsführender Gesellschafter der Aufgesang Public Relations GmbH. mehr
  • Fachbeitrag

    Das historisch bedingte Wissen um die Macht einer Geschäftsidee!

    Der Blick auf das Unternehmertum, seine Aufgabenbereiche und die daraus resultierenden Entscheidungen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Besonders bei jungen Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten vieles in Bewegung gesetzt und verändert. In ihrem Fachbeitrag wirft Marketingberaterin Nicole M. Pfeffer einen Blick auf das historisch bedingte Wissen um die Macht einer Geschäftsidee. mehr
  • Vertriebsanalyse

    Wenn die Umsätze nicht stimmen

    Start-ups und junge Unternehmen geraten oft in Schwierigkeiten, weil die Umsätze stagnieren oder sinken, Absatzziele nicht erreicht werden oder die Anzahl der neu geworbenen Kunden zurückgeht. In solchen Situationen ist es hilfreich, den Vertrieb auf den Prüfstand zu stellen, um herauszufinden, ob es Schwachstellen und Optimierungspotenziale gibt. Was es bei einer Vertriebsanalyse zu beachten gilt, erklärt Dipl.-Ing. (FH) Volker Wendeler in seinem Fachbeitrag. mehr
  • Online-Marketing

    Vorsicht bei E-Mail-Marketing!

    Aus Unternehmersicht ist E-Mail-Marketing eine schnelle, kostengünstige und praktische Methode, um viele potenzielle Kunden zu erreichen. Doch Vorsicht: Grundsätzlich ist E-Mail-Marketing unzulässig, egal ob sich die Informationen an Privatpersonen oder an Gewerbetreibende richten, und unabhängig davon, ob sie explizit als Werbung gekennzeichnet sind oder beispielsweise als Newsletter bezeichnet werden. Zur Vorsicht beim E-Mail-Marketing mahnt Fachanwältin Bettina Krause in ihrem Fachbeitrag. mehr
  • Corporate Branding

    Das neue Corporate Branding - konsequent auch für Facebook

    Seit der Beliebtheitsgrad sozialer Netzwerke immer weiter steigt, haben sich die Anforderungen an die Selbstdarstellung von Firmen stark verändert. Die Unternehmens-Identität bildet sich in den Köpfen der Menschen über weit mehr Faktoren als zuvor. Das wirkt sich selbstverständlich auch auf die formalen Aspekte der Corporate Identity aus. Einen Einblick in das neue Corporate Branding gibt Gründercoach und Designerin Ulrike Thiel in ihrem Fachbeitrag. mehr
  • Cloud Computing

    Geschäftssoftware der Zukunft kommt aus dem Netz

    Der klassische Server ist ein Auslaufmodell. Zukünftig werden komplexe Unternehmenslösungen bei Firmen immer weniger vor Ort installiert, sondern über das Internet genutzt. Das sogenannte Cloud Computing ist günstig, flexibel und einfach zu handhaben. Warum die Geschäftssoftware der Zukunft aus dem Netz kommt, erklärt Markus Stahl, Leiter Business Development bei SAP Deutschland, in seinem Fachbeitrag. mehr

anzeige

förderland-Newsletter

Close