Den Zustand managen - Wertvolle Tipps, um leichter zu verkaufen - Ein Beitrag von Marc M. Galal
teaser_fachbeitraege.jpg
31.05.2011

Serie: Verkaufstipps für Jungunternehmer - Teil 1

Den Zustand managen - Wertvolle Tipps, um leichter zu verkaufen

Die ersten Schritte, ein Unternehmen selbstständig auf die Bühne zu bringen, sind sicherlich nicht leicht. Von Anfang an kommt es darauf an, zu verkaufen – eine Idee, die eigene Person und schließlich Produkte oder Leistungen. Nicht nur das Produkt wird verkauft, sondern auch der Unternehmer verkauft sich selbst, oder besser gesagt, seinen Zustand. Sicher am Telefon zu sprechen, gehört zum Standard-Programm. Auch hier ist Ihrer Stimme anzuhören, ob Sie gut oder schlecht drauf sind. Wie Sie Ihre Kunden von sich überzeugen, erfahren Sie in diesen und den folgenden Tipps der Serie "Verkaufstipps für Jungunternehmer".




Ein Beitrag von Marc M. Galal

Als Gründer und junge Unternehmer haben Sie ein Ziel vor Augen: Sicher und klar wollen Sie etwas verkaufen und Umsatz machen. Bevor Sie allerdings lospreschen und sich in die Arbeit stürzen, sind einige grundlegende Überlegungen erforderlich. Mit Stift und Blatt in der Hand ist es möglich, seine Gedanken besser zu ordnen und eine sichere Entscheidung zu treffen, die Ihnen zukünftig zusichert, für Ihr Unternehmen das Bestmögliche zu erreichen. Entscheidend sind die vielen kleinen Nebenaspekte, die im Unternehmen/ Vertrieb zu einem großen Ganzen führen, denn genau diese machen Sie richtig erfolgreich. Einen Schritt zurück zu machen, um dann drei erfolgreiche Schritte voranzugehen, kann manchmal von Vorteil sein. Ein wesentlicher Aspekt ist der Zustand, in dem Sie sich befinden.

Bauch rein, Brust raus

Mit Sicherheit haben Sie das als Kind auch immer gehört: "Stell Dich gerade hin!", "Sitz aufrecht!". Als Kind empfindet man diese Sätze als pure Schikane der Eltern, aber im Grunde genommen haben sie ja Recht. Immerhin sagt unsere Haltung viel über uns aus. Wer die Schultern hängen lässt und ohne Spannung durch die Gegend schlurft, den halten wir kaum für einen aufstrebenden Unternehmer. So unbequem es auch ist, es ist uns anzusehen, wie es uns geht. Und wir alle haben meistens Menschen lieber, denen es offensichtlich gut geht, als Menschen, denen deutlich anzusehen ist, dass sie es gerade nicht leicht haben. Für unsere Zwecke können wir unseren Körper einsetzen. Stellen Sie sich gerade hin, Brust raus, Bauch rein, lassen Sie die Schultern nicht hängen und lächeln Sie der Welt ins Gesicht. Selbst wenn es Ihnen schlecht geht, können Sie Ihren Körper für eine gewisse Zeit anschwindeln – für ein erfolgreiches Verkaufsgespräch reicht es bestimmt. Je aufrechter Sie gehen, je selbstsicherer Sie sagen "Es geht mir gut und jetzt verkaufe ich …", desto leichter wird Ihr Gang, die Schultern straffen sich und im Idealfall wird aus einem vermeintlich erfolglosen Tag ein absoluter Gewinner-Tag.

Eine Sache des Typs

Jemanden zu überzeugen, ist nicht leicht. Einen Kunden für ein Produkt oder eine Dienstleistung zu gewinnen und ihn zum Kauf zu motivieren, ist allerdings nicht nur nicht leicht, sondern sogar oft richtig schwer. Schließlich ist der Kunde dem Verkäufer gegenüber grundsätzlich misstrauisch. Umso wichtiger ist es, dass junge Unternehmer lernen, in ihrem Kunden zu lesen, denn nur so findet er die richtigen Argumente, um ein erfolgreiches Gespräch zu führen.
 


Der auditive Kunde hört gerne viel über das Produkt oder die Dienstleistung und interessiert sich dafür, was andere Kunden sagen. Auditive Menschen sprechen langsam, achten auf Pausen und verwenden Worte wie "akzentuieren" oder "ankündigen", "informieren", "betonen" und "erwähnen". Der auditive Kunde ist vorsichtig und analytisch veranlagt, lässt sich gerne von Zitaten und Erfahrungsberichten anderer Kunden überzeugen.

Der kinästhetische Typ hat eine weiche Stimme, seine Bewegungen sind langsam und geschmeidig, er ist friedliebend und braucht oft lange, um sich zu entscheiden. Der kinästhetische Typ beschreibt seine Welt mit Gefühlen und man erkennt ihn an Worten wie "aktiv", "begreifen", aber auch "halten", "Impuls" und "solide". Um ihn zu überzeugen, sollte der Unternehmer ebenfalls mit Gefühlen arbeiten, diese beim Kunden direkt ansprechen, damit er sich wohlfühlt.

Der visuelle Typ spricht schnell, ohne Punkt und Komma, trägt gerne auffallende Farben und ist extrovertiert. Der visuelle Typ ist ein Macher, ein Leistungstyp, bei dem es schnell gehen muss. Ihn überzeugen Sie am besten mit Power-Point-Präsentationen, Bildern und Worten wie "erscheinen", aber auch "illustrieren", "Im Auge behalten" und "klarmachen". Liefern Sie ihm Zahlen und Fakten, damit er eine schnelle Entscheidung treffen kann.

Am Telefon überzeugen

Ein Leben ohne Telefon – für uns ist das heute kaum noch vorstellbar. Wir sagen via Handy Bescheid, wenn wir uns verspäten, reservieren einen Tisch im Restaurant, verabschieden uns per SMS und machen Geschäfte non stop. Umso erstaunlicher ist es, dass viele Unternehmer – gerade wenn es darum geht, zu verkaufen –  nicht gerne telefonieren. Wer aber schon mit einem unguten Gefühl ans Telefon geht, der wird seinen Gesprächspartner kaum überzeugen können.

Führen Sie sich die Vorteile des Telefons klar vor Augen. Sie müssen nicht "blind" durch die Gegend fahren, sondern können bequem am Telefon erste Gespräche führen, sich sozusagen vorantasten und dann gezielt Besuchstermine vereinbaren. Sie können von Ihrem Büro aus arbeiten und sparen sich so lästige Wartezeiten. Sie müssen sich in keinen Anzug/ kein Kostüm zwängen, sondern können bequem in Jeans und Pulli am Schreibtisch sitzen und Ihren Umsatz vorantreiben. Sie entscheiden, wann Sie wen anrufen. Betrachten Sie also das Telefon als Freund und bringen Sie sich in eine positive Stimmung, bevor Sie den Hörer in die Hand nehmen. Eines darf nicht vergessen werden: Ohne Mimik und Gestik muss noch viel mehr darauf geachtet werden, was und vor allem wie etwas gesagt wird. Lächeln Sie – man kann es nämlich auch hören!

Gute Vorbereitung ist ein Grundpfeiler Ihrer alltäglichen Abläufe. Gehen Sie immer sicher, dass Sie in einem perfekten Zustand sind, wenn Sie mit Kunden sprechen – das ist Ihr Geschäft und hierbei gilt keine Gnade, denn Ihr Kunde verzeiht es ihnen womöglich nicht. Als Spitzenunternehmer sollten Sie vorzugsweise auch in einem spitzen Zustand sein. Üben hilft sicherlich und schon sind Sie als Existenzgründer oder junger Unternehmer einen großen sicheren Schritt nach vorn gegangen.

  drucken        versenden
Bewerten Sie diesen Beitrag:

Durchschnittliche Bewertung:
[ 4 Bewertungen ]

Über den Autor

"Ein Unternehmen lebt nicht von dem, was es produziert, sondern von dem, was es verkauft." Dieser Satz ist Leitmotiv und Wahlspruch von Marc M. Galal. Persönliches und kommunikatives Wachstum spielen für den Verkaufstrainer inhaltlich in den Seminaren eine große Rolle. Allerdings lebt er auch vor, was er von seinen Teilnehmer fordert. Als Hochleistungssportler hat er einen Vize-Weltmeistertitel errungen und ist fest davon überzeugt, dass Selbstmotivation und die bewusste Anwendung des Konzeptes den Erfolg garantieren. Marc M. Galal ist Vertriebsexperte und lizenzierter NLP-Trainer. Auf dieser Grundlage hat er das Verkaufskonzept NLS® Neuro-Linguistic-Selling entwickelt. Eine einzigartige Verkaufslinguistik macht NLS® zu einem unentbehrlichen Werkzeug für den modernen, professionellen Verkäufer.

www.marcgalal.com

Neue Fachbeiträge

  • Projektmanagement in IT-Start-ups

    IT-Start-ups verschenken Effizienzpotenziale

    Obwohl sich Projekt bezogenes Arbeiten in manchen Start-ups zu etablieren beginnt, ist professionelles Projektmanagement noch vielerorts weitgehend unbekannt. Hauke Thun, Gründer und Inhaber von PM Firefighters, erklärt in seinem Fachbeitrag, wie Start-ups ihre Potentiale mittels Projektmanagement bestmöglich nutzen. mehr
  • E-Commerce

    E-Commerce mit CIVETS im Blick – Chancen und Risiken!

    Nicht nur die BRIC Staaten Brasilien, Russland, Indien und China bieten Chancen für deutsche Unternehmen, die für E-Commerce Zielgruppen auf neuen Märkten suchen. In seinem Fachbeitrag beleuchtet Christian Arno, Gründer des Übersetzungsdienstes Lingo24, die so genannten CIVETS, also die wirtschaftlich aufstrebenden Länder Kolumbien, Indonesien, Vietnam, Ägypten, Türkei und Südafrika. mehr
  • Kundenkontaktpunkt-Management

    Wie man Touchpoint-Projekte erfolgreich macht - Teil 3

    Anne M. Schüller, führende Expertin für Loyalitätsmarketing, erklärt im dritten und letzten Teil ihrer Beitragsserie zum Thema "Touchpoint Management", wie Sie die Mitarbeiter aktivieren, sie tagtäglich mit dem Kunden in Kontakt stehen. mehr
  • Kundenkontaktpunkt-Management

    Wie man Touchpoint-Projekte erfolgreich macht - Teil 2

    Im zweiten Teil ihrer Beitragsserie zum Thema "Touchpoint-Projekte" erklärt Anne M. Schüller, führende Expertin für Loyalitätsmarketing, wie Sie bei Mitarbeitern den "Mein-Baby-Effekt" erzeugen. mehr
  • Kundenkontaktpunkt-Management Teil 1

    Wie man Touchpoint-Projekte erfolgreich macht

    Anne M. Schüller ist zehnfache Buch- und Bestsellerautorin und gilt als Europas führende Expertin für Loyalitätsmarketing. Kürzlich veröffentlichte sie ihr neuestes Buch mit dem Titel „Touchpoints – Auf Tuchfühlung mit dem Kunden von heute“. In einer dreiteiligen Beitragsserie auf förderland gibt Anne M. Schüller jetzt eine Einführung ins Thema. mehr
  • Cloud Software

    Cloud Software für Existenzgründer – Was sollte beachtet werden?

    Als Existenzgründer sind viele Entscheidungen zu treffen. Neben der Durchführung, Steuerung und Kontrolle des Geschäftsbetriebs müssen auch verschiedene Fragen bezüglich der Nutzung von Unternehmenssoftware beantwortet werden. Frank Elsenbruch von der Scopevisio AG aus Bonn geht in seinem Fachbeitrag der Frage nach, was Gründer beim Einsatz von Software aus der Cloud beachten sollten. mehr
  • SEO

    Suchmaschinenoptimierung mal anders. Ein Blick hinter das System ...

    Suchmaschinenoptimierung: Oft gehört, aber nie wirklich verstanden was Suchmaschinenoptimierung ist und vor allem, wie es funktioniert. Eines können wir bereits ausschließen, Suchmaschinenoptimierung bedeutet nicht, auch wenn es klingt, dass eine Suchmaschine optimiert wird. Einen Blick hinter das System gewährt uns heute Korhan Parlar, Gründer und Geschäftsführer der SEOvista aus Berlin. mehr
  • Empfehlungsmarketing

    10 schriftliche Verstärker in Sachen Empfehlungsmarketing

    Die gute alte Mundpropaganda, die vor Jahrmillionen an den Lagerfeuern begann, erlebt gerade einen mächtigen Wandel. Die Social Media und der Hype um trendige Smartphones sind die wesentlichen Treiber dafür. Empfehlungen sind inzwischen der Kaufauslöser Nummer eins. Damit rückt das Empfehlungsmarketing an die vorderste Stelle im Marketingplan. Mithilfe der folgenden 10 Tipps von Anne M. Schüller können Sie Andere auf schriftliche Weise ermuntern, Ihre Angebote aktiv zu empfehlen. mehr
  • Empfehlungsmarketing

    10 Verstärker in Sachen Online-Empfehlungsmarketing

    Das größte Empfehlungsnetzwerk, das es je gab, heißt Social Web. Die gute alte Mundpropaganda verlagert sich immer mehr ins Internet. Das klassische Weitererzählen erlebt als digitaler Consumer-Content eine unbändige Renaissance. "Social Sharing" wird dies auch genannt. 10 Verstärker in Sachen Online-Empfehlungsmarketing stellt Anne M. Schüller, führende Expertin für Loyalitätsmarketing, in ihrem aktuellen Fachbeitrag vor. mehr
  • Empfehlungsmarketing

    10 mündliche Verstärker in Sachen Empfehlungsmarketing

    Wir leben in einer neuen Businesswelt. Heute ist alles "like" oder "dislike". Da müssen Unternehmen zunehmend zeigen, dass sie zu den wirklich Guten gehören. Am wirkungsvollsten ist es, wenn dies nicht vom Anbieter selbst behauptet, sondern von seinen begeisterten Kunden bezeugt wird. Die von enthusiastischen Fans persönlich ausgesprochenen Empfehlungen, Hinweise und Tipps sind heutzutage der Kaufauslöser Nummer eins. 10 mündliche Verstärker in Sachen Empfehlungsmarketing empfiehlt Anne M. Schüller, führende Expertin für Loyalitätsmarketing, in ihrem Fachbeitrag. mehr
  • Fachbeitrag

    Unternehmensgründung mit Erfolg: Darauf kommt es an!

    Viele Gründer beschäftigen sich mit scheinbar wichtigen Fragen im Vorfeld einer Unternehmensgründung. Diese Fragen stellen sie dann womöglich kompetenten Steuerberatern, Gründungsberatern und anderen Experten. Auf den ersten Blick ist dies ja auch sehr positiv. Doch leider hört man immer wieder die gleichen Fragen – Fragen, die so gut wie nichts mit dem künftigen Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens zu tun haben. Worauf es wirklich ankommt, erklärt Unternehmensberater Martin Grünstäudl in seinem Fachbeitrag. mehr

anzeige

förderland-Newsletter

Close