Das historisch bedingte Wissen um die Macht einer Geschäftsidee! - Ein Beitrag von Nicole Pfeffer
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15.12.2011

Fachbeitrag

Das historisch bedingte Wissen um die Macht einer Geschäftsidee!

Der Blick auf das Unternehmertum, seine Aufgabenbereiche und die daraus resultierenden Entscheidungen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Besonders bei jungen Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten vieles in Bewegung gesetzt und verändert.




Ein Beitrag von Nicole Pfeffer

Steigende Zahlen an Professuren für Entrepreneur/Entrepreneurship, mittlerweile etablierte Messen für Existenzgründer und Jungunternehmer als auch das zunehmend positive Verständnis in der Gesellschaft für die Aufnahme einer Selbstständigkeit sind eindeutige Zeichen.

Das Unternehmertum und eine mögliche Selbstständigkeit bieten immer mehr Menschen eine Alternative, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren und steht nach jüngsten Studien auf Platz 1 der Motivation für die Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit.

Erste Anzeichen für eine "echte Chance"

Nicht jede Person ist Erfinder und ein "Steve Jobs in Kinderschuhen". Doch häufig sind es Berufserfahrung und gezielt erarbeitetes Wissen, das die Basis einer Geschäftsidee darstellen kann. Das Wissen um "Knackpunkte" und Fehler im Berufsalltag lässt Ideen zur Verbesserung keimen und reifen. An dieser Stelle kann der Ursprung einer Geschäftsidee liegen! Die aktive Auseinandersetzung mit diesen Gedanken und Ansprüchen rund um eine konkrete Leistung können zum eigenen erfolgreichen Unternehmen führen, da eine verbesserte Leistung erweiterten Kundennutzen bringen kann.

Eine Idee entsteht!

Die Abgrenzung und Beschreibung der möglichen Geschäftsidee auf seinen Nutzen/Mehrwert, den diese bei und für Kunden hervor bringt, ist der wichtigste Schritt. Weg von der reinen Angebotsbeschreibung hin zum Schaffen eines Mehrwertes ermöglicht, daß bei Interessierten ein Bedarf geweckt und der Wunsch nach einem Kauf ausgelöst wird. Die Maxime "Keep it simple" sollte berücksichtigt werden. Die intensive Prüfung, ob im Bereich der vier Marketing-Politiken (Leistung, Preis, Distribution, Kommunikation) innerhalb der Geschäftsidee eine Veränderung vorgenommen werden kann, die als innovativ/neuartig erkannt wird, ist empfehlenswert. Prof. Faltin von der Uni Berlin hat u. a. durch das Prinzip der Teekampagne (Verkauf von Darjeeling Tee!) eindrucksvoll aufgezeigt, dass auch bei einem bereits bestehenden Angebot ein erkennbarer Mehrwert aufgebaut werden kann. Er und sein Team haben dies durch größere Verpackungen sowie eine geringere Beschaffungs- und Vertriebstiefe erreicht. Des Weiteren ist die Konzentration auf zunächst ein Produkt ein entscheidender Vorteil im Gesamtangebot und als Endziel stand ein attraktiver Preis für Darjeeling Tee.

Vorteile nutzen – Erfolg geplant initiieren

Insbesondere das Wissen um Produkt/Leistung aus einer bekannten Branche bspw. aus einer jahrelangen Anstellung verschafft Sicherheit. Es ermöglicht, sich auf den Verkauf und die Kommunikation des Angebotes zu konzentrieren und nicht auf die eigentliche fachliche Ebene, denn die ist bekannt und selbstverständlich. 1958 hat Prof. Drucker bereits darauf hingewiesen, wie wichtig Marketing für junge Unternehmen ist. Die beste Idee erzielt keinen Erfolg, wenn sie nicht bekannt wird.

Reifen und wachsen

Die Zweifler und Pessimisten im Umfeld einer Person mit einer Geschäftsidee sind stets vorhanden. Solche Menschen, die tausend Gründe aufzeigen, wieso ausgerechnet die vorgestellte Idee nicht in die Praxis umzusetzen sein sollte. Genau diese Aussagen sind jedoch Gold wert. Denn, wenigstens ein Teil von ihnen, geben hilfreiche Hinweise dafür, die Idee intensiver zu durchdenken. Vielleicht werden Missstände aufgezeigt, die zu einem späteren Zeitpunkt für ein Chaos gesorgt hätten und die so vorzeitig behoben werden können. Es ist empfehlenswert, eine Geschäftsidee über einen Zeitraum wiederkehrend zu durchdenken und zu betrachten. Nicht alles gelingt auf Anhieb oder führt in der ersten Anwendung zum Erfolg. So ist es auch um eine Geschäftsidee bestimmt. Sich selbst und der Geschäftsidee Zeit zum Reifen zu geben, bedeutet, überlegt zu handeln. Denn eine Geschäftsidee kann in sich Widersprüche beinhalten, kann in sich Lücken und Fehler aufweisen. Diese werden jedoch erst sichtbar, wenn die Geschäftsidee durch verschiedene Blickwinkel und Sichtweisen betrachtet wird.

In der Vergangenheit wurden viele Studien durchgeführt, die auf der Suche nach den Erfolgsfaktoren für junge Unternehmen waren. Als Ergebnis wurde stets der Faktor "Geschäftsidee" benannt, die eine maßgebliche Rolle spielt. Es lohnt sich, sich seiner täglichen Arbeit bewusst zu werden, seine Stärken zu identifizieren und diese auszubauen – unabhängig davon, ob man den Weg zum Unternehmertum bereits gegangen ist, oder ob diese Entscheidung und die nötigen Schritte noch ausstehen. Produkte und Leistungen verändern sich und dies birgt stets auch neue Chancen. Das Wissen um die Inhalte und den Mehrwert der eigenen Geschäftsidee ist ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Unternehmenszukunft.

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Über den Autor

Nicole M. Pfeffer ist Marketingberaterin für kleine und mittelständische Unternehmen. Nach einer Ausbildung in der Hotellerie und dem aktiven Ausleben (mehr als 10 Jahre) von Dienstleistungsgedanken, unterstützt sie Unternehmen bei ihrer Positionierung in umkämpften Märkten. Neben einem Fernstudium an der AKAD in Stuttgart und dem gezielten Erfahrungsaustausch im Bereich Vertrieb und Marketing bei der Deutschen Vermögensberatung AG war sie als Director of Sales & Marketing in einer neuen Hotelgruppe tätig. Als Beraterin begleitet sie Projekte im Bereich Marketing-Strategie-Bildung und des Erstellens operativ umsetzbarer Marketing-Aktivitäten zur Positionierung und Platzierung von Produkten und Dienstleistungen aus den verschiedensten Branchen.

Alt Fechenheim 67
60386 Frankfurt am Main

Tel.: 069 800 878 53

E-Mail: mmp@marketing-mit-pfeffer.com

www.marketing-mit-pfeffer.com

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