Bildungsausgaben: Hohe Investitionen - Ein Beitrag des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln
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29.03.2007

Ausbildung

Bildungsausgaben: Hohe Investitionen

Die Ausbildung junger Menschen ist der Gesellschaft einiges wert. Im Jahr 2004 gab der Staat bis zum Abitur pro Schüler gut 65.000 Euro aus. Bis zum Uni-Examen summierten sich die öffentlichen Ausgaben im Schnitt auf 112.000 Euro.


Ein Beitrag des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln

Kosten je Schüler. Lehrergehälter, Schulgebäude, Unterrichtsmittel – die gesamten Kosten für den Schulbetrieb beliefen sich im Jahr 2004 durchschnittlich auf 5.000 Euro pro Kopf. Mit 3.900 Euro waren die Grundschüler am günstigsten, die Gymnasiasten und Gesamtschüler mit 5.400 Euro bzw. 5.600 Euro am teuersten. Dies liegt an der höheren Besoldung und geringeren Unterrichtsverpflichtung der an diesen Schulen tätigen Lehrer, die sich zudem um weniger Schüler kümmern müssen. Die ostdeutschen Länder haben höhere Pro-Kopf-Ausgaben, weil die Zahl der Schüler schneller schrumpft als die Zahl der Lehrkräfte.


Kosten je Berufsschüler. Für berufliche Schulen musste der Staat im Jahr 2004 je Schüler nur 3.300 Euro berappen. Sparsam gaben sich mit 2.200 Euro je Schüler vor allem die Teilzeitberufsschulen im dualen System. Da die Auszubildenden nicht täglich in der Berufsschule sind, können hier die Lehrer mehr Schüler unterrichten. Der Löwenanteil der Ausbildungskosten wird ohnehin von anderen geschultert – den Ausbildungsbetrieben.

Kosten je Student. Im Haushaltsjahr 2004 wandte der Staat je Uni-Student 7.400 Euro auf. Wesentlich billiger kam den Steuerzahler das FH-Studium mit 4.300 Euro – dort verdienen die Professoren weniger und halten mehr Vorlesungen. In den Uni-Kosten schlägt sich zudem die kostspielige Ärzteausbildung nieder, die 2004 allein rund 46 Prozent der gesamten Hochschulausgaben schluckte. Pro Kopf und Jahr kostet das Medizinstudium satte 28.000 Euro. Am günstigsten kamen den Staat die Studenten der Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, die mit nur 1.800 Euro an der FH und 2.200 Euro an der Uni zu Buche schlugen.


© Deutscher Instituts-Verlag

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