Augenblicke Märkte Marken - Ein Beitrag von Martin Schiele
teaser_fachbeitraege.jpg
16.03.2006

PR & Marketing

Augenblicke Märkte Marken

Der Mensch besitzt nichts Wertvolleres als seine Zeit. Im Medienzeitalter wird unsere Zeit immer kostbarer und knapper. In Zukunft braucht es viel Kreativität, um einige Augenblicke Zeit Ihrer Zielgruppe zu gewinnen.




Ein Beitrag von Martin Schiele

Der Kunde im Visier von Machern und Meinungsmachern

In fast allen Branchen sind die Kunden bei der Wahl der Angebote vom Überfluss überfordert. Wie viel Zeit bleibt in der Routine des Alltags für die Wahl zwischen gleichartigen Angeboten? Das WIE und nicht das WAS macht morgen den Unterschied und schafft Orientierung im Markt.

Branding, Identity & Image Building 

… Kundenbeziehungsmanagement, Sympathiewerte, Preispolitik
In einer Welt, in der Städte, Filme, CEO`s, Politiker, Strom, Wasser und Straßen zu Marken werden, wird alles gekennzeichnet. Das "Einbrennen" hält an und stellt einen hohen Nutzen zur Verfügung. Die geschaffene Marke ist meist der wichtigste Vermögenswert von Unternehmen und Institutionen. Branding wird heute allerdings auf einer größeren und globaleren Skala bewertet.

Branding, Identity und Image Building werden in Zukunft auf andere Mittel zurückgreifen müssen als noch vor wenigen Jahren, als es ausreichte, isolierte Produkteigenschaften zu kommunizieren.

Markenkern - Markenidentität - Markenversprechen

Die Marke Audi verspricht „Vorsprung durch Technik“. Disney steht für Familienunterhaltung. Nike steht für ein Lebensgefühl. Das Einbrennen - also das Branding - ist nicht nur für Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen überlebenswichtig. In diesem Jahrtausend wird alles zur Marke. Die Love Parade ist der Event. London ist die hippeste Stadt der Welt. Madonna, Gottschalk, Lagerfeld. Marke. Marke. Marke. Jeder, der wirtschaftlich handelt, wird die Notwen-digkeit einsehen müssen, sich und seinen Service im Marktumfeld zu differenzieren. Das Markenversprechen füllt die Marke mit Wert. Die Marke muss sich von allen unterscheiden, die das Gleiche anbieten.

Die Marke ist Ihr immaterielles Wirtschaftsgut

Was berühmte Marken wert sind, zeigt das Beispiel der  Beiersdorf AG, die nach Presseberichten 1993 die (nach dem Zweiten Weltkrieg beschlagnahmten) Markenrechte für Nivea in Großbritannien und den Ländern des Commonwealth für ca. 59 335 038 Mio Euro zurückgekauft hat. Der Wert der berühmtesten Marke der Welt, Coca Cola, wird auf 84 Mrd. US-Dollar geschätzt. Ihre Marke ist Ihr Kapital. Sie fördert nicht nur den Umsatz, sondern lässt sich über Lizenzen, Franchise, Merchandising weiter verwerten. Eine starke Marke kann also das Geschäftsfeld erweitern.

Die Blickfänger zwischen Kunst und Konsum

Ein klares Vorstellungsbild im Kopf des Kunden schafft Orientierung und Markenbeliebtheit. 
 
Produkte entstehen in der Fabrik, Marken im Kopf

… Markenidentität, Markenbotschaft, gefühlsverankerte Vorstellungsbilder
"Welches Bild soll der Einzelne vor Augen haben, wenn er an unsere Marke denkt?"

Diese Frage sollte die Ausgangsbasis in der Kommunikationspolitik eines Unternehmens sein. Die Märkte sind eng geworden. Produkte und Leistungen sind qualitativ kaum noch zu unterscheiden.

Die Qualität, das bislang wichtigste Entscheidungskriterium des Konsumenten, verliert an Bedeutung. Gleichzeitig steigt die Zahl der eingetragenen Marken ständig an. Im Jahr 2002 wurden beim Deutschen Patent- und Markenamt 51.730 neue nationale Marken eingetragen. Im gleichen Jahr lag der Bestand an nationalen Marken in Deutschland bei 680.027. Im Zeitalter der Globalisierung haben wir weltweit längst die 8.000.000 Grenze der eingetragenen Marken überschritten. Gleichzeitig steigt auch die Anzahl der werbenden Medien und die jährlichen Ausgaben der Werbebudgets an. Dazu beschert uns das digitale Zeitalter eine Flut an nie gesehenen Bildern durch die Möglichkeiten der modernen Technologien.

Jeder von uns wird täglich mit ca 2.000 bis 3.000 Werbebotschaften bombardiert. Was sich nicht verändert, ist die tägliche Zeit und unser Aufnahmevermögen. Der Tag hat nur 24 Stunden und kaum einer ist noch in der Lage, aus der Flut an Informationen das für ihn richtige zu selektieren.

"Heute nehmen wir die Welt der Informationen, in der wir leben, so wenig wahr, wie ein Fisch das Wasser wahrnimmt." McLuhan

Um die Flut an Informationen zu durchbrechen, bedarf es einer intelligenten und kreativen Kommunikation, die auf einer langfristig geplanten und einmal definierten Markenbotschaft aufbaut. Die Identität einer Marke zeigt sich in deren Werten, Zielen und Qualitäten. Die Markenbotschaft sollte über eine lange Zeit konstant bleiben und sich visuell und inhaltlich der Zeit anpassen können. Wertesysteme müssen entwickelt werden, die durch klare Aussagen und starke Ideen transportiert werden.

Der Saarbrücker Markentheoretiker Werner Kroeber-Riel spricht davon, dass der Einzelne allenfalls noch mit Bildern effizient erreichbar wäre. Die kommunikative Botschaft sollte auf ein Bild verdichtet werden, das wenig oder bestenfalls gar keines Textes bedarf, um richtig verstanden zu werden. Unternehmen und deren Marken stehen vor neuen Herausforderungen. Die Marke kann nur Bestand haben, wenn sie mit signifikanten und merkfähigen Botschaften in Verbindung gebracht wird. Es scheint nur logisch, dass in Zukunft in die Entwicklung von Innovationen, Kommunikationsstrategien und deren Differenzierung durch das Design investiert werden muss, um überhaupt noch wahrgenommen zu werden. Halten Sie sich einmal vor Augen, wie viele Marken Sie unterscheiden können. Ihr Ziel sollte es sein, dass Ihre Zielgruppe Ihr Unternehmen oder Ihre Marke mit einem klaren Vorstellungsbild in Verbindung bringt.

Kleider machen nicht nur Leute, Töne nicht nur die Musik

Erst 15% des deutschen Mittelstandes nutzt die Kraft von strategischer Kommunikation und Design für den eigenen Geschäftserfolg!
85% schaffen es trotz hoher Investitionen nicht, die gewünschte Aufmerksamkeit zu bekommen. Was würde es kosten, einmal von gewohnter Denkweise und Routine Abstand zu nehmen? Welche Chancen werden von 85% der Unternehmen durch ideenlose Kommunikation verpasst?

Kundenbindung durch Wertesysteme

… Marken nehmen Stellung, Marken zeigen Profil
Der Kunde identifiziert sich bei seiner Kaufentscheidung mittlerweile nicht mehr nur mit dem eigentlichen Produkt oder der Leistung, sondern auch mit dem Unternehmen, das dahinter steht. Je deutlicher sich also ein Unternehmen zu bestimmten Werten bekennt, umso eher - weil offensichtlicher - kann sich der Kunde mit einem Unternehmen und dessen Produkten identifizieren.

Die Grenzen zwischen Unternehmensmarken, Produkt- und Dienstleistungsmarken verwässern zunehmend. In unruhigen Zeiten verlangen die Menschen nach Wertesystemen, denen sie wieder Vertrauen schenken können.

Die Aufgabe einer Marke ist nun, Werte, Ziele und Qualitäten intern wie extern mittels bestimmter Instrumente zu vermitteln. Selbstbild und Fremdbild müssen in Übereinstimmung gebracht werden.

1. Nehmen Sie eine Stellung im Markt ein.
Eine optimierte Kommunikation, strategisch sinnvoll konzipiert und auf die einzelnen Medien zugeschnitten, ist auf gesättigten Märkten eine große Herausforderung und ein Muss einer Marke. Das Bekennen zu Eigenschaften, die bestimmte Werte, Ziele und Qualitäten verkörpern, muss nach innen und nach außen identisch sein. Ansonsten wird die Identität unglaubwürdig. Die inhaltliche Vermittlung beginnt beim Markennamen, dem Markenzeichen, dem Claim und jedem anderen Output, den die Marke bietet.

2. Zeigen Sie Profil am Markt.
Identität wird erst durch Design sichtbar.
Gutes Design kostet Geld, bringt Geld und spart Geld. Gutes Design ist gutes Business. Design ist das Bindeglied zwischen Marke und Kunde. Diese Aussagen stammen von dem legendären Paul Rand. Er war der langjährige CI Berater und Schöpfer der Marke IBM.

Während früher "in erster Linie" die Visualisierung gewisser Markenwerte im Vordergrund stand, wird in Zukunft auch die visuelle Differenzierung einzelner Marken im Vorder-grund stehen müssen, um überhaupt noch durch ein eigenständiges Profil wahrgenommen werden zu können. Diese Differenzierung muss nach wie vor im Einklang mit den zu vermittelnden Wertesystemen der Marke stehen. Einen wesentlichen Marktvorteil hat die Marke, die es schafft, ein einprägsames und medienübergreifendes Erscheinungsbild zu entwickeln. Der Mensch entscheidet sozialpsychologisch hauptsächlich emotional. Das Design beeinflusst uns dabei wesentlich, es trägt somit zur Wertsteigerung der Marke bei.

Vorteile eines unterscheidungsfähigen Erscheinungsbildes:

… Vertrauensgewinn
… Vereinfachung von Abläufen
… Ökonomischer Nutzen
… Identifikation der Mitarbeiter
… Klares Profil am Markt
… Schutzrechte durch maßgeschneiderte Designlösungen

  drucken        versenden
Bewerten Sie diesen Beitrag:

Durchschnittliche Bewertung:
[ 3 Bewertungen ]

Über den Autor

Martin Schiele gründete 2002 in Villingen-Schwenningen das Studio Schiele und ist auf Markenführung über Kommunikation und Design spezialisiert. Studio Schiele liefert strategisch kreative Lösungen, insbesondere intelligente Konzepte und Inhalte, für Marketing-, Medien- und Öffentlichkeitsarbeiten. 

Für Unternehmen und Institutionen werden ganzheitliche, cross-mediale Lösungen für Print, Messen, Werbung und Web entwickelt und umgesetzt. In diesem Marketingmix nimmt die Markenführung im Internet einen hohen Stellenwert ein. Mit der Entwicklung und Führung von Marken im Internet beschäftigt sich Martin Schiele bereits seit 1998 sehr intensiv. Schon vor der Selbstständigkeit verantwortete Martin Schiele in leitenden Positionen internationale Markenprojekte, auch im Internet.

Von dieser Erfahrung profitieren heute die Studio Schiele Kunden: Die Agentur von Martin Schiele ist eine der 30 außergewöhnlichen Agenturen Deutschlands, die in dem Buch "Young German Design" vorgestellt werden. Auch die Studio Schiele Internet-Konzepte werden für ihren Nutzen von der Fachwelt nominiert; Beispiele: BestPractice-IT LiftTec und Studio Schiele

Martin Schiele
Studio Schiele Inhaber
Schäfersteig 23
D-78048 Villingen-Schwenningen

Tel: +49 (0)7721 50 62 67
twitter.com/martinschiele
mail@studio-schiele.info

www.studio-schiele.info

Neue Fachbeiträge

  • Projektmanagement in IT-Start-ups

    IT-Start-ups verschenken Effizienzpotenziale

    Obwohl sich Projekt bezogenes Arbeiten in manchen Start-ups zu etablieren beginnt, ist professionelles Projektmanagement noch vielerorts weitgehend unbekannt. Hauke Thun, Gründer und Inhaber von PM Firefighters, erklärt in seinem Fachbeitrag, wie Start-ups ihre Potentiale mittels Projektmanagement bestmöglich nutzen. mehr
  • E-Commerce

    E-Commerce mit CIVETS im Blick – Chancen und Risiken!

    Nicht nur die BRIC Staaten Brasilien, Russland, Indien und China bieten Chancen für deutsche Unternehmen, die für E-Commerce Zielgruppen auf neuen Märkten suchen. In seinem Fachbeitrag beleuchtet Christian Arno, Gründer des Übersetzungsdienstes Lingo24, die so genannten CIVETS, also die wirtschaftlich aufstrebenden Länder Kolumbien, Indonesien, Vietnam, Ägypten, Türkei und Südafrika. mehr
  • Kundenkontaktpunkt-Management

    Wie man Touchpoint-Projekte erfolgreich macht - Teil 3

    Anne M. Schüller, führende Expertin für Loyalitätsmarketing, erklärt im dritten und letzten Teil ihrer Beitragsserie zum Thema "Touchpoint Management", wie Sie die Mitarbeiter aktivieren, sie tagtäglich mit dem Kunden in Kontakt stehen. mehr
  • Kundenkontaktpunkt-Management

    Wie man Touchpoint-Projekte erfolgreich macht - Teil 2

    Im zweiten Teil ihrer Beitragsserie zum Thema "Touchpoint-Projekte" erklärt Anne M. Schüller, führende Expertin für Loyalitätsmarketing, wie Sie bei Mitarbeitern den "Mein-Baby-Effekt" erzeugen. mehr
  • Kundenkontaktpunkt-Management Teil 1

    Wie man Touchpoint-Projekte erfolgreich macht

    Anne M. Schüller ist zehnfache Buch- und Bestsellerautorin und gilt als Europas führende Expertin für Loyalitätsmarketing. Kürzlich veröffentlichte sie ihr neuestes Buch mit dem Titel „Touchpoints – Auf Tuchfühlung mit dem Kunden von heute“. In einer dreiteiligen Beitragsserie auf förderland gibt Anne M. Schüller jetzt eine Einführung ins Thema. mehr
  • Cloud Software

    Cloud Software für Existenzgründer – Was sollte beachtet werden?

    Als Existenzgründer sind viele Entscheidungen zu treffen. Neben der Durchführung, Steuerung und Kontrolle des Geschäftsbetriebs müssen auch verschiedene Fragen bezüglich der Nutzung von Unternehmenssoftware beantwortet werden. Frank Elsenbruch von der Scopevisio AG aus Bonn geht in seinem Fachbeitrag der Frage nach, was Gründer beim Einsatz von Software aus der Cloud beachten sollten. mehr
  • SEO

    Suchmaschinenoptimierung mal anders. Ein Blick hinter das System ...

    Suchmaschinenoptimierung: Oft gehört, aber nie wirklich verstanden was Suchmaschinenoptimierung ist und vor allem, wie es funktioniert. Eines können wir bereits ausschließen, Suchmaschinenoptimierung bedeutet nicht, auch wenn es klingt, dass eine Suchmaschine optimiert wird. Einen Blick hinter das System gewährt uns heute Korhan Parlar, Gründer und Geschäftsführer der SEOvista aus Berlin. mehr
  • Empfehlungsmarketing

    10 schriftliche Verstärker in Sachen Empfehlungsmarketing

    Die gute alte Mundpropaganda, die vor Jahrmillionen an den Lagerfeuern begann, erlebt gerade einen mächtigen Wandel. Die Social Media und der Hype um trendige Smartphones sind die wesentlichen Treiber dafür. Empfehlungen sind inzwischen der Kaufauslöser Nummer eins. Damit rückt das Empfehlungsmarketing an die vorderste Stelle im Marketingplan. Mithilfe der folgenden 10 Tipps von Anne M. Schüller können Sie Andere auf schriftliche Weise ermuntern, Ihre Angebote aktiv zu empfehlen. mehr
  • Empfehlungsmarketing

    10 Verstärker in Sachen Online-Empfehlungsmarketing

    Das größte Empfehlungsnetzwerk, das es je gab, heißt Social Web. Die gute alte Mundpropaganda verlagert sich immer mehr ins Internet. Das klassische Weitererzählen erlebt als digitaler Consumer-Content eine unbändige Renaissance. "Social Sharing" wird dies auch genannt. 10 Verstärker in Sachen Online-Empfehlungsmarketing stellt Anne M. Schüller, führende Expertin für Loyalitätsmarketing, in ihrem aktuellen Fachbeitrag vor. mehr
  • Empfehlungsmarketing

    10 mündliche Verstärker in Sachen Empfehlungsmarketing

    Wir leben in einer neuen Businesswelt. Heute ist alles "like" oder "dislike". Da müssen Unternehmen zunehmend zeigen, dass sie zu den wirklich Guten gehören. Am wirkungsvollsten ist es, wenn dies nicht vom Anbieter selbst behauptet, sondern von seinen begeisterten Kunden bezeugt wird. Die von enthusiastischen Fans persönlich ausgesprochenen Empfehlungen, Hinweise und Tipps sind heutzutage der Kaufauslöser Nummer eins. 10 mündliche Verstärker in Sachen Empfehlungsmarketing empfiehlt Anne M. Schüller, führende Expertin für Loyalitätsmarketing, in ihrem Fachbeitrag. mehr
  • Fachbeitrag

    Unternehmensgründung mit Erfolg: Darauf kommt es an!

    Viele Gründer beschäftigen sich mit scheinbar wichtigen Fragen im Vorfeld einer Unternehmensgründung. Diese Fragen stellen sie dann womöglich kompetenten Steuerberatern, Gründungsberatern und anderen Experten. Auf den ersten Blick ist dies ja auch sehr positiv. Doch leider hört man immer wieder die gleichen Fragen – Fragen, die so gut wie nichts mit dem künftigen Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens zu tun haben. Worauf es wirklich ankommt, erklärt Unternehmensberater Martin Grünstäudl in seinem Fachbeitrag. mehr

anzeige

förderland-Newsletter

Close