Arbeitsplatzorganisation: IT4work - Ein Beitrag von Christine Müller
teaser_fachbeitraege.jpg
11.02.2009

Serie: Das Büro ist mehr als Tisch und Stuhl - Teil 5

Arbeitsplatzorganisation: IT4work

Gründer denken an die Büroräume immer zuletzt. Bei der Einrichtung wird an allen Ecken und Enden gespart – das rächt sich früher oder später. Diese sechsteilige Serie möchte einen Einblick geben, worauf man bei der Suche und der Einrichtung der eigenen Büroräume achten sollte. Im fünften Teil dieser Serie geht es um die Technik im Büro.




Ein Beitrag von Christine Müller

Bildschirmarbeitsverordnung: Hilfestellung oder lästige Konvention?

Fast jeder, der in einem Büro arbeitet, kennt diese Richtlinie – sei es durch eigene Erfahrungen, durch betriebseigene Schulungen oder in letzter Zeit in steigender Anzahl durch eigene gesundheitliche Schädigungen durch "Nicht-Einhalten". Doch was will diese Richtlinie eigentlich?

Die Bildschirmrichtlinie dient der Sicherheit am Arbeitsplatz: "Die Einhaltung der Mindestvorschriften zur Sicherstellung eines höheren Maßes an Sicherheit an Bildschirmarbeitsplätzen (ist) eine unabdingbare Voraussetzung für die Gewährleistung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Arbeitnehmer. Die Arbeitgeber sind daher verpflichtet, sich über den neuesten Stand der Technik und der wissenschaftlichen Erkenntnisse auf dem Gebiet der Gestaltung der Arbeitsplätze zu informieren, um etwa erforderliche Änderungen vorzunehmen und damit eine bessere Sicherheit und einen besseren Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer gewährleisten zu können." (Bildschirm- und Büroarbeitspltze - Leitfaden für die Gestaltung)

Das hört sich gut und ist auch wichtig für die Arbeitnehmer. Doch wie sieht es in den kleinen und mittelständischen Unternehmen tatsächlich aus? Schauen Sie sich ruhig mal selbst um an ihrem Arbeitsplatz oder in ihrem Büro. Wie ist die Technik bei Ihnen gelöst worden und nach welchen Kriterien? Eine Checkliste zum Selbsttest: 

  • Haben Sie sich bei ihrer Büroeinrichtung vorab informiert: was gibt es  an aktueller Technik passend zu ihrem Geschäftsfeld und ihren Arbeitsabläufen auf dem Markt?
  • Wie sind die Bildschirme nach der aktuellen Strahlungsnorm zu beurteilen? 
  • Wie liegen die Kabel in Ihrem Büro? Gibt es einen Kabelkanal zum Schutz vor Stolperfallen im Büro? Wenn ja, haben Sie ihre Kabelkanäle direkt von der Versorgungsstelle zu den Arbeitsplätzen geführt oder doch eher wie es gerade passte – bspw. quer durch den Raum? 
  • Sind Bildschirmgerät, Tastatur, Drucker, Fax auf "funktional und ergonomisch angeordneten Arbeitsflächen" integriert oder stehen Sie so, wo gerade noch Platz war?
  • Welchen Stellenwert hat bei Ihnen das Raumklima (Akustik, Temperatur, Beleuchtung)? 
  • Haben Sie schon einmal etwas von der "Software-Ergonomie" für sich und ihre Arbeitsabläufe gehört? 
  • Kennen Sie die Leitlinien für "Elektrische Installation in Büromöbeln – Zusammenstellung von anerkannten Regeln der Technik?"

Diese Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern will vielmehr aufzeigen, wie wichtig es für unser Wohlbefinden am Arbeitsplatz ist, die offiziellen Richtlinien, Vorordnungen, Standards etc. zu kennen und idealerweise auch bei der Gestaltung unserer technischen Arbeitsumgebung zu berücksichtigen.

IT- im Büro: Mediale Kommunikationstechniken ermöglichen neue Arbeitsformen

Die Sonderschau "mPeople – Abenteuer Meeting" auf der letzten Orgatec (weltgrößte Büromöbelmöbelmesse, Köln) demonstrierte eindringlich, wie der richtige Einsatz moderner Technik für Effizienzschub im Büro sorgen kann.
Stellen Sie sich vor: Über ein interaktives Display sekundenschnell am nächsten freien Arbeitsplatz die persönlichen Einstellungen aufrufen, den Kaffee per Touchpanel bestellen oder mal schnell die komplette Konferenztechnik aus dem Sideboard fahren?


All das ist kein Zukunftsszenario, sondern heute bereits Realität. Moderne Technik macht’s möglich. Doch in den meisten Büros ist das Potenzial von Medien- und Konferenztechnik bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Denn diese umfasst deutlich mehr als Computer, Internet und E-Mail.

Und das "Mehr" – Vernetzung von Medien und Arbeitsabläufen, Multimedialisierung und Digitalisierung – verspricht einen deutlichen Effizienzschub im Büro – auch und gerade weil die aktuellen Techniklösungen individuell, personalisiert und damit höchst flexibel eingesetzt werden können. Medientechnik als integraler Bestandteil moderner Büroorganisation erlebbar gemacht.

Ein schönes Beispiel dafür ist der Einsatz von moderner Telekommunikatios-Technik bei länder-, team- oder branchenübergreifenden Konferenzen. Auch für die Team- oder Projektarbeiten bietet sich zum Beispiel ein Display in einem interaktiven Tisch an. Auf diese Weise können Prozesse gemeinsam vor Ort entwickelt, gezeigt und besprochen werden. So hat das Frauenhoferinstitut eine IT-Technik entwickelt die sogar Verknüpfungen über Branchengrenzen hinweg ermöglicht: "Die benutzerfreundliche web-basierte Infrastruktur, mit der Datenbestände über Bau- oder Designprojekte archivübergreifend ohne großen Aufwand gefunden werden können. Dazu werden die Inhalte der Architekturarchive in Europa (und darüber hinaus) mit zusätzlichen Merkmalen und Beschreibungen ergänzt, die teils manuell und teils automatisch erzeugt werden.

Ausblick
In der  nächsten und vorerst letzten Folge dieser Serie schauen wir mal intensiver auf die Finanzen: Was muss man für eine Büroeinrichtung eigentlich ausgeben?

Abschließend wie immer noch eine Bitte: Wie haben Sie Technik in ihren Arbeitsablauf im Büro integriert? Ich freue mich auf Ihre Mails an einrichten@das-curriculum.de.

  drucken        versenden
Bewerten Sie diesen Beitrag:

Durchschnittliche Bewertung:
[ 3 Bewertungen ]

Über den Autor

Christine Müller hat vor ihrer Unternehmensgründung mit "Curriculum- Möbel mit Berufserfahrung" selbst vielfältige Berufserfahrungen gemacht: Magister-Studium Germanistik/Soziologie, im Anschluss daran Tätigkeit als Seminarleiterin in der beruflichen Weiterbildung, danach Disponentin und Geschäftsstellenleiterin in der Zeitarbeit. 2005 verwirklichte SIe ihren Jugendtraum: die Selbstständigkeit.

Bereits in 2006 wurde Curriculum mit seinem Makleransatz für gebrauchte Büromöbel als Beste Geschäftsidee (IHK Bezirk Rhein-Main-Neckar) ausgezeichnet. Seitdem ist Christine Müller im Dienst ihrer klein- und mittelständischen Kunden deutschlandweit unterwegs. Neben Möbeln vermittelt sie aber von Beginn an auch Wissen rund um das Büro und seine passgenaue Einrichtung.

Neben der Franchisierung des Geschäftssystems in 2008 hat sie im August diesen Jahres eine offene Curriculum-Vortragsreihe bei der IHK Darmstadt gestartet. Unter dem Titel "Das Büro ist mehr als Tisch und Stuhl" wird dabei der Schwerpunkt auf unterschiedliche Themenbereiche wie Kosten, Ergonomie, Umweltverträglichkeit etc. für Büroraum und Büroeinrichtung gelegt.
Vorträge, Einrichtungsberatungen und Büro-Check-Up‘s können individuell direkt gebucht werden.

Schubertweg 1
64287 Darmstadt
Telefon: 06151/3535474
email: einrichten@das-curriculum.de

www.das-curriculum.de

Neue Fachbeiträge

  • Projektmanagement in IT-Start-ups

    IT-Start-ups verschenken Effizienzpotenziale

    Obwohl sich Projekt bezogenes Arbeiten in manchen Start-ups zu etablieren beginnt, ist professionelles Projektmanagement noch vielerorts weitgehend unbekannt. Hauke Thun, Gründer und Inhaber von PM Firefighters, erklärt in seinem Fachbeitrag, wie Start-ups ihre Potentiale mittels Projektmanagement bestmöglich nutzen. mehr
  • E-Commerce

    E-Commerce mit CIVETS im Blick – Chancen und Risiken!

    Nicht nur die BRIC Staaten Brasilien, Russland, Indien und China bieten Chancen für deutsche Unternehmen, die für E-Commerce Zielgruppen auf neuen Märkten suchen. In seinem Fachbeitrag beleuchtet Christian Arno, Gründer des Übersetzungsdienstes Lingo24, die so genannten CIVETS, also die wirtschaftlich aufstrebenden Länder Kolumbien, Indonesien, Vietnam, Ägypten, Türkei und Südafrika. mehr
  • Kundenkontaktpunkt-Management

    Wie man Touchpoint-Projekte erfolgreich macht - Teil 3

    Anne M. Schüller, führende Expertin für Loyalitätsmarketing, erklärt im dritten und letzten Teil ihrer Beitragsserie zum Thema "Touchpoint Management", wie Sie die Mitarbeiter aktivieren, sie tagtäglich mit dem Kunden in Kontakt stehen. mehr
  • Kundenkontaktpunkt-Management

    Wie man Touchpoint-Projekte erfolgreich macht - Teil 2

    Im zweiten Teil ihrer Beitragsserie zum Thema "Touchpoint-Projekte" erklärt Anne M. Schüller, führende Expertin für Loyalitätsmarketing, wie Sie bei Mitarbeitern den "Mein-Baby-Effekt" erzeugen. mehr
  • Kundenkontaktpunkt-Management Teil 1

    Wie man Touchpoint-Projekte erfolgreich macht

    Anne M. Schüller ist zehnfache Buch- und Bestsellerautorin und gilt als Europas führende Expertin für Loyalitätsmarketing. Kürzlich veröffentlichte sie ihr neuestes Buch mit dem Titel „Touchpoints – Auf Tuchfühlung mit dem Kunden von heute“. In einer dreiteiligen Beitragsserie auf förderland gibt Anne M. Schüller jetzt eine Einführung ins Thema. mehr
  • Cloud Software

    Cloud Software für Existenzgründer – Was sollte beachtet werden?

    Als Existenzgründer sind viele Entscheidungen zu treffen. Neben der Durchführung, Steuerung und Kontrolle des Geschäftsbetriebs müssen auch verschiedene Fragen bezüglich der Nutzung von Unternehmenssoftware beantwortet werden. Frank Elsenbruch von der Scopevisio AG aus Bonn geht in seinem Fachbeitrag der Frage nach, was Gründer beim Einsatz von Software aus der Cloud beachten sollten. mehr
  • SEO

    Suchmaschinenoptimierung mal anders. Ein Blick hinter das System ...

    Suchmaschinenoptimierung: Oft gehört, aber nie wirklich verstanden was Suchmaschinenoptimierung ist und vor allem, wie es funktioniert. Eines können wir bereits ausschließen, Suchmaschinenoptimierung bedeutet nicht, auch wenn es klingt, dass eine Suchmaschine optimiert wird. Einen Blick hinter das System gewährt uns heute Korhan Parlar, Gründer und Geschäftsführer der SEOvista aus Berlin. mehr
  • Empfehlungsmarketing

    10 schriftliche Verstärker in Sachen Empfehlungsmarketing

    Die gute alte Mundpropaganda, die vor Jahrmillionen an den Lagerfeuern begann, erlebt gerade einen mächtigen Wandel. Die Social Media und der Hype um trendige Smartphones sind die wesentlichen Treiber dafür. Empfehlungen sind inzwischen der Kaufauslöser Nummer eins. Damit rückt das Empfehlungsmarketing an die vorderste Stelle im Marketingplan. Mithilfe der folgenden 10 Tipps von Anne M. Schüller können Sie Andere auf schriftliche Weise ermuntern, Ihre Angebote aktiv zu empfehlen. mehr
  • Empfehlungsmarketing

    10 Verstärker in Sachen Online-Empfehlungsmarketing

    Das größte Empfehlungsnetzwerk, das es je gab, heißt Social Web. Die gute alte Mundpropaganda verlagert sich immer mehr ins Internet. Das klassische Weitererzählen erlebt als digitaler Consumer-Content eine unbändige Renaissance. "Social Sharing" wird dies auch genannt. 10 Verstärker in Sachen Online-Empfehlungsmarketing stellt Anne M. Schüller, führende Expertin für Loyalitätsmarketing, in ihrem aktuellen Fachbeitrag vor. mehr
  • Empfehlungsmarketing

    10 mündliche Verstärker in Sachen Empfehlungsmarketing

    Wir leben in einer neuen Businesswelt. Heute ist alles "like" oder "dislike". Da müssen Unternehmen zunehmend zeigen, dass sie zu den wirklich Guten gehören. Am wirkungsvollsten ist es, wenn dies nicht vom Anbieter selbst behauptet, sondern von seinen begeisterten Kunden bezeugt wird. Die von enthusiastischen Fans persönlich ausgesprochenen Empfehlungen, Hinweise und Tipps sind heutzutage der Kaufauslöser Nummer eins. 10 mündliche Verstärker in Sachen Empfehlungsmarketing empfiehlt Anne M. Schüller, führende Expertin für Loyalitätsmarketing, in ihrem Fachbeitrag. mehr
  • Fachbeitrag

    Unternehmensgründung mit Erfolg: Darauf kommt es an!

    Viele Gründer beschäftigen sich mit scheinbar wichtigen Fragen im Vorfeld einer Unternehmensgründung. Diese Fragen stellen sie dann womöglich kompetenten Steuerberatern, Gründungsberatern und anderen Experten. Auf den ersten Blick ist dies ja auch sehr positiv. Doch leider hört man immer wieder die gleichen Fragen – Fragen, die so gut wie nichts mit dem künftigen Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens zu tun haben. Worauf es wirklich ankommt, erklärt Unternehmensberater Martin Grünstäudl in seinem Fachbeitrag. mehr

anzeige

förderland-Newsletter

Close