
Virales Marketing
Acht goldene Regeln für erfolgreiches Virales Marketing
Der Terminus „viral“ ist der Medizin entlehnt und beschreibt den Vorgang der rasanten Verbreitung einer Botschaft über ein Produkt oder eine Dienstleistung von Mensch zu Mensch.
Ein Beitrag von David Eicher
Das virale Marketing nutzt bestehende soziale Netze, um Aufmerksamkeit auf Marken oder Produkte zu werfen, indem sich diese wie Viren verbreiten. Virale Kampagnen spielen sich heute überwiegend im Internet mit seinen vielfachen Kommunikationswegen ab. Denn es geht darum, möglichst viele Multiplikatoren dazu zu bewegen, die Werbebotschaft kostenlos weiter zutragen.
Acht goldene Regeln für erfolgreiches Virales Marketing
1. Machen Sie sich vorher ein klares Konzept, das die wesentlichen Ziele und Eckpunkte Ihrer Aktion fixiert.
Legen Sie mit der Aktion einen Schwerpunkt auf Kommunikation (Markenbekanntheit, Image o.ä.) oder auf vertriebliche Ziele (E-Mail-Generierung, Steigerung der Besucher-/Nutzerzahlen, Schaffen einer gezielten Produktnachfrage o.ä.)? Beabsichtigen Sie ein kurzes, nachhaltiges Echo (z. B. im Zuge des Weihnachtsgeschäftes) oder einen langfristigen Effekt? Von wo soll die „Initialzündung“ ausgehen und warum genau da? Welche Medien spielen wie zusammen? etc.
2. Weichen Sie ab von der Norm! Liefern Sie echten Gesprächsstoff und keine „alten Hüte“.
Stellen Sie sich Fragen wie: Wie könnte man übertreiben, um die Grundidee besser dazustellen? Wie kann man die Idee oder das Produkt so darstellen, dass es provokant wirkt? Was wurde im Zusammenhang mit Ihrem Produkt/Ihrer Marke noch nie gezeigt? Welche Parodien oder Persiflagen kann man rund um das Produkt/die Idee/die Zielgruppe entwickeln?... Auch Tarnen/vorübergehende Anonymität gehört häufig zum Wesen einer viralen Werbekampagne.
3. Bieten oder suggerieren Sie einen erkennbaren Nutzen:
Spaß, Unterhaltung, Spannung oder andere signifikante Vorteile. Und betten Sie diese in eine Geschichte ein!
4. Produzieren Sie keinen Werbemüll, sondern Themen, die so faszinierend sind, dass man mit anderen darüber sprechen will!
Denken Sie zuerst an Ihre Zielgruppe und dann an sich bzw. Ihr Produkt. Viral Marketing bedeutet nämlich in erster Linie, eine für das Zielpublikum interessante Nachricht zu schaffen.
5. Virale Aktionen brauchen einen „Nährboden“
Such Sie sich möglichst aktive „Botschafter“, die Ihre Idee weitertragen.
6. Ihre Botschaft sollte auch für die Medien „ansteckend“ sein!
Legen Sie unbedingt Wert auf einen hohen Newswert und gute PR-Begleitung.
7. Langfristige Konzepte müssen multimedial funktionieren
Bestimmen Sie eine klare Dramaturgie und bleiben Sie immer nah und flexibel am Geschehen.
8. Ermöglichen Sie dem Zielpublikum die einfache, schnelle Weiterleitung Ihrer Botschaft.
Über den Autor
David Eicher lernte Photographie und Werbekaufmann in Köln und Bonn und war zunächst tätig als Marketingmanager bei Pelikan Schreibgeräte in Bonn und Hannover. 1990 wechselte er ins Agenturbusiness zu dem internationalen Netzwerk TBWA/AMTC, wo er bis 1997 zuletzt als Etat-Direktor und Prokurist tätig war. Er ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der Full-Service-Werbeagentur Robert & Horst Marketing GmbH sowie des im Jahr 2000 gegründeten, Spin-off, der webguerillas, eine Spezialagentur für Sensation Marketing (virales Marketing, Buzz- und Guerilla-Marketing).
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