Smart Energy Services

(Bild: Pixabay)
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Kleidungsstücke, Autos, Kühlschränke, Häuser, Fabriken: Alles wird smart. Das ist die Vision der digitalen Zukunft. Um bei diesem technologischen Fortschritt den Anschluss nicht zu verlieren, wurde von der Bundesregierung die Digitale Agenda auferlegt. Hiermit sollen unter anderem Smart Services unterstützt werden - auch im Energiebereich.

Was sind Smart Services?

Objekte erfassen Informationen, senden diese an Computer oder Server, wo die Daten ausgewertet und zu Folgeereignissen genutzt werden – so funktioniert die smarte Welt. Hier führen Smart Devices zum Internet der Dinge (Internet of Things), erzeugen große Datenmengen (Big Data), was in Smart Products oder intelligenten Dienstleistungen – den Smart Services – mündet.

Smart Services findet man in verschiedenen Bereichen an, zum Beispiel in den Medien, bei der Mobilität und in der Medizin. Auch die Energiewirtschaft soll von Smart Energy Services profitieren.

Ziele der Smart Energy Services

Früher musste der Konsument die Waren des Produzenten so annehmen, wie er sie herstellte. Auch Diensteistlungen gab und gibt es oft nur in bestimmten Paketen. Dieses Procedere wandelt sich durch die modernem Technologien der Digitalen Wirtschaft.

Bei den Smart Services steht der Nutzer im Mittelpunkt, der individuelle Lösungen auf Abruf nutzen kann. Das Ziel ist eine Effizienzsteigerung. Im Bereich der Energiewirtschaft können der Energieverbrauch des Einzelnen gesenkt und zugleich die verschiedenen Stromquellen besser genutzt werden.

Smart Grid: Das intelligente Stromnetz

Ein großes Vorhaben im Rahmen der Digitalisierung sind die Smart Grids, die intelligenten Stromnetze. Dadurch, dass Energie heutzutage durch viele dezentrale Produzenten (z.B. Photovoltaik, KWK oder Windkraft) erzeugt wird, entsteht ein komplexes Netzwerk.

Bei Smart Grids versieht man Stromerzeuger, Stromspeicher wie auch Stromverbraucher mit modernen Technologien, damit die Energie intelligent verteilt und effizienter genutzt werden kann. Regionale wie auch überregionale Teile des Smart Grids müssen hierzu aufeinander abgestimmt werden.

Smart Meter: Intelligente Stromzähler

Bislang war es so, dass der Verbraucher von seinem Energieversorger nur eine Information erhielt: Wie viel Strom oder Gas er im vergangenen Zeitraum verbraucht hat. An welchen Tagen oder Stunden es Spitzenwerte gab oder wie der Verbrauch über die Jahreszeiten aussieht, das war nicht ersichtlich.

Mit den Smart Meter, den intelligenten Stromzählern, soll das anders werden. Die modernen Geräte erfassen die Verbrauchsdaten und senden sie via DSL, Stromleitung oder Funk an den Energieversorger. Der kann seinen Kunden beispielsweise über ein Web-Portal den Zugang auf ihre Smart Meter geben.

Aus den Daten wird ersichtlich, wann man wie viel Strom verbraucht. Hierdurch lassen sich Stromfresser und Potentiale erkennen, um Strom zu sparen. Damit sind Smart Meter als Smart Energy Services ein Beitrag zur Energieeffizienz und zum Umweltschutz. Laut der EU sollen bis zum Jahr 2022 in allen Mitgliedsstaaten smarte Mess-Systeme flächendeckend eingeführt sein.

Connected Home: Das vernetzte Heim

Ein weiterer Schritt zu weniger Strom- bzw. Energieverbrauch stellt das Connected Home, auch Smart Home genannt, dar. Wenn die Heizung, die Lampen und andere Energieverbraucher vernetzt sind, können sie über Smart Services angesprochen werden.

Wer im Büro sitzt, kann so am Computer sehen, ob zuhause unnötigerweise das Licht brennt - mit einem Klick wäre es aus der Ferne ausgeschaltet. Wenn man mit dem Bus nach Hause fährt, kann man mittels Smartphone-App die heruntergedrehte Heizung der Wohnung auf seine aktuelle Wohlfühltemperatur stellen. Und mit seinem Tablet könnte man erfassen, welche Geräte im Haushalt wie viel Strom verbrauchen. Das sind nur ein paar Beispiele, wie Smart Services im Connected Home das Leben bequemer und effizienter gestalten.

Sicherheit bei den Smart Ernergy Services

Wenn der Smart Meter den Stromverbrauch und die Heizung ihre aktuelle Temperatur in die Cloud senden, werden teilweise sehr sensible Daten übertragen. Diese könnten u.a. für Einbrecher interessant sein. Zudem wäre es möglich, dass Cyberkriminelle die vernetzten Geräte kapern, aus der Ferne steuern oder die Daten manipulieren.

Damit solche und ähnliche Szenarien nicht eintreten, muss an entsprechenden Sicherheitslösungen gearbeitet werden. Datenschützer fordern deswegen schlüssige Datenschutzkonzepte.

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