Online-Bezahlsysteme im Überblick: Firstgate/ ClickandBuy

Firstgate/ ClickandBuy

Firstgate gehört mit seinem Bezahlsystem ClickandBuy zu den bekanntesten Internet-Bezahlsystemen. Die Firma wurde 1999 gegründet und hatte ihren Sitz als Firstgate Internet AG in Köln. Heute ist die Firma ClickandBuy International Limited in London ansässig – von Köln aus arbeitet das Service Team. ClickandBuy wird in allen europäischen Ländern, in den Vereinigten Staaten und in Asien eingesetzt. Die rund 220 Mitarbeiter verwalten ClickandBuy-Konten von über 2,5 Millionen Internet-Nutzern.


Firstgate/ ClickandBuy für Shop-Betreiber

Shop-Betreiber können bei Firstgate ClickandBuy zwischen einem Basis-Account und einem Premium-Account wählen.

Der Basis-Account eignet sich vor allem für Anbieter, deren Services im Internet in einer Preisspanne von 10 Cent bis zu 10 Euro angeboten werden. Die Händler können ihre Angebote jederzeit über einen direkten Zugang bepreisen. Um einen Basis-Account zu eröffnen, muss der Händler eine einmalige Anmeldegebühr von 49 Euro entrichten. Monatlich werden dann fünf Euro Nutzungsgebühr verlangt. Zuzüglch ist eine Provision zu entrichten, die sich nach dem Umsatz und der Preiskategorie des Produkts bemisst.

Beim Premium-Account stehen zusätzliche Dienste zur Verfügung, etwa Abonnements oder ein Spendenmodul. Die Kosten für den Premium Account werden individuell bestimmt und müssen in Absprache mit dem Anbieter verhandelt werden.

Beiden Pakete enthalten Dienste für das Risiko- und Forderungsmanagement, unter anderem Mahnwesen, Rücklastschriften oder Bonitätsprüfungen.

Firstgate-Händler profitieren von einer hohen Marktakzeptanz des Bezahlsystems.

Firstgate/ ClickandBuy für Verbraucher

Nutzer müssen sich vor der ersten Verwendung von ClickandBuy mit ihren Adress- und Kontendaten und ihrer E-Mail-Adresse anmelden. Der nächste Schritt erfordert persönliche Angaben wie die Adresse, das Geburtsdatum und die Telefonnummer. An dieser Stelle muss sich der Kunde für eine Zahlungsmethode entscheiden, über die später die Beträge abgerechnet werden.

Er kann zwischen Bankeinzug und Kreditkarte wählen. Demnächst sollen auch Vorauszahlungen auf das Konto möglich sein.

Bei einem Zahlungsvorgang können gewöhnliche und Express-Lastschriften vom eigenen Girokonto oder auch vom Kreditkarten-Konto des Nutzer vorgenommen werden.

Nur für die Kreditkartenbuchung wird eine Pauschalgebühr berechnet – die anderen Verfahren sind gebührenfrei. Für den Zahlungsempfänger bleiben alle Kontendaten absolut geheim. Alle Transaktionen erfolgen über ein Zwischenkonto, das so genannte ClickandBuy-E-Geld-Kontos. Die Beträge werden nicht verzinst, verfallen aber auch nie. Bei einer Rücküberweisung auf das eigene Girokonto muss eine Mindestbetragshöhe von zehn Euro eingehalten werden. Eine Kündigung des ClickandBuy-E-Geld-Kontos kann jederzeit schriftlich erfolgen. 

Wer mit ClickandBuy bezahlt, zahlt zurzeit im Endeffekt per Bankeinzug oder Kreditkarte. Der Unterschied: Diese Zahlungsmethode bucht nicht jeden Rechnungsbetrag einzeln ab. Es handelt sich um ein so genanntes Billing-System, das alle Beträge sammelt und in der Regel einmal pro Monat gemeinsam abrechnet. Dies ist sowohl für den Onlinehändler als auch für und für den Kunden übersichtlicher. Für ihn ist dieses Zahlungssystem komplett kostenlos.

In Großbritannien und den Niederlanden bestehen seit 2008 zwei weitere Firstgate Services. Payzone ermöglicht britischen Kunden, ihr Konto mit einer Prepaid-Karte an über 20.000 Verkaufsstellen aufzuladen und damit auf 7.000 kostenpflichtige Dienste zugreifen zu können.

Niederländische Inhaber eines Online-Banking-Konto können mit iDeal zahlreiche Zahlungsvorgänge einfach und anonym über das ClickandBuy-Menü vornehmen.

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