<< Themensammlung Netzwertig

Unter netzwertig veröffentlichen wir in unserem Blog Einschätzungen zu aktuellen digitalen Geschäftsmodellen und IT-Trends, Meldungen, Analysen, Reviews und Specials.

11.11.08Leser-Kommentare

Zur Zukunft von gedruckten Büchern und E-Readern

Die Zukunft von Büchern wird digital sein. Es wird auch in 50 Jahren noch neu auf Papier gedruckte Bücher geben. Diese werden aber ihren elektronischen Verwandten in Preis, Mehrwert und Verbreitung weit unterlegen sein.

Papier

Wenn ich im Folgenden von E-Readern spreche, dann meine ich nicht nur Amazons Kindle und ähnliche Lesegeräte, sondern verwende den Begriff E-Reader als Synonym für alle elektronischen Möglichkeiten, Bücher anzuzeigen. Also etwa auch eine entsprechende iPhone-Applikation und ähnliches. Wie es letztenendes aussehen wird, ist zweitrangig. Das Entscheidende ist, dass die Zukunft von Büchern digital sein wird.

 

Bücher werden (in kleiner Auflage) neben E-Readern bestehen bleiben

Als ich vor einiger Zeit als Replik auf einen Spon-Artikel titelte "Warum E-Reader das gedruckte Buch verdrängen werden" war das in erster Linie eine direkte Antwort auf die effektheischende Überschrift "Warum E-Reader das Buch nicht verdrängen werden".

Grundsätzlich glaube ich nämlich, dass Bücher länger Bestand haben werden als etwa auf Papier gedruckte Periodika. Das Ende von papierenen Tageszeitungen, Wochenzeitschriften und Magazinen werden wir alle in den nächsten zwei Jahrzehnten noch erleben dürfen. Auch historische Ereignisse, die zu Rekordergebnissen in Web und Print führen, ändern daran nichts. Weil sie per se nur sehr selten auftreten.

Bücher dagegen haben tatsächlich einen Vorteil, den Opportunisten aus der Printbranche gern den Zeitungen als besonders hervorzuhebenden Vorteil zuschreiben: die Haptik. Machen wir uns nichts vor, niemand mit funktionierenden Verstand kauft Zeitungen oder Bücher aufgrund der Qualität des Papiers. Aber: An Büchern liest man länger als an Zeitungen und im Gegensatz zu CDs zum Beispiel hält man sich das physische Produkt die ganze Zeit vor die eigene Nase. Es gibt also eine engere Bindung an das physische Produkt als bei Musik und auch bei Zeitungen. Aber wie auch der Second-Hand-Markt zeigt, ist diese Bindung nicht so groß, wie sich ein mancher vielleicht vorstellt.

Es wird noch eine Weile dauern, bis E-Reader einschlagen und der Buchbranche Kopfschmerzen verursachen werden. Vielleicht dauert es noch ein Jahr, vielleicht noch fünf. Eine grundlegende Umwälzung unseres Konsums von Büchern wird von diesem Zeitpunkt an noch ein, zwei Jahrzehnte sich vorarbeiten, aber sie wird kommen.

Die Frage ist nicht ob, sondern wann es geschehen wird.

Die Vorteile digitaler Versionen von Büchern

In dem Moment, in dem ein in der Massenkompatibilität mit dem iPod vergleichbarer E-Reader (also stimmiges Preis/Leistungs-Verhältnis und eine einfache Handhabung) auf den Markt kommt, wird die Adaption recht schnell gehen. Viele Bücher werden vermehrt digital gelesen werden, weil sie so schlicht einfacher zu erwerben, zu archivieren und zu transportieren sind. Und weil sie mit Metadaten in der Digitalversion einen Mehrwert gegenüber der papierenen Version haben.

Das wird zunächst ganz trivial dort beginnen, wo man mit so wenigen Mitteln wie möglich arbeiten muss. Im Lehrbetrieb zum Beispiel. Schüler und besonders Studenten werden davon profitieren, Bücher digital zur Verfügung gestellt zu bekommen. Besonders Studenten könnten von den geringeren Herstellungs- und Distributionskosten profitieren. Denn diese Kosten treiben bei wissenschaftlichen Büchern durch die geringe Auflage die Preise für die einzelnen Exemplare in die Höhe. Universitäts-Bibliotheken und auch herkömmliche Bibliotheken könnten mit streamingähnlichen Angeboten ersetzt werden oder durch diese zumindest ein neues wichtiges Zusatzangebot bekommen.

Für kleine Verlage wird es so außerdem sonst ökonomisch nicht erschwingliche Bücher für ein kleines Nischenpublikum anzubieten, was anderenfalls nicht möglich wäre. Im Umkehrschluss bedeutet das wiederrum, dass die elektronische Auswahl über die Zeit immer weiter ansteigen wird und die Anschaffung entsprechender Lesegeräte immer attraktiver werden wird. Daneben werden mit E-Readern Abomodelle von Buchclubs etwa wesentlich leichter und effizienter umsetzbar.

Meta Meta Meta

Darüber hinaus werden E-Reader unaufhaltsam ihren Weg in die lesende Gesellschaft finden. Nicht nur weil mit ihnen gleichzeitig Tageszeitungen und Onlinemedien sich bequemer konsumieren lassen, sondern auch weil sie Bücher unendlich bereichern können.

Wie?

Mit Hyperlinks zum Beispiel. Wie Seth Godin vor einigen Monaten bereits angesprochen hat, können Hyperlinks (zum Beispiel bei Verweisen auf andere Bücher oder historische Geschehnisse, Personen) das Buch selbst wertvoller machen. Oder Roman und Sekundärliteratur im Bundle, mit einem leichtgemachten Wechsel zwischen Sujet und Kritik.

Oder Notizen und hervorgehobene Passagen anderer Leser. Wie wäre es, wenn ich beim Lesen Lesezeichen setzen könnte, die automatisch zu meinem Profil auf einem der auf Bücher fokussierten Social Networks wie LibraryThing oder goodreads hinzugefügt werden?

All die Möglichkeiten, die jetzt auf öffentlich zugängliche Artikel im Web beschränkt sind, auf Bücher - auf Romane und Sachbücher - auszuweiten, wird uns eine völlig neue Welt offenbaren. Auch wenn es widersinnig und überflüssig erscheint, wie einst delicious, als es die Bühne betrat und man sich fragte, warum zum Teufel man seine Lesezeichen online ablegen sollte, so entsteht mit der Möglichkeit der öffentlichen Annotation eine völlig neue Dimension des gemeinsamen Wissens.

Wenn mir ein Freund ein Buch empfiehlt und ich während des Lesens direkt seine Anmerkungen und die von meinen anderen Freunden mit anzeigen lassen kann, dann bekommt das Lesen und der Austausch über das Gelesene einen Mehrwert gegenüber dem Lesen von bedrucktem Papier.

Denken wir diese Richtung noch einen Schritt weiter.

David Weinberger schreibt in seinem Buch "Das Ende der Schublade" über elektronische Bücher (S. 267):

Wir werden unsere Bücher dazu auffordern können, die Passagen zu markieren, die von Dichtern, Einser-Schülern, Literaturprofessoren oder buddhistischen Priestern am häufigsten noch einmal gelesen werden.

Weinberger führt noch weitere Möglichkeiten an: Wenn wir anzeigen und aggregieren können, wo Bücher gelesen werden, können wir automatisch Listen für Bücher für den Strand oder für Reisen zusammenstellen.

Wenn es möglich ist, dann will ich es auch machen können

Will man das immer? Immer die Metaebene mit dazu sehen und denken? Sicher nicht. Aber die Möglichkeit dazu zu haben, wird irgendwann einfach dazugehören. Ohne die Möglichkeit dazu wird etwas fehlen, sobald es dem Leser in den Sinn kommt, die Freunde auf etwas zu verweisen oder zu schauen, was andere zum letzten Kapitel zu sagen haben.

Ein kurzer Exkurs: Eines der wenigen Printerzeugnisse, die ich noch abonniert habe, ist die c't. Außerdem verfolge ich im GoogleReader um die 800 Feeds, von denen ich ungefähr die Hälfte regelmäßig lese. Artikel die ich im GoogleReader lese oder entdecke, speicher ich schnell für späteres Lesen auf Laterloop (unser Review zu Laterloop), oder verbreite sie in meinen GoogleReader Shared Items fix an andere, bookmarke sie auf diigo und so weiter.

All das fehlt beim Lesen der c't. Ich kann mir beim Vermerken von Artikeln für späteres Lesen noch notfalls behelfen. Aber dann hört es schon auf. Ich ertappe mich immer öfter bei dem Gedanken, dass es im Grunde eine Verschwendung des in den Artikeln verbreiteten Wissens ist, dieses nur auf Papier und nicht leicht verarbeitbar online anzubieten. Das ist natürlich insofern (noch) Quatsch, als dass die Reichweite der c't ein bisschen weiter reicht, als, sagen wir, meine Shared Items. Noch. Aber trotzdem: Mir als Leser fehlen all die Möglichkeiten, die ich im digitalen Bereich habe. Und je länger ich mich in beiden Bereichen bewege, desto mehr werden mir die Unzulänglichkeiten von Papier bewusst.

Das wird in den nächsten Jahren die Zeitungen weiterhin hart treffen und nach ihnen wird es auch das Buch betreffen. Die Metaebene wird beim Lesen eines papierenen Buches vermehrt fehlen, wenn sie erst mal in Gang gekommen ist.

Fazit

Im Gegensatz zu Zeitungen, wird es auch Bücher in einigen Jahrzehnten noch auf Papier gedruckt geben. Und diese werden nicht nur in Archiven liegen. Aber ihre neu gedruckte Auflage wird keine Industrie finanzieren. Zumindest nicht in dem Maße wie es die letzten Jahrzehnte möglich war. Sie wird ihr Geld anderweitig verdienen müssen.

Dem auf Papier gedruckten Buch wird die elektronische Variante, die Mehrwert und günstigeren Preis vereint, nach und nach den Rang ablaufen.

Und ich begrüße das. Denn mehr als auf ein beeindruckendes Bücherregal im Wohnzimmer bin ich an Wissen interessiert. Und damit werde ich in der elektronischen Bücherwelt besser versorgt werden.

(Foto: austinevan)

Kommentare

  • Ludwig

    11.11.08 (21:16:18)

    Mein Traum eines "richtigen" Readers wäre völlige Offenheit für alle gängigen Formate, vor allem PDFs, um auch Studien und ähnliches damit lesen zu können. Die Möglichkeit Text zu markieren wie z.B. in Adobe Professional. Gern die Möglichkeit meine markierten Stellen mit meinem Netzwerk zu teilen und/oder wie im Feedly gleich zu twittern. Dafür natürlich WLAN und einen guten RSS-Reader, selbstverständlich synchronisiert mit dem "Hauptreader", z.B. Google - man trifft ja immer eine Auswahl. Einen Browser, um Quellenhinweise und Links gleich zu verfolgen. An mobile Musik werde ich mich nie gewöhnen, aber für sowas würde ich auch gern Geld ausgeben. Ja, und auch für eBooks, aber niemals mit DRM. Wer nimmt die Bestellungen auf?

  • Chris

    12.11.08 (08:49:06)

    Hervorragender Artikel zur Zukunft des Buches und ich denke, mit deinen Aussagen bewegst du dich verdammt nah an der zukünftigen Realität. Beim jüngsten Lesen von Isaac Asimov's Foundation Trilogie hätte ich mir gewünscht, schnell eine Übersicht der vorangegangenen Werke sehen zu können oder Tipps anderer Leser (entweder von denen die es schon gelesen haben oder selbst gerade dabei sind). Ich denke durch eine Vernetzung von Buch und Internet kann aus dem einfachen Lesen eine richtige Aktivität werden, gelesene Bereiche können mit anderen in "Echtzeit" diskutiert werden, Kernaussagen von einem selbst und/oder von anderen helfen, nochmal schnell den Inhalt eines Buchs zu erfassen, etc. @Ludwig: Wollen wir hoffen, dass DRM keine Rolle in Gutenberg 2.0 spielt ;)

  • bugsierer

    12.11.08 (10:42:00)

    erstklassiger artikel. danke. wir leben in interessanten zeiten.

  • Martin Weigert

    12.11.08 (12:39:01)

    "wir leben in interessanten zeiten." Ja dieser Gedanke geht mir auch häufiger durch den Kopf. Teilweise ist das aktuelle Geschehen erheblich spannender als jeder Krimi und Thriller ;)

  • Jan

    12.11.08 (13:22:24)

    Schöner Artikel. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Allerdings vermute ich, dass es hier ebenso sein wird, wie in vielen anderen Bereichen. Es wird mitnichten eine "rosa Zukunft des Bücherlesens". Hier ein paar Gedanken dazu: - Einer bekommt das größte Kuchenstück Vermutlich Amazon (vielleicht aber auch ein anderer) wird mit einem "Killer-Reader" (dem Kindle?) und entsprechender Infrastruktur den Markt beherrschen. Genauso, wie Apple mit IPod/ITunes den Musikmarkt dominiert. - DRM wird mindestens ebenso heftig, wie im Musikmarkt Die ängstlichen Buchverlage werden in einem plötzlich hart umkämpften Markt mit sinkenden Margen (wegen der sinkenden Auflagen von Papierbüchern) verzweifelt versuchen, ihr "Kapital" zu schützen. - Es wird ein Chaos an nicht kompatiblen Formaten/Readern geben Jeder möchte am großen Kuchen teilhaben. Neue Mitspielrr wie Sony (haben ihren "inkompatiblen" Reader ja schon vorgestellt) sehen plötzlich eine Chance, in dem für sie neuen Markt mitzuspielen und werden für noch mehr Durcheinander sorgen. Nicht, dass ich falsch verstanden werde: Ich bin für E-Books, Reader und die digitale Zukunft des Buches - ich hätte das alles gern sofort. Aber die Geschichte anderer Branchen zeigt deutlich, was passiert. Vielleicht wird es nach einigen Jahren des herumärgerns mit DRM und inkompatiblen Readern zu einer Angleichung kommen - selbst im Musikmarkt ist ja inzwischen ein wenig Bewegung. Aber ich bin mir sicher, dass es erstmal ein wildes "Hauen und Stechen" geben wird um die großen Stücke des Kuchens. Die von Amazon nun auch für Europa geplante Einführung des Kindle wird wohl den "digitalen Startschuss" dazu geben.

  • Peter Wyss

    12.11.08 (14:42:09)

    Ob die elektronische Verbreitung von Literatur mehr Wissen bringt möchte ich grundsätzlich in Frage stellen. Ich lese selber immer häufiger Zeitungen online, und stelle fest, dass ich schlechter informiert bin. Es geht beim Lesen einer gedruckten Zeitung also um viel mehr, als um die Haptik. Der eigentliche Vorteil der Printmedien gegenüber Inhalten im Internet ist gerade die Beschränkung. Die Zeitung verlangt eine anderes Leseverhalten, Konzentration und Zeit. Natürlich haben die elektronischen Medien viele Vorteile, aber das sollte einem nicht daran hindern auch einen Blick auf die Nachteile zu werfen. Ich finde diesen Beitrag zu einseitig und zu oberflächlich.

  • Marcel Weiss

    12.11.08 (15:34:58)

    Jan: Die Entwicklung mit DRM sehe ich leider auch kommen. Die Verlage könnten von Musikindustrie und Filmindustrie lernen, werden sie aber nicht. Wie werden das Gleiche da nochmal durchmachen. Langfristig wird sich aber auch da DRM nicht halten können. Peter Wyss: Seit ich fast alle meine Infos online über Feeds etc. beziehe, bin ich um Größenordnungen besser informiert als vorher, die ich nicht mal in Worte fassen kann. Irgendwas musst Du falsch machen. ;)

  • André

    12.11.08 (22:24:17)

    Schon heute nutze ich (Student) die Möglichkeit Aufsätze und Bücher aus der Unibibliothek von zu Hause aus herunterzuladen und am Rechner zu bearbeiten (Adobe Prof.) sehr intensiv. Es ist also keine Zukunftsmusik -märchenbuch. Kein Drucken, dafür digitale Kommentiermöglichkeiten und Copy & Paste sind wunderbare Vorteile. Führt natürlich dazu, dass nur offline verfügbare Schriften weniger Beachtung finden können.

  • Peter Wyss

    13.11.08 (01:54:51)

    @Marcel Weiss Du machst es dir vielleicht etwas zu einfach. Wäre es nicht auch denkbar, dass du etwas falsch machst? Wie auch immer, das hängt wohl alles davon ab, welche Informationen man sucht und zu welchem Zweck man Informationen sucht. Jedes Medium dürfte dabei spezifische Stärken und Schwächen haben.

  • hufi

    13.11.08 (14:26:05)

    Interessante Überlegungen. Vermutlich stimmt es, dass die E-Bücher irgendwann sich durchsetzen. (Das sollen sie zwar schon seit Jahren, aber das ist ja kein Argument dagegen.) Was bei den Überlegungen aber vollkommen unberücksichtigt bleibt, ist, was für Auswirkungen damit zugleich einhergehen - und zwar nicht wirtschaftlicher oder technischer Art -, sondern welche Auswirkungen das alles für die Verarbeitung der Informationen im Gehirn haben wird. Schon das Buch oder die Schrift haben Änderungen bewirkt, wie und was gemerkt wird. Auch der Einsatz der Datenverarbeitung vermittels Durchsetzung von computerunterstützten Tätigkeiten verändert die Logik der Kommunikation. Klar, dass man da im noch viel Ungewisseren schwimmt, im Gegensatz zum hier zwingend sich Ereignenden. Aber man sollte nicht darüber bei aller Euphorie hinwegsehen.

  • Alfred Miersch

    17.11.08 (09:20:48)

    Nun, ich glaube, dass die Zeitung eher von einem großen E-Paper, als von einem E-Book verdrängt werden könnte. Die Haptik bei einer Tages- oder Wochenzeitung kann zwar oft nervig sein, speziell in kleinen Eisenbahnabteilen oder überfüllten Cafes, aber dieses Blättern und Stöbern auf großen Seiten ist wahrscheinlich das, was Peter Wyss meint: man findet und liest mehr, oft über Dinge, die einem bis dahin noch gar nicht aufgefallen sind und man liest intensiver. Das ermöglicht ein großes E-Paper auch. Und es wäre eine gute Möglichkeit, die eigene Zeitung zusammenzustellen: verschiedene Feuilletons, gute Sportseiten etc. Da würde ich auch wieder zu einem Zeitungsabonennten werden ...

  • dromsjel

    18.11.08 (10:58:23)

    wirklich ein überaus interessanter artikel! zum Thema DRM: Ich glaube nicht das es ein großes Problem sein wird. Wie jeder andere Schutz kann auch ein Buch-DRM leicht geknackt werden, die offenen Buchseiten werden dann wohl auf irgendwelchen rapidshare seiten zu finden sein, und sind in null koma nix heruntergeladen. dabei werden die hemmungen des illegalen herunterladens wohl nicht an die der illegalen film oder musik downloads herankommen, weil es erstens wie schon gesagt schnell zu downloaden sind (da die pds vermutlich nich größer als 10 mb gross sind) und zweitens glaub ich, noch gar kein verständniss da ist, das man damit auch schaden anrichtet. sobald die entsprechenden lesegeräte erstmal für den otto normal verbraucher zu kaufen sind, werden digitale bücher wie sms oder emails an jedermann zugesendet. es kann zum einen das lese interesse wieder stärken, zum anderen könnte dadurch auch eine überflut an büchern entstehen, wodurch der leser in jedem buch mal reinschnuppert, und sobald es irgendwo langweilig wird, einfach wieder löscht, weil man ja noch tausend andere zur auswahl hat. sind nur so ein paar ideen, keine ahnung ob ich damit richtig liege...

  • ff-webdesigner

    18.11.08 (13:27:10)

    Ich glaube, dass die Beschränkung auf Inhalte, so wie sie bei Print-Medien gezwungenerweise ist, eher Vorteile als Nachteile bietet. Weniger ist manchmal mehr, man ist gezwungen, sich genau zu überlegen, was man liest.

  • demwz

    16.12.08 (08:29:37)

    Nicht zu vergessen, dass sich durch Metadaten für Autoren ganz neue Möglichkeiten ergeben. Z.B. - Bezüge zu Personen aus anderen Romanen (der selben Reihe) herstellen, indem man Hintergrund Informationen hinterlegt. - Bezüge zu reellen oder Personen der Zeitgeschichte durch Links zu z.B. Wikipedia. - Parallele Ereignisse können so geschrieben werden, dass der Leser die Reihenfolge entscheidet, in der er liest. Ich bin gespannt was sich die kreativen alles einfallen lassen und ich finde es spannend Personen und Plätze aus verschiedenen Romanen zu verflechten.

  • wosis

    04.02.09 (19:18:47)

    Der Vorteil von Printmedien ist weder die Haptik noch irgendwelche Formate sondern ein biologischer: Es ist für die Augen um ein vielfaches anstrengender Texte auf einem Bildschirm zu lesen als auf gedrucktem Papier. Wenn ich auf einen weißen Bildschirm blicke, ist das wie wenn ich direkt in eine Lampe schaue. Auf Papier hingegen habe ich den Vorteil indirektes Licht zu haben und damit die Augen weniger anzustrengen. Erst wenn es ein Display gibt, dass diese Eigenschaften simuliert, also nicht keine Lichtquelle ist, sondern Licht reflektiert, bedeutet das ein Ende der Printmedien.

  • Marcel Weiss

    04.02.09 (19:24:42)

    @wosis Genau das ist bei E-Readern der Fall.

  • wosis

    04.02.09 (20:08:05)

    e-papier, tatsächlich, au weija, das Buch ist tot ;)

Diesen Beitrag kommentieren:

Die Kommentare können nur zwischen 9 und 16 Uhr
freigeschaltet werden. Wir bitten um Verständnis.

Um Spam zu vermeiden, schreiben Sie bitte die Buchstaben aus diesem Bild in das nebenstehende Formularfeld:

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer