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10.01.17Kommentieren

Smart Cars

Deutsche Autobauer setzen für ihre Zukunft auf Hightech-Kooperationen

Jürgen Kroder

BMW, Mercedes, VW & Co. können die Digitalisierung des Automobils nicht alleine schaffen. Sie benötigen starke Partner aus der Hightech-Industrie. Intel, Nvidia, Amazon und Google freut das.


Nvidia Roborace (Bild: Nvidia)

Die Autobauer hecheln Tesla und der Digitalisierung hinterher

Das Auto der Zukunft wird elektrisch betrieben – darüber sind sich fast alle Autohersteller einig. Ebenso klar scheint, dass die PKW von morgen noch stärker dem Trend der Digitalisierung folgen. Das bedeutet: Knöpfe werden durch Touchscreens und der Fahrer durch KI (Künstliche Intelligenz) ersetzt. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

Kaum eine andere Firma steht mehr für Zukunftstechnik wie Tesla. Das junge Unternehmen aus Kalifornien hat nicht nur dem Elektromotor zu einem besseren Image verholfen, sondern auch die Digitalisierung der Fahrzeuge mit großen Schritten vorangetrieben. Schon die heutigen Modelle erhalten per Download neue Funktionen, können teilweise mit dem Smartphone bedient werden und der "Autopilot" übernimmt stellenweise das Fahren. Das bietet kaum ein anderes Auto. Selbst bei den Modellen aus dem Land, wo das Automobil mal erfunden wurde - Deutschland - findet man solche Innovationen entweder gar nicht oder nur sehr spärlich. Das soll sich ändern.

Die traditionellen Autobauer wollen jetzt Vollgas geben

In den letzten Monaten sprangen Mercedes, BMW, VW & Co. nicht nur auf den immer schneller werdenden Elektro-Zug auf, sondern kündigten fast im Wochentakt neue digitale Lösungen an. Besonders auf der CES 2017 (Consumer Electronic Show) in Las Vegas versuchten die Autobauer sich ins beste Licht zu rücken, um zumindest medial das aufzuholen, was sie in den letzten Jahren vernachlässigt haben.

Eine Sache wurde auf der CES ganz deutlich: Die Autohersteller schaffen es nicht mehr alleine, die digitale Zukunft zu gestalten. Sie geben zunehmend Kooperationen mit Software- und Hardware-Herstellern bekannt. Zum Beispiel arbeitet BMW zusammen mit Intel an einer Technologie für autonom fahrende PKW, Mercedes möchte seine Autos mit Google Home vernetzen, VW setzt auf Amazon Alexa, und unter anderem Audi und Bosch setzen auf die KI-Technologie Drive PX2 von Nvidia. Letztgenannte kommt auch im futuristischen, autonomen Sportwagen Roborace (Bild siehe oben) zum Einsatz.

Autonom fahrende Autos und Robo-Taxis

Das sind nur ein paar Beispiel von unzähligen Ankündigungen, die in den letzten Tagen und Wochen über die Ticker liefen. Sie zeigen ganz deutlich, wie sehr die klassische Industrie das Know-how der modernen Tech-Companies benötigen. Ein Auto wird in Zukunft nicht nur ein Auto sein, sondern teilweise mehr ein fahrendes Wohnzimmer. Eines, in dem man sich zurücklehnen kann, während der Bordcomputer einen selbstständig von A nach B bringt.

Nicht nur der Besitzer soll so komfortable pendeln und reisen können, sondern auch Fremde. Das Thema Carsharing wird zunehmend wichtiger. Verständlich: Autonome Fahrzeuge können in der Zeit, in der sie nicht von ihrem Eigentümer gebraucht werden, eigenständig losfahren und als „Robo-Taxi“ fungieren. Somit zeigen auch Startups wie Lyft und Uber ein großes Interesse an den neuen Technologien. Sie werden die Entwicklungen mit ihren Visionen prägen: Weg vom Auto als Besitz eines einzelnen, hin zu einer Gesellschaft, wo Autos vielleicht zum Allgemeingut werden. Sharing Economy statt Statussymbol.

Der Schritt in die Zukunft dauert noch einige Jahre


VW I.D. (Bild: Volkswagen)

Selbstständig fahrende Autos, intelligent vernetzt und elektrisch betrieben – das soll also die Zukunft sein. Zumindest wenn man den derzeitigen Konzepten glauben mag. Bis diese in die Realität umgesetzt werden, wird es allerdings noch ein paar Jahre dauern.

Volumenhersteller wie VW, Mercedes und Audi bringen erst ab dem Jahr 2020 die ersten Serien von smarten E-Mobilen auf den Markt. Diese mögen zwar teilweise autonom fahren können, aber von einer richtigen Flotte komplett eigenständig agierender Kraftfahrzeugs werden sie laut Experten noch einige Schritte entfernt sein. 

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