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06.07.17

Digitale Zukunft

Die fliegende Zukunft: Drohnen werden zum Big Business

Jürgen Kroder


(Bild: Pixabay)

Beim Thema Drohnen denken viele Menschen entweder an militärische Flugkörper oder an Spielzeug. Doch Drohnen sind schon heute viel mehr – und in Zukunft werden Ihre Einsatzgebiete wachsen, damit verbunden steigen auch die Umsätze.

Drohnen sind keine reine Spielerei

Quadcopter, Hexacopter oder einfach Multicopter: Die kompakten, unbemannten, senkrecht startenden und landenden Fluggeräte erfreuen sich zunehmend wachsender Beliebtheit. Sie kommen bei Fernseh- und Kinoproduktionen und in der Landwirtschaft zum Einsatz, bringen Medikamente in entlegene Gegenden und Versandhändler wie DHL oder Shopping-Riesen wie Amazon möchten damit in naher Zukunft Pakete nach Hause liefern. Und auch Pizzaketten und Fastfood-Anbieter überlegen, wie sie ihre Gerichte den Bestellern komfortabel nach Hause liefern können.

Das sind nur ein paar Beispiele, in denen Drohnen schon zum Einsatz kommen oder noch kommen könnten. Und das ist nur der Anfang: Drohnen sollen in Zukunft den Bau von Straßen vereinfachen, indem sie aus der Luft das Gelände analysieren; Sie könnten Energielieferanten bei der Instandhaltung von Anlagen unterstützen; Und Versicherer möchten nach Umweltkatastrophen mit den Multicoptern die Schäden automatisch erfassen.

Stark steigende Umsätze mit Quadcopter & Co.

Schon im privaten Sektor sorgen Drohnen für klingelnde Kassen: Das Unternehmen Tractica ermittelte, dass 2015 weltweit rund 6,4 Milliarden Euro mit Drohnen für Endkunden umgesetzt wurden, 2017 soll der Umsatz auf knapp 16 Milliarden ansteigen. Sollten die Prognosen wie erwartet eintreffen, hätte der Markt schon 2021 ein Volumen von 67,7 Milliarden Euro.

Ähnlich positiv sehen die Prognosen für die Flugkörper im Business-Umfeld aus. Die Boston Consulting Group (BCG) schätzt, dass im Jahr 2050 alleine in Europa und in den USA mit Produkten und Dienstleistungen rund ums Thema Drohnen rund 45 Milliarden Euro umgesetzt werden.

Zukunft der Drohnen: Was bringt sie?

Parallel zum Umsatzwachstum wird es auch einige technische Fortschritte geben. Heutzutage lenken Menschen die Drohnen per Fernsteuerung, der Einsatzradius ist überschaubar, die Höhe ebenfalls. Das könnte sich in den nächsten Jahren ändern: Die BCG schätzt, dass sich innerhalb der nächsten fünf Jahre die technisch machbaren und gesetzlich zulässigen Radien erweitern werden.

Danach dürfte die nächste Generation an Drohnen, , die sogenannte „Dritte Welle“, den Markt erobern. Sie benötigen keine Menschen als „Piloten“ mehr, sondern agieren komplett autonom. Bis diese aber im großen Stil durch den Luftraum fliegen werden, könnten noch einige Jahre vergehen - die Analysten gehen von bis zu 25 Jahren aus.

Wie schnell sich der Markt mit Drohnen entwickeln wird, hängt nicht nur vom technischen Fortschritt und dem Interesse der Käufer ab, sondern auch von den Gesetzgebern. Sie müssten sich für die neuen Technologien offen zeigen und entsprechende, wohlwollende Gesetze erlassen.

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