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31.01.08Leser-Kommentare

Sprout: Schaut her, was diese Webanwendung alles kann!

SproutKennt ihr Leute, die mit dem Begriff Web 2.0 ausschließlich Social Networks, Microbloggingdienste und Videoportale verbinden? Dann zeigt ihnen Sprout. Dieses Startup aus dem sonnigen San Francisco führt dem staunenden Betrachter/Benutzer eindrucksvoll vor Augen, was man mit einer Webapplikation im Jahr 2008 alles machen kann. Sprout ist eine Art webbasierter Flash-Editor, mit dem Blogger, Webseitenbetreiber und Nutzer sozialer Internetdienste kostenlos multimediale Flash-Widgets erstellen und auf beliebigen Seiten integrieren können. Das Besondere an Sprout ist der enorme Funktionsumfang und die intuitive Benutzeroberfläche des Editors, die sehr nah an die bekannter Desktop-Programme herankommt. Es ist ein gutes Zeichen, wenn man während Arbeit völlig vergisst, dass man einen browserbasierten Dienst nutzt, oder?!

 

Ich fasse mich bei der Beschreibung von Sprout kurz, denn um meine Begeisterung teilen zu können, solltet ihr euch selbst daran versuchen. In aller Kürze: Man wählt die gewünschte Größe des Widgets und erstellt ein neues Projekt. Anschließend gelangt man zur Arbeitsfläche, die über frei positionierbare Werkzeugleisten (Toolbars) verfügt. Wie z.B. von Photoshop gewohnt, klickt man auf die benötigten Funktionen und befüllt die zu Beginn weiße Widgetfläche mit Inhalten. Zu den verwendbaren Elementen gehören MP3-Dateien, Videos, Bilder, Texte, RSS-Feeds, Kalender, Buttons, Fortschrittsbalken, Slideshows, Thumbnails, Google Diagramme, Yahoo Maps, Meebo Chats und viele mehr. Alles kann beliebig und sehr flexibel kombiniert werden. Jedes Element bringt eine eigene Werkzeugleiste mit zahlreichen Detailoptionen mit.

 

Zum Vergrößern klicken

Es ist eine reine Freude, mit Sprout herumzuspielen und aufwändige, multimediale Flash-Widgets zu erstellen. Dabei läuft jeder Prozess extrem flüssig, dynamisch und ohne merkliche Verlangsamung des Browsers oder Systems ab (anders als beim ebenfalls flashbasierten Online-Office-Dienst Live Documents). Nachdem man seine Kreativität genutzt und ein schickes Widget (was die Größe eines Skyscraper-Banners haben kann) erstellt hat, kann man es speichern und auf seiner Website, in seinem Blog oder auf seinem Profil bei unzähligen Social Networks veröffentlichen. Auch das Arbeiten an verschiedenen Projekten gleichzeitig ist möglich, ebenso wie das Verändern bereits veröffentlichter Elemente.

Rechts oben seht ihr ein innerhalb kürzester Zeit erstelltes Widget mit dem RSS-Feed von zweinull.cc (zugegeben, ich war nicht sonderlich kreativ). Angefangen von den einzelnen Textfarben über die Anzahl der angezeigten Beiträge und Einstellungen zum Linkverhalten bis hin zu grafischen Zusatzelementen ist alles frei wählbar. Die Benutzung von Sprout ist kostenlos. Der Dienst befindet sich momentan in der geschlossenen Beta-Phase, allerdings wurde der entscheidende Link zum Editor lediglich versteckt. Hier ist er. Wer Sprout ausprobieren möchte, kann sofort loslegen. Erst wenn es ans Speichern eines Projektes geht, ist eine Registrierung erforderlich. Ich bin gespannt, was ihr von Sprout haltet. Für mich ist es die bisher größte Innovation im noch jungen Jahr 2008.

Im Folgenden eine kurze Videopräsentation von und mit Sprout:

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Kommentare

  • Marvin

    31.01.08 (18:50:32)

    Ui, das ist echt heftig. Damit kann man ja quasi alles anstellen. Was ich am erstaunlichsten finde: Im Gegensatz zu vielen weniger komplexen Online Flash Tools ist Sprout mit seinen irren Möglichkeiten ziemlich schnell. Beeindruckend.

  • silvio jähnke

    31.01.08 (19:51:06)

    Hi Martin, der Link scheint nicht in Funktion zu sein.

  • Marvin

    31.01.08 (19:56:35)

    Der Link funktioniert! Du wirst nach einem Klick auf "Get Started" weitergeleitet.

  • Chris

    31.01.08 (21:17:03)

    Heho. "Dat kann wat" (ist gerade Karneval hier in Köln, sorry) Sieht echt crazy aus, meld mich da glatt mal an und teste mal rum. Erinnert mich ein wenig an ....ehm...wixi.com.

  • Tim

    31.01.08 (22:01:17)

    Danke für die Vorstellung des Tools. Ich persönlich kannte es noch nicht und es ist für mich ein kleines Glanzstück. Ich bin sehr gespannt wie es sich entwickeln wird.

  • Yella

    01.02.08 (11:09:43)

    Ich finde Sprout technisch wirklich spannend gemacht und gut umgesetzt dank Adobe ;-) Für wirklich vernünftige Anwendung finde ich es aber noch zu statisch. Evtl. passiert da noch was, aber die Möglichkeit zur Interaktion und zur Anpassung in der Laufzeit sind mir noch zu gering. Bei kurzem Drüberschauen war das einzige Dingens was Außeninteraktion erlaubt hat die Progressbar, OK ganz nett aber selbst da muss ich die Polling URL fest spezifizieren. Klar, Scripting Support zusätzlich wäre schon ein gewaltiger Kraftakt und für Profile wie MySpace wo ich eine fixe Slideshow erstellen will oder ein Widget meines RSS Feeds anbieten möchte reicht es allemal. Achja, die Frage nach dem Businessmodell (die ja wichtiger wird) - wie macht Sprout das?

  • Martin Weigert

    01.02.08 (12:03:53)

    Ich denke mal, dass mittelfristig Flash-Widgets mit Anzeigen ausgestattet werden (unterhalb z.B.) und eine kostenpflichtige Premium-Version ohne Werbung, Sprout-Leiste und mit Zusatzfeatures angeboten wird. Der Vorteil englischsprachiger Dienste ohne echte internationale Konkurrenz ist, dass sie recht schnell eine kritische Masse erreichen. Wie oft lese ich von mir völlig unbekannten US-Startups, die nach wenigen Monaten hundertausende oder gar Millionen Nutzer/Mitglieder haben. Für einen Dienst wie Sprout sollte es da ein Leichtes sein, weltweit 5.000 oder 10.000 zahlende User zu finden, was vermutlich schon ausreicht, um zusammen mit ein bisschen Werbevermarktung Gewinn zu erwirtschaften.

  • Yella

    01.02.08 (14:22:03)

    Da bin ich echt skeptisch, auch inwiefern Zahlungsbereitschaft besteht. Sehe da bisschen ein Stuck in the middle Problem, denn für professionelle Anwendungen kann es (noch!) zu wenig als dass ich wirklich zu einer Zahlung bereit wäre, für Privat bringt es glaube ich nicht absolut genug Mehrwert (noch!) als dass ich zahlen würde. Aber ich lasse mich natürlichg gerne überraschen. Ein technologisch toller Ansatz ist es!

  • Martin Weigert

    01.02.08 (14:27:46)

    Stimmt, das "Stuck in the middle Problem" sehe ich auch. Eine Premium-Version müsste entsprechend relevante Features für Profi-Anwender bieten.

  • Franz Patzig

    01.02.08 (17:19:18)

    ich habe damit auch ein RSS-Widget für Rivva gebaut. Genauso wenig kreativ wie du also :) Die fehlenden Umlaute sind schon an den Support weitergeben. Die waren sehr nett und ausserdem haben sie gleich vom Start weg ein funktionieredes Ticket System. Ich finde es auch unglaublich gut!

  • Franz Patzig

    01.02.08 (17:23:08)

    PS: Für einen Beta Zugang kann man diesen Link von Read/write Web evtl. noch versuchen. So habe ich meinen Zugang bekommen, soll aber sehr limitiert sein. Einfach mal ausprobieren: http://sproutbuilder.com/readwriteweb/

  • Martin Weigert

    01.02.08 (17:55:55)

    Cool :) Wie im Artikel beschrieben, ist das Ding mit der "Beta" eh nur ein Fake. Der für jeden öffentliche Zugang wurde hinter diesem Link versteckt: http://www.sproutbuilder.com/friendsofsprout/

  • Franz Patzig

    01.02.08 (18:00:32)

    Hab ich überlesen - stimmt natürlich!

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