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17.01.08

SoundCloud: Musik-Plattform für hippe Produzenten und ihre Fans

SoundCloudMittlerweile berichte ich fast im Wochenrhythmus über neue Musikdienste. Das hat zum einen damit zu tun, dass ich selbst ein großer Musikliebhaber bin. Zum anderen ist in diesem Bereich in letzter Zeit sehr viel Innovation zu beobachten. Dies lässt sich mit ruhigem Gewissen auch über SoundCloud sagen. Hinter diesem neuen Dienst stecken ein paar Schweden, die sich in Berlin niedergelassen haben und nun an einem international ausgerichteten Social Music Network werkeln, auf dem urbane Hobby- und Profi-Musiker ihren Fans neue Produktionen und Songentwürfe vorstellen können. SoundCloud zeichnet sich vor allem durch ein fröhliches, farbenfrohes und cooles Design, durchdachte Funktionen sowie eine übersichtliche, nicht überladene Benutzeroberfläche aus und wird die Aufmerksamkeit der anvisierten hippen, städtisch geprägten Produzenten von vorrangig elektronischer Musik sowie ihren Anhang damit vermutlich spielend gewinnen.

 

SoundCloud

 

Wer selbst Freunde oder Bekannte hat, die Musik produzieren und bereits bei SoundCloud registriert sind, kann diese über die Suchefunktion finden und zu seinen Kontakten hinzufügen. Auf dem Dashboard, das als Newsfeed fungiert, wird man über neu hochgeladene Titel oder abgegebene Kommentare seiner Freunde informiert. In der Rubrik "Hot Music" findet sich eine Auswahl von besonders häufig angehörten Stücken. Am wichtigsten für alle Produzenten ist die Upload-Funktion. Eigene Songs (MP3 mit beliebiger Bitrate, WAV 16 Bit bis 24 Bit, AIFF 22,05 Khz bis 192 Khz) können ohne Begrenzungen hochgeladen und anschließend in drei unterschiedlichen Formen veröffentlicht werden: "Public" (für jeden anhör- und auffindbar), "Fans" (nur für eigene Kontakte anhör- und auffindbar) sowie "Private" (explizites Bereitstellen für einzelne Kontakte). Jeder Track kann auf Wunsch auch als Download angeboten werden.

Alle hochgeladenen Songs werden übersichtlich unter "Your Music" aufgelistet. Dort ist auch ersichtlich, wieviele Kommentare einzelne Titel erhalten haben und wie oft diese von anderen als Favorit hinzugefügt worden sind. Hinsichtlich der Kommentare bietet SoundCloud ein sehr nützliches Feature: Der integrierte Musik-Player ermöglicht es, Kommentare an bestimmten Stellen im Zeitverlauf zu platzieren. Hörer werden damit nicht zu einer nachträglichen Beschreibung von speziellen Stellen im Stück gezwungen, die ihnen gefallen oder nicht gefallen, sondern können dies sekundengenau festhalten. Neben diesem direkten Feedback stellt SoundCloud Produzenten Statistiken bereit, die die Reaktionen auf veröffentlichte Tracks zusammenfassen und die Popularität der einzelnen Musikstücke visualisieren.

Dem SoundCloud-Team ist es gelungen, bereits eine beachtliche Zahl an Produzenten auf die Seite zu lotsen. Geld verdienen will das Startup unter anderem mit kostenpflichtigen Premium-Accounts für Profis und Label-Manager, die zusätzliche Funktionen bieten und bald verfügbar sein werden. Für die Zukunft sind außerdem die Möglichkeit zur Veröffentlichung von Titeln auf externen Seiten, ein Desktop-Uploader und die Bereitstellung einer API geplant. SoundCloud befindet sich derzeit in der geschlossenen Beta-Phase (Firefox empfohlen). Ich weiß nicht, wieviele Produzenten elektronischer Beats unter den Lesern von zweinull.cc sind, aber für alle, die sich in die Rolle des Fans begeben oder einfach reinschnuppern wollen, hat zweinull.cc zehn Einladungen für SoundCloud. Wer interessiert ist, hinterlässt einen entsprechenden Kommentar.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

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