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12.01.08

Songbeat bringt SeeqPods Musiksuchmaschine auf den Desktop

SongbeatSeeqPod kennen sicher die meisten von euch. Der beliebte Dienst durchsucht das Netz nach Musikdateien und bietet eine funktionelle Flash-Oberfläche, um die gefunden Titel anzuhören und mit anderen zu teilen (siehe Review). Wie für eine Applikation im Web-2.0-Zeitalter üblich, stellt SeeqPod eine Schnittstelle bereit, mit der externe Anwendungen auf die Funktionen des Dienstes zugreifen können. Songbeat ist ein neues Tool, das genau dies macht und SeeqPods Suchmaschine als schlanken Musik-Player auf den Windows-Desktop bringt (eine Mac-Version ist angekündigt). Damit schwimmt Songbeat zwar gegen den Strom – immerhin gewinnt mit dem Web 2.0 browserbasierte Online-Software verstärkt an Bedeutung – beim massenkompatiblen Thema Musik ist das aber keine schlechte Strategie. Für viele Anwender liegt der Schritt, zum Musikhören statt Winamp oder iTunes ein anderes lokales Programm zu starten, näher, als dafür den Browser zu öffnen und eine Website zu besuchen.

 

Songbeat Player

Der Songbeat Player: schlanke Desktop-Applikation

Der Songbeat Player ähnelt vom Aufbau anderen Online-Desktop-Tools wie Instant Messengern oder Skype. Statt aber mit seinen Freunden in Kontakt treten zu können, wird die Software dazu genutzt, um Musik im Netz zu suchen. Im zentralen Suchfeld gibt man den Interpret und/oder Titel an und klickt auf "search". Anschließend werden einem die verfügbaren Songs angezeigt, die entweder direkt gestreamt oder heruntergeladen werden können.

Hier geht Songbeat einen Schritt weiter als SeeqPod, welches lediglich das Anhören der gefundenen Titel ermöglicht. Dass Songbeat sich damit in eine sehr dunkle Grauzone begibt, muss kaum erwähnt werden. Andererseits macht der Dienst nichts weiter, als über SeeqPods Schnittstelle nach Musik zu suchen, die irgendein Nutzer irgendwo und irgendwann ins Netz gestellt hat. Die Suche wird also technisch nicht von Songbeat durchgeführt, sondern von SeeqPod. Das wiederum indexiert lediglich im Web von Dritten hochgeladene Songs.

Damit Songbeat-User nicht vergessen, in welchem Rahmen die Nutzung des Tools legal ist, werden sie bei jedem Start entsprechend instruiert: Ein Songbeat -Nutzer ist selbst dafür verantwortlich, nur solche Titel anzuhören oder herunterzuladen, die legal, also vom Urheber für Streaming bzw. Download freigegeben wurden.

Den Songbeat Player gibt es in zwei Ausführungen: In der kostenlosen, werbefinanzierten Basis-Version können unbegrenzt viele Songs gestreamt werden. Die Anzahl der Downloads ist auf 50 begrenzt. Songbeat Pro kostet zehn Euro im Jahr, ist werbefrei und ermöglicht unbegrenzt viele Downloads. Natürlich wäre zweinull.cc nicht zweinull.cc, wenn wir nicht ein paar Goodies für euch hätten: Die ersten 20, die neugierig geworden sind und einen Kommentar hinterlassen, erhalten einen Aktivierungs-Code für die Pro-Version.

 

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

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