<< Themensammlung Netzwertig

Unter netzwertig veröffentlichen wir in unserem Blog Einschätzungen zu aktuellen digitalen Geschäftsmodellen und IT-Trends, Meldungen, Analysen, Reviews und Specials.

14.04.08Leser-Kommentare

Sind Micropayments der Segen für das Web 2.0?

micropaymentsMein Beitrag zum Problem mit der Gratiskultur im Web hat eine interessante Diskussion nach sich gezogen. Eine Schlussfolgerung, bei der sich die Kommentatoren weitgehend einig waren: Die Existenz einer tauglichen und wirtschaftlich tragfähigen Micropayment-Lösung könnte dem Internetgeschäft dabei helfen, sich von der Festklammerung an der mit Risiken behafteten Werbefinanzierung zu verabschieden. Diesen Aspekt möchte ich noch ein wenig näher beleuchten. Als Micropayment bezeichnet man die Bezahlung von Kleinstbeträgen. Bis heute besteht das Problem, dass sich für Onlineanbieter die einzelne Abrechnung einer Summe im Centbereich wirtschaftlich nicht lohnt. Egal ob man Nutzer über die Kreditkarte, Handyrechnung oder über alternative Zahlungsanbieter wie PayPal bezahlen lässt: In der Regel übersteigen die vom jeweiligen Dienstleister geforderten Gebühren für die Transaktion die vom User zu zahlende Summe.

 

Das ist schade, denn die Einsatzgebiete des Micropayments für Internetanbieter sind vielseitig. Für qualitativ hochwertige Angebote, die dem User einen Mehrwert liefern, wären folgende Anwendungen vorstellbar:

- Ein Blogbetreiber bietet einen kostenlosen RSS-Feed mit Artikelanriss und für monatlich 30 Cent einen, der die kompletten Beiträge enthält.

- Ein Social Network lässt seine Mitglieder (personalisierte) Werbung für 50 Cent pro Monat deaktivieren.

- Ein Musiker bietet sein neues Album für 20 Cent pro Song zum Download an.

- Ein Videoportal ermöglicht den Upload von besonders langen Videos für jeweils 5 Cent.

- Auf der Website eines TV-Senders können Nutzer Programme streamen: mit Werbung kostenlos, ohne Werbung für jeweils 5 Cent.

 

Comic von 2001: Micropayments

und die Auswirkungen

auf Musiker und Künstler. Sieben Jahre alt aber

aktueller denn je.

Unabhängig davon, ob diese Beispiele und Beträge realistisch anmuten oder nicht, bietet der Einsatz einer Micropayment-Lösung für Startups und etablierte Webdienste die Möglichkeit, weiterhin ihre Angebote gratis zu vertreiben und zusätzliche Premium-Funktionen zu integrieren, die Anwender bei Bedarf "on Demand" und ohne weitere Verpflichtungen in Anspruch nehmen können. Der Wikipedia-Artikel zum Micropayment gibt diesbezüglich zu bedenken, dass sich aus Konsumentensicht der geistige Aufwand des Abwägens, ob sich die jeweilige Investition wirklich lohnt, in Anbetracht des niedrigpreisigen Gutes als zu kostspielig herausstellen kann. Umso wichtiger ist es, dem Nutzer die Entscheidung durch eine überzeugende Anpreisung der Leistung, das Anbieten eines wirklichen Zusatznutzens und durch einen kinderleichten, schnellen Zahlungsprozess einfach zu machen.

Welche Kriterien müsste eine Micropayment-Lösung erfüllen, um sowohl aus Anwender- als auch aus Unternehmersicht attraktiv und potenziell erfolgreich zu sein?

Aus Unternehmersicht:

- Keine Einrichtungspauschale und keine fixen Gebühren

- Kostenlos bis zu einem bestimmten monatlichen Umsatz, darüber geringe prozentuale Gebühren

- Schnelle und unkomplizierte Auszahlung

Aus Nutzersicht:

- Einfach, einfach, einfach! Maximal zwei Klicks (1. Kaufen 2. Bestätigen)

- Sicher: Minimierung des Betrugsrisikos

- Datenschutz: höchstmögliche Anonymität und Schutz der Userdaten

Es ist reine Ironie, dass ein Dienst, der werbefinanzierten Webservices eine Alternative zum Kostenlosfokus eröffnen soll, selbst gratis sein und auf eine Vermarktung seiner Plattform setzen müsste. Eine weitere Hürde, die es zu bewältigen gilt, ist die für User wichtige Kombination von Einfachheit, Sicherheit und Datenschutz. Dies zu Realisieren, erfordert viel Kreativität und Know-how über das komplexe, globale und doch von nationalen Gesetzen und Reglementierungen geprägte Banken- und Zahlungssystem.

Die primäre Frage ist also, ob ein solcher alle Ansprüche erfüllender Micropaymentservice überhaupt technisch und organisatorisch durchführbar ist. Die zweite Frage: Wie locker säßen bei euch die Cents, wäre die kostenpflichtige Inanspruchnahme von oben beschriebenen Zusatzleistungen tatsächlich einfach, schnell und sicher durchführbar?

Foto von Charlie Brewer via Flickr

Update: Passend zum Thema: Allen Stern stellt bei CenterNetworks die berechtigte Frage, welche Ansprüche User an einen kostenlosen Dienst im Alpha- oder Beta-Stadium eigentlich stellen können.

 

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Kommentare

  • Mark

    14.04.08 (11:15:33)

    ... ich selbst glaube, dass der Ansatz des Micropyments grundsätzlich nicht sinnvoll ist. Warum sollten ausgerechnet im Web andere Regeln der Kaufpsychologie gelten? Aus einer Nichtbezahlphilosophie eine Niedrigstpreisphilosophie zu machen, ändert nichts an den grundsätzlichen Problemen bzw. Zusammenhängen zwischen der Bereitschaft des Nutzers, für eine entsprechende Leistung ordentliches Geld zu zahlen. Die essentielle Frage lautet nicht danach zu fragen, wie man Kleinstbeträge stückweise einfahren kann, sondern wie man für das Web Informations- und Dienstleistungsformate entwickelt, die dem Nutzer wirkliche Vorteile bieten die er erstens von nutzlosen Inhalten klar und deutlich differenzieren kann und für die er zweitens bereit ist, entsprechende Engelte zu zahlen. Es gibt den netten Spruch: Was nichts kostet ist auch nichts ... wenn man von qualitativ hochwertigen Inhalten spricht, muss das auch durch den Preis dokumentiert werden. Niemand zahlt für Social Networks, da diese einfach keine wirklichen Alleinstellungsmerkmale aufweisen. Weiterhin ist auch schwierig, als Nutzer irgendwann für zwanzig verschiedene Blogs jeweils Kleinstbeträge zu zahlen und man am Ende nicht mehr weis, für wen oder was man hier das Geld ausgibt. Um nicht nur nach Kritikpunkten zu suchen wäre ein Alternativansatz die Zusammenfassung von Leistungen und Informationen in Abbonements. Für Blogs könnte das in etwas so aussehen, dass man sich seinen Informationsbedarf individuell zusammen stellt, Themen oder gar bestimmte Blogs auswählt, und dafür dann monatliche Beträge zahlt. Das hat verschiedene Vorteile: Zum einen würde solch ein Gesamtpreis höher ausfallen als die jeweiligen Einzelbeträge, was die oben geschilderte Problematik relativieren würde, zum anderen wäre das für den Nutzer übersichtlicher, er hätte seine Ausgaben besser unter Kontrolle. Weiterhin wäre die Transaktionproblematik damit auch aus der Welt, die Ausschüttung der Beträge könnte ebenfalls gut abgewickelt werden ... beste Grüße, Mark

  • metrohead

    14.04.08 (11:39:42)

    Sicher ist es wichtig, verkaufbare Leistungen und Informationen anzubieten. Für mich ist es aber eine wesentlich größere Hürde, ein Abo einzugehen. Das löst auch die von Mark angesprochenen Probleme nicht, sondern verschärft Sie noch, denn ein Abo ist ja immer auch eine Vorauszahlung für etwas, das ich noch gar nicht erhalten habe. Ich möchte lieber für etwas Konkretes eine konkrete Summe ohne weitere Verpflichtungen zahlen. Ich glaube, der Erfolg von iTunes ist hier ein gutes Beispiel. Schön wäre es ja, wenn ich über einen Online-Dienst meiner Hausbank solche Kleinstbeträge bezahlen könnte. Dazu wären aber entsprechend standardisierte Schnittstellen nötig.

  • Martin Weigert

    14.04.08 (12:47:19)

    Mark, interessanter Ansatz, deine Idee bezüglich der Bündelung von bestimmten Angeboten. Dennoch glaube ich, dass viele so denken wie metrohead - sich also ungern mit Abonnements binden. Am Ende bräuchte man eigentlich ein System, dass sowohl die flexible Einzelzahlung von Micropayments als auch das gebündelte Abonnieren ermöglicht, und zwar extrem einfach, sicher und dennoch möglichst anonym. metrohead, dein Vorschlag existierender Schnittstellen, über die man sich direkt an seine Hausbank anschließt, finde ich Gut. Unklar ist mir jedoch, wie groß der Aufwand der Einführung eines solchen Systems wäre. Ich befürchte, extrem. Aber irgendwo muss man anfangen.

  • ikonos

    14.04.08 (14:12:04)

    "sicher und dennoch möglichst anonym." Anonym...also in Deutschland wird das schonmal sehr schwer werden.... Ich sage nur Geldwäsche usw.

  • Martin Weigert

    14.04.08 (14:22:28)

    Ja komplett anonym ist sicher nicht durchführbar. Aber so anonym wie möglich. Eine Liste der getätigten Transaktionen sollte für niemanden anders als den User zugänglich sein.

  • wortwart

    14.04.08 (16:42:43)

    @Mark: Du solltest mal den Leuten von Xing erzählen, dass sie in Wirklichkeit keine zahlenden Kunden haben :-) Mir ist es selbst ein Rätsel, warum es keinen brauchbaren Micropaymentdienst gibt, weil es dafür seit Jahren (und zwar lange vor Web 2.0) Bedarf gibt. Dazu bräuchte es aber eine große Anbieter-Allianz. Bezahlen per Handy ist tot, Firstgate zu teuer für kleine Anbieter, PayPal macht sich immer unbeliebter (ist halt eBay). Ich hatte ja mal auf Amazon gehofft, aber die kommen genauso wenig in die Pötte wie Google oder Geldkarte.

  • Mark

    14.04.08 (22:02:15)

    at metrohead: ... stimmt schon, dass dann auch gewisse Unsicherheiten mit dabei sind, sofern man aber die Zusammenstellung des Abos selbst vornimmt und das ganze zeitlich befristet ist (von mir aus im 4-Wochen-Takt), dann relativiert sich das ein wenig. Blogger die ihre redaktionellen Leistungen in einem solchen Service anbieten, sind dabei aber auch eher dazu gezwungen, kontinuierlich brauchbare Inhalte zu liefern, weil sie ansonsten im nächsten Monat nicht mehr abonniert werden und damit auch nicht mehr partizipieren ... at wortwart: es gibt ja schon erste Töne im Web von Usern, die sich wieder von der Bezahlmitgliedschaft zurückstufen ... Xing als Business-Network hat allerdings auch eine Zielgruppe, bei der es mit der Bezahlerei nicht so problematisch ist wie in Studinetzwerken alla VZ ... insofern hast Du recht ... ich kan trotzdem nur wieder betonen, das Nutzwert (egal ob Unterhaltung oder fachliche Inhalte) immer noch das wesentliche Argument für den Nutzer ist, was darüber entscheidet, ob er zahlt oder nicht ... ich zahle zum Beispiel des öfteren auch mal bis zu zwei Euro für einen Artikel einer Fachzeitschrift, sofern dieser in einer bestimmten Situation wirklich hilfreich ist (Beispiel Keyboards Musikzeitschrift mit Kaufberatungen zu teuerer Technik, dass ist gut investiertes Geld) ... Wenn Martin hier beispielsweise brauchbare Studien zum Thema Networking anbietet, die es Unternehmen erlauben einen übersichtlichen Einblick in die Materie zu bekommen, hat er eine perfekte Zielgruppe die zu dem über ausreichende finanzielle Mittel verfügt, auch mal zweistellige Beträge für eine Studie auszugeben (ich drücke die Daumen ;-) ...

  • Oliver Springer

    14.04.08 (22:17:59)

    Zu den Kriterien: aus Unternehmersicht: Einrichtungspauschale: Soweit diese im Rahmen der Aufwandskompensation bleibt, sollte eine Einrichtungspauschale nicht das Problem sein. Keine fixen Kosten: ja, denke ich auch, wäre abschreckend. Eine faire prozentuale wäre besser. schnelle und unkomplizierte Auszahlung: Zuverlässigkeit und Vertrauen würde ich höher bewerten. Ob man 2 Wochen drauf warten muss oder schon nur 2 Tage, sollte keinen großen Unterschied machen. aus Nutzersicht: Einfachheit ist entscheidend, das sehe ich auch so. Mehr als ein Fenster ähnlich einer Systemfrage unter Windows sollte da nicht kommen vom Aufwand her. Sicherheit: Entscheidend ist, wer das Risiko trägt. Es dem Nutzer aufzubürden, wäre die falsche Lösung. Verlusthöchstgrenze von z. B. 10 € wäre gut. Datenschutz: Hier sehe ich einen Konflikt mit dem Punkt Sicherheit. @wortwart: Bezahlen via Handy soll tot sein? Ich denke, Bezahlen via Handy ist die beste Lösung, denn das Handy kann man sowohl unterwegs, an allen fremdem PCs sowie am heimischen Desktop-PC dabei haben. Eine anonyme und sichere Lösung kann ich mir so vorstellen: Über das Handy wird die Kommunikation für die Abrechnung abgewickelt, die Identifikation erfolgt jedoch über eine anonyme erworbene Prepaidkarte, die vom Handy gelesen werden kann. Aus Sicherheitserwägungen wäre eine "Einsteck- oder Durchzieh-Lösung" einer Funklösung vorzuziehen. Vielleicht lässt sich das mittels einer normalen Speicherkarte realisieren (Hardware- oder Software-Schlüssel?). Ein zusätzlicher Steckplatz für Speicherkarten dürfte kostengünstig realisierbar sein. Noch ein Plus für das Handy: Wenn ich es von Ort A zu Ort B mitnehme, habe ich weiterhin die Kontrolle. Es ist nicht nur da, wo ich bin, sondern eben auch nicht dort, wo ich nicht bin (und damit keine Kontrolle habe). Zum Thema Abos: Für ein Abo braucht man aus meiner Sicht nicht so dringend eine neue Lösung, ein Abo ist ja längerfristig gedacht. Micropayment benötigt man gerade, wenn man evtl. nur einmalig 20 Cent bezahlen möchte. Abos ließen sich doch über Premium-SMS (bei vernünftigem Sharing) realisieren. Richtig spannend wird Micropayment, wenn ich für 1 Cent 20 Seitenaufrufe bezahlen / abrechnen kann. Denkbar wäre aber auch, nach dem Lesen von Artikeln etc. auf die beschriebene unkomplizierte Weise einen selbst festgelegten Betrag bezahlen zu können. Sonst werden Menschen, ich denke da weniger an Arme hierzulande als an Menschen aus Diktaturen, von diesen Informationen ausgesperrt. Für Blogger mit ihren Fans wäre so ein 2-Klick-Spenden-System möglicherweise sogar die bessere Wahl, was meint Ihr?

  • ikonos

    14.04.08 (22:40:28)

    Die Frage die sich mir stellt ist auch, wie laden Nutzer einfach ihr Konto auf? Kreditkarte ist für den Anbieter zu teuer, Überweisung könnte dem Nutzer zu schwierig sein, bzw. dauert zu lange. Jemand ideen?

  • Thomas Ropel

    15.04.08 (00:42:08)

    Ich machs kurz: Fänd ich super, wenn das eingeführt wird und würde ich auch ausgiebig nutzen... Und ich glaube, es würden auch zahlreiche andere nutzen, weil bei solchen Beträgen einfach die Hemmschwelle unglaublich gering ist. Daher sollte sich ein Start-Up nun mal ran machen, es wird Zeit ;-)

  • Martin Weigert

    15.04.08 (12:57:30)

    Thomas, deinen letzten Satz unterstreiche ich. Ich glaube auch, dass so ein Startup auf Anbieterseite schnell viele Fans und Kunden gewinnen und wirtschaftlich sehr erfolgreich sein kann. Oliver, das Problem ist, dass man bei Handyzahlung sein Handy immer neben sich haben muss, also ein zweites "Gerät" benötigt. Das wäre mir auf Dauer schon zu kompliziert. Ich konnte mir stattdessen eine kleine Applikation meiner Bank vorstellen, die im Hintergrund auf meinem Rechner läuft, und mit der standardisierte Schnittstellen kommunizieren können. Lande ich auf einer Website und klicke auf den "Jetzt kaufen"-Button, wird eine Verbindung zwischen der App und meiner Bank hergestellt und der Beitrag für den Seitenbetreiber "reserviert". Um zu so einem System zu kommen, müssen aber vermutlich noch einige Hürden genommen werden.

  • Klaus

    15.04.08 (15:13:00)

    Eine Art Prepaid-Wallet, die von allen Anbietern ohne Setup und Transaktionskosten eingebunden werden kann, fände ich vielleicht einen Ansatz. Ohne Setup und Transaktion ist es für viele ein Anreiz, das Teil einzubinden. Mit Auszahluntergrenze für die einbindenenden Anbieter und ausschliesslich direktem (autarkem) Prepaid mit Mindestbetrag minimiert hat man Flow und die Kosten für den ZS-Anbieter. Der Zahlungssystemanbieter begrenzt sich ausschliesslich erst einmal darum, mit dem Durchlaufvermnögen am Geldmarkt zu arbeiten. Meinetwegen auch embedded ads in der 2Click-Walletbox des Anbieters oder zutreffende Angebote im login/Backend des Zahlungssystemanbieters. Damit könnte man auch Cent-Kleinvieh machbar werden lassen. Das 2Click-Spendenidee von Oliver finde ich auch sehr interessant. Nur einen Gedankenpups. Kleinvieh macht auch Mist.

  • Klaus

    15.04.08 (15:35:00)

    Ein Prepaid-Wallet fände ich auch für eine Abofunktion interessant. Wenn Wallet leer, Abo Ende bis automatische oder manuelle Reaktivierung. Faire Sache mit Umsatzbindung.

  • Martin Weigert

    15.04.08 (16:30:28)

    Ich wurde gerade auf paysafecard hingewiesen. Hat jemand damit Erfahrungen gemacht?

  • Sergej Müller

    15.04.08 (20:24:44)

    Als ich nach Zahlungsmethoden für mein wpSEO-Plugin gesucht habe, blieb mir auch nichts anderes übrig als wiedermal PayPal zu nehmen und zu integrieren. Eine Alternative fehlt und nicht jeder Kunde ist bereit erst auf die Rechnung zu warten und dann diese in Form einer Banküberweisung zu begleichen. Es muss was Einfaches her, eben wie von dir, Martin, angesprochen.

  • Oliver Springer

    18.04.08 (00:55:00)

    @Martin: -->Handy als zweites Gerät Aus der Perspektive des heimischen PCs ist das ein Nachteil, doch die Internetnutzung läuft doch inzwischen nicht mehr nur über einen einzigen PC. Zudem wird das mobile Internet in wenigen Jahren stark an Bedeutung gewinnen. Bei der Arbeit, bei Freunden, im Internetcafé, unterwegs dem Smartphone und wer weiß wo sonst noch überall nicht bezahlen zu können, weil der Bezahl-PC zuhause neben dem Schreibtisch steht, halte ich für ein unnötiges Hindernis. Nicht zuletzt: Wenn Du zuhause bist, ist Dein Handy dann noch unterwegs? Das Handy der nahen Zukunft dürfte sich eh automatisch mit dem heimischen W-LAN / Heimnetzwerk verbinden. Einmal entsprechend gekoppelt könnte es ausreichen, dass sich das Handy in der irgendwo in der Wohnung befindet. Unterwegs könnte (Profile?) es jedoch erforderlich sein, dass am Handy direkt bestätigt werden müsste, bevor ein Betrag bezahlt wird, um die Sicherheit zu erhöhen.

  • Martin Weigert

    18.04.08 (14:04:25)

    Was ich meinte war, dass es lästig ist, wenn man am Rechner sitzt und extra das Handy zum Zahlen verwenden muss. ;)

  • Jakob

    19.04.08 (20:29:10)

    Keine neue Erkenntnis und genutzt wird es doch schon. yooliety.de und abgefuckt.de fallen mir als Web 2.0 - Anwendungen ein. Nur weil es die "Großen" nicht machen, heisst es ja nicht, dass es das nicht gibt und keinen Erfolg hat. teleword.de ist ein Anbieter, der genau den Kriterien "Aus Unternehmersicht: - Keine Einrichtungspauschale und keine fixen Gebühren - Kostenlos bis zu einem bestimmten monatlichen Umsatz, darüber geringe prozentuale Gebühren - Schnelle und unkomplizierte Auszahlung Aus Nutzersicht: - Einfach, einfach, einfach! Maximal zwei Klicks (1. Kaufen 2. Bestätigen) - Sicher: Minimierung des Betrugsrisikos - Datenschutz: höchstmögliche Anonymität und Schutz der Userdaten" entspricht.

  • Martin Weigert

    20.04.08 (12:07:59)

    Selbst wenn es so wäre - da sich dieser Anbieter offensichtlich nicht durchsetzen kann, ist das Problem noch nicht gelöst. Die Seite macht auf mich einen hochunseriöen Eindruck. Selbst wenn teleword ein Killer-Micropaymentsystem entwickelt hat, so ist eine gute Verpackung und ein ordentliches Marekting mindestens genauso wichtig, um damit Erfolg zu haben.

  • Jakob

    20.04.08 (16:52:03)

    "Selbst wenn teleword ein Killer-Micropaymentsystem entwickelt hat, so ist eine gute Verpackung und ein ordentliches Marekting mindestens genauso wichtig, um damit Erfolg zu haben." Wollen sie vielleicht ja gar nicht.

  • Sebastian

    21.04.08 (22:55:46)

    Für mich ist es ein gewaltiger Unterschied, ob etwas "umsonst" bekommen, oder dafür zahlen muss. Primär geht es dabei nicht um den Preis, sondern um das bezahlen oder nicht. Entweder zahle ich "wirklich" für einen Service, oder ich lasse es. Gerade im Internet, wo sich Kosten pro Nutzer, Pageview oder was auch immer, nicht mehr berechnen lassen, wir sich soetwas nicht mehr umsetzen lassen. >> Richtig spannend wird Micropayment, wenn ich für 1 Cent 20 Seitenaufrufe bezahlen / abrechnen kann. Was soll daran spannend sein – Google bezahlt Dir das für Werbung, aber kein User… Irgendwie läuft die ganze Diskussion in dieser "ich-will-endlich-mit-dem-Bloggen-Geld-verdienen-Schiene". Wie Mark oben schon erwähnt hat, es geht nicht um ein Bezahlmodell, sondern um ein Format für Inhalte, für das ich bereit bin zu zahlen.

  • Martin Weigert

    22.04.08 (08:56:39)

    Nee ums ich-will-endlich-mit-dem-Bloggen-Geld-verdienen geht's hier eigentlich nicht. Ansonsten stimme ich dir zu.

  • Marcus Polster

    13.03.09 (15:12:15)

    Hallo, hierzu möchte ich auf den Blog http://micro-payment.blogspot.com verweisen. Micropaymentlösungen werden bereits einfach, schnell und sicher realisiert. Ich freue mich auf euer Feedback. Viele Grüße, Marcus Polster

  • H. Stein

    18.01.10 (17:50:46)

    Guten Tag, ich möchte Ihnen als Ergänzung zu dem Beitrag gerne miniPay vorstellen. miniPay ist ein kleines aber feines Bezahlsystem mit dem sich digitale Inhalte und Online-Dienste für geringe Beträge schnell und sicher bezahlen lassen. Der Vorteil: Für miniPay müssen sich Käufer nicht registrieren und sie erhalten bei minimaler Datenpreisgabe sofort den gekauften Artikel. Die Zahlung erfolgt per Lastschrift. Anbieter können miniPay in Minuten und ohne jegliche Grundgebühren einbinden. miniPay übernimmt nicht nur die sichere Auslieferung der verkauften Inhalte („Downloadschutz“), sondern auch die Rechnungsstellung und das Forderungsmanagement (Rücklastgebühren werden dem Verkäufer übrigens NICHT in Rechnung gestellt). Die Transaktionskosten sind deutlich günstiger als beim Wettbewerb, was gerade bei kleinen Beträgen eine wichtige Rolle spielt. Weitere Informationen finden Sie unter www.miniPay.info. Viele Grüße M. Stein P.S. Hier ein kurzer Abgleich von miniPay mit der "Anforderungsliste" des Beitrags von Herrn Weigert: Aus Unternehmersicht: - Keine Einrichtungspauschale und keine fixen Gebühren => Ja! - Kostenlos bis zu einem bestimmten monatlichen Umsatz, darüber geringe prozentuale Gebühren => Ja! - Schnelle und unkomplizierte Auszahlung => Monatlich Aus Nutzersicht: - Einfach, einfach, einfach! Maximal zwei Klicks (1. Kaufen 2. Bestätigen) => Naja, bei miniPay sind es 3 Klicks - Sicher: Minimierung des Betrugsrisikos => TAN-Verfahren, Lastschrift erlaubt immer die Rückbelastung durch den Kunden - Datenschutz: höchstmögliche Anonymität und Schutz der Userdaten => Keine Registrierung nötig, alle Daten werden nach Speicherfrist gelöscht

Diesen Beitrag kommentieren:

Die Kommentare können nur zwischen 9 und 16 Uhr
freigeschaltet werden. Wir bitten um Verständnis.

Um Spam zu vermeiden, schreiben Sie bitte die Buchstaben aus diesem Bild in das nebenstehende Formularfeld:

Das könnte Sie auch interessieren

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer