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20.03.08

Mit Dropbox Dateien im Web ablegen, synchronisieren und teilen

DropboxDas Hosting von Dateien ist ein trockenes Thema. Zwar kommt fast jeder Internetnutzer früher oder später in eine Situation, in der er Dateien von verschiedenen Computern aus erreichen will oder anderen Personen zugänglich machen möchte, aber letztlich ist der Prozess nur Mittel zum Zweck und wenig aufregend. Zudem funktioniert der von der Schar der Anbieter versprochene, komfortable Transfer kleiner und großer Dateien meist nicht so reibungslos, wie man sich das erhofft. Irgendein Haken findet sich immer, seien es störende Begrenzungen von Speicherplatz, Dateigröße oder Datentransfer, langsame Up- bzw. Downloads oder belästigende Werbung bzw. eine unübersichtliche Oberfläche. Nicht selten zieht man am Ende doch den wenig effizienten Transfer per E-Mail, Instant Messenger oder USB-Stick vor – zumindest dann, wenn Personen ohne fortgeschrittene Weberfahrung und mit begrenzter Geduld involviert sind. Dropbox ist ein neuer Service im geschlossenen Beta-Stadium, der eine lang ersehnte Einfachkeit und problemlose Funktionalität verspricht. Mein Eindruck nach einigen Tagen des Ausprobierens: Noch nicht perfekt, aber nah dran! Bei Dropbox erhalten Beta-Tester fünf Gigabyte Speicherplatz für Sharing und Backup ihren Daten. Das Besondere: Dropbox wird direkt als Ordner in das Betriebssystem (Windows sowie Mac) integriert. Die Funktionsweise erinnert an Speicher-Lösungen à la WebDAV, die von diversen Webspace- und E-Mail-Providern angeboten werden, geht aber in punkto Einsetzbarkeit und Komfort weit darüber hinaus. Mitglieder von Dropbox installieren eine kleine Software, die den Dropbox-Ordner anlegt, und linken diesen zu ihrem Dropbox-Konto. Jeder Rechner, auf dem dies getan wird, ist anschließend mit dem Dropbox-Webspace verbunden.

 

Der Zugang zum Dropbox-Webspace findet direkt

über den Desktop statt.

Im Dropbox-Order kann man beliebige Unterverzeichnisse erstellen. Per Drag & Drop oder Copy & Paste können Daten bei Dropbox abgelegt werden. Diese sind dann von allen Rechnern aus zugänglich, die mit dem Dropbox-Konto verlinkt wurden, und werden automatisch synchronsiert. Wer möchte, kann auch per Webinterface hoch- und runterladen. Einzelne Ordner und Dateien können unter Angabe der E-Mail-Adresse mit anderen Usern geteilt werden. Dazu müssen sich diese allerdings registrieren. Alternativ haben Dropbox-Nutzer die Möglichkeiten, Daten im Verzeichnis "Public" abzulegen. Dort enthaltene Files haben jeweils eine eigene Adresse und können von jedermann ohne vorherige Registrierung heruntergeladen werden. Ein weiteres, erwähnenswertes Feature ist der Foto-Ordner. Bilder, die dort gespeichert werden, sind über eine exklusive URL öffentlich erreichbar und werden in Form einer Galerie dargestellt.

Dropbox präsentiert ein äußerst praktisches und durchdachtes Konzept, das sich sowohl als kurzfristige Backup-Lösung als auch zum bequemen Teilen von Dokumenten, Fotos, Videos, Musikstücken und anderen Dateien eignet. Mit dem Speichern zu großer Dateien sollte man jedoch vorsichtig sein: Aufgrund der ständigen Synchronisation mit allen an ein Konto angeschlossenen Computern kann ein signifikantes Datenvolumen anfallen, was auf Dauer weder Dropbox noch User mit langsamer Internetanbindung oder fehlender Flatrate glücklich macht. Nach dem Ende der Beta-Phase wird das Dropbox-Team Accounts mit einem Gigabyte Webspace kostenlos anbieten, für mehr Speicher und Premiumfunktionen muss gezahlt werden. Beta-Tester behalten aber ihre kostenlosen Fünf-Gigabyte-Konten.

Auf Anfrage wurde mir von Seiten Dropbox mitgeteilt, dass man momentan aus Kapzitätsgründen keine weiteren Einladungen zur Verfügung stellt. Mit Hilfe des Teilens eines Dropbox-Ordners lässt sich dieses "Problem" aber offensichtlich aus der Welt schaffen. Wer Dropbox ausprobieren möchte, kann einen Kommentar und seine E-Mail-Adresse hinterlassen. Ich werde dann einen leeren Ordner mit euch teilen. Ihr solltet anschließend eine Einladung zu Dropbox erhalten (ohne Garantie, dass dies unbegrenzt funktioniert).

Siehe auch

Zwölf Dienste, die Internetnutzer produktiver und effizienter machen

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

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