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16.11.07Leser-Kommentare

Die unmögliche Einstellung eines Internetunternehmers

GeldIn der aktuellen Ausgabe von "Zehn Fragen" bei deutsche-startups.de stellt sich heute Frank Lemser, Geschäftsführer des Deutschland-Reiseführers German Places, dem Fragenkatalog von Alexander Hüsing. Was Frank Lemser auf die Frage, worauf er im Internet verzichten könne, antwortet, verschlug mir kurzzeitig die Sprache: "Flicker-Flacker Werbung auf Webseiten, Viren, Spyware und Spam. Aber zum Glück gibt es ja Technologien und Software mit denen man sich diese Dinge vom Halse halten kann." Klar, Viren & Co mag niemand, aber sich als Webunternehmer so negativ über Werbung zu äußern – das Lebenselixier für viele Startups und Internetangebote – und im selben Atemzug das Blockieren von Anzeigen zu propagieren, lässt mich doch stark an der Vernunft dieses Herrn zweifeln. Es ist eine Sache, wenn Internetnutzer als "Privatpersonen" Banner und andere Werbeformate im Netz blockieren. Jeder muss selbst entscheiden, inwieweit es für ihn/sie vertretbar ist, kostenlose Services zu verwenden und dem jeweiligen Unternehmen die Möglichkeit zu nehmen, diese zu refinanzieren. Auch kann man nicht von jedem 0815-User erwarten, dass er/sie die Geschäftsmodelle und Wertschöpfungskette im Internet versteht. Anders ist das aber bei Internetunternehmern, die genau wissen, welche Finanzierungsmöglichkeiten Webdienste haben. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob man selbst auf eine Vermarktung seiner Seite setzt oder ein anderes Modell zur Monetarisierung entwickelt hat. Wer sich als Betreiber eines Startups oder etablierten Onlineservices öffentlich zu Wort meldet, hat eine Vorbildfunktion und sollte, wenn er schon nicht mit gutem Beispiel vorangeht, sich zumindest eine Hetze gegen diesen essentiellen Teil des Internetgeschäfts sparen.

Frank Lemser macht dies nicht und zeigt damit, wie sehr ihm seine Kollegen in der Webbranche egal sind, die versuchen, Millionen zahlungsunwilligen Internetusern qualitative Angebote zu bieten und dafür völlig zurecht von den Nutzern erwarten, dass diese Werbung in Maßen akzeptieren. Nicht für jede Seite bietet es sich an, statt auf "Flicker-Flacker Werbung" auf Product Placement oder ähnliche intransparente Marketing-Formen zu setzen, wie es Lemser in den Kommentaren bei deutsche-startups.de vorschlägt. Davon abgesehen darf man sich fragen, wie groß die Chance ist, dass Frank Lemser keinen kostenlosen E-Mail-Dienst nutzt, bei keinem Social Network Mitglied ist, keine Onlineausgaben von Zeitungen und Magazinen liest, niemals Videoportale besucht etc. Wer sich so entschieden gegen Werbung im Internet ausspricht, von dem darf erwartet werden, dass er konsequent Gratisdienste meidet und bereit ist, für in Anspruch genommene Leistungen zu zahlen.

Fotoquelle

Siehe auch

Das Web 2.0 und die Rückkehr der Kostenloskultur

 

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Kommentare

  • Sebastian Maurer

    16.11.07 (12:53:12)

    Schöner Beitrag. Genau das habe ich auch beim Lesen des Interviews gedacht.

  • marcel weiß

    16.11.07 (12:54:52)

    Sich gegen Bewegtwerbung aussprechen ist schon okay, finde ich. Auch für einen Webunternehmer. Solang es so etwas auf der eigenen Seite nicht gibt. Viel interessanter finde ich die Tatsache, dass deutsche-startups.de/Hüsing die Interview-Antworten, die wohl via Mail reinkommen und bereits auf VÖ getrimmt sein dürften, nochmal editiert. Und dann auch noch so verzehrend. Von "Flicker-Flacker Werbung" zu "Werbung", das ist schon ein gewaltiger Unterschied in der Aussage. Ah, ich weiß schon, warum ich die langweiligen ZehnFragen-Posts nicht lese. ;)

  • André Wegner

    16.11.07 (12:59:24)

    Hi Martin, haste den Kommentar von Frank Lemser nicht gelesen? Er schrieb doch, dass er sich nicht generell gegen Werbung sei, sondern sich für ansprechende und integrierte Werbung ausspricht. Gerade sein PopUp-Beispiel finde ich nachvollziehbar. Schließlich sind PopUp-Blocker mittlerweile Standard bei der Installation eines Browsers. Da haben die Software-Entwickler ganz klar auf einen Bedarf des Users reagiert. Werbung schalten? Ja! Und ich kann Dir nur zustimmen, dass sie für viele schlicht notwendig ist, um das eigene Produkt zu finanzieren. Damit kommt es dann auch dem User zugute. Aber nicht jedes Werbemittel ist auch ein gutes Werbemittel. Nimm z.B. Flash Layer, die ganz gezielt über den Content gelegt werden und nicht selten so gestaltet sind, dass man den Schliessen-Button nicht findet oder unabsichtlich auf die Linkfläche des Flash Layers klickt. So lese ich seine Bemerklung und den anschliessenden Kommentar.

  • Martin Weigert

    16.11.07 (13:09:18)

    @ Sebastian Danke! @ Marcel Die Frage ist, ob die Antwort mit seinem Einverständnis editiert wurde oder nicht. @ André Klar habe ich das gelesen. Wie du siehst, habe ich seinen Kommentar sogar im Beitrag verlinkt und ihn mit "Flicker-Flacker Werbung" zitiert, nicht nur mit "Werbung". Ich persönlich interpretiere seine Bemerkung als eine pauschale Äußerung gegen Rich-Media Werbung. Das kann er dann noch so sehr in den Kommentaren relativieren. Möglicherweise hat er es nicht ganz so drastisch gemeint, aber als Webunternehmer Nutzer indirekt zum Blockieren von Werbung aufzurufen, finde ich einfach extrem unkollegial.

  • Kai Nehm

    16.11.07 (13:44:50)

    Die Aussage im Originalzitat finde ich vollkommen in Ordnung. Gegen dezente Werbung hätte ich nichts einzuwenden, aber Overlays und Flashwerbung z.T. mit Sound nötigen direkt zur Verwendung von Ad-Blockern. Dass dabei der Rest der Werbung gleich mit verschwindet, nehme ich gerne in Kauf. Somit schadet die "Flicker-Flacker-Werbung" in meinen Augen der gesamten Werbeindustrie. In der jetzigen Form ist es wirklich sinnentstellend. Interessant am Original finde ich, dass hier "Rich-Media-Werbung" mit Spyware und Spam auf eine Stufe gestellt wird. Diese Einschätzung teilen sicher viele Nutzer.

  • auch ein Martin

    16.11.07 (13:54:56)

    Jehova! Jehova! Wirklich unmöglich, tststs! Jede Aussage zu zerpflücken und jeden Fitzel auf die Goldwaage zu legen und anschließend der Welt erklären, wie schlecht und unmöglich dieser oder jener Mensch ist - das finde ich mal eher vorwerflich....

  • Martin Weigert

    16.11.07 (14:10:43)

    Tja Martin, wo zieht man die Grenze, wann ist etwas ein "Fitzel" und wo ist Kritik angebracht? Das liegt natürlich im Ermessen eines jeden Einzelnen. Wohin das ganze Geblocke von "herkömmlicher Werbung" führt, sind subtile, unterschwellige und intransparenten Werbeformen sowie eine Vermischung von werblichem und redaktionellem Inhalt. Diese Suppe dürfen dann alle auslöffeln, selbst die, die sich mit Banner- und Layerwerbung abgefunden haben.

  • marcel weiß

    16.11.07 (14:17:57)

    verzerrend. Ich meinte verzerrend. eieiei

  • Martin Weigert

    16.11.07 (14:19:48)

    Schon klar ;)

  • Gründernet

    16.11.07 (14:41:00)

    Hey Martin, dass Du gleich wegen so einem Satz von ihm an die Decke gehst ;-)ich würde davon mal nicht gleich ableiten, wie er wirklich denkt, die Sache ist doch auch sehr komplex und was Du grad schreibst ("Vermischung von werblichem und redaktionellem Inhalt") ist doch das eigentiche Problem was sich mfr. einstellen wird, wenn "normale" Werbung blockiert wird. Der User schreit "nein, Werbung will ich nicht" und liest fleißig seine redaktionellen "Nachrichten" im Posteingang ;-) VG, René

  • Martin Weigert

    16.11.07 (15:01:43)

    Ich versuche das, was Personen sagen, ernst zu nehmen. In der Regel gibt dies klare Hinweise darauf, was sie denken ;) Es geht darum, dass für Internetunternehmen das Blocken von Werbung durch die User eine hinreichend große Herausforderung darstellt, und dass ich persönlich von Webunternehmern erwarte, dass sie differenzierter an die Thematik herangehen und sich nicht zu pauschalen Internetstammtisch-Äußerungen hinreißen lassen.

  • Ralf Domma

    16.11.07 (15:17:17)

    Hallo Martin, bin eben mal dem "reiserischem Link" von Deutsche Startups gefolgt und lese deinen Artikel. Ich bin schon entsetzt wie Du hier agierst und Argumentierst. Da ist unterste Schublade. Man möchte ja meinen Du arbeitest bei der "Bild". Du unterstellts Herrn Lemser Stammtisch-Äußerungen? Wenn ich so deine Beiträge hier lese, dann kann jeder hier lesen, wer hier den wahren Internetstammtisch unterhält und sich entsprechend äußert. Zum Glück kann sich über deine Art und Weise der Kommunikation, Meinungs- und Stimmungsmache hier jeder mitlesende ja selber ein Bild machen. Zu der Aussage des Herrn Lemser: Mit dem was er gesagt und ergänzt hat ist doch aus meiner persönlichen Sicht die Internetwelt inkl. Werbung wieder i.O.. Und wenn die User keine Werbung mehr wollen, diese blockieren, dann wurde da eben was übertrieben und wir als Unternehmer haben dieses dann zu Akzeptieren. So ist er nunmal der Markt ... Ralf

  • Martin Weigert

    16.11.07 (15:34:31)

    Hallo Ralf. Viele Webstartups finanzieren sich (zwangsweise) mit bunter Werbung. SO ist nunmal der Markt! Wenn ein Internetunternehmer dann pauschalisierend und undifferenziert dies kritisert und plakativ auf Tools zum Blockieren verweist, dann halte ich dies für durchaus kritisierbar. In diesem Zusammenhang möchte ich noch darauf verweisen, dass auch ich eine Überlastung von Seiten mit Werbung eher negativ empfinde. Aber eine Pauschaläußerung wie die beschriebene ist für mich durchaus Internetstammtisch-Stil, denn sie hat mit traditionellen Stammtischaussagen eine extreme Vereinfachung und Ignoranz von Zusammenhängen gemein. Dies wird Herr Lemser spätestens dann merken, wenn er selbst auf zusätzliche Einnahmen angewiesen ist (beispielsweise weil seine Placements nicht gut laufen), bei ihm dann aber keine Werbungtreibenden und Vermarkter mit ansehnlichen, unaufälligen und stilvollen Werbemitteln Schlange stehen. Sofern man die Wahl hat, würde ich mich natürlich auch immer für das am wenigsten störende Werbemittel entscheiden.

  • Gründernet

    16.11.07 (18:03:18)

    @ Martin: da erwartest Du aber viel! mir ist, wie geschrieben, schon klar was Du meinst, aber wir befinden uns hier oft auf (Marketing)Stammtischniveau und ich finde das auch garnicht so schlecht, denn Internetunternehmer sind nicht alle BWL-Marketing-Experten und verstehen diese Zusammenhänge, haben dafür aber andere fachliche Qualitäten, der Stammtisch ergänzt sich also? VG, René

  • Torsten

    16.11.07 (18:33:58)

    Gut eigesetzte Werbung kann eine Website bereichern. „Klickfallen“ dagegen verärgern den Besucher mit dem Ergebnis, dass im Endeffekt weniger Werbung angeklickt wird. Die Einstellung von Frank Lemser ist also nicht unmöglich sondern vernünftig.

  • Martin Weigert

    16.11.07 (19:41:22)

    @ René Da Marketing mein akademischer Hintergrund ist, möchte ich hinsichtlich des Marketing-Stammtisches hier natürlich genauere Beispiele haben, über die wir dann gerne diskutieren können ;) Dagegen liegen meine Entwickler-Kenntnisse noch unter Stammtischniveau, somit gebe ich dir Recht, was die fachliche Ergänzung betrifft. @ Torsten Zwischen den Begriffen "Klickfallen" und "Flicker-Flacker Werbung" gibt es einen großen Unterschied.

  • Darian

    16.11.07 (22:04:33)

    Hallo Martin, ich finde die Art und Weise, in der du argumentierst doch sehr fragwürdig. Du schreibst "Wer sich als Betreiber eines Startups oder etablierten Onlineservices öffentlich zu Wort meldet, hat eine Vorbildfunktion und sollte, wenn er schon nicht mit gutem Beispiel vorangeht, sich zumindest eine Hetze gegen diesen essentiellen Teil des Internetgeschäfts sparen." Meiner Meinung nach trifft diese Aussage voll und ganz das eigene Verhalten und wenn du solch einen Text veröffentlichst als allererstes Mal an die eigene Nase packen.

  • Martin Weigert

    16.11.07 (22:24:18)

    Hallo Darian. Könntest du das noch etwas weiter ausführen? Inwieweit muss ich mir an die eigene Nase fassen, wieso bin ich ein schlechtes Vorbild? Und hat ein Blog überhaupt eine Vorbildfunktion?

  • Gründernet

    16.11.07 (22:42:23)

    @ Martin: das bezog sich auf die Bloggerszene allgemein, sind nicht alles Marketingexperten, aber Du kannst ja im Sinne der Bloggerei Dein Marketingwissen weiter teilen, dann wird das auch noch ;-)

  • Darian

    16.11.07 (22:52:11)

    Hallo Martin, ja gerne. Um es mal mit deinen Worten zu sagen: Wer sich als Betreiber eines Blogs oder etablierten Onlineservices öffentlich zu Wort meldet, hat immer auch eine Vorbildfunktion. Meiner Meinung ist der öffentliche Fingerzeig in der Art und Weise, wie du ihn hier praktizierst daneben. Themen wie dieses sollten da diskutiert werden wo sie hingehören, in den Kommentaren. Ich wär froh wenn du dir wieder interessantere und sinnvollere Themen suchen würdest, für die sich ein Besuch deiner Seite auch weiterhin lohnt. Gruß Darian

  • Martin Weigert

    16.11.07 (23:03:59)

    Du kannst dir sicher sein, dass diese Themen wieder kommen werden. Man kann es eben nicht immer allen Recht machen. Und wie du beispielsweise am ersten Kommentar siehst – es gibt auch Leser, die meine Meinung teilen. Ein Blog ist eben auch ein Ort, an dem man als Betreiber einmal Stellung beziehen darf und sollte (und dann auch mit Gegenwind rechnen muss). Das öffentliche Fingerzeige Diskussionen nach sich ziehen können und einen Balanceakt darstellen, dessen bin ich mir bewusst und ich versuche, mich dabei auf einer möglichst sachlichen Ebene zu bewegen. @ René Alles klar, ich werde mein Bestes tun ;)

  • Darian

    16.11.07 (23:30:49)

    Na, dann bin ich ja mal gespannt wie sich die Qualität deiner Beitäge hier so in der nächsten Zeit entwickelt. Ich werds mal beobachten. "Ein Blog ist eben auch ein Ort, an dem man als Betreiber einmal Stellung beziehen darf und sollte" ist richtig, es sei dir auch gegönnt aber trotzdem sollte man sich vor dem Schreiben gelegentlich auch einfach mal überlegen ob jeder der eigenen Gedankengänge es wirklich Wert ist veröffentlicht zu werden besonders wenn die eigene Stellungnahme den Mittelpunkt des Beitrags auszumachen scheint ;)

  • U.

    16.11.07 (23:54:24)

    Wenn jemand so sehr gegen aktuell existierende Werbung im Internet ist, dann muss er ja ein paar pfiffige Ideen im Kopf haben, anderweitig Geld zu verdienen. Und da sind wir mal wieder beim Thema "Geschäftsmodell": wenn jemand sein Internet-Unternehmen so aufstellt, dass er nicht auf Flickr-Flackr-Werbung angewiesen ist, ist das doch prima. Ob german places das schafft, entzieht sich meiner Kenntnis. Fakt ist, dass es im Internet immer wieder disruptive Innovationen geben wird. Daran wird auch die Werbewirtschaft nicht vorbeikommen. Wer weiß, vielleicht muss ein Werbetreibendem bald pro ad impression 0,1 cent an den User zahlen? Aber selbst dann werde ich meinen Ad Blocker nicht wieder deinstallieren. BTW: Beiße lieber die Hand die dich füttert als dass ... Hat jemand ne gute Idee, wie man den Satz beenden kann? ;)

  • Hans

    17.11.07 (11:47:24)

    Schöner Kommentar Darian! Du sprichst mir aus der Seele.

  • Martin Weigert

    17.11.07 (12:07:45)

    Darian und Hans, wenn ihr 100 Prozent hinter einer Sache steht (und das war und ist für mich bei dem beschriebenen Sachverhalt der Fall), würdet ihr dies dann nicht auch kundtun wollen? Es gibt eben immer ein paar Themen, die einen ganz besonders beschäftigen und die man nicht nur im stillen Kämmerlein diskutieren möchte. Und ganz ehrlich: wenn es dann Leute gibt, die wiederholt und vollständig nicht mit meinen Beiträgen übereinstimmen, dann muss man diese eben ziehen lassen. Ich möchte mich nicht verbiegen müssen, nur um allen Usern zu gefallen und möglichst nirgends anzuecken. Wenn jemand mit einem Beitrag wie dem oben nichts anfangen kann, dann akzeptiere ich das völlig und bin für eine Diskussion offen, aber werde nicht darum kämpfen, diese Person um jeden Preis als Leser zu behalten. CDU-Wähler lesen ja auch keine taz und Grünen-Wähler vielleicht keine (eher konservative) Welt. Ungefähr so ist das bei Blogs eben auch. ABER: natürlich ziehe ich aus dem Feedback meine Schlüsse und werde beim nächsten Mal, wenn ein polarisierendes Thema ansteht, vorher noch genauer darüber nachdenken, ob sich ein Posting lohnt.

  • Frank (nicht Lemser)

    17.11.07 (13:42:18)

    Hallo Darian, ich kann nicht ganz verstehen, was an dem Posting von Martin so schlimm sein soll. Die Hauptrefinanzierungsquelle ist nun mal die Werbung. Es steht Herrn Lemser frei, sich in jeglicher Art darüber zu äußern. Aber ich als Shopbetreiber würde nicht bei ihm werben. Und zwar aus folgenden Gründen: Ich weiß, dass Werbung viele stört. Ich möchte deshalb mit einem Websitebetreiber zusammenarbeiten, der sie so platziert, dass sie a.) für den Nutzer akzeptabel ist und b.) idealerweise sogar eine Nutzergruppe anspricht, die für mein Produkt einen Bedarf hat und sich demenstprechend auch dafür interessiert. Wenn nun aber ein Websitebetreiber die "Flicker-Flacker-Werbung" verdammt, dann hat das schon ein bißchen das "Geschmäckle", dass hier jemand die Werbetreibenden als dumme Melkkühe sieht, deren Geld man nimmt ohne sich dafür zu interessieren, dass auch der Onlineshopbetreiber von etwas leben muss. Ein Websitebetreiber muss sich vorrangig um seine Nutzer kümmern, aber er muss auch die Anliegen seiner Kunden, der Werbetreibenden berücksichtigen, und daher ist die Kritik von Martin berechtigt.

  • Martin Weigert

    17.11.07 (16:02:49)

    Danke, Frank!

  • PatRiot

    17.11.07 (19:14:22)

    Naja Startups und Werbung - leider ist es ja im Web2.0 bisweilen das verbreiteste Geschäftsmodell sich den Service über Werbung zu finanzieren. Ich hoffe inständig, dass es in der fernen Zukunft alternative Geschäftsmodelle geben wird oder "geniale" Dienste, für die die User auch bezahlen würden. Ich würde für SN wahrscheinlich keinen Cent ausgeben, dass liegt aber eher in dem für mich geringen Nutzen un der Mangel an Zeit. In anderen Bereichen, gerade was speziellen Contne angeht würde ich auch bezahlen.

  • Martin Weigert

    17.11.07 (19:25:24)

    Jo so ähnlich handhabe ich das auch.

  • Steffi

    19.04.13 (14:32:59)

    Das Problem der Bannereinblendung hat sich doch weitestgehend sowieso schon erledigt. Es gibt nicht mehr viele professionelle Werber, dier er Bannerwerbung vertrauen. Es geht hin zu Links, die den Usern einen Mehrwert bieten.

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