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20.12.07Leser-Kommentare

"Die Net Economy birgt Potenziale für Copycats UND innovative Wegbereiter"

Tobias Kollmann, Inhaber des Lehrstuhls für E-Business und E-Entrepreneurship an der Universität Duisburg-Essen, gibt in einer ausgezeichneten Gründerkolumne bei manager-magazin.de seine Sicht auf den aktuellen Stand und die Zukunft des Web 2.0 wieder. Dazu stellt er neun Thesen auf, die er jeweils fundiert und mit überzeugenden Argumenten erläutert. Die Thesen in Kurzform: These 1: Die deutschsprachige Gründerszene der Net Economy ist immer noch klein, spätestens seit 2007 jedoch wieder deutlich sichtbar.

These 2: Gründungsvorhaben sind wieder finanzierbar – allerdings ist der Kapitalmarkt der Net Economy oligopolistisch strukturiert.

These 3: (E-)Entrepreneurship wird zunehmend ein fester Bestandteil von Forschung und Lehre an deutschen Hochschulen.

These 4: Web-1.0-2.0-3.0-Wellen wird es immer geben und diese sind unproblematisch, solange der Gesamtpegel steigt.

These 5: Die Net Economy birgt weiterhin ernorme Potenziale – sowohl für Copycats als auch für innovative Wegbereiter.

These 6: Das Web 2.0 bringt eine allgegenwärtige Transparenz mit sich, derer sich Entrepreneure bedienen können.

These 7: Das rapide Wachstum des Internet erfordert zunehmend eine schnellere Evolution der Internet-Technologie.

These 8: Internetbasierte Geschäftsmodelle werden zunehmend das individuelle Bedürfnis des Nutzers fokussieren.

These 9: Virtuelle Abbilder unserer Selbst könnten zukünftig ein zweites Leben in der virtuellen Welt ermöglichen.

Wie Tobias Kollmann seine Thesen begründet, könnt ihr in seiner Gründerkolumne nachlesen. Sein Fazit: Das Web 2.0 hat die Net Economy wieder ins Rampenlicht gerückt. Auch wenn dieses Mitmach-Web vielleicht im Moment überschätzt wird, so wird es aus heutiger Sicht langfristig vielleicht unterschätzt. Auf alle Fälle sind aber wieder Gründer mit innovativen Ideen da. Von denen werden zwar viele scheitern, aber zahlreiche werden überleben und der Branche weitere Stabilität geben. Treffender kann man die derzeitige Entwicklung des Web 2.0 meiner Meinung nach nicht zusammenfassen.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Kommentare

  • Stefan

    20.12.07 (15:43:56)

    Ich würde mal sagen, der Mann hat in vielen Punkten Recht :) Natürlich werden viele Web2.0 Projekte scheitern, einige den Sprung sicherlich aber auch schaffen. Was bleibt ist, dass sich wieder viele Menschen für eine Gründung und eine eigene Idee begeistern können, was doch nur positiv für das Land sein kann!

  • Gründernet

    20.12.07 (19:28:52)

    ... ich bin grundsätzlich kein Fan von der "Dynamik" die Gründerlehrstühle versprühen, aber der Herr Kollmann (den ich bisher nur von foerderland kannte) hat hier echt solide Aussagen getroffen. Gerade der Hinweis auf das Oligopol auf der Investorenseite und dessen weitere Entwicklung ist sehr interessant. Aktuell kannst Du ja mit dem richtigen Investoren(rudel) bereits Markteintrittsbarrieren schaffen. Und das nicht, weil Dein Angebot gut ist, sondern weil Du gleich alle wesentliche Investorenkontakte für Dein Projekt vereint hast und somit ein potentieller Wettbewerber einfach keinen Investor findet. Das ist auf Dauer volkswirtschaftlich nicht optimal, gleichzeitig aber auch besser als keine BA`s oder VC`s in Deutschland zu haben. Bleibt also die Frage, ob sich hier ggf. in den nächsten Jahren weitere Investoren finden und sich hier auch (wie in anderen Ländern schon üblich) mehrere Investorenrudel herausbilden und dann ein Wettbewerb eintritt (zwischen den Investoren und dann auch wieder zwischen den StartUps). VG, René

  • PatRiot

    20.12.07 (22:20:48)

    Naja mit den Aussagen hat er ja nun nüscht Neues verkündet. Sondern ein paar Punkte und Fakten zusammen gefasst. Prima. Weiter so.

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