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25.11.11Leser-Kommentare

Zeitmaschine - heute vor 2 Jahren: Twitter wächst nicht, simfy legt los, Burda kauft Xing-Anteil

Welche Neuigkeiten und Themen bewegten vor zwei Jahren die Internet- und Startup-Welt? Wir werfen einen Blick zurück!

 

Foto: Flickr/exalted, CC-LizenzIn unserer neuen Rubrik Zeitmaschine erinnern wir uns einmal pro Monat an Themen, die vor zwei Jahren die Internet- und Startup-Welt beschäftigten.

Listen und Wachstumspause bei Twitter

Anfang November 2009 gab Twitter den Startschuss für seine Listen-Funktion, und innerhalb weniger Stunden wurden von Nutzern 6,5 Millionen davon angelegt. In zwei Jahren hat sich das Feature im Prinzip nicht weiterentwickelt und fristet im Angesicht seines Potenzials eher ein Nischendasein - zu unrecht, wie Karsten kürzlich beschrieb. Twitter selbst erlebte im Herbst 2009 eine Wachstumspause. Einige Monate später ging es jedoch wieder aufwärts.

Google Wave regt die Fantasie an

Die Welt Kompakt gehörte zu den ersten Onlinezeitungen, die Googles kurz zuvor lancierten Dienst Wave zur Interaktion mit den Lesern verwendeten. Wave befand sich noch in der geschlossenen Beta-Phase und Einladungen gingen bei uns weg wie warme Semmeln. Doch die Euphorie war von kurzer Dauer: Vor wenigen Tagen kündigte Google an, den gefloppten Dienst endgültig abzuschalten. Besiegelt wurde das Aus allerdings schon im August 2010.

Google stellt Chrome OS vor

Google präsentierte außerdem sein Betriebssystem Chrome OS, das nach dem damaligen Plan 2010 auf den Markt kommen sollte. Die ersten "Chromebooks" mit dem System wurden dann allerdings erst im Mai dieses Jahres vorgestellt und sind nun seit einigen Monaten verfügbar - mit bedingtem Erfolg, sofern man die jüngste Preissenkung in den USA deuten möchte.

simfy startet als On-Demand-Dienst für Musikstreaming

Der Kölner Musikdienst simfy öffnete offiziell seine Tore als On-Demand-Angebot für Deutschland, nachdem er sich zuvor als Onlinespeicher und soziales Netzwerk für Musikdateien zu positionieren versuchte. Zum Launch gab es keine Bezahl-Version - heute ist diese nahezu der einzige gangbare Weg.

Presseverlage fordern Leistungsschutzrecht

Auch schon vor zwei Jahren drängten einige deutsche Presseverlage auf ein Leistungsschutzrecht. Glücklicherweise wurde es bis heute nicht umgesetzt - auch wenn die Gefahr nicht gebannt ist und die Befürwörter - allen voran Hubert Burda - gebetsmühlenartig ihre Forderungen wiederholen.

Hubert Burda Media steigt bei Xing ein

Apropos Hubert Burda: Sein gleichnamiges Medienunternehmen übernahm im November 2009 für 48 Millionen Euro  ein Viertel der Anteile an Xing und wurde damit größter Aktionär des Geschäftsnetzwerkes aus Hamburg. Auch zwei Jahre danach läuft es bei Xing wirtschaftlich gut, obwohl die Bedrohung durch den US-Konkurrenten LinkedIn zunimmt.

Außerdem:

Die Netzeitung gab ihre Schließung zum 31.12.2009 bekannt.

Google kaufte für 750 Millionen Dollar den Spezialisten für mobile Werbung AdMob.

SoundCloud, heute eines der international erfolgreichsten Startups aus Deutschland, feierte seinen einjährigen Geburtstag mit der Veröffentlichung einer iPhone-App.

(Foto: Flickr/exalted, CC-Lizenz)

Kommentare

  • pete

    29.11.11 (10:28:16)

    Rückblicke sind schön und gut - nur verwirren die Überschriften hier. Den kleinen Hinweis "Zeitmaschine" nimmt man kaum wahr, dafür aber den Nachrichtenheader. Damit wird man aufs falsche Gleis geleitet und klickt darauf, weil man aktuell vermutet, dass Burda noch weiter bei XING aufgestockt hat. Liest man dann die alte News, ist man leicht verärgert.....

  • Martin Weigert

    29.11.11 (10:29:32)

    Danke für den Hinweis. Wir werden versuchen, das beim nächsten Mal besser zu machen. Falls du einen Vorschlag hast, lass es mich wissen.

  • Hannes

    01.12.11 (13:16:30)

    Zwei Jahre simfy und diese Woche habe ich meinen "Premium Plus" Account gekündigt, weil simfy die anhaltenden Softwareprobleme für mein Verständnis nicht ausreichend in den Griff bekommen hat. Performance, Usability und Zuverlässigkeit sind in meinen Augen die wesentlichsten Eigenschaften eines Dienstes - neben der eigentlichen USP versteht sich. Schade, denn das Unternehmen fand ich sympathisch, die Idee super und Konkurrenz belebt bekanntermaßen den Markt.

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