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12.05.14Leser-Kommentar

Zeit zum Abschalten: Offtime fördert bewussten Umgang mit permanenter Online-Erreichbarkeit

Im vergangenen Jahrzehnt der rasanten Technologie-Entwicklung hat sich unsere ständige Erreichbarkeit auf mobilen Geräten und die damit verbundene Informationsflut stark erhöht. Die Android-App Offtime des gleichnamigen Berliner Startups möchte hier Abhilfe schaffen.

OfftimeIm App-Dschungel gibt es bereits einige Anwendungen, die unser Selbstmanagement erleichtern sollen, so zum Beispiel Wunderlist und Eisenhower für unser alltägliches Aufgaben-Management. Offtime Preview möchte nun auch für den Zwang der ständigen Erreichbarkeit eine Lösung bieten: Die App ist seit Kurzem nach längerer Alpha- und Beta-Phase im Google Play Store für Android-Geräte verfügbar und hilft ihren Nutzern beim bewussten Abschalten des Smartphones, um sich auf wichtige Aufgaben im Geschäfts- oder Privatleben zu konzentrieren.

Bereits Mitte 2013 berichtete netzwertig.com über die sich damals in der Alpha-Phase befindende App des Berliner Startups um Michael Dettbarn, Dr. Marc Scherfenberg und Alexander Steinhart.  Mit der damaligen Crowdfunding-Kampagne auf startnext sammelte das Unternehmen 17.159 € für die Weiterentwicklung des Dienstes ein. Damit trieb das Team die App-Entwicklung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Psychologie der Humboldt-Universität Berlin voran. Knapp ein Jahr verging, bis die Macher auf der diesjährigen re:publica vergangene Woche in Berlin die neue Version Offtime Preview vorstellen konnte. Die Anwendung ermöglicht die Einstellung einer zeitlich selbst bestimmten Auszeit von den Benachrichtigungen auf dem Smartphone. Alle Apps wie Twitter, Facebook und der Mail-Client können so auf stumm geschaltet werden. Im Zuge dessen gibt es natürlich auch Ausnahme-Einstellungen für wichtige Personen, die doch durchkommen sollen. Die Handhabung der App ist übersichtlich, intuitiv und erfordert wenig Einarbeitungszeit, auch wenn der Flow derzeit an manchen Stellen noch etwas holprig ist.

Offtime

Zusätzlich zur Hauptapp haben die Macher zudem Offtime Insights herausgebracht. Diese sollen nach Angabe des Unternehmens zu mehr Selbsterkenntnis im Umgang mit dem Smartphone und darauf verfügbaren Anwendungen führen. Die Insights bieten für die Nutzer eine Analyse zur eigenen Smartphone-Nutzung und die Berechnung eines Habit Lab Scores. Dadurch gewinnt man interessante Erkenntnisse zu den eigenen Smartphone-Gewohnheiten, beispielsweise wie oft am Tag man das Handy checkt. Alle gesammelten Nutzer-Daten sind nach Aussage des Unternehmens sicher und werden nicht für andere Zwecke weiter verwendet.

Ergänzend zur App sollen Nutzer im Offtime-Blog außerdem Tipps und Empfehlungen rund um das Thema Gewohnheiten und Selbstkontrolle bekommen, um so bewusster mit der digitalen Erreichbarkeit umzugehen. Fraglich bleibt allerdings, ob wir dazu noch eine zusätzliche App benötigen, wenn allein schon die Lautlos-Funktion des Smartphones Erleichterung von permanenten Benachrichtigungen bietet - wobei Offtime allerdings hier den Vorteil hat, auch selektiv Apps blockieren zu können.

 

Link: Offtime (mit dem Code 5NTZ12 erhalten 50 Leserinnen und Leser sofortigen Zugriff)

Kommentare

  • Klara Wilk

    23.05.15 (16:02:25)

    Bald startet ein Workshop zur Offtime-App: Digitaler Workshop zum Thema kontrollierte Smartphone-Nutzung von der Humboldt-Universität zu Berlin. Mehr Infos unter: www.offtime.co/studie

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