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11.12.08Leser-Kommentar

Yahoo YQL: Das Web als Datenbank

Yahoo verwandelt das Web mit der Yahoo Query Language in eine gigantische Datenbank.

Das Web hat einige Schichten, die ein wenig an die Filme von David Lynch erinnern. Als normaler Surfer sieht man im Browser die hübsche Oberfläche. Entwickler und andere Interessierte können aber auch in tiefere Schichten eintauchen, etwa um den Quelltext hinter der Fassade zu anyalsieren, oder um in strukturierterer Form an die in Webseiten enthaltenen Daten zu kommen.

Das Yahoo! Developer Network Blog beschreibt diese Situation sehr treffend in Anlehnung an den Film Matrix:

Wer in der Matrix steckt, sieht zum Beispiel grossartige Bilder von Hunden.

Der Operator sieht den zugrundeliegenden HTML Code.

Und den Neo 2.0 interessiert es vor allem, an die köstlichen Daten und enthaltenen Informationen zu kommen, um damit spannende Dinge zu tun.

Mit der Yahoo Query Language (YQL) hat Yahoo gestern einen Mechanismus lanciert, der es jedem ermöglicht, sich in einen kleinen Neo zu verwandeln. Ein Funken Interesse, Ausdauer und analytische Denkweise ist zwar notwendig, aber man muss kein Programmierer sein, um sich das Web auf gänzlich andere Art zu erschliessen.

Viele Webdienste bieten auch jetzt schon unterschiedliche Möglichkeiten, in strukturierter Form an die enthaltenen Daten zu kommen. YQL vereinfacht diesen Prozess, indem es eine einheitliche Abfragesyntax definiert, die für alle unterstützten Dienste gleich ist.

Unterstützt werden dabei alle Dienste von Yahoo – neben der Suche also etwa auch flickr, Yahoo Finance, die lokale Suche nach Restaurants und anderen Locations, MyBlogLog oder Upcoming, aber auch Gnip und beliebige externe Seiten, die einen Feed oder etwa Daten als CSV anbieten.

All diese Daten können abgefragt, nach verschiedenen Kriterien gefiltert und rekombiniert werden. Wer schon einmal mit dem Feed-Mashup-Dienst  Yahoo Pipes herumgespielt hat, weiss, wie süchtig das machen kann. YQL ergänzt Pipes, indem es die Abfragen programmierbar macht.

Für die ersten Versuche gibt es eine Konsole, die Ankündigung enthält einige Beispiele und Anregungen, und wer etwas tiefer eintauchen möchte, der kommt um die leider etwas technische Dokumentation nicht herum.

Kommentare

  • Alex Korth

    11.12.08 (17:56:29)

    Sehr schön. Noch schöner wäre aber eine Anbindung an LOD (http://esw.w3.org/topic/SweoIG/TaskForces/CommunityProjects/LinkingOpenData) und Unterstützung von SPARQL gewesen anstatt noch ein proprietäres Format zu erfinden.

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