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18.08.14Leser-Kommentare

Wunderkauf: Neue App von barcoo informiert Verbraucher über Supermarkt-Angebote

Beim Berliner Produktguide barcoo nutzt man den Sommer, um sukzessive das eigene Betätigungsfeld zu erweitern. Mit der neuen iPhone-App Wunderkauf macht das Unternehmen den zu Axel Springer gehörenden Diensten KaufDa und MeinProspekt Konkurrenz.

WunderkaufWas sind aktuell zwei der größten Trends bei mobilen Apps? Korrekt, die Multi-App-Strategie sowie der Dating-App Tinder nachempfundene, hochsimple Swipe-Oberflächen. Bei der neuen App der Macher des Berliner Produktguides barcoo kommen gleich beide Aspekte zum Tragen. Sie heißt Wunderkauf und wurde in der vergangenen Woche für das iPhone veröffentlicht. Eine Version für Android befindet sich gerade in der Entwicklung. Wunderkauf informiert Nutzer über aktuelle Sonderangebote aus den Sortimenten der gängigen deutschen Lebensmittel-Einzelhändler. Der Fokus der kostenfreien App liegt auf einer besonders einfach zu bedienenden Benutzeroberfläche sowie auf möglichst genau auf die Präferenzen der Anwender zugeschnittenen Angeboten. Diese erscheinen in einem zweispaltigen Stream, werden jeweils am Dienstagabend aktualisiert und lassen sich entweder für die Zukunft abwählen oder favorisieren.

Die App nutzt dieses Feedback der User dazu, die angezeigten Schnäppchen noch stärker zu personalisieren. Je mehr Konsumenten Wunderkauf über ihre Produkt- und Händlervorlieben verraten, desto gezielter kann der Dienst Empfehlungen aussprechen. Um sich nach der Installation ein initiales Bild über die Wünsche und Lieblingsprodukte eines Anwenders zu verschaffen, serviert Wunderkauf Usern eine Reihe von Ketten, Marken und Produkttypen, die per Wischgeste nach links oder rechts abgelehnt oder favorisiert werden können - genau so, wie man bei Tinder Singles, bei Weave Geschäftskontakte oder bei Zoomsquare Immobilien bewertet.

Wunderkauf

Ein zusätzlicher Weg, um Wunderkauf bei Empfehlungen auf die richtige Fährte zu schicken, ist ein Barcode-Scan von im Haushalt befindlichen Produkten. Auf jeder Angebotsseite erhalten Nutzer natürlich auch einen Link zum jeweiligen Produktprofil bei barcoo.

Für barcoo ist die separate Veröffentlichung einer streambasierten Produktempfehlungs-App für tägliche Einkäufe ein recht logischer Schritt, immerhin kann das Unternehmen auf seine existierenden Produktdaten sowie Verbindungen zu Produktherstellern und Händlern zurückgreifen. Ob User einen Mehrwert darin sehen, anstelle der üblichen Werbeprospekte durch einen personalisierten Stream von Produkten des täglichen Bedarfs zu klicken, darüber ist eine Aussage zwar zu früh. Versuchen kann man es aber in jedem Fall.

Nachdem barcoo, das einst als mobiler Barcode-Scanner begann und bislang 14 Millionen Downloads vorweisen kann, vor kurzem in das Segment von Produktvergleichen vorstieß, betreten die Hauptstädter mit Wunderkauf abermals feindliches Terrain: Der Markt für digitale Werbeprospekte wird bisher von dem zu Axel Springer gehörenden Dienst KaufDa sowie dessen gerade von KaufDa übernommenen einstigen Rivalen MeinProspekt dominiert. Bei beiden Services erhalten Nutzer aber schlicht die herkömmlichen Printprospekte in digitalisierter Form. Wunderkauf dagegen setzt auf ein eigentlich besser zur Natur des Internets passendes System, indem es sich komplett vom Prospektprinzip verabschiedet. Ähnlich verfährt auch Stadtzettel , das allerdings nur in einer Browser-Version angeboten wird. /mw

Link: Wunderkauf

Kommentare

  • Karo

    19.08.14 (09:29:24)

    Im Einkaufshelfer von Marktjagd hat man sogar beides vereint - Produkte und Prospekte. Gibts als responsive Website und als App.

  • Leah

    19.08.14 (10:32:04)

    Hört sich am Anfang ziemlich cool an,aber heutzutage passe ich lieber mit Apps, die sich "meine Präferenzen" genau merken und somit bestens mein Kaufverhalten analysieren und manipulieren können, lieber auf! War mit den Apps von Meinprospekt immer ganz zufieden und das Angebot ist auch groß genug für mich :D

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