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13.02.09Leser-Kommentare

World Press Photo Award: Die Preisträger 2009

Die Finanzkrise im Herzen Amerikas: Die Jury des 52. Wettbewerbs hat ein Schwarzweißbild von Anthony Suau zum Foto des Jahres gewählt. Mehr in unserer Bildergalerie.

Fotos von Wojciech Grzedzinski, Brenda Ann Kenneally, Chen Qinggang und Anthony Suau (Alle 25 Bilder ansehen)[hide]02-chen-qinggang03-wojciech-grzedzinski04-luiz-vasconcelos

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Die World Press Photo Awards wurden vergeben - den ersten Preis hat der amerikanische Fotograf Anthony Suau für eine Schwarzweißaufnahme erhalten. Er hat einen Polizisten fotografiert, der in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio eine Zwangsräumung kontrolliert. Im vergangenen Jahr wurde Tim Hetherington für sein Bild eines erschöpften US-Soldaten in Afghanistan ausgezeichnet.

» Siegerfoto und 24 weitere prämierte Bilder ansehen

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Kommentare

  • Anatol

    13.02.09 (12:31:29)

    Die Links der Bildergalerie und des eingeblendeten Bildes sind vertauscht.

  • Peter

    13.02.09 (22:22:34)

    Und schon einmal hat Anthony Suau diesen Preis erhalten für das World Press Photo of the Year: 1987.

  • Fred David

    14.02.09 (15:37:46)

    Mir fällt auf, dass zwei der Preisträger Schweizer Fotografen sind: Phlippe Dudouit (Tuareg-Rebellen in Mali) und Jean Reveillard (afghanischer Einwanderer in Griechenland). Toll, und dann auch noch in Gegenden, wo man nicht zwingend Schweizer Pressefotografen vermuten würde, die - ich sag's jetzt ungeschützt einfach mal - etwas verwöhnt und langweilig gelten und die lieber mit einer kompletten Studioblitzanlage fotografieren und mit drei schweren Koffern auf einem Handrolli samt Assistenten zum Termin erscheinen. Und wenn dann keine Steckdose da ist - Panik.... Wo waren diese Fotos beim Swiss Award der Pressefotografie? Ich gehe davon aus, dass sie eingereicht wurden, aber keine Chance hatte. Dabei erzählen sie Geschichten, die man sich dazu denken kann, ohne eine weitere Information dazu zu kennen. Das ist Pressefotografie! Die Auswahl beim diesjährigen Swiss Award konzentrierte sich dagegen auf langweilig-schöne Fotos, von denen nach meiner Meinung nur wenige die Kriterien erfüllten, die ein Pressefoto haben muss: Es muss den Betrachter packen, man muss hängen bleiben, muss was auslösen. Jedenfalls darf es mich keinesfall kalt lassen. Mir kam die betuliche Auswahl vor als Spiegelbild des herrschenden Schweizer Couchpotato-Journalismus (Wikipedia hat eine schöne Erklärung dazu...).

  • Peter Sennhauser

    16.02.09 (05:59:39)

    @Fred: Der rote Pass allein machts ja nicht aus. Beim Schweizer Wettbewerb der Espace-Mediengruppe werden nur Arbeiten zugelassen, die in einer Schweizer Publikation erschienen sind. Könnte ja sein, dass Dein Frust über die Fotografen (Ich hab übrigens in 20 Jahren im Schweizer Journalismus keinen Kamera-Kollegen mit Assistenten erlebt) weniger mit den Fotografen als mit den Redaktionen, Bild- wie Chef-, zusammenhängt. Siehe dazu auch Thomas' Feststellungen über die Kundschaft auf fokussiert.com.

  • Fred David

    16.02.09 (08:51:10)

    Da hast du Recht. Habe ich übersehen. Prämiert werden nur Arbeiten, die in Schweizer Medien erschienen sind, wobei Keystone ja dann doch ein Grenzfall wäre. Das Assitenten- und Aluminiumkofferphänomen - 25 Kg per Stück - habe ich mehrfach erlebt und mich ein wenig gewundert. Mir fiel im optischen Bereich schon früher die Differenz zwischen Westschweizer und Deutschschweizer Fotografen auf. Wenn es ging, arbeitete ich mit Westschweizer Fotografen. Die haben ein anderes Flair. Ich weiss nicht, ob das nur ein persönlicher Eindruck ist. Ich glaube nicht. Kürzlich kam ein Westschweizer Fotograf zum Portraitieren eines Managers mit einer alten Linhoff-Faltkamera, 9 mal 12 cm-Planfilm, an, aus der Hand geschossen, ohne Blitz. Ich dachte: Um Gotteswillen! Der Fotograf erklärte es mir: Die Portraitierten sind jedesmal überrascht, wenn er mit der Kamera ankommt, fangen sofort ein Gespräch an, warum und wie, und sind sehr offen. Diesen Moment fängt er ein. Das Ergebnis war dann tatsächlich absolut brillant. Ein Zürcher Fotograf hätte das nie gewagt, nur schon, weil den die Redaktion zum Vornherein für verrückt erklärt hätte, eine Linhoff, aus der Hand, ohne Blitz! Aber selbstverständlich: Es gibt auch brillanten Fotografen in der Deutschschweiz. Natürlich haben Redaktionen einen grossen Einfluss darauf, was sich als Fotografie in den Medien durchsetzt. Und das ist, ich bleibe dabei, in der Deutschschweiz der Trend zum Langweilig-Schönen. Zum Gestellten. Möglichst keine Improvisation. Kein Risiko. Und nicht zu viel Arbeit, schon gar nicht ausserhalb der Bürozeit. Und auf jeden Fall mit Blitz. Ohne geht gar nichts.

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