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27.07.08Leser-Kommentare

Wochenrückblick Nr. 30

Köppel lacht, Turchet klagt, Mosley rehabilitiert und Gratiszeitungen fordern Bäume: Der medienlese.com-Rückblick auf die 30. Kalenderwoche.

Ex-Armeechef Roland Nef, Journalist Roger Köppel (Bilder Keystone)

Bild der Woche: Unter Journalisten macht gerade eine anonyme Mail mit zwei Fotos die Runde, auf denen die (rein äußerliche) Ähnlichkeit von Ex-Armeechef Roland Nef und Weltwoche-Chefredaktor Roger Köppel unverkennbar ist.

Roger Köppel kämpft aber mit anderen Problemen:

Wie "(tow)" auf Seite 55 der aktuellen Ausgabe schreibt, wurde am 15.07.2008 mitternachts die gesamte am Heftabschluss arbeitende Weltwoche-Redaktion von der Feuerwehr evakuiert und dann mit Sauerstoffmasken ins Krankenhaus gebracht. Der Grund: "Auf der Redaktion riecht es nach Gas". Ein Anschlag auf die Redaktion? Verraten wird nur, dass die evakuierten Redaktoren inklusive Ihrem Chefredaktor, von dem ein schönes Bild mit Sauerstoffmaske abgedruckt ist, kaum sie im Spital als "unbeschädigt erkärt" wurden, sofort in die Redaktionsräume zurückfuhren und dort das Heft fertig machten (um 3.30 Uhr nachts). Trotz alledem, Köppel lacht. Zum Editorial auf Seite 5. Mit langer Krawatte (vgl. hier).

Der Journalist Bruno Turchet erwirkte nach eigenen Angaben die Löschung eines ihn betreffenden Eintrags in der US-Website rottenneighbor.com. Sollte er den Urheber des Eintrags finden, so will er ihn wegen Ehrverletzung verklagen.

Max Mosley, Opfer einer von der Boulevard-Zeitung «News of the World» ausgelösten und von sehr vielen Medien nachgeführten Hetzkampagne rund um private sexuelle Vorlieben, wurde finanziell rehabilitiert und erhielt 60.000 britische Pfund vom Zeitungsverlag News Group Newspapers. Der Richter sagte, "Mosley übertreibe kaum, wenn er sage, dass sein Leben dadurch 'ruiniert' worden sei".

Das Bernetblog rechnete mit Gratiszeitungen und Bäumen. Für jeden Tag, an dem Gratiszeitungen erscheinen, müssen 570 Bäume gefällt werden. In der Schweiz fallen täglich 36 Bäume den Gratiszeitungen zum Opfer.

Henryk M. Broder sollte wegen einer nicht beglichenen Geldbusse von 0 Euro in die Justizvollzugsanstalt Plötzensee, Ex-Facts-Chefredaktor Hannes Britschgi wurde wie erwartet Chefredaktor des SonntagsBlicks, ein Zeitungsabonnent verklagte seine Zeitung, da bei Aboabschluss keine Rede war von die redaktionelle Qualität beeinträchtigenden Sparmassnahmen und Adriano Sack überraschte mit dem Bekenntnis, er sei eitel.

Der schlechteste Titel gelang Blick Online mit einer Story über die aktuelle Miss Schweiz, Amanda Ammann: "Ihr Neuer ist ein SF-Kamer-Amanda".

Meistgeklickt bei 6 vor 9 wurden die Nazi-Worte im Sprachgebrauch. Meistgelesen wurden die beiden Texte zur Spiegel-Story über die vermeintliche Irrelevanz deutscher Blogs.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Kommentare

  • Philippe

    27.07.08 (19:28:36)

    Aus sicherer Quelle habe ich vernommen, dass es Drillinge sind, die bei Geburt getrennt wurden: Köppel, Nef und Widmer-Schlumpf.

  • Martin Rath

    28.07.08 (15:59:57)

    In Köln läuft eine männliche Politesse umher, welche/r beruflich Strafzettel aus- und ganztägig das optische Schicksal von Christoph Keese teilt, womit womöglich auch sonst gewisse Überschneidungen verbunden sind: http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wer-andern-eine-grube-graebt-ist-journalist/ Das ist zwar jetzt ein bisschen holprig formuliert, aber die blanke Wahrheit. Blank wie die Stirn.

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