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28.09.10Leser-Kommentare

DocsInOffice.com: Google Docs für alle, die den Browser meiden

Das Würzburger Startup DocsInOffice.com erlaubt den Zugriff auf Google Docs aus Microsoft Office sowie anderen Windows-Programmen und macht aus dem Google-Dienst damit eine ins Betriebssystem integrierte Online-Festplatte.

 

Wir bei netzwertig.com und den anderen Blogwerk-Blogs sind große Fans von Online-Office-Tools wie Google Docs, Zoho oder Office Web Apps von Microsoft. Es ist einfach zu praktisch, die für die tägliche Arbeit benötigten Dokumente, Tabellen sowie Präsentationen alleine oder gemeinsam im Browser online erstellen und bearbeiten zu können. Und egal an welchem Rechner man sitzt, hat man stets Zugang zu den benötigten Dateien.

Persönlich habe ich die bei vielen PC-Besitzern übliche MS-Office-Suite gar nicht mehr installiert. Allerdings wird nicht jeder zu solch einem Schritt bereit sein. Manche User scheinen sogar das lokal installierte Office-Programm gegenüber der Onlinevariante zu bevorzugen, obwohl sie ihre Dokumente bei einem Cloud-Anbieter abgelegt haben. Zumindest sieht ein junges Startup aus Würzburg hier einen Bedarf und hat mit DocsInOffice.com eine entsprechende Lösung entwickelt.

Der Service mit dem wenig kreativen, dafür sehr beschreibenden Namen erlaubt das Öffnen, Bearbeiten und Erstellen von bei Google Docs gespeicherten Dokumenten im lokal installierten Microsoft Office. Und anders als andere Anbieter wie OffiSync oder DocVerse funktioniert das, ohne dass dafür extra ein Plugin installiert werden muss.

DocsInOffice.com fungiert als Mittler zwischen der lokalen Office-Instanz und dem Cloud-Speicher bei Google Docs und setzt dazu auf die Sharepoint-Schnittstelle von Windows sowie Google APIs.

Notwendig ist eine einmalige Registrierung auf der Website von DocsInOffice.com sowie eine Verknüpfung des persönlichen Google Docs-Kontos (via OAuth) mit dem Service. Anschließend kann man über den "Datei öffnen"-Dialog in Microsofts Office-Programmen den Link DocsInOffice.com/gdocs ansteuern. Nachdem man sich mit seinen DocsInOffice.com-Benutzerdaten authentifiziert hat, erhält man Zugriff auf sein Docs-Archiv.

Dort abgelegte Dateien lassen sich dann öffnen, verändern und wieder abspeichern. Auch neue Dateien können auf diese Weise angelegt und bei Google Docs gespeichert werden.

In den meisten Windows-Versionen lässt sich DocsInOffice.com auch als externes Netzlaufwerk im Windows Explorer starten. Auch hierfür reicht das Aufrufen der angegebenen URL sowie das Anmelden via Benutzername und Passwort. In der Konsequenz heißt dies, dass auch Nutzer von anderer Textverarbeitungssoftware wie z.B. OpenOffice (das sich gerade in LibreOffice umbenennt) über den Dienst der Würzburger auf ihre Daten bei Google Docs zugreifen können. Und da Google Docs seit einiger Zeit nicht mehr auf bestimmte Dateiformate begrenzt ist, macht DocsInOffice.com damit aus Google Docs letztlich einen universellen, in das Betriebssystem integrierten Onlinespeicher (mit 1 Gbyte Limit).

Für die Zukunft ist die Integration von Googles Fotodienst Picasa, Google Kalender, Google Kontakte sowie Dropbox geplant. Mit DocsInOffice.com würde der Zugriff auf bei Dropbox abgelegte Dateien dann "on Demand" per Streaming geschehen und nicht mehr wie beim Dropbox-Desktop-Client, nachdem alle Dateien auf die Festplatte heruntergeladen wurden.

Ein Manko von DocsInOffice.com sowie sämtlichen Plugin-Lösungen zum Synchronisieren von lokalen Office-Tools mit Google Docs ist die Tatsache, dass der Mittler zumindest theoretisch auf sämtliche bei Docs abgelegten Dateien zugreifen kann ( einfacher haben es hier Nutzer von Office Web Apps von Microsoft , da dieser Dienst direkt in die neueste Version der Office-Suite für den Desktop eingebunden ist). DocsInOffice.com-Gründer Stefan Kopf weist hier aber darauf hin, dass zu installierende Addons dazu noch die Kontrolle über den lokalen Rechner erhalten können. Das ist bei DocsInOffice.com nicht der Fall.

Finanzieren will sich das Startup zukünftig über ein Freemium-Modell. Konkrete Pläne dazu wurden bisher nicht bekannt gegeben.

Ähnliche Funktionalität wie DocsInOffice.com bieten auch Memeo Connect (nur für Google Apps-Konten) sowie der Dropbox-Konkurrent Syncplicity, allerdings ist jeweils die Installation eines Desktop-Clients notwendig.

Link: DocsInOffice.com

Kommentare

  • Dr.-Schiwago-Mutter

    28.09.10 (15:33:35)

    In der offiziellen Produktmatrix lese ich nur was von Windows und MS Office... docsinoffice.com/compatibilityMatrix.jsp

  • Xela

    28.09.10 (16:23:38)

    Auf jeden Fall eine nützliche Anwendung. Außerdem eröffnet sich eine Art Onlinefestplattenfunktionalität, nicht schlecht. Bisher reicht mir persönlich der Webzugriff auf Google Docs allerdings aus.

  • Kamel

    28.09.10 (22:11:03)

    Interessante Anwendung. Ich benutze jedoch die Anwendung OffiSync ein Addon für Mircosoft Office mit dem man ohne großes einloggen usw. schnell und einfach zwischen Google Docs und lokalem Office speichern kann. MfG Kamel

  • Tom Schmidt

    29.09.10 (13:11:14)

    Dropbox ist super… ich benutze es erst seit ein paar monaten. mittlerweile täglich. Wenn du Dropbox ausprobieren willst und noch keinen account hast kannst du meinen einladungs link benutzen. Du bekommst dann 250 MB extra Speicherplatz….. und ich auch. :) http://www.dropbox.com/referrals/NTkzNTAwMDk5

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