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14.04.14Kommentieren

Tipps für Verkäufer

Wie Sie Ihre Kosten vermindern können

Ein Beitrag von Christian Arno

 

Make-or-Buy-Entscheidungen

Bei Einrichtung und Betrieb eines Onlineshops wie auch sonst beim Betrieb einer Website lässt sich allerhand Geld sparen. Sie müssen hier immer wieder Make-or-Buy-Entscheidungen treffen, da sich allerhand selbst erledigen lässt. Ein Rundum-sorglos-Service lässt ihnen zwar mehr Zeit, kostet aber auch Geld. Wenn Sie ein Content Management System (CMS) verwenden, können Sie beispielsweise Ihre Website selbst pflegen und damit Kosten sparen.

Ein gutes CMS bietet heutzutage auch die Möglichkeit, damit einen Onlineshop zu betreiben. Der eigentliche Sinn und Zweck eines CMS besteht ja darin, dafür zu sorgen, dass Inhalte für das Web ohne Spezialkenntnisse komfortabel erstellt, gepflegt und ausgetauscht werden können. Und genau das ist bei einem Onlineshop ja ständig erforderlich.

Content-Marketing

Wenn auch nicht jeder Besucher Ihres Shops ein Käufer wird, so bekommen Sie dennoch keine Käufer, wenn Sie keine Besucher haben. Ihr wichtigstes Anliegen ist es daher zunächst, möglichst viele Besucher auf Ihre Website zu bekommen, ohne dass das allzu viel Geld kostet. Eine gute Möglichkeit hierzu ist Content-Marketing. Darunter versteht man nichts anderes, als dass man auf seiner Verkaufs-Website über die reinen Produktinformationen hinaus Inhalte anbietet, die für potentielle Kunden interessant sind. Damit erreichen Sie, dass auch solche Leute wiederkommen, die zwar kein aktuelles Kaufinteresse haben, aber trotzdem potentielle Kunden sind. Wenn zum Beispiel mit einem Onlineshop für Motorradteile und -zubehör eine Seite mit interessanten Informationen für Motorradfahrer verbunden ist, werden Biker die Seite öfter besuchen und, wenn dann irgendwann Bedarf an einem Artikel aus dem Angebot besteht, bevorzugt hier kaufen.

Dabei ist es jedoch wichtig, dass die Inhalte möglichst oft aktualisiert werden. Zum einen, weil die Website dadurch für die Besucher interessanter wird, zum anderen, weil Seiten, deren Inhalte sich öfter ändern, eher von Suchmaschinen gefunden werden. Außerdem werden informative Texte zu den enthaltenen Suchbegriffen als relevanter eingestuft, als etwa Preislisten. Wenn Sie die Texte und Bilder für Ihre Website selbst erstellen, kostet Sie diese hochwirksame Werbung nur die Arbeit, aber praktisch kein Geld.

Social Media

Eine weitere preisgünstige Möglichkeit, Besucher auf Ihre Website zu bringen, ist die Präsenz auf Social Media wie Twitter oder Facebook. Wenn Sie hier regelmäßig interessante Neuigkeiten zu bieten haben, haben sie Besucher auf Ihrem Profil, die dann nur noch einen Mausklick von Ihrem Shop entfernt sind.

Auf Twitter, Facebook oder in Online-Foren haben Sie auch die Möglichkeit, sich als kompetent und kundenorientiert darzustellen: Wenn Sie hier Fragen zu ihren Produkten und deren Anwendung beantworten, punkten Sie dabei automatisch nicht nur bei dem jeweiligen Fragesteller, sondern auch bei anderen Usern, welche mitlesen. Wenn vielleicht auch der Fragesteller das Produkt, zu dem er eine Frage hatte, dann doch nicht kauft, haben Sie wenigstens etwas für Ihr Image als Fachmann getan.

Fairness, Transparenz und klare Informationen

Ein großer Kostenfaktor beim Online-Handel sind die Retouren. Ein Rückläufer ist nicht nur entgangener Umsatz, sondern verursacht zusätzlich auch noch Kosten. Sie können die Anzahl der Rücksendungen jedoch mindern, wenn sie sicherstellen, dass Ihre Kunden genau wissen, was sie kaufen.

Stellen Sie daher zu jeden Artikel in Ihrem Sortiment alle relevanten Informationen zur Verfügung. Wenn ein Kunde einen Artikel nicht kauft, weil er bereits auf Ihrer Website feststellen konnte, dass er nicht das darstellt, was er sucht, ist ihnen vordergründig Umsatz entgangen. Hätte der Kunde aufgrund mangelnder Information jedoch gekauft und die Ware dann zurückgesandt, wären Ihnen darüber hinaus auch Kosten für die Retoure entstanden – und, was fast noch schlimmer ist, sie hätten einen unzufriedenen Käufer produziert.

Gerade eine Reklamation ist aber auch eine nicht zu unterschätzende Chance, sich zu profilieren: Wenn Sie eine Reklamation zur Zufriedenheit des Kunden erledigen können, werden Sie höchstwahrscheinlich bei ihm punkten. Wer eine Beschwerde hatte, der auf kompetente Weise abgeholfen werden konnte, neigt möglicherweise noch eher dazu, den Verkäufer weiter zu empfehlen, als jemand der sofort zufrieden war.

Scheuen Sie sich nicht davor, Kritik zu erhalten. Richten Sie auf Ihrer Website eine Möglichkeit ein, Feedback zu liefern. Lassen Sie sich ruhig auch bewerten, das stärkt das Vertrauen. Ähnlich wie das bei den Reklamationen ist, werden Sie im Ansehen Ihrer tatsächlichen und potentiellen Kunden steigen, wenn Sie Kritik, Verbesserungsvorschläge und Anregungen gegenüber offen sind und die Anliegen Ihrer Kunden zu würdigen wissen.

Auch diese Maßnahmen kosten sie lediglich Arbeit, aber kaum Geld. Dennoch stellen sie wichtige Investitionen dar, die ihnen auf die Länge gesehen mehr Umsatz und weniger Rücksendungen einbringen und so ihren Gewinn erhöhen.

 

Autor: Christian Arno

Christian Arno

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