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16.02.09Leser-Kommentare

Webgründer: Hört auf, Zeit und Kapital zu verschwenden

Nicht immer erfüllen Web-Startups die Anforderungen, die User an sie stellen. Im Gegenteil: Ein Großteil neuer Sites bietet Anwendungen, die niemand braucht. Viele junge Gründer und Entwickler verschwenden Zeit und Geld.

Geld verbrennenDass sich in Folge des weltweiten Wirtschaftsabschwungs die Zahl neuer Startups vor allem aufgrund eines erschwerten Kapitalzuganges verringern würde, war abzusehen. Was das Auftauchen wirklich durchdachter, neuartiger Anbieter betrifft, sieht es seit einigen Monaten äußerst mau aus. Das bestätigt auch Markus, der beim Museum of Modern Betas im Test-Stadium befindliche Webdienste vorstellt und dem derzeit weniger neue Services unter die Augen kommen als noch vor einem halben Jahr.

Umso frustrierender ist es, wenn die wenigen, auf den ersten Blick interessanten Neustarts sich als schlecht konzipiert und unbrauchbar herausstellen. Was bringt es uns und euch, einen Dienst vorzustellen, dessen dauerhafte Überlebenschancen irgendwo zwischen null und einem Prozent liegen?

Aktuellstes Beispiel dafür ist Goom Radio, ein französischer Service, der sein Glück nun auch in Deutschland versuchen will. Goom kombiniert diverse, nach Genre sortierte Radiostreams mit einem sozialen Netzwerk und der Möglichkeit, eigene, individuelle Streams aus von Goom bereitgestellten und selbst hochgeladenen Titeln zu erstellen und diese mit anderen zu teilen.

Die Pressemitteilung von Goom las sich ganz interessant, weshalb ich dem Dienst einen Besuch abstatte, mich registrierte und ein wenig herumspielte (aus Deutschland wird man unfreiwillig auf die noch nicht gestartete de-Version geleitet, aus Schweden konnte ich jedoch auf die internationale Variante von Goom Radio zugreifen).

Doch schnell kam die Ernüchterung: eine äußerst unübersichtliche Site, für Unruhe sorgende Laufschrift anno 1999 und schlecht voneinander abgegrenzte Funktionen. Außerdem hatte ich das Gefühl, unnötig viele Klicks tätigen zu müssen, um eine Aktion durchführen zu können (z.B. einen eigenen Radiostream zu erstellen). Nach fünf Minuten war mir die Lust am Ausprobieren vergangen.

Unabhängig von diesem speziellen Fall und der Frage, wie viele Onlineradios das Netz eigentlich benötigt, ist Goom exemplarisch für ein grundlegendes Problem, dessen unfreiwilliger Zeuge wir als Freunde des Webs tagtäglich werden: Die Verschwendung wertvoller Ressourcen.

Zwar lässt sich heutzutage mit vergleichsweise geringem Aufwand ein funktionierender Onlineservice auf die Beine stellen, aber ganz ohne finanzielles Investment geht es nicht. Entscheidender jedoch ist die Zeit und Arbeitskraft, die Jungunternehmer und Entwickler in Projekte stecken, die von Beginn an nur minimales Potenzial haben, sich dauerhaft zu etablieren.

Man stelle sich vor, was all die talentierten Entrepreneure Sinnvolles anstellen und welche Synergien sie nutzen könnten, hätten sie nicht - jeder für sich - in den letzten Jahren das x-te Social Network an den Start gebracht und Energie, Zeit, Herzblut sowie Geld in ihr häufig zum Scheitern verurteiltes Vorhaben investiert.

Natürlich ist es eine Illusion, anzunehmen, dass wir jemals zu einem Punkt kommen, an dem Internetunternehmen ohne Erfolgschancen und Alleinstellungsmerkmale gar nicht erst gegründet und nur die Googles, Facebooks und Twitters Kapital und andere Ressourcen erhalten. Zumal sich gerade anhand der großen Zahl chancenloser und mangelhafter Webangebote erkennen lässt, welche Kandidaten tatsächlich das Zeug zum nächsten großen Ding haben - nämlich die, die Probleme und Funktionen besser lösen als die breite Masse der austauschbaren 0815-Projekte.

Dennoch möchte ich diesen Artikel für den Aufruf nutzen, sich noch genauer Gedanken darüber zu machen, was man mit einem (in der Planungsphase befindlichen) Startup erreichen möchte.

Zu oft entsteht nämlich beim Begutachten eines neuen Dienstes der Eindruck, er diene lediglich der Erfüllung des Selbstzweckes einer Webgründung, statt sich am tatsächlichen Bedarf zu orientieren und auf echte Innovation und Problemlösung zu setzen. Je mehr solcher Services mir unter die Augen kommen, desto stärker ist mein Bedürfnis, den verantwortlichen Köpfen einfach nur sagen zu wollen: Hört auf damit, bevor ihr noch mehr Kapital und Arbeitsstunden mit diesem hoffnungslosen Fall verschwendet.

Zugegeben: Auch solche vermeintlich hoffnungslosen Fälle können sich später zu einem Erfolg mausern oder für eine akzeptable Summe einen (mehr oder weniger naiven) Käufer finden. Doch im Rezessionsjahr 2009 stehen die Chancen dafür schlechter als bisher. Gleichzeitig sind die für das Aufziehen und den Betrieb eines Startups benötigten Mittel aufgrund eines erschwerten Zuganges zu Finanzierungen wertvoller den je. Wer sie hat, sollte damit verantwortungsvoll umgehen.

Wer im derzeitigen, Kräfte zehrenden konjunkturellen Umfeld mit einem Webangebot an den Start gehen möchte, muss mehr den je den Markt studieren, von den erfolgreichen Diensten lernen und die Fehler vermeiden, die viele andere vor ihm begangen haben. Ein solcher Lernprozess ist essentiell und scheint bisher allzu selten stattzufinden.

Und eine Bitte zum Schluss: Wer mit der Gründung einer Site liebäugelt, dessen Konzept bereits von diversen andere Services umgesetzt wurde und dabei nicht mindestens fünf (oder besser zehn) grundlegende, tatsächliche (!) Verbesserungen mitbringt, der lässt es lieber ganz sein.

Foto: Flickr/purpleslog (CC-Lizenz)

Kommentare

  • Amos Struck

    16.02.09 (11:15:49)

    Schöner Artikel der es wirklich auf den Punkt bringt. Wenn man als Startup ein Produkt hat welches Sinn macht und gleich von Anfang an Geld einspielt, wird darüber so gut wir gar nicht berichtet. Deswegen denken die ganzen Startup Gründer auch das sie einfach nur die x-te Kopie eines Social Networks bauen müssen um Erfolg zu haben.

  • Felix A.

    16.02.09 (11:54:41)

    Genialer Beitrag der wichtige Punkte anspricht wie ich finde. Aufgrund der von dir genannten Punkte, finde ich auch das Konzept von Y Combinator sehr richtig. Meiner Meinung nach gibt es nämlich das Problem, dass oft zu lange an einem Projekt festgehalten wird, obwohl die Chancen auf einen Erfolg gering sind. Denn wenn nach 6 oder 12 Monaten trotz Werbemaßnahmen die Besucher einfach nicht wieder kommen, dann wird das zu großer Wahrscheinlichkeit wohl den Grund im Konzept haben und nicht weil z.B. ein kleines Widget fehlt, welches ohnehin nur 10% der potentiellen Nutzern einen Mehrwert geben würde. Ich weiß nicht ganz, ob viele Gründer stagnierende Besucherzahlen nicht wirklich wahr haben wollen, nicht verstehen, Angst haben das eigene "Versagen" einzugestehen oder sich mit dem verbleibenden Geld noch einen lauen Lenz machen wollen. Aber ich denke es sollte schon recht schnell klar sein, ob ein Konzept funktioniert oder nicht: Prototyp entwickeln, testen und dann nach Zeitraum X urteilen. Wenns nicht funktioniert, über ein neues Projekt nachdenken. Viel Zeit und Geld wird mMn auch mit unwichtigen Faktoren verschwendet. Zum Beispiel für die letzten coolen JavaScript Effekte oder ein top Design... GMail würde niemals einen Designpreis gewinnen, aber darum geht es den Nutzern auch nicht. Diese wollen ohne viel nachdenken zu müssen an Information X oder Y gelangen.

  • Martin Hypert

    16.02.09 (11:56:44)

    Nach fünf Minuten war mir die Lust am Ausprobieren vergangen. Ich denke, dass Goom Radio das „nächste große Ding“ im Internet wird. Die Aufzählung möglicher Anwendungsszenarien von Goom Radio ist lang und variiert je nach eigener Situation. Erkennen kann dies nur, wer den Service selbst für längere Zeit einsetzt. Erst wer diesen kritischen Moment überschritten hat, kann sich ein fundiertes Urteil über Goom Radio erlauben. Nicht über Goom Radio zu berichten wäre wie Mitte des vorigen Jahrhunderts das Aufkommen von Fernsehen oder Kühlschränken zu ignorieren - Entwicklungen, die den Alltag von Menschen grundlegend verändert haben. Goom Radio ist auf einem guten Weg, dies zu tun.

  • Matthias

    16.02.09 (12:42:49)

    Dieser Artikel spricht mir aus der Seele... Ich habe mich auch immer gefragt, wie lang sowas gut geht, wenn wieder ein neues Startup rausgekommen ist, dass zum 1,72 Millionsten Mal das Konzept von MyMüsli kopiert hat. MyMüsli ist immer noch erfolgreich, aber ob es die Nachahmer auf lange Frist sind, glaube ich eher nicht. Denn irgendwann ist jeder Hype vorbei. Wenn man jemandem vor 5 Jahren gesagt hätte, "Hey, jemand bezahlt einen höheren Preis für etwas, nur weil er es sich im Internet zusammenklicken kann, anstatt es selbst im nächsten Laden zusammenzustellen...", dann hätte mich dieser jemand für verrückt erklärt. In meinen Augen passieren jetzt die selben oder ähnliche Fehler wie zur dotcom-Blase. Jeder will mit irgendwas Geld verdienen, eröffnet ein Unternehmen ohne zu wissen ob diesen Dienst überhaupt jemand haben will. Ich denke mittlerweile ist es einfach eine Art Lifestyle geworden ein Internet-Startup zu gründen. Die Entscheidung dies zu tun, so kommt es mir zumindest vor, wird so schnell getroffen wie sich ein iPhone zu kaufen. Guckt man sich die Fotos der Gründer an, so sind diese häufig im selben Stil gehalten. Junge Menschen, ausstaffiert mit den Statussymbolen unserer Zeit und umgeben von einer Aura als hätte die Welt nur auf ihr Startup gewartet...

  • Trendschau

    16.02.09 (13:05:08)

    Sehe ich teilweise etwas anders: 1. Schon immer und überall war die Erfolgsquote von neuen Produkten und Innovationen sehr gering. Das funktioniert nunmal über trial & error. 2. Ein Produkt musste noch nie besonders innovativ sein, um Erfolg zu haben. Einfachstes Beispiel sind Generika. Die haben natürlich immer noch den Preisvorteil, aber häufig tuts auch einfach der nächste blöde Hype, um eine günstige Kopie nach oben zu spülen. 3. Das eigentliche Problem ist doch gerade in Deutschland eher der Mangel an Gründergeist und die absolute Unterstützungs-Wüste in der mit Abstand schwierigsten Seedphase. Damit das wenige wenigstens bleibt, nehme ich Krücken-Startups gerne in Kauf...

  • Andreas Göldi

    16.02.09 (15:13:23)

    Alles grundsaetzlich richtig. Nicht umsonst ist einer der besten Tipps fuer Startups immer noch "Fail fast": schnell rausfinden, ob die Idee was taugt und zum Fliegen kommt (und das kann man nur empirisch), und den Laden bald zumachen, falls das nicht der Fall ist. Das Schlimmste sind nicht fehlgeschlagende Startups, sondern "Zombie-Unternehmen", die jahrelang Geld und Lebenszeit fressen, ohne es je auf einen gruenen Zweig zu schaffen. Andererseits: Ex ante ist es schwierig, wirklich verlaesslich festzustellen, ob eine Idee tragfaehig ist. Das beste Beispiel ist Google: Es war 1998 keineswegs so klar, wie es jetzt nachtraeglich erscheint, ob Googles neuartiger Algorithmus wirklich einen so deutlichen Vorteil bringen wuerde, um die ca. 20 schon etablierten Suchmaschinen zu verdraengen. Man kommt eben nicht darum herum, eine Idee wirklich am Markt zu testen.

  • Bernd

    16.02.09 (15:15:11)

    Yo liebe Leute schaut lieber YouPorn da habt ihr mehr davon! :)

  • Marcel Weiss

    16.02.09 (15:41:50)

    YouPorn ist in der Tat insofern interessant, als es eine Branche, die bisher immer die erste war, neue Technologien zu umarmen und erfolgreiche für's eigene Geschäft einzusetzen, vor ernsthafte Probleme stellt. BitTorrent und Streaming machen der Pornoindustrie erheblich zu schaffen.

  • Patrick Stähler

    16.02.09 (15:42:37)

    Was Martin hier beschreibt ist nicht nur die Norm bei Startups, sondern auch bei etablierten Grossunternehmen, wenn sie auf "Venture" oder Neue Medien machen. Sie suchen sich den nächsten Hype und springen auf den Zug. Das ist auch viel einfacher, da ja dann ganz viele Marktstudien vorliegen, die aufzeigen, wie gross denn jetzt der Markt wird. More of the same braucht eben weniger Mut als anders zu sein. Startups konnten damit in den letzten Jahren vielleicht noch Geld verdienen, weil ein Exit an einen noch "dümmeren" Investor möglich war. Jedes Unternehmen braucht eine klare und überzeugende Value Proposition, die möglichst einmalig ist. Klar heisst leicht verständlich, so dass Kunden Lust haben, den Service auszuprobieren. Überzeugend heisst, dass Kunden auch langfristig vom Nutzen überzeugt sind und so aus einer Modeerscheinung ein Geschäftsmodell wird, das sich im Leben der Kunden verankert. Worauf sollte so eine Value Proposition basieren? Da kommt wieder ein englisches Wort ins Spiel: Auf einem Customer Insight also auf einer Einsicht, was den Kunden bewegt und was ihm fehlt. Der Customer Insight sollte konkret sein. Und dann bietet dem Kunden eine konkrete Lösung für sein Problem an. Das ist der harte Weg, eine neuartige Value Proposition finden, deren Zeit auch schon reif ist. Timing ist hier das grösste Problem. Der andere Weg ist, dass ihr schaut, wo es eine bestehende Value Proposition gibt, die schlecht umgesetzt ist, bzw. deren Umsetzung in die Jahre gekommen ist. Gerade Marktführer haben in den letzten Jahren Fett angesetzt. Homegate.ch optimiert seit Jahren den Cash-Flow, aber Innovation kommt von ihnen nicht mehr. Gleiches gilt für Search.ch. Und im Jobmarkt sehen wir auch nur reine Übertragungen des Printmodells aufs Web. Und die Margen sind in der Schweiz immer noch so hoch, dass sie gut angegriffen werden können. Hier haben sich gemütliche Oligopole etabliert. Wenn ihr mehr dazu lesen wollt, dann geht mal auf http://www.business-model-innovation.com . Es gibt viele Bereiche, die sich für Startups lohnen würden, aber viele sind natürlich nicht so fancy wie Musik und sie brauchen etwas mehr als nur eine Webseite, aber es gibt diese Bereiche. Wäre toll, wenn wir hier mehr Startups sehen würden, die wirkliche Probleme angehen.

  • Martin Hypert

    16.02.09 (16:14:32)

    @Patrick Stähler Hier noch ein tolles englisches Wort: Bullshit-Bingo.

  • domingos

    16.02.09 (16:39:02)

    Durchaus richtig, aber... Man muss kapieren, dass es mehr als gute Ideen braucht, um ein Unternehmen zu gründen. einen Business-Plan Fallstudien Finanzpläne einen Marketingplan Kleine Widgets können für sich genommen wirtschaftlich nie erfolgreichen werden. Ausnahmen wie Twitter bestätigen die Regel. Aber Dinger wie YouTube haben meines Wissens nach auch nie Gewinn abgeworfen, trotdem hat Google viel Geld dafür bezahlt. Wenn man vier - fünf Jahre in einem großen Unternehmen arbeitet, hat man keine großen Ambitionen mehr, eigene Projekte innerhalb des Unternehmens zu betreiben. Große Institutionen sind die Innovations- und Lustkiller No. 1. Im Zweifelsfall ist mir der abgestürzte Startup immer noch sympathischer als der Elefant Amazon. Gute Ideen werden in solchen unternehmen kaum noch entwickelt, sondern großzügig aufgekauft.

  • Walter Werschinger

    16.02.09 (16:51:05)

    Wenn es alles so einfach wäre. Jeder, der damit liebäugelt mit einer Webidee an den Start zu gehen, macht sich sicherlich Gedanken über seine Idee. Daher finde ich den Satz Was bringt es uns und euch, einen Dienst vorzustellen, dessen dauerhafte Überlebenschancen irgendwo zwischen null und einem Prozent liegen? im Vorhinein schwierig zu beantworten. Denn kaum jemand würde mit seiner Sache anfangen oder weitermachen, wenn er die Frage klar beantworten könnte. Im Nachhinein lassen sich alle Dinge immer wunderbar analysieren. Aber nur weil etwas so war oder ist, muss es noch lange nicht in der Zukunft so sein. Man hat eine Idee und testet sie. Es hilft natürlich, wenn andere Menschen die Idee ebenfalls gut finden. Aber es ist kein zwingendes Ausschlusskriterium, wenn viele sie schlecht finden. Vielleicht ist sie gerade dann besonders gut. Dann macht man sich an die Arbeit, nimmt die Faktoren A und B an, woraus C und D folgen. Dass auf dem Weg noch die Faktoren E bis Y und viele weitere dazwischen kommen, sollte gerade im Web klar sein. Da muss man geistig flexibel bleiben. Netzertig hatte es doch bereits Mitte 2008 gut zusammengefasst. Diese Ansicht teile ich.

  • Felix A.

    16.02.09 (17:07:48)

    "einen Business-Plan Fallstudien Finanzpläne einen Marketingplan" ...halte ich für überbewertet. Wichtig ist eine Idee, die man auf einer DIN A4 Seite beschreiben sollte können. Alles andere kommt danach... Ich verstehe auch gar nicht, warum die ganzen VCs diesen Kram haben wollen. 90% der Businesspläne sind doch ohnehin nur Bullshit Bingo auf hohem Niveau.

  • Jan

    16.02.09 (17:18:17)

    Ich verstehe auch gar nicht, warum die ganzen VCs diesen Kram haben wollen. Unsicherheitsreduktion? Denn warum sollte eine VC-Firma glauben, das nur weil jemand eine Idee auf ne DIN-A4 Seite packen kann, das er auch in der Lage ist sie umzusetzen? Das kann sie zwar mit den ganzen Plänen auch nicht sein, aber es verringert in dieser Beziehung zumindest schon mal das Risiko.

  • Silvio

    16.02.09 (17:40:25)

    Ja & Nein. Ein Start-up zu gründen oder auch dort zu arbeiten ist immer auch ein Stück Lebens- und Berufserfahrung. Auch wenn das Projekt nach 12 Monaten wieder den Bach runtergeht, u.a. entscheident ist der Mut etwas an etwas eigenes zu glauben, diese duchzuziehen & bei Problemen/Kritikern nicht gleich aufzugeben. Klar, irgendwann muss man vom toten Pferd absteigen. Insofern dürfen auch Copycats & scheinbar nutzlose Dinge probiert werden. Twitter war m.E. auch so ein "Wer brauch diesen Ding ohne Monetarisierungmodell?" Der Rest ist bekannt...

  • Felix A.

    16.02.09 (17:45:18)

    "Unsicherheitsreduktion?" Ja, du hast wohl recht. Meine Aussage war auch etwas provokativ ;)

  • Daniel Niklaus

    16.02.09 (19:07:31)

    :-) Was zeichnet die meisten Unternehmer aus? Sie gehen ihren eigenen Weg. Konkurrenz, Wirtschaftszeiten & Co. sind ihnen absolut sch***egal. Zum Thema Kopie: Auf meiner SGI Webforce hatte ich 1995 VRML 1.0 und versuchte solche Teils an den Mann zu bringen. Vergeblich. Danach installiere ich 1996 einen AlphaWorld Server, ebenfalls ohne Erfolg und lies in Zukunft die Hände von 3D. Es brauchte Second Life, bis die Geschichte etwas mehr in den Mainstream kam und WOW um einen kommerziellen Erfolg hinzulegen. Entwicklung ist Evolution und da stirbt halt die grosse Masse.

  • Berlusconi

    16.02.09 (20:21:34)

    Martin Hypert schrieb: "Nicht über Goom Radio zu berichten wäre wie Mitte des vorigen Jahrhunderts das Aufkommen von Fernsehen oder Kühlschränken zu ignorieren - Entwicklungen, die den Alltag von Menschen grundlegend verändert haben. Goom Radio ist auf einem guten Weg, dies zu tun." Das ist echt mal der Witz des Tages Ironie vom Feinsten, man was hab ich gelacht :)))))))))) ...aber ich sehe keine Smileys in diesem Kommentar..das macht mir Angst :-O

  • Martin Weigert

    16.02.09 (20:28:37)

    Er bezog sich auf meinen gestrigen Twitter-Beitrag und nimmt meine dortige Äußerung ein wenig aufs Korn ;)

  • Berlusconi

    16.02.09 (21:09:05)

    Walter Werschinger schrieb: "Man hat eine Idee und testet sie. Es hilft natürlich, wenn andere Menschen die Idee ebenfalls gut finden. Aber es ist kein zwingendes Ausschlusskriterium, wenn viele sie schlecht finden. Vielleicht ist sie gerade dann besonders gut." (Achtung, es wird ein längerer Beitrag ;-) Eine Idee, von der nur wenige begeistert sind, kann in der Tat trotzdem gut sein. Hier sollte man aber zwischen einer Idee an sich und einer Geschäftsidee unterscheiden. Solange es nur eine Idee für irgendwas ist, gut. Wenn ich auf Basis dieser Idee aber ein Unternehmen gründen will, also eine Geschäftsidee entwickle, ist das einer der wichtigsten Punkte, um erfolgreich zu sein. Das Wichtigste ist imho das Team, denn gute Leute können schlechte Ideen verbessern, umgekehrt nicht. Fakt ist doch: Es zählt nur das, was die Leute haben und (be)nutzen wollen. Alles andere ist Zeit-, Arbeits, Ressourcenverschwendung und ein Rohrkrepierer wie richtig im Artikel dargestellt. Es ist daher nicht die Frage zu stellen, ob eine Idee "gut" oder "schlecht" ist, sondern herauszufinden, ob sie als Geschäftsmodell taugt und bei der Zielgruppe ankommt. Was definiert denn, ob eine Idee -gut- ist? Wenn es um eine Geschäftsidee geht, dann ist sie imho nur "gut", wenn sie etwas umfasst, das die Menschen tatsächlich wollen; ob sie es wirklich brauchen ist wieder eine andere Frage. Es kann deshalb NUR darum gehen etwas zu entwickeln, das Nutzer wollen. "all I have to do is start a startup, and I'll be rich." Niemandem ist gedient, wenn Gründer X sich mit einem Web-Startup auf Teufel komm raus selbsverwirklichen will, und die Idee zum Randthema wird - Hauptsache gegründet. Aber genau das beobachtet man, wenn man sich im Web bewegt. Man trifft auf größtenteils überflüssige Softwareprodukte und dafür muss man nicht mal lange suchen, denn überall springen sie einem entgegen, die 0815AlphaBetaGamma-Sinnlos-Copycat-Clone-SocialDingsbumsvernetzmichbiszumAbwinken-Ideen. Das ist traurig, denn niemand dieser Gründer, scheint sich vorher mal hingesetzt und überlegt zu haben, ob das, was er da fabriziert, tatsächlich jemand braucht. Wie viele Radio-Startups gibt es jetzt? So viele, dass es langsam an der Zeit wird dafür extra einen Wikipedia-Eintrag zu erstellen. Das ist ein absolutes Überangebot. Aber Hauptsache er/sie findet die Idee ganz toll und im Besten fall wird man damit auch noch reich. Richtig. Nein, völlig falsch! Dann lieber als Hobby nebenher laufen lassen, dann vernichtet man nicht eigenes oder anderer Leute Geld und schont die Nerven vieler Menschen. Man lernt natürlich auch oder gerade aus den Erfahrungen einer gescheiterten Gründung. Das ist wichtig, gar keine Frage. Aber man sollte nicht den Fehler begehen und dies als Vorwand/Ausrede für eine schlechte Vorbereitung zu nehmen. Entweder man kniet sich voll rein und bereitet sich richtig vor oder man lässt es lieber gleich bleiben, denn Halbherzigkeiten werden niemals ein Erfolg werden. Ich kann mich da Paul Graham nur anschließen, denn seine Worte treffen den Nagel auf den Kopf: "You need three things to create a successful startup: to start with good people, to make something customers actually want, and to spend as little money as possible. Most startups that fail do it because they fail at one of these. A startup that does all three will probably succeed."

  • Cornelius

    17.02.09 (10:47:20)

    Ich spreche eindeutig gegen Internet Startups als Lifestyle, die nicht nachhaltig konzepiert sind, aber die Erwartungshaltung bzw. die Bewertungen von neuen Ideen und Firmen scheint auch der Realität fremd zu sein. Jede Neugründung geht ein Risiko ein, erst Recht wenn es auf bestehende und zukünftige Trends setzt, was meist der Fall im Internet ist. Auch muss man erstmal in sein Startup investieren bevor man Einnahmen machen kann. Es wird einem oft geraten mit einer ersten Iteration anzufangen, auch wenn nicht jede gewünschte Funktionalität integriert ist, evtl. wechselt man ja noch in ganz andere Bereiche (wie Flickr als Spiel gestartet ist). Klar, für mich als Gründer sehen viele andere Startups auch bekloppt aus, aber wenn ich nachdenke über unsere Vision und was man davon zur Zeit sieht, erkennt man, dass noch viel Arbeit auf uns zukommt... Wer will soll gerne Beratung oder Freelance-Entwicklung anbieten, Optionen die wir ausgeschlossen haben aber die sicheres Geld bringen... "Fail fast, fail often, fail cheap" Ein wenig mehr Gründergeist und Support erwünscht, aber im Gegenzug auch hoffentlich ansprechendere Konzepte und durchdachte Websites...

  • Franz

    17.02.09 (11:11:14)

    Gut auf den Punkt gebracht. Die meisten Web-Startups entstehen aus meiner Sicht auf Grund von Medienberichten bzgl. Millionenschwerer Verkäufe und unvorstellbar hoher Werte vermeintlich "simpler Ideen". Und so hoffen wir alle dann insgeheim darauf, ebenfalls so einen Treffer zu laden und auf alle Ewigkeiten auszusorgen. Es ist ja auch kein Geheimnis, das ein erfolgreiches Internetprojekt mehr Geld einbringen kann als ein Dr.-Titel im Beruf. Das größte Problem was die Deutschen haben ist absolut mangelnder Unternehmergeist. Ich suche schon seit ca. 10 Jahren nach Leuten, die wirklich WOLLEN. Viele träumen nur. Immerhin träumen sie. Die meisten aber jammern nur, und sind auf den Erfolg anderer Gründer neidisch. Das ist es, was mich wirklich ärgert. Dabei ist das aller wichtigste ein funktionierende Team aufzustellen. Das klappt nicht, wenn zwei von drei Leuten eigentlich viel lieber auf Konzerte und Parties gehen anstatt sich mit voller Kraft in das Projekt zu hängen. Und wer traut sich schon, seinen Job an den Nagel zu hängen, um einen Startup durchziehen zu können? Kaum jemand. So verwundert es auch nicht, wenn die meisten funktionierenden Startups von Studenten zustande kamen, die gemeinsam in einer WG wohnten. Das ist die beste nur denkbare Voraussetzung. Vielleicht sollte darüber mal ein Artikel geschrieben werden: "Wie ändere ich mein Leben so, das ich im Internet Erfolg haben kann?" - geh studieren - ziehe in eine WG - achte darauf, das deine Mitbewohner Unternehmergeist haben An letzterem Punkt wird es scheitern. Und dann kommt das Scriptkiddie-Problem. Typen, die glauben das sie etwas gut können, und in Wirklichkeit Laien sind. Noch schlimmer sind aber diejenigen, die lieber alles selber machen anstatt sich zu verbünden. Aber an einer Sache mangelt es mir überhaupt nicht: Know-How und geniale Ideen. Geht zumindest mir so. Und seit 10 Jahren sehe ich zu, wie meine Ideen wenige Jahre Später von anderen umgesetzt werden. Mangels passender Teamkollegen lassen sich dann auch keine Business Angels überzeugen. Wem es auch so geht, darf sich gerne bei mir melden. Siehe Impressum bei omabook.de. 2009: Es gibt wirklich schlimmeres. Soll der Markt sich doch konsolidieren und die ganzen Me-Toos und Me-Threes raus schmeissen. Ich sage nur "Ideavirus". Die besten Zeiten kommen erst noch.

  • Jonny

    17.02.09 (16:25:39)

    Das massenhafte Scheitern liegt wohl in der Natur von Startups. Ansonsten würden die ja ihr Geld ganz normal von der Sparkasse bekommen. Natürlich weiß man vorher nicht, was funktioniert (siehe Google). Insofern ist es zwar etwas peinlich, was teilweise gegründet wird, aber damit kann man wohl zugunsten einer entwickelten Gründerkultur leben. Diese gibt ja nicht zuletzt netzwertig.com eine Daseinsberechtigung.. Was ich viel erstaunlicher finde: Die Ideen sind teilweise abgrundtief bescheuert und trotzdem erfolgreich! Bestes (schlechtestes) Beispiel ist Jamba. Oder 9live. Aber auch mymüsli ist ein mir völlig unverständlicher Erfolg. Die richtigen Leute machen halt aus dem größten Mist noch Geld (z.B. E.Dariani). Das ist im Netz nicht anders als im "echten" Leben.

  • Stefan

    17.02.09 (16:49:19)

    Ich mag solche negativen Posts nicht ;) Das ist der Ton der ewig neidischen und nichts unternehmenden...

  • Michael

    17.02.09 (16:51:27)

    Dem Post kann ich voll zustimmen. Aber einen Punkt hast du vergessen der noch viel ärgerlicher ist: Zahlreiche zum scheitern verurteilte Startups bekommen riesige Summen als Venture Capital. So habe ich mich schon immer gefragt wie Startups wie amiando, smava und co ihr Venture Capital jemals erwirtschaften wollen.

  • Stefan

    17.02.09 (17:31:16)

    Natürlich wird viel Geld und Zeit verschenkt, aber das ist in allen Branchen so – nicht umsonst schließen täglich dutzende Kneipen (ohne Zielgruppe, ohne Neues, im falschen Viertel zur falschen Zeit). Und das man im Internet arbeitet, hebt eben nicht die Notwendigkeit auf sich mal mit dem Kundennutzen zu beschäftigen, oder ob sich etwas überhaupt theoretisch rechnen kann. Auf der anderen Seite würde es weder Facebook, noch Youtube & co geben wenn man rein die Nachhaltigkeit bzw. die Monetarisierung betrachtet. So gesehen sollte weiterhin viel "versucht" und gestartet werden – wenn man nur planbar und kalkulierbares, sicheres und berechenbares startet gibt es keine Innovationen. In Dt. war/ist doch eher das Problem gewesen das man keinen Mut gehabt, und nur die Risiken gesehen hat, so sollte man jetzt darin, das einige einfach "machen", auch mal etwas positives sehen, auch wenn viel verbrannt wird.

  • Thomas

    17.02.09 (17:42:36)

    "Blogger, hört endlich auf Euere Zeit und die der Leser mit schlechten Artikeln zu verschenden" möchte man da ausrufen. Was für ein schlechter Artikel! Da hat der Autor gefrustet ein x-beliebiges Startup ausprobiert und rät nun weise der Gründerwelt: "Werdet besser". Wie hilfreich. Konkrete Tips? Fehlanzeige! Analyse der Gründe, woran es fehlt? Fehlanzeige! Gedanken gemacht, was dieser Artikel bezwecken könnte? Unvorstellbar!

  • Felix A.

    17.02.09 (18:43:03)

    @Thomas Ist doch nur ein nettgemeinter Tipp. Ein bisschen mehr Skepis bei eigenen Start-Up Vorhaben schadet sicherlich nie, da man eigentlich immer dazu neigt, das eigene Projekt zu optimistisch zu sehen.

  • Martin Weigert

    17.02.09 (18:44:42)

    Danke Felix ;) @ Thomas Lies einfach mal ein paar Monate lang netzwertig.com (und schau dir auch gerne ältere Artikel von uns an). Dann erhälst du ein breites Spektrum an konkreten Tips und tiefergehenden Analysen.

  • Daniel Niklaus

    17.02.09 (21:56:39)

    Anhand der Kommentare sieht man relativ gut, welches die Berater und welches die Unternehmer sind ;-)

  • Felix A.

    17.02.09 (23:33:58)

    Ich mache mir damit jetzt sicherlich keine neuen Freunde, aber ich muss es einfach posten: Volker Pispers FTW!

  • Carlo

    17.02.09 (23:51:17)

    Hallo Leute, ich muß mich den einen Artikel von trendschau voll und ganz anschließen. Wir können zwar vom Glück reden das es die deutsche start up und sog. business angels gibt, die nur an folge finanzierungen interessiert sind; jedoch in der Seed Phase keine Eier haben, kleine hilfen von 5-15000 euro zu geben; die bei solch einem projekt wie unseres für wunder wirken würden. Aber nein, man muß dass volle paket abliefern, d.h die Web Seite mit stream und flash voll als Beta account abliefern und selbst finanzieren und ein tadellosen Business Plan der einen schnellen ROI gewährleistet. Wenn ich mir jedoch anschaue in wieviele sinnlose Start up von communities millionen von Euro von den burdas und holtzbrinks und samwer brüdern und gadowskis, die limited etc. als gesellschaften haben investiert werden; und hier in deutschland die gründung einer gmbh bei wenig kapital der totale schwachsinn ist, wird mir ganz schlecht für sog. seed investments, denn hier in der seed phase fängt erst alles an, aber bei dem einheitsbrei von start up finden sich immer wieder investoren. Lieber zehn kleine seed ideen fördern als den großen eine finanzierungsrunde nach der anderen in den rachen zu schmeißen; in der hoffnung 25 millionen euro bei einem video dowmload portal wieder rauszuholen. Haben hier einige überhaupt eine vorstellung was eine skalierbare serverstruktur bei einem hoster für kosten verursacht? ich lach mich tot über unsere Business Angels und venture Capital; den rein kalkulatorisch würde sich einer von zwanzig erst rechnen:es ist das spekulieren mit der exit strategie oder die hoffnung spinn off manöver zu realisieren. Es ist alles noch viel zu lamgsam und unklar!!!

  • Daniel Niklaus

    18.02.09 (00:24:47)

    Eine der besten Initiativen in der Schweiz für Startups ist venturekick.ch Jeden Monat werden acht Bewerber zu einer Präsentation vor einer Expertenjury eingeladen. Die bessere Hälfte wird mit 10'000 Franken gefördert und qualifiziert sich automatisch für die zweite Stufe, bei der es um 20'000 Franken geht. Spätestens neun Monate später präsentieren sich die Besten in der Stufe drei. Hier können sie weitere 100'000 Franken Startkapital erhalten. Venturekick wird durch Stiftungsgeld finanziert. Die Startups behalten das Geld und geben keine Anteile ab. Sie werden in jeder Runde unterstützt und können spezielle Geschäfts- und Businessplankurse besuchen.

  • s.schumacher

    18.02.09 (07:13:00)

    Ich beobachte immer wieder, dass 5-stellige Summen für hippe, zeitaufwändige Entwicklungen ausgegeben werden, die weder nutzerfreundlich sind, noch Interesse wecken, noch informieren oder überhaupt sinnvoll konzipiert sind. Namen möchte ich jetzt nicht nennen. ;) Klar wollen User unterhalten werden, doch wird immer wieder vergessen, dass Anwendungen auch unkompliziert, übersichtlich und informativ sein sollten. Wenn mehr in Technik und Aussehen investiert wird, als in die eigentlichen Inhalten (oder sonstigen Nutzen der Seite) nutzt auch das innovativste Drumherum herzlich wenig. Der User schaut sich die Sache einmal an, fragt sich "und was sollte das jetzt" und kommt nie wieder.

  • PetR

    18.02.09 (08:54:42)

    Also ich finde solche Startups spannend. Das spricht eindeutig das "Glotzer"-Gen an. So wie man manchmal interessiert bei Reportagen im Fernsehen über Verkehrsunfälle, Artztserien oder lustige Videopannen zusieht. Also schönes Entertainment und immer wieder lehrreich, wenn man anderen zusehen darf wie sie offensichtliche Fehler machen.

  • Stefan

    18.02.09 (10:09:51)

    @Carlo: Sorry, aber wenn ich mir Deine Idee auf "klagefenster.de" durchlese, und dazu dutzende A4-Seiten und Wiederholungen brauche, und es immer noch nicht verstehe, verstehe ich nicht wie du andere, erfolgreiche Ideen (die sich auch in 2 Sätzen präsentieren können) angeiferst. Deine Idee mag gut sein, aber so wie du sie erklärst, klingt es langweilig und interessiert mich nicht. Bring doch Deine Idee mal auf den Punkt, und starte eine einfache und lauffähige Beta.

  • Carlo

    18.02.09 (10:51:44)

    Hallo Stefan, wie willst Du in zwei Sätzen ein Unterhaltungs-Lexikon für Top News beschreiben, das es bisher im Netz nicht gibt. Ausführlicher wie wir es getan haben geht gar nicht. Denn alleine der Beta- Account wird sehr viele Inhalte bieten können aus hohen Niveau, was bisherige Web Portale nicht bieten können. Unser Business Plan wir zur Zeit v. einem Experten überprüft. Wir werden strukturierter als webnews.de sein. Übrigens nochmals vielen Dank an Daniel Niklaus.

  • Stefan

    18.02.09 (11:06:59)

    " wie willst Du in zwei Sätzen ein Unterhaltungs-Lexikon für Top News beschreiben, das es bisher im Netz nicht gibt. Ausführlicher wie wir es getan haben geht gar nicht." Es geht nicht um Ausführlichkeit, es geht um Kürze, Knachigkeit und den "Punkt". "Unterhaltungs-Lexikon für Top News" Versteh ich nicht. Einmal redest du von "Top News", dann wieder von irgendwelchen "Klagen" / "negativen Nachrichten" – ja was denn nun? Komme zum Punkt. Ist Deine Seite eine nutzergetriebene Seite für schlechte Restaurants? Ein NewsPortal? Ein Diskussionsforum für Krankheiten? Ein Nachrichtenportal? Ein Lexikon?

  • Carlo

    18.02.09 (12:31:31)

    wir archivieren alles, d. h. mit anderen Worten, ein Lexikon wo Du u.a. negative Bewertungen unter der Rubrik Restaurants findest, gehst dann in der Rubrik Berlin und fndest in dieser Unterrubrik alle negativen Bewertungen im Berliner Raum für Restaurants. Dann gehst Du unter Sport, unter Kriege, TV-Sendung, Naturkatastrophen usw. und natürlich wieder in den jeweiligen Unterrubriken usw. Auf unserer Hauptseite wird man die Top 5 finden, wie Google mit Youtube das schon seit einem jahr macht; ich hatte eine Knoll Version schon lange im Auge. Also kurz gesagt, im Klagefenster wird man alles im Netz finden an brisanten Ereignisse, Geschichte etc. mit Bewertungscharakter für User. Im Prnzip ein riesiges Inhaltsverzeichnis von nur interessanten Sachen, und nicht mit all dem Schwachsinn an Videos, Dateien, Comments, Blogs usw. die kein mensch braucht und gigantisches Datenmaterial wertvolle Rechnerkapazität blockiert. Wir werden ein effizientes wikipedia sein für top news und sorgen natürlich auch für Unterhaltung. Sooooo, um das zu verstehen, muß man den BP lesen; das ist nicht irgend eine Community oder etwas ähnliches. Das ist ein gigantisches Projekt das mindestens für den beta account 5-10 Mann brauchen wird. Zur Zeit sind wir 5 Mann.........ich mache daher keine halben Sachen. Was nutzt mir eine lauffähige Beta Seite, wo man nur auch ein Bruchteil dessen sehen kann, was wir vorhaben. Das Projekt beziffert sich auf 52 Millionen Euro Exit und wird die ersten drei Jahre vermutlich kein ROI erziehlen, da hier viel Arbeit, Know how und große Datenmengen an Informationen generiert werden müssen; mal ganz abzusehen von den Marketinginstrumenten die eingesetzt werden müssen. Nein, wer den Business Plan vesrteht und sich intensiv mit diesem großen Projekt auseinander setzt, wird ein würdiger Investor sein, der auch im Netz etwas bewegen und neues erschaffen möchte. Ich bin 42 jahre alt und habe viele Web Projekte auf der Welt gesehen und bin viel rumgekommen. Deshalb lieber Stefan, so einfach es auf den Punkt zu bringen...geht hier gar nicht. Wenn Gott will, wird die Seite zum 30.06.2009 fertig gestellt und hoffenltich schon mit information gefüttert sein; um dann große Marketng Kampanien zu starten. Wir brauchen mindstens 15 000 - 20 000 euro um das ganze zum 30.06.2009 fertig zu stellen.

  • Martin Weigert

    18.02.09 (12:36:48)

    Carlo: Man versteht einfach nicht, worum es bei euch geht. Was nützt mir "ein Mix aus Youtube.com, Wikipedia.de und vielen anderen Web 2.0 Communities."? Ihr wollt möglichst jeden Trend und jedes Buzzword in einem einzigen Dienst unterkriegen. Das kann nicht gut gehen. Mein Tipp: Lies dir noch fünf Mal obigen Artikel durch und investiere die 15.000 bis 20.000 Euro - sofern du sie zusammenbekommst - in etwas anderes.

  • Stefan

    18.02.09 (13:11:06)

    Also ein Wikipedia mit Kritiken über alles (incl. Kriege) plus ein Nachrichtenportal. Ohne Videos und Kommentare.

  • Stefan

    18.02.09 (13:12:42)

    "die kein mensch braucht und gigantisches Datenmaterial wertvolle Rechnerkapazität blockiert." "große Datenmengen an Informationen generiert werden müssen". Ja was denn nu? Viel Datenmengen, oder nicht?

  • Stefan

    18.02.09 (13:14:45)

    Klagefenster: "Du findest alles in deiner neuen Community, von bewegten Bildern, Videos, Dateien, Comments, Blogs, RSS-Feeds, Newsletter, alles was dich bewegt und interessiert." du sagst hier im Blog: "Im Prnzip ein riesiges Inhaltsverzeichnis von nur interessanten Sachen, und nicht mit all dem Schwachsinn an Videos, Dateien, Comments, Blogs usw. die kein mensch braucht"

  • Stefan

    18.02.09 (13:31:26)

    Ich habe mir mal Deine Präsentation zur Idee angeschaut: "http://www.slideshare.net/Carlo2008/Klagefenster-Presentation-01122008-931469?type=powerpoint" Ich kann nicht schlußendlich sagen das die Idee blöd wäre, aber zumindest die Präsentation sollte dann dochmal auf auf 20% heruntergebrochen werden, und vor allem bei "Business Model" sollte dann auch eben das stehen, und nicht "Charity", oder "teilweise kostenlose Rechtsberatung".

  • Patrick Stähler

    18.02.09 (13:39:39)

    @Carlo Euren Enthusiasmus in Ehre, aber ich verstehe nicht, welches Kundenproblem ihr lösen wollt. Ich höre viel, wie es aussehen könnte, aber was macht ihr, was mich als Kunde glücklich macht, weil ihr mir mein Leben erleichtert.

  • Carlo

    18.02.09 (16:48:20)

    Genau Stefan, ein geiles web news Portal mit allem drum und drann.....so da der nutzer lange herum stöbert oder sich mit anderen austauschen kann....aber alles sehr strukturiert und visuell bzw. graphsich schön gestaltet......mit Videos und Kommentare sowie icons. Stelle Dir vor ein wikipedia wo Du auch Bilder und Viedeos dazu sehen kannst und eine Bewertung abgeben kannst, und user über dieses oder das andere diskutieren und bewerten können. Der Kundennutzen ist im Business Plan enthalten, ich kann ja hier nicht alles verraten und Klugscheißer gibt es überall. Ich muß weiter arbeiten; wer Interesse hat ist gerne willkommen.

  • Cornelius

    18.02.09 (17:09:03)

    Bin gespannt auf den Moment, wenn Carlo der Realität ins Auge blicken muss... wahrscheinlich erst nach ein paar Jahren beim Launch. Dachte zuerst der erste Paragraph vom letzten Kommentar ist ein Witz, aber scheint ja leider nicht so... "sich mit anderen austauschen" Ok, es wird eine eierlegende Wollmilchsau mit Community. Also Facebook mit mehr Newsfokus, womit wir wieder bei dem xten Social Network sind. Ich denke, wenn Gründer sich auf das Wesentliche eines Produkts fokussieren und daran ein Jahr entwickeln und es live schalten, ist es keine verschwendete Zeit, man lernt extrem viel wofür andere mehrere Jahre brauchen. Ob das Risiko sich gelohnt hat, zeigt sich auch erst viel viel später... Wir sollten hier alle unterscheiden in Bezug auf was Personen SAGEN und was sie wirklich UMSETZEN können. Jeder will ein tolles einfaches Interface, die Killerfunktionen und alles schön stimmig, ich habe gerade 2 Stunden nur ein Icon diskutiert, ob es Nutzer verstehen können und wo man es auf der Seite integriert... Zeigt erste Iterationen und eine stimmige Roadmap und Vision, dann wird es interessant...

  • denny

    19.02.09 (14:20:58)

    klagefenster = totgeburt @martin weigert guter artikel. vielleicht fangen die angehenden gründer doch noch an etwas mehr nachzudenken.

  • Charlie Brown

    19.02.09 (16:25:28)

    Einigen Vorrednern kann ich mich da nur anschließen was den Nutzwert mancher Startups angeht... und das solche dann auch noch VC-Kohle verbrennen beweist mir nur, dass von denen (VC's)auch die meisten mit dem Klammerbeutel gepudert sind... und gerade die, die bereits erfolgreich Projekte auf den Weg gebracht haben sollten es doch besser wissen als Projekte zu finanzieren, die solch nützliche Dinge versprechen wie eine Visualisierung von Weinaromen (ja ne, is klar, das braucht man echt, für wen soll das sein, für Analphabeten?) oder das Bestellen eines selbstzusammengewürfelten Parfüms, das man vor dem Kauf noch nie gerochen hat (da braucht eigentlich jeder nur seine Freundin fragen ob die sowas kaufen würde und er wird wissen warum das nicht funktioniert, wenn ich Klamotten bestelle und die passen nicht schick ich sie zurück, bei customized Artikeln bleib ich dann auf dem stuff, der mir (wörtlich) stinkt eben sitzen. Aber solche Ideen entstehen dann wohl hauptsächlich in reinen Männer-Studenten-Wgs ohne Unternehmergeist und/oder Freundinnen ; ) Oder revolutionäre Dinge wie ein Hotelpreisvergleich mit langsamem und schleppendem Seitenaufbau, ein Konzept das man als one-man-show umsetzen kann wenn's sein muß. Und genau dahin geht die Kohle unserer selbsternannten VC-Gurus oder Seriengründer ... money to burn, und verdientermaßen so. Ganz ehrlich: da lauf ich doch lieber zur Sparkasse und erklär einem schnauzbärtigen Bausparvertragverticker mein Konzept, bekomm auch meine 25k "seed" und zwar ohne bullshit-bingo. Hab ich so gemacht, der Laden läuft und kann ich auch jedem nur empfehlen der wirklich sein Konzept durchziehen will, ohne Exit- und/oder Weltherrschaftsphantasien. Aber ne, wart mal, da hab ich doch letztens noch in einem unserer Super-VC Blogs gelesen: sowas nennt man dann ja Existenzgründung in D, nicht Unternehmertum. Und das ist ja wirklich zu langweilig, da steck ich doch lieber 250k in die xte Copycat-me-too 2.0 SoCo (Stichwort Monetarisierung: am besten werbefinanziert, das rockt immer)und hoffe einfach dass ein paar von den anderen noch vor mir sterben... mannometer Leute, ich will jetzt nicht weiter dissen, aber bei vielen von denen kommt's mir einfach vor als hätten die halt mal zufällig nen Glücksgriff gemacht und jetzt fühlen sie sich wie die erwähnten Gurus. Ein erfolgreicher Exit macht noch keinen erfolgreichen Unternehmer, und komischerweise steigen die ja auch alle aus wenn der Laden läuft. Weil, zu managementlastig, zu wenig Seriengründer-Hollywood-Rockstar-Webguru-whatever-mäßig. Aber wer "fail fast, fail often" zum Motto erhebt... Nochmal: ja ne, is klar. Wer's nicht glaubt der googelt halt mal Morten Lund... nur so, beispielsweise.

  • Ralf Schlieper

    21.02.09 (21:29:33)

    @ Trendschau ZITAT: "3. Das eigentliche Problem ist doch gerade in Deutschland eher der Mangel an Gründergeist und die absolute Unterstützungs-Wüste in der mit Abstand schwierigsten Seedphase." Auch ich möchte mich als Startup-Gründer (bin vor kurzem mit einer großen Gesundheitscommunity gestartet) dem von Trendschau Gesagten anschließen: (A) Es ist in Deutschland üblich, neue Ideen erstmal kaputtzureden, damit man sie gar nicht erst weiterverfolgt; (B) als nächstes wird dem Gründer und Ideenreichen von jeder Bank Kapital zu vernünftigen Konditionen VERWEIGERT, selbst wenn man einen umfangreichen Business-Plan und Erfolge in der Vergangenheit nachweisen kann; (C) wenn der Gründer es dann wider Erwarten mit Einsatz eigenen Kapitals geschafft hat, sein Ding online zu bringen, versucht man, ihn für ne Weile in der Presse totzuschweigen , denn ein zu rascher öffentlicher Erfolg könnte ihm ja zu Kopf steigen; bei mir in Leverkusen erhält zum Beispiel jeder kleine Karnevalsprinz von jedem Leverkusener Ortsteil das Hundertfache an Presseöffentlichkeit wie mein Portal, das bundesweit etwas Neuartiges im Gesundheitsbereich versucht. (D) da ein sofortiger finanzieller Erfolg für ein Startup nahezu unmöglich ist, warten jetzt erstmal alle in Deutschland ab, ob sich der Gründer nicht doch rasch zu Tode zappelt, weil ihm das Geld ausgeht. Aufmunternde Worte darf man in dieser Phase von NIEMANDEM erwarten. Bleibt der Gründer wider Erwarten am Leben und stellen sich Besucherzahlen und erste Erfolge ein, fangen in Deutschland die Mühlen der Öffentlichkeit gaanz gaaaanz langsam an zu mahlen und es kommen erste winzige Berichte. (E) Die letzte Phase dieser deutschen Tragödie sind dann die tausend Fallstricke im deutschen Gesetzes- und Vorschriftendschungel, die einen dazu zwingen, jede winzige Marketingaktion mit Rechtsanwälten absichern zu lassen, damit man in keine Abmahnfalle läuft... das kostet dann wieder tausende von EUR zusätzlich. (F) Hat man alle diese Steinchen aus dem Weg geräumt, dann erwarten einen kurz vor der Ziellinie noch einige nette Überraschungen, von denen ich dann irgendwann mal berichte, weil ich diese Phase noch längst nicht erreicht habe... (;-)

  • Carlo

    21.02.09 (22:52:43)

    man soll einfach sein Ding machen, wir haben manschmal nichts zu essen gehabt und weiter entwickelt...heute sind wir kuz vor Beta-Account ca. 31.03.2009 und werden das erste News-Lexikon Deutschlands starten....Geld wird auch von privater Seite kommen, und die Gesellschaft gründen wir im Ausland um besser Geld einzusammeln......wenn man lange in der web 1.0 und web 2.0 Szene ist, und was vorzuweisen hat, dann sollte man es versuchen... ich halte mich an einem Satz von einen berümten Erfinder......wenn es eine gute Idee gibt, so muß es ein Weg geben sie umzusetzen.... besser als nur in blogs rumzutippen und alles schlecht haben; Theoretiker gibt es überall.......wünsche Dir viel Glück. www.klagefenster.de

  • Daniel Niklaus

    21.02.09 (23:22:49)

    Hi Ralf Gratuliere dass ihr allen Widrigkeiten zum Trotz Online seid! Dieser Biss macht den Unterschied aus. Darf ich mir zum Thema „Todschweigen“ eine Bemerkung erlauben? Oft kommt es dem Gründer so vor, als ob die Presse ihn und seine Idee ignoriert. Dabei liegt es meist nicht an der Presse, vielmehr kommuniziert der Gründer falsch. Ich schaute mir deine Pressemitteilungen an und muss dir gestehen: langweilig. Du bietest dem Journi keine Story an. Wohl mag dein Portal nutzen bringen (bin ich sogar überzeugt), aber nutzen allein ist nur einen „winzigen Bericht“ Wert. Als Journalist will ich eine knackige Story von dir. Online-Lexikon? Nur interessant, wenn es etwas Neues hat, zum Beispiel das Hinz und Kunz mitschreiben darf. Interessanter wird es, wenn aus diesem System "jeder darf Mitschreiben" über einen Politiker Unwahrheiten verbreitet werden. Noch viel interessanter, wenn der Politiker selbst diese Unwahrheiten verursachte. Dann hast du eine Story. Erst mit einer knackigen Story, darfst du mit Aufmerksamkeit rechnen. Du kannst die Skandalschublade ziehen: rehacafé deckt Missstände in deutschen Kliniken auf. Patienten wehren sich und schreiben die Wahrheit über deutsche Kliniken… Bist du (noch) Jünger, ist das immer eine Geschichte Wert 16. Jähriger Jungunternehmer bringt Patienten und Kliniken zusammen… Irgendwann gehen dir die Storys aus. Dann wirst du selbst Journalist und schreibst Artikel, die du in Fachmagazinen platzierst. Dazu verlangst du ein Foto mit deinen Angaben und deiner URL abzudrucken. Die Artikel kannst du dann auch gleich auf deinem Portal verwenden (Beispiel).

  • Ralf Schlieper

    21.02.09 (23:43:42)

    @ Daniel Niklaus Ich schau mal was sich da optimieren läßt (;-) "Rehacafe geht mit der größten interaktiven Selbsthilfegruppen-Datenbank Deutschlands online" (...) Muss mal nachdenken, in welche Superlative wir passen...

  • Daniel Niklaus

    22.02.09 (08:55:31)

    Wenn du mit Superlativen herumwirfst, musst du konsistent sein. Die grösste Gesundheits-Community und nur 14 Markplatz Inserate? Durchgefallen. Suche die Story/Geschichte in deinem Portal. Die meisten Datensätze sind nur interessant, wenn dahinter "Schicksale" stehen. Beispiel Die grösste Datingplattform ist ein "winziger Bericht" Wert. "Internet löst Arbeitsplatz als Singlebörse Nr. 1 ab" kommt schon besser. Kannst du sogar eine schöne Geschichte von deinen Mitgliedern erzählen, wird es richtig spannend. Wobei eine gute Geschichte auch ohne Superlativen auskommt. Skrupelloser Investmentbanker trifft Strassen Callgirl Online. Er sucht ein Abenteuer und findet die Liebe seines Lebens... Dann wird deine Story womöglich verfilmt.

  • Ralf Schlieper

    22.02.09 (10:07:59)

    @ Daniel Niklaus Sicher hast du recht mit den Superlativen; grundsätzlich bin ich da auch eher zurückhaltend. Bei Rehacafe gibt es aber durchaus ein paar Superlative, die zutreffend sind. Deine Headlines hören sich gut an, aber auch ein bißchen nach reißerischer Aufmache, die man im Gesundheitssegment eher vermeiden sollte. Aber du hast mit dem Prinzip der 'interessanten Story' natürlich völlig recht. Nach 4 Wochen 'offizieller Online-Zeit' kann man im Gesundheitssegment aber naturgemäß auch noch nicht mit 1 Mio. monatlichen Besuchern glänzen. Schon gar nicht kann man schwarze Zahlen schreiben, da in Deutschland gegenüber dem Neuen ein übertriebenes Mißtrauen herrscht. Und genau dieses übertriebene Mißtrauen gegenüber Neuem finde ich als Startup ein bisschen 'anstrengend'... Die Deutschen akzeptieren häufig erstmal nur DAS, was ohnehin bereits Erfolg hat ODER sich an Trends anhängt (iphone, Google etc.), die bereits riesigen Erfolg nachweisen können. Des weiteren ist eine Eigenart der Deutschen: wenn etwas zu 90% okay und gut ist und zu 10% Mängel aufweist, dann findet der Deutsche immer zuerst mal die Mängel und sagt das auch lauthals. Die 90% guten Sachen werden unter den Teppich gekehrt und schweigend wie selbstverständlich genutzt. Diese Eigenart führt dazu, dass man als Startup in Deutschland noch eine spezielle Eigenschaft besitzen muss: Man muss sich in extremem Maße bis zum tatsächlichen Erfolg seiner Idee selbst motivieren können.

  • Wolf

    22.02.09 (10:49:32)

    Als wenn das nur in Deutschland so wäre. Ich hab hier gerade eher den Eindruck, die prägendste Eigenschaft der Deutschen sist das Jammern.

  • Daniel Niklaus

    22.02.09 (11:20:44)

    Willst du in die Medien oder nicht? Infonline-med sichtet täglich Artikel aus der Presse für das Gesundheitswesen. Kunden sind Ärzte, Spitäler, Gesundheitspolitiker und Krankenkassen. Zugangskosten ab 250.-/Monat (Paid Content funktioniert ;-) Weils ein Kunde von uns ist, schaute ich nach, welches die meist gelesensten Artikel von Heute sind: - Wil: «Keinen Fehler gemacht» (Nachfolge Geschichte von "Muss dieses Baby sterben?) - In den Spitälern ist oft kein Bett mehr frei. Notfälle abgewiesen. - Warnung vor Masernimpfung Und hier die meist gelesensten des Monats Februar: - Die Spital-Liste: Wo es am meisten Tote gibt - Frauenärzte verzweifelt gesucht! - Kleinen Krankenkassen droht das baldige aus - Gesundheitswesen: Schwer krank

  • Ralf Schlieper

    22.02.09 (12:28:07)

    @ Daniel Niklaus Also im Grunde muss ich dir wohl recht geben. Werde meine PR-Strategie nochmal in dieser Richtung überdenken... (:-) LG Ralf

  • verwirrter geist

    23.04.09 (00:38:06)

    CARLO: Klagefenster: Mir platzt langsam der Kragen wenn ich solche Spinner die überall in jedem Forum und in jedem blog zu finden sind rumprahlen wie toll Ihr Projekt sei und es bald losgehen würde! Jetzt mal ehrlich von einem berauschenden Unterhaltungslexikon geschweige denn einer funktionierenden Beta Version des klagefensters seit ihr soweit entfernt, wie eine Ameise zum Mond! Du sitzt schon seit über 1 1/5 Jahren am Businessplan und hast wie ich feststellen mußte es nicht mal geschaftt auch nur Ansatzweise eine gute Präsentation zu gestalten. Junge, wach endlich auf eh du auf den Markt kommst gibt es warscheinlich eher schon das web 3.0 oder 3.1 Das was du mal geplant hattest scheint nur noch als fixe Spinnerei in deinem Kopf zu existieren, hör auf Leuten ihre wertvolle Zeit zu rauben und konzentriere dich auf das was du wirklich kannst! Ich finde die Seite hat nichts mit dem zu tun was du mal geplant hattest. Selbst wenn ihr noch dabei seid sie aufzubauen. Das Design finde ich viel zu Öko und Scheisse! Und das Gedudel von der stressigen Indianer Musik geht einem gehörig auf den Sack, man könnte fast sagen sie dient dazu um einfach einzuschlafen Da ist nichts was auf ein atemberaubendes spekatukuläres interaktives spannendes Unterhaltungslexikon hinweist. Im übrigen sollte sich jeder der mal denkt er hat eine bahnbrechende Idee sich mal, wenn er sich schon als sog. IT Profi ausgibt die Mühe machen und seine Kontrahenten die hier:http://www.beschwerdepapst.de/ wunderbar zusammengefasst wurden mal näher anzuschauen. Dann relativiert sich solch eine Idee oder man verbessert sie! Naja wie auch immer ich denke, dass die Herrschaften vom Klagefenster es auch dieses jahr nicht schaffen werden online zu gehen! Mein herzliches Beileid!

  • Carlo

    23.04.09 (10:30:34)

    Hallo, ich kann mir schon vorstellen wer diesen Unsinn geschrieben hat,es handelt sich um einen Jens W. vermutlich, der neidlos zusehen muß, wie wir kleine Fortschritte machen und er nicht mehr dabei ist bei diesem Projekt. Verwirrter Geist,der Name passt wirklich dazu. Ich bitte hier auch die Moderatoren v. Netzwertig den o.g. Artikel heraus zu nehmen, da wir gerade mit Investoren verhandeln und solche Spinner, die nichts mit web 2.0 zu tuhen haben, geschweige jemals im Leben ein Projekt gemacht haben nur Unsinn im Kopf haben.

  • Marcel Weiss

    23.04.09 (11:01:45)

    @"verwirrter Geist" und Carlo: Das ist hier kein Platz für Privatfehden. Weitere Kommentare von Euch zu Eurem Streit werden gelöscht.

  • Carlo

    23.04.09 (11:09:07)

    sehe ich genau so, Danke Marcel Weiss.

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