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25.12.08Leser-Kommentare

Was uns The Dark Knight über Filesharing lehrt

The Dark Knight ist der mit Abstand erfolgreichste Film 2008 an der Kinokasse gewesen. Er war auch der mit Abstand am meisten über Tauschbörsen heruntergeladene Film. Deshalb fragen wir uns: Why so serious wenn es um Filesharing geht?

Der Batman-Film The Dark Knight ist der erfolgreichste Film nicht nur 2008, sondern seit langem. Mit bislang über 996 Millionen Dollar Einnahmen weltweit ist The Dark Knight der vierterfolgreichste Film aller Zeiten.

Scheinen ja die Bemühungen des Film-Studios, Filesharing des Films zu unterbinden, gefruchtet zu haben, richtig?

Falsch.

The Dark Knight war der Film in der Geschichte von BitTorrent mit den meisten Versionen an Cam- und DVD-Screener-Versionen. Nach dem Kinostart in den USA fanden mit Videokameras abgefilmte Versionen schnell ihren Weg in's Netz und wurden vom nach dem heiß erwarteten Film dürstenden Rest der Welt, in dem unsinnigerweise der Kinostart verzögert wurde, dankend angenommen.

The Dark Knight war bereits mit den verschwommenen und wackeligen Cam-Versionen außerordentlich oft heruntergeladen worden. Mit den DVD-Rips wiederholte sich das Schauspiel: Anfang November tauchte die erste DVD-Rip-Version auf und wurde innerhalb weniger Tage über eine Million mal heruntergeladen.

TorrentFreak hat allein 7 Millionen Downloads von The Dark Knight dieses Jahr über BitTorrent allein gezählt. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen.

Was kann man vom Erfolg des Batman-Films an Kinokasse und in Tauschbörsen lernen?

Dass man auch in Zeiten des Filesharings Geld verdienen kann. Selbst wenn das Produkt oder eine Form des Produkts in Umlauf ist, an der man nichts verdient.

Das "Geheimnis" von The Dark Knight: Die Leute wollten diesen Film sehen. Sie wollten ihn auf der großen Leinwand sehen.

Regisseur Christopher Nolan hat mit dem Film etwas angeboten, dass sich nicht digital reproduzieren lässt: Das Erlebnis eines Films auf der großen Leinwand, der genau für dieses Erlebnis geschaffen wurde. Noch mehr galt das für die Interessierten, die in Nähe eines IMAX-Kinos wohnen, da The Dark Knight einer der wenigen Filme ist, der direkt für IMAX gedrehte Szenen enthält.

Das massive Filesharing des Films hat dem Erfolg keinen Abbruch getan.

Der kommerzielle Erfolg lag nicht an angeblich erfolgreichen Antifilesharing-Bemühungen des Filmstudios. Denn wie ich oben ausführte: The Dark Knight ist schließlich auch der mit Abstand erfolgreichste Film 2008 auf BitTorrent gewesen.

Wenn es sich lohnt, den Film im Kino zu sehen, dann ist der Download des selbigen Marketing.

Kommerzieller Erfolg und 'Piraterie' schließen sich nicht aus. Im Gegenteil: Wer einen Weg findet, einen Mehrwert zu schaffen, der nicht digital und ohne Kosten reproduzierbar ist und der eine Transaktion für viele Leute rechtfertigt, der wird von den Marketing-Effekten des illegalen Filesharings sogar noch profitieren.

 

(Foto: macroninja)

Kommentare

  • Jack Fox

    25.12.08 (15:54:34)

    FULL ACK Dem Beitrag ist meinerseits nichts mehr hinzuzufügen, endlich nimmt sich mal einer der fruchtenden Blogs solcher Themen an, danke.

  • Andi

    25.12.08 (16:11:43)

    Mich würde in diesem Zusammenhang interessieren, wie die Nutzer der beiden Gruppen ticken. Vielleicht sind es gerade die Filesharer, die sowieso kein Geld fürs Kino ausgeben würden, die aber trotzdem über einen Film sprechen, wenn sie diesen gesehen haben. Sollte dem so sein, wäre der obige Zusammenhang erklärbar. Ich glaube aber nicht dran, dass gute Filme so viel mehr Zuschauer dazu bewegen, sie innert kürzester Zeit zweimal zu konsumieren. Ich glaube eher dass die Ursache für das hier beschriebene Phänomen irgendwo im soziodemographischen Bereich zu suchen (aka Jugendliche erzählen ihren Eltern und älteren Freunden von Filmen o.ä.) ist.

  • Mario

    25.12.08 (16:52:05)

    Was Du allerdings vergisst: Filmstudios kalkulieren mit unterschiedlichen Einnahmequellen; neben den von Dir angeführten Kinoumsätzen sind das (Pay- und Free-)TV-Rechte, sowie zunehmend die Einnahmen aus DVD-Verkäufen. Dass Filme wie Dark Knight im Kino besser knallen, als auf der heimischen Glotze oder gar auf dem Notebook, ist vollkommen klar, ob die massiven Downloads sich allerdings auf die DVD-Verkäufe auswirken, ist eine ganz andere Frage.

  • Daniel Niklaus

    25.12.08 (17:01:13)

    Richtig ist, dass eine gute Propaganda der "Piraten" die Kinokasse beflügeln könnte. Genauso wie die vielen illegalen Installationen von MS Office zuhause es dem Arbeitgeber leichter machen, auf das Office aus Redmond zu setzen, weil wenig Einarbeitungszeit für die Angestellten nötig ist. Und trotzdem verzeih, wenn ich es so direkt sage: du hast noch nicht fertig gedacht, weil dir noch das Verständnis der Verteilmechanismen fehlt. Mit Batman haben wir einen klassischen Blockbuster, der auf allen Kanälen Erfolge feiert. Im Kino, in der Vermietung, im Verkauf, er wird im TV eine Top Quote erzielen und ist auch bei den Downloads Top. Richtig ist deine Erkenntnis: Kommerzieller Erfolg und ‘Piraterie’ schließen sich nicht aus. Dann aber die Behauptung aufzustellen, dass „Piraterie“ die Umsätze beflügelt, ist mehr als gewagt. Die richtige Frage an dieser Stelle wäre: war der Film wegen oder trotz der illegalen Downloads kommerzielle Erfolgreich? Denn eines kannst du aus den Ergebnissen nicht erkennen: hätte Batman ohne illegale Downloads 20% mehr Umsatz gemacht? An dieser Stelle musst du dir Gedanken über die Verteilmechanismen machen. Vereinfacht könnten dies: Erlebnis, Verfügbarkeit, Preis, Zugang sein. Je nach Vorliebe und Einstellung entscheidet der Konsument, welchen Vertriebsweg er/sie bevorzugt. Erlebnis Liegt mir viel an einem gemeinschaftlichen Erlebnis und möchte ich Up-to-date sein, gehe ich voraussichtlich ins Kino (Erlebnis). Schnellstmöglich Will ich den Film möglichst schnell sehen – vielleicht noch vor dem Europa start – und verstehe ich Englisch, lade ich mir die Version aus dem Internet (Verfügbarkeit). Günstig – ohne Computerkenntnisse Habe ich nicht wirklich eine Ahnung, wie ich auf dem Computer Filme herunter lade, will aber möglichst wenig bezahlen, miete ich Batman in der Videothek (Preis). Günstig – mit Computerkenntnisse Download (Zugang) Sollten die illegalen Downloads irgendwann eine hohe Verfügbarkeit haben, in HD gespeichert sein und einen einfachen, gratis Zugang zum TV bieten, hat die Filmbranche womöglich ein ernsthaftes Problem.

  • Philipp

    25.12.08 (23:44:53)

    Auch wenn ich die Argumentation in diesem Beitrag sehr begrüße, so ist sie leider doch sehr konstruiert. Denn 1. Würde es mich interessieren wie erfolgreich The Dark Knight gewesen wäre hätte es zum/oder kurz nach dem Kinostart einen qualitativ hochwertigen DVD-Rip gegeben. Auf grund der massiven, z.T. paranoiden Kampagne des Verleihs gab es diese nämlich nicht. und 2. Wäre es interessant zu erfahren was Regisseure von Autoren-Filmen von der Begründung halten würden, das man ja nur Filme für die große Leinwand produzieren müsse um sich keine Sorgen ums Geschäft machen zu müssen. Ehrlich gesagt handelt es sich bei The Dark Knight um einen mehr oder weniger guten Film, der dank einer mehr oder weniger absichtlich geführten Kampagne auf dem Rücken eines toten Schauspielers einen Hype auslöste bei Menschen, die bis dato an Batman völlig desinteressiert waren, für diesen Film ins Kino zu gehen.

  • Floppy

    26.12.08 (00:10:03)

    Genau so war es bei mir auch. Ich stand vor der Entscheidung, ob ich mir den Film alleine vor meinem Laptop angucken soll, oder zusammen mit Freunden im Kino. Durch die Trailer war mir schon von Anfang an klar, dass die Emotionen nur im Kino richtig rüber kommen, und so habe ich mich dann auch dafür entschieden ein paar Euros fürs Kino auszugeben! MfG Floppy

  • Nils

    26.12.08 (08:59:26)

    @Andi: Also ich habe ihn zweimal im Kino gesehen. Einmal gleich in der Vorpremiere und zwei Tage danach noch einmal, dann aber auf englisch - weil ich Heath Ledgers Darstellung auch noch im Original erleben wollte. Jetzt warte ich, bis die 2-Disc-Version des Films kostengünstiger geworden ist. Aufs Zusatzmaterial will ich nicht verzichten, aber knapp 27 Euro ist viel zu teuer. :-( Filesharing würde ich jetzt aber nicht machen. Wie gesagt, will ich das Bonusmaterial haben, das es in der runtergeladenen Version nicht gibt. Wieder ein Mehrwert, der ein illegales Downloaden überflüssig, eine Geldausgabe nötig macht.

  • Ralf

    26.12.08 (12:15:42)

    Für mich ist die Kernaussage: "Das “Geheimnis” von The Dark Knight: Die Leute wollten diesen Film sehen. Sie wollten ihn auf der großen Leinwand sehen." Nur was sind die Implikationen? Um Filesharing einzuschränken gilt es demnach, Filme zu produzieren die erst im Kino so richtig Spaß machen. Folge: viele Special Effects --> hohe Produktionskosten (Matrix, Herr der Ringe). Mir ist jedoch nicht klar, wie man Filesharing mit "normalen" Filmen umgehen kann. Also Filme, die stark über die Handlung anstelle von Effekten / Bildern kommen?

  • Kolja

    27.12.08 (12:36:02)

    Hab den Beitrag gelesen und ähnliches gedacht wie Daniel Niklaus: Gerade weil der Film so ausserordentlich erfolgreich war, darf man ihn nicht als Beispiel heranziehen. Das wäre so, als ob man im Labor steht und sich nur am Fall mit den Extremwerten orientiert um daraus eine Aussage für den Durchschnitt aller Fälle abzuleiten. Grundsätzlich kann man festhalten, dass Filesharing den Erfolg von "The Dark Knight" nicht verhindert hat – aber mehr auch nicht. Ob der Einfluss der Kopiererei positiv oder negativ gewesen sein mag, lässt sich leider nur als kontrafaktisches Gedankenexperiment durchspielen. Und der Hinweis auf die Weiterverwertung stimmt auch: Vielleicht hat die Produktionsfirma gerade wegen des Aktualitätsdrucks durch die Filesharer so sehr auf die Promotion im Kino gesetzt, weil in diesem Verwertungsfenster die Vorteile der Originalversion viel eindeutiger erkennbar sind. Warum sonst sollte man IMAX-Szenen in den Film einbauen? Doch gerade weil man die niemals in der gerippten Version finden wird.

  • Thomas Wagenknecht

    27.12.08 (14:19:02)

    Ich halte die Argumentation hier auch für sehr, sehr fragwürdig. The Dark Knight ist mit Sicherheit ein Film, den man im Kino gesehen haben sollte, aber dennoch ist er trotz (und nicht wegen) des hohen Filesharings so erfolgreich gewesen. Viele verzichten dank des Filesharings schlichtweg auf bessere Qualität und geben sich mit dem billigen Sound aus ihren Acer-Notebook-Lautsprechern (nur ein Beispiel) zufrieden. Dark Knight sollte nicht als Positiv-Beispiel herangezogen werden, um eine Illegalität zu rühmen. Klar haben die Filmstudios exorbitant hohe Gewinne, zahlen den Protagonisten riesige Gehälter, ABER ich denke, dass besonders das Qualitäts-Kino darunter leidet, dass besonders wegen des Filesharings weniger Geld in den Kassen für Nicht-Blockbuster-Filme übrig bleibt. An dieser Stelle hätte ich mir mehr Recherche gewünscht.

  • Jan

    27.12.08 (19:46:47)

    Ich sehe mir manche Filme auch liebend gern im Kino. Hinzu kommt, dass die Kino-Werbung meist amüsanter ist als Fernsehwerbung und man als chronischer Zuspätkommer meist mind. eine halbe Stunde Zeit hat, bis der Film anfängt. Auch ein Vorteil vom Kino gegenüber von verwacklten Videoaufnahmen aus dem Netz.

  • Hathead

    28.12.08 (15:29:59)

    Schade das man zu sowas keine richtigen Statistiken bekommt. Aber wenn man sich mit der Suche ein bisschen Mühe gibt, bekommt man ca. 60.000 Ergebnisse für DarkKnight und das nur auf den Rapidshare Servern. Kurz gesagt, die 1Mio. Torrent Downloads sind ein Witz. Wenn wir Rapidshare hinzunehmen und Berücksichtigen, dass auch im Usenet über 200 unterschiedliche Kopien des Filmes kursieren würde ich sagen die AntiPiracy Leute haben mist gebaut. Aber vielleicht lernen sie daraus. Die Konsequenz ist jedenfalls nicht wie behauptet, dass der Film so erfolgreich ist, weil die Anti-Piraterie Maßnahmen so erfolgreich sind...

  • Jan

    29.12.08 (17:11:19)

    Das ist ja nichts neues. Ein Download != Ein Kauf (Kinobesuch) Die Leute gehen halt immer noch gerne in die Kinos, nicht wegen den Filmen (Wie erklärt sich sonst, dass miese Streifen hohe Besucherzahlen haben) sondern wegen des Erlebnisses. Ein Abend mit Essen und Kino hat doch was (nicht mein Geschmack ;) ) aber darüber lässt sich streiten. Über die Ignoranz und Menschenverachtenden Methoden der Content Industrie schweige ich mich mal aus.

  • Marcel Weiss

    29.12.08 (18:59:51)

    Bevor ich auf die einzelnen Kommentare eingehe, hier nochmal die Grundaussage des Artikels: "Das massive Filesharing des Films hat dem Erfolg keinen Abbruch getan." Ich habe _nicht_ gesagt, dass The Dark Knight wegen oder trotz des Filesharings ein Erfolg war. Ich habe lediglich gesagt, dass das Filesharing dem Erfolg nicht geschadet hat. Unter Umständen hat es gar geholfen, weil mehr Leute ihn nach dem Laptop-Konsum in groß sehen wollten. Und nochmal der letzte Absatz: "Kommerzieller Erfolg und ‘Piraterie’ schließen sich nicht aus. Im Gegenteil: Wer einen Weg findet, einen Mehrwert zu schaffen, der nicht digital und ohne Kosten reproduzierbar ist und der eine Transaktion für viele Leute rechtfertigt, der wird von den Marketing-Effekten des illegalen Filesharings sogar noch profitieren."

  • Marcel Weiss

    29.12.08 (19:22:04)

    @Mario: So schlecht scheint der Verkauf der Blu-Ray-Dark-Knights nicht zu laufen. Davon abgesehen: Es wurde mit dem Kino bereits ein Gewinn eingefahren. Wenn aufgrund des veränderten Marktumfelds die Erlöse aus TV und DVD wegbrechen sollten, dann müssen sich die Filmstudios damit arrangieren und sich einen Weg überlegen, um siehe Artikel "einen Mehrwert zu schaffen, der nicht digital und ohne Kosten reproduzierbar ist". (eigentlich müsste da statt 'reproduzierbar' 'duplizierbar' stehen, sehe ich gerade). @Daniel Niklaus: Ob TDK ohne Filesharing mehr oder weniger eingenommen hätte, kann niemand wissen. Entscheidend ist, und das war meine Aussage: Trotz massiven Filesharings können an allen Fronten Umsatzrekorde eingefahren werden. Wie groß kann dann der geschäftsschädigende Effekt von 'Piraterie' sein? "Sollten die illegalen Downloads irgendwann eine hohe Verfügbarkeit haben, in HD gespeichert sein und einen einfachen, gratis Zugang zum TV bieten, hat die Filmbranche womöglich ein ernsthaftes Problem." Womöglich? Sie steht vor der selben Herausforderung wie jede der Inhalteindustrien: Mit ihren Produkten "einen Mehrwert zu schaffen, der nicht digital und ohne Kosten reproduzierbar ist". @Philip: "2. Wäre es interessant zu erfahren was Regisseure von Autoren-Filmen von der Begründung halten würden, das man ja nur Filme für die große Leinwand produzieren müsse um sich keine Sorgen ums Geschäft machen zu müssen." Das war ein einzelnes Beispiel. Es gibt sicher mehr als diese Herangehensweise. TDK war nur ein Beispiel, dass es geht. Den Punkt, den Du hier ansprichst, hatten wir schon ausführlich in Bezug auf Musik in den Kommentaren hier durchdiskutiert. Kurz gefasst: Niemand hat ein Recht darauf, für sein Produkt seinen festgelegtn Preis bezahlt zu bekommen. Wenn sich die Welt ändert, muss man sich entsprechend anpassen, wenn man weiter mitspielen will. @Ralf: "Nur was sind die Implikationen? Um Filesharing einzuschränken gilt es demnach, Filme zu produzieren die erst im Kino so richtig Spaß machen." Ja, das ist ein Weg. @Kolja: "Grundsätzlich kann man festhalten, dass Filesharing den Erfolg von “The Dark Knight” nicht verhindert hat – aber mehr auch nicht." Kaum mehr wollte ich im Artikel mitteilen. @Hathead: Torrentfreak hat von 7 Millionen Torrent-Downloads geschrieben. Wie gesagt halte ich auch das für zu niedrig. 60.000 Ergebnisse für TDK auf Rapidshare ist ebenfalls massiv. Vom Usenet ganz zu schweigen. Das summiert sich. Und trotzdem Rekordumsätze.

  • Daniel Niklaus

    01.01.09 (19:17:24)

    Eigentlich wollte ich mich aus der Diskussion ausklinken, aber irgendwie will ich auch dein Gedankenkonzept verstehen. Niemand hat ein Recht darauf, für sein Produkt seinen festgelegtn Preis bezahlt zu bekommen. Richtig ist, dass die Konzepte in der Welt immer wieder ändern. Vom Patriarchensystem über Königshäuser zum Kommunismus und der freien Marktwirtschaft gibt es viele verschiedene Wege. In unserem System pflichte ich dir sogar bei, dass niemand einen festgelegten Preis bezahlen muss. Er kann es nämlich einfach lassen und nicht kaufen - aber auch nicht klauen. Hier scheinst du aber eine Unterscheidung zu machen. Damit ich diese besser verstehe, kannst du mir bitte sagen, welche Aussagen deiner Meinung nach richtig sind: A. Wenn ich ein Brot backe und 2.50 dafür verlange, kannst du es nehmen und mir nur 1.50 geben ohne das ich einverstanden bin. B. Wenn ich ein Game entwickle und es als DVD verkaufe, darfst du es nehmen, kopieren und für dich ohne Bezahlung nutzen. C. Du darfst auch dasselbe Game kopieren und beliebig weiter verschenken. D. Wenn ich ein Lied komponiere, darfst du es nehmen, eine CD aufnehmen und Millionen kassieren ohne dass du mir etwas bezahlst.

  • TheTeaser

    02.01.09 (17:47:51)

    Leute die Filesharen haben in der regel gar kein Geld um überhaubt ins kino zu gehen.was heisst,wenn sie den film nicht herunterladen könnten würden sie ihn überhaubt nicht sehen.was wiederum bedeutet das filesharer,wie der artikel schon sagt,nicht den gerinsten einfluss darauf haben ob ein film an der kasse ein erfolg wird oder nicht. und welcher produzent würde sich schon eingestehen das er die totale scheisse produziert hat,die kein schwein auch nur annähernd interessiert?keiner!also reagiert mann dann seinen frust über seine unfähigkeit einfach an denen ab die sich nicht dagegen wehren können.-den armen schweinen die filesharen müssen damit sie überhaubt wissen wovon die welt gerade spricht.

  • Mario

    02.01.09 (17:50:18)

    @TheTeaser "Leute die Filesharen haben in der regel gar kein Geld um überhaubt ins kino zu gehen." Wie kommst du denn auf dieses schmale Brett? Irgendwelche Belege für diese steile These?

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