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13.02.17Kommentieren

VR

Marketing-Experten sehen Virtual Reality als wichtigen Trend an

Jürgen Kroder


(Bild: Fotolia)

Eigentlich ist das Thema Virtual Reality (VR) schon recht alt. Bereits vor rund 20 Jahren gab es einen ersten Hype um VR-Helme. Nachdem die Begeisterung damals recht schnell wieder nachließ, erlebt das Thema Virtuelle Welten seit ein paar Jahren einen neuen Boom. Einer, der dieses Mal wohl anhalten wird. Das belegen ein paar neue Studien.

Virtual Reality Studien: VR ist auf dem Vormarsch

Der IT-Branchenverband Bitkom fand im Sommer 2016 heraus, dass VR immer bekannter wird. Rund ein Drittel der Deutschen ab 14 Jahren könne sich vorstellen, sich damit intensiver auseinander zu setzen. Nicht nur im privaten Bereich ist VR ein Thema, auch bei Unternehmen gelingt sukzessive der Durchbruch: Es gibt zunehmend neue Geschäftsmodelle, wie mit VR Geld verdient werden kann. Somit gehören Virtual-Reality-Anwendungen zu den heißesten Technik-Trends des Jahres.

Deswegen wird VR für Marketing-Experten immer interessanter. Eine aktuelle Studie von Marketo ergab, dass 40% der befragten Marketing-Verantwortlichen aus Frankreich, Großbritannien, Australien, Deutschland und den USA beabsichtigen, Virtual-Reality-Technologien einzusetzen. VR sei für Marketer unter anderem deswegen interessant, weil sich neue Touchpoints mit den Kunden ergeben.

Schwächelnder Boom: Die Herausforderungen beim Thema VR

„Im Bereich der Unterhaltung, in der Medienbranche oder in der Touristik wird Virtual Reality neue Erlebniswelten schaffen“, sagt Timm Lutter. Der Bitkom-Bereichsleiter Consumer Electronics & Digital Media sieht VR ebenso im Aufwind. Damit die virtuellen Welten großflächig zum Einsatz kommen können, sind noch ein paar Hürden zu nehmen.

Beispielsweise muss sich die Technologie schneller verbreiten. Trotz des mediale Hypes hinken die Verkaufszahlen den Erwartungen hinterher. Beispiel Sony: Der japanische Konzern setzte von seinem Headset Playstation VR im Jahr 2016 nicht wie angekündigt insgesamt 2,6 Millionen Stück ab, sondern nur 750.000. Analysten schauen aber trotzdem positiv in die Zukunft: Sie gehen davon aus, dass 2017 weltweit rund sieben Milliarden US-Dollar mit VR-Hard- und Software generiert wird.

Parallel zum möglichen VR-Siegeszug müssen sich Marketing-Verantwortliche nicht nur über die verwendete Technik - die stellenweise inkompatibel zueinander ist - Gedanken machen, sondern gleichzeitig mit klassischen Marketing-Disziplinen experimentieren. Eine Disziplin ist das Storytelling.

„Das Storytelling ist eine spannende Herausforderung“, sagt Stefan Huber der Agentur How2 „Der Nutzer wird vom Zuschauer zum aktiven Teilnehmer, er ist mitten im Geschehen. Man muss ihm Zeit geben, sich zu akklimatisieren, ihn vorbereiten. Vor allem muss man die Aufmerksamkeit des Nutzers lenken.“

Akklimatisieren, anpassen, durchsetzen: Das Thema VR bleibt spannend - für Hersteller, Entwickler, Konsumenten und Marketer gleichermaßen.

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