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17.09.08

Vier Wege um online Bilder zu bearbeiten

Immer wieder schreiben wir hier über die Möglichkeiten ausgewachsener Webapplikationen, Desktop-Programme abzulösen. In der Kategorie der Bildbearbeitung gibt es mittlerweile einige kostenlose Webangebote, die für den Normaluser völlig ausreichen und für ihn die Desktop-Programme verdrängen können. Wir stellen vier vor.

Alle im Folgenden vorgestellten Webdienste können kostenlos und ohne Registrierung verwendet werden.

Picnik ist mein derzeitig bevorzugter Bildbearbeitungsdienst. Über übersichtliche Menüs kann man alle notwendigen Grundfunktionen zum Bearbeiten von Fotos aufrufen.

Das Besondere bei Picnik ist die Integration in andere Webdienste. Man kann zum Beispiel in Facebook direkt Bilder mit Picnik bearbeiten , wenn man die Picnik-Applikation dem eigenen Profil hinzugefügt hat. Ein schönes Beispiel für eine nützliche Facebook-Applikation. Fotos können außerdem direkt von Fotosharing-Websites wie Flickr, Picasa-Webalben,Photobucket oder Webshots abgerufen werden.

Picnik bietet auch ein Firefox-Addon an.

Für Poweruser gibt es eine Premium-Version mit zusätzlichen Features. Ein gutes Beispiel für das Freemium-Modell .

Pixlr ist beeindruckend. Wenn ich beim Benutzen einer Webapplikation mehrfach mittels Rechtsklick versuche, das Kontextmenü zu öffnen, nur um dann daran erinnert zu werden, dass das hier gar eine Webapplikation ist, dann zeigt das recht gut, wie weit Webapplikationen heute schon sein können. Pixlr kommt dem Feeling eines auf dem Desktop installierten Programms sehr nah, was auch daran liegt, dass der gesamte Aufbau der Site an Desktopprogrammen orientiert ist und diese imitiert.

Pixlr beherrscht alle nötigen Funktionen zum Bearbeiten von Bildern. Wie Picnik kann Pixlr hochgeladene Bilder bearbeiten oder Bilder auch aus einer URL heraus öffnen. Das Einzige, was Pixlr fehlt, ist eine Verzahnung mit bestehenden Webdiensten.

FotoFlexer ist ein weiterer empfehlenswerter Online-Bildbearbeiter, der alle oft benötigten Bearbeitungsmöglichkeiten an Bord hat. Auch einige smarte Funktionen sind auf FotoFlexer zu finden: Mit Smart Scissors kann man relativ leicht Objekte ausschneiden. Mit dem Smart Recolor Tool kann man einzelne Objekte umfärben.

Mit FotoFlexer kann man ebenfalls Fotos direkt von Fotosharingsites bearbeiten. Unterstützt werden u.A. Photobucket, wo FotoFlexer auch als Editor integriert ist, Facebook, MySpace, Picasa und Flickr.

Perfekt für die MySpace-Generation: Man kann animierte Effekte, wie etwa glitzernde Sterne, dem Bild hinzufügen. Fotoflexer kann Bilder auch direkt von der Webcam aufnehmen.

bringt keine Besonderheiten gegenüber den anderen Alternativen mit sich. Unter der Haube unterscheidet sich DrPic aber durchaus: Der Online-Bildbearbeiter ist nicht mit Flash, Silverlight, Java oder einem anderen schwergewichtigen Plugin umgesetzt, sondern wurde komplett in Javascript geschrieben. Das macht sich unter anderem darin bemerkbar, dass man in DrPic das Foto zum Bearbeiten schon hochgeladen haben kann, während etwa Picnik noch am Laden der eigenen Site ist.

Adobe, dessen Photoshop mit diesen Webapplikationen angegriffen wird, hat vor einiger Zeit mit Photoshop Express eine Online-Variante des Programms veröffentlicht. Im Gegensatz zu den hier vorgestellten Bildbearbeitern, kann man die Online-Variante von Photoshop aber erst nach einer Registrierung nutzen. Und auch dann liegt der Schwerpunkt von Photoshop Express mehr auf einem flickr-artigen Hostingkonzept als auf den Bearbeitungsmöglichkeiten, die mehr als Dreingabe erscheinen.

Zum Bearbeiteten geladene Bilder stammen von gapingvoid.com.

(Mit Dank an Martin für den Hinweis auf fotoflexer)

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