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06.05.14Kommentieren

Unter dem Radar: 10 Startups aus Berlin

In Berlin werden derartig viele Startups gegründet, dass stets nur ein kleiner Teil große mediale Aufmerksamkeit erhält. Hier sind 10 junge Webfirmen aus der Hauptstadt, die bisher noch unter dem Radar laufen.

Made in BerlinAuch wenn andere Regionen wie etwa Hamburg oder München ebenfalls einiges zu bieten haben, ist Berlin mit Abstand Deutschlands Internetmetropole Nummer 1. Nicht nur, weil dort in dieser Woche mit der Berlin Web Week die umfangreichste Konferenzwoche der Digitalbanche über die Bühne geht und weil mit The Hundert ein eigenes Print-Magazin rund um Startups existiert, sondern auch, weil keine andere Region im Land so viel Startup-Kapital anzieht und so viele Arbeitsplätze im ICT-Bereich geschaffen hat. Rund 500 Startups gab es laut Berliner Senat im Jahr 2012. Der Nachteil dieser Entwicklung: Viele Anbieter landen unter dem Radar, während einige wenige den Löwenanteil der medialen und öffentlichen Aufmerksamkeit auf sich vereinen.

Viel können wir dagegen auch nicht tun, denn Selektion und Priorisierung gehört zum Geschäft. Dennoch möchten wir an dieser Stelle auf einige innovative, technologiegetriebene Webfirmen aus Berlin aufmerksam machen, die wir bislang aus Zeitgründen, aufgrund eines nicht ganz zu unserem redaktionellen Schwerpunkt passenden Tätigkeitsfeldes oder weil andere Sites bereits ausführlich über sie berichteten (dann lohnt es sich mitunter, einfach dorthin zu verlinken, anstatt das Rad neu zu erfinden), nicht gesondert vorgestellt haben. Crate Data

Berlin hat mit Crate ein neues Big-Data-Startup, und zwar mit prominenter Beteiligung: Der ehemalige CTO von studiVZ und Sevenload, Jodok Batlogg, hat zusammen mit Christian Lutz und Bernd Dorn eine Open-Source-Plattform entwickelt, die Entwicklern den Umgang mit großen Datenmengen erleichtern soll. Zum Launch konnte das Trio eine Finanzierung in Höhe von 1,5 Millionen Dollar bekanntgeben.

Flowkey

Noch in diesem Monat plant die Online-Lernplattform für das Klavierspielen, Flowkey, den Launch der Beta-Phase. Das Spin-Off der TU Berlin verspricht lernwilligen Musikfreunden einen besonders einfachen und effektiven, technologiegestützten Weg, um sich mit dem Instrument vertraut zu machen und das Musizieren mit ihm zu erlernen. Zum Debüt gibt es für das Unternehmen eine sechsstellige Seed-Finanzierung.

Pinio

Pinio, derzeit in geschlossener Beta-Phase, erlaubt es Menschen, mittels 30 Sekunden langen Micro-Videos ihre Meinung zu bestimmten Themen zu äußern und mit anderen in ebenfalls videobasierte Diskussionen zu treten. Der offizielle Start ist für den Sommer einberäumt. Zur Cebit vor einigen Wochen gab es schon einmal einen Testlauf zu der Frage, was IT-Gründer in Deutschland brauchen, um erfolgreich zu sein. Etwas mehr Kontext bietet dieser kurze Artikel beim Wall Street Journal Deutschland.

Boomads

Gegründet wurde Boomads in der Türkei, zog aber im vergangenen Jahr mit dem Hauptquartier nach Berlin. Das Unternehmen will Werbungtreibende und Agenturen mit großen Publishern und Blogs in Kontakt bringen, um sogenannte "native Ads", also beispielsweise gesponsorte Artikel, zu vermarkten. Das Startup ist bereits kein kleiner Fisch mehr: Laut seinem Chef Onur Kabadayi bietet Boomads das größte Bloggernetzwerk Europas mit über 30.000 partizipierenden Publishern. Finanziert wird der Dienst vom türkischen Medienkonzern Hürriyet.

Adjust

Das Berliner Startup Adjust hat eine Analytics-Plattform auf Open-Source-Basis für Betreiber mobiler Apps entwickelt. Die Software verrät Entwicklern und Onlinediensten alles, was sie zur Nutzung ihrer Smartphone- und Tablet-Apps wissen müssen. Im Sommer vergangenen Jahres konnte sich der damals noch Adeven genannte Service über 4,3 Millionen Dollar frisches Kapital freuen.

Expertcloud

Das Berliner Startup Expertcloud betreibt ein virtuelles Call- und Kundencenter in der Cloud. Angeworbene Supportkräfte arbeiten von zu Hause und agieren als Kundendienst für Unternehmen, die von Expertcloud Gebrauch machen.

Versus

Versus erlaubt das schnelle, unkomplizierte Vergleichen von zwei Produkten. Der im vergangenen Jahr gestartete Dienst lässt dabei auch die Nutzer zu Wort kommen und hat sich mit seiner unspektakulären, aber äußerst zweckmäßigen Oberfläche einige Fans geschaffen. Pro Monat finden laut TechCrunch rund drei Millionen eindeutige User zu der Site - viele kommen über Suchmaschinen. Knapp vier Millionen Dollar externes Kapital haben die Gründer Ramin G. Far und Andreas Wolff eingesammelt.

Homewhere

Homewhere möchte sich als Dreh- und Angelpunkt für die Wohnungssuche im Web etablieren. Die Besonderheit: Über den Service lassen sich Immobilien verschiedenster Portale suchen und abrufen. Gleichzeitig müssen Nutzer nur ein Profil anlegen, mit dem sie sich dann auf bei verschiedenen Sites gelistete Apartments bewerben können.

Mambu

Eugene Danilkis, Frederik Pfisterer und Sofia Nunes haben mit Mambu eine Cloudplattform aufgebaut, die jungen Finanzservices und Bankanbietern die Implementierung grundlegender Finanzdienstleistungen ermöglicht - mit wenig Aufwand und zu günstigen Konditionen. Das Unternehmen vereinfacht es damit Startups, in den Finance-Sektor einzusteigen und Banking zu modernisieren.

Blogfoster

Blogfoster möchte Bloggern eine neue, einfache und vor allem elegante Option der Monetarisierung bieten. Über ein Plugin definieren Blogbetreiber die Werbeflächen, anschließend wählen sie zu ihrem Angebot passende Werbepartner. Fertig. Noch befindet sich der Dienst in der Pre-Launch-Phase. Nun liegt es an den Machern Jan Homann und Simon Staib, zu beweisen, dass ihr für Blogger verlockend klingender Service tatsächlich mit für alle Parteien zufriedenstellenden Resultaten verwirklicht werden kann. /mw

Foto: Made in Berlin on concrete wall, Shutterstock

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