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07.06.11Leser-Kommentare

Unerwartetes Comeback: Rivva ist wieder online

Rivva, der beliebte und im Februar geschlossene Blogaggregator, feiert ein unerwartetes Comeback - und wird zukünftig professionell vermarktet.

 

Für Freunde der deutschsprachigen Blogosphäre ist es die Überraschung des Tages (wenn nicht des Jahres): Rivva, der Anfang Februar von Macher Frank Westphal eigentlich endgültig geschlossene Blogaggregator, ist seit heute wieder online - und das sogar mit Geschäftsmodell: Der Berliner Vermarkter mokono wird ab sofort Werbepartner und Sponsoren für Rivva akquirieren. Als erster "Unterstützer" konnte BMW gewonnen werden.

Rivva-Gründer Frank Westphal hat über Jahre versucht, für sein Hobbyprojekt eine wirtschaftlich Grundlage zu finden. Da dieses Vorhaben jedoch erfolglos blieb, sah er sich schließlich gezwungen, die Anzahl der für Rivvas intensive Rechenprozesse notwendigen Server und damit auch die Funktionalität zu reduzieren. Kurze Zeit später zog Westphal ganz die Reißleine.

Nun feiert der Dienst ein unerwartetes Comeback, und bei Twitter ist die Freue darüber groß. Zwar sind in der Zwischenzeit mit Newshype und virato.de zwei andere Aggregatoren gestartet, aber in puncto Quellenvielfalt und Zuverlässigkeit gelang es diesen bisher nicht, Rivva-Niveau zu erreichen.

Wie es mit den beiden Services weitergeht, jetzt wo Rivva zurück ist und seinen einstigen und bis heute unangefochtenen Platz als Schaltzentrale der Blogosphäre wieder einnimmt, bleibt abzuwarten. Am sinnvollsten wäre es vielleicht, wenn sich hier Kräfte vereinigen und gemeinsam unter dem Rivva-Dach das anstreben, worauf viele schon so lange hoffen: aus Rivva eine zukunftsorientierte, moderne Medienmarke zu machen, die auch vom Internetmainstream wahr- und ernstgenommen wird.

Ich habe mich bei Frank Westphal per Mail nach seinen genauen Motiven für den Neustart erkundigt und werde den Beitrag im Falle einer Antwort aktualisieren.

Schön, dass Rivva zurück ist. Hoffen wir, für immer!

Update: Frank Westphal hat geantwortet. Seiner Aussage nach ergab sich der Neustart ganz einfach aus der großen Zahl der Unterstützungsangebote. Zudem habe mokono in kürzester Zeit den Sponsor gefunden und damit eine Menge Steine aus dem Weg gerollt.

"Ich fand das Projektende selbst sehr bedauerlich und wollte danach an verwandten Sachen weiterarbeiten, weil mich die berührten Themen immer noch extrem fesseln. Vor die Option gestellt, die bisherige Arbeit fortsetzen zu können, fiel der Entschluss leicht", so Westphal.

Er unterstreicht zudem nochmals, dass es bei Rivva gar nicht so sehr um die Artikel geht, die ganz oben stehen, sondern um die Meta-Ebene darunter, also um alle Reaktionen und Meinungen aus dem Web.

Dass es einschlägige Nachrichtenportale oder Blogs regelmäßig an die Spitze der am meisten verlinkten und getwitterten Artikel schaffen, ist damit folglich gar nicht tragisch (meine Schlussfolgerung). Denn hinter jedem erfolgreichen Beitrag steht eine Reihe von darauf bezugnehmenden Bloggern, Twitterern (und jetzt auch "Likern").

Kommentare

  • Dr. Martin Strickman

    07.06.11 (10:11:48)

    Das sind gute Neuigkeiten! Bleibt lediglich abzuwarten und zu hoffen, dass RIVVA sich (u.a. bedingt durch das Sponsoring?) nicht zu populistisch und Mainstream-mäßig entwickelt, d.h. als "tägliches Trüffelschwein" den wirklich relevanten Content aufspürt u. aggregiert. Auf Medien, die man sowieso im RSS-Feed abonniert hat oder regelmäßig aufruft wie heise.de, tagesschau.de etc. zu verlinken (siehe Rivva von heute) bringt m.E. ja eigentlich keinen Mehrwert.

  • rob d

    07.06.11 (10:18:46)

    Ach, sehr geil! Freut mich riesig! :)

  • Martin Weigert

    07.06.11 (10:20:57)

    Ja das ist ein echter Balance-Akt. Aber Frank wird da schon deutlich sein, denke ich.

  • Dr. Martin Strickman

    07.06.11 (10:22:50)

    Fazit: Ich lasse mich von RIVVAs Aggregation gerne positiv überraschen :)

  • Johannes Gerlach

    07.06.11 (12:37:29)

    Das Rivva wieder mitmischt sehe ich auch sehr positiv. Ich glaube aber die Bedenken kann ich zerstreuen. Da Rivva automatisiert abläuft müsste die Software umgeschrieben werden. Fraglich ob das für jeden Werbekunden gemacht werden würde.

  • Nic Haase

    09.06.11 (09:44:41)

    Richtig; die Meta-Ebene darunter ist auch für mich das Spannende an Rivva. Andere interessante Gedankengänge zu den aktuell bewegenden Themen oder Themen aus Bereichen, die mir sonst überhaupt nicht über den Weg laufen würden, aber in der jeweiligen Sparte durchaus Relevanz haben. Spannend finde ich den Gedankengang, was Rivva demnächst noch zu bieten haben wird und zusätzlich auf dem iPad liefern könnte: http://bit.ly/RivvaFW

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