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07.11.13Leser-Kommentare

Überlegenheit von Googles mobilem Betriebssystem: Warum ich ein dummes iOS einem smarten Android vorziehe

Während Google sein Betriebssystem Android mit smarten Onlinediensten permanent aufwertet, kann Apple nur zuschauen. Doch gerade deshalb bleibt iOS attraktiv.

Android Ich als regelmäßiger iPhone-Nutzer kann eine Tatsache nicht mehr ignorieren: High-End-Smartphones mit Googles Android-Betriebssystem sind dem Apple-Gerät zunehmend überlegen, vor allem in Hinblick auf die Fähigkeiten der Software. Speziell dank der tiefgehenden Systemintegration von zahlreichen hauseigenen Webdiensten ist Google in der Lage, Anwendern das Benutzerlebnis auf eine Art zu personalisieren, bei der Apple im Vergleich schlicht die Kenntnisse und passenden Onlinedienste fehlen. Ich denke hier beispielsweie an Google Now, das Siri alt aussehen lässt, oder die neue, mit Android 4.4 eingeführte einheitliche App für SMS, Location-Sharing sowie Text- und Video-Hangouts.

Besonders deutlich wird das veränderte Kräfteverhältnis beim Blick auf ein direkt von Google lanciertes Gerät wie das neue Nexus 5. Eine derartige Symbiose aus Smartphone und schlauen Onlineservices kann Apple, das sich nach wie vor in erster Linie als Hardware-Unternehmen sieht, dementsprechend im Webgeschäft schwach aufgestellt ist und anders als Google nicht das komplette Netz indexiert und versteht, einfach nicht bieten. Dennoch - oder gerade deshalb - steht für mich ein Wechsel zu Android nicht zur Debatte. Der Gedanke, mich vollständig dem Onlinekonzern auszuliefern, der mich besser kennt als meine Freundin oder meine Eltern, erscheint mir grundsätzlich falsch. Ich störe mich nicht daran, dass Internetdienste wie Google oder Facebook viel über mich und meine Interessen erfahren. Wichtig ist mir jedoch, dass ich mich nicht zu stark von einem einzigen Unternehmen abhängig mache und zu tief in dessen Universum eintauche. Erst recht dann nicht, wenn das Geschäftsmodell dieser Firma darauf basiert, mir Werbung zu zeigen. Nicht eine kapitalismuskritische oder dystopische Weltsicht bringt mich zu diesem Prinzip, sondern gesunder Menschenverstand. Google sieht weder das langsam seinen Open-Source-Charakter verlierende Android-System noch den Verkauf eigener Hardware als Einnahmequelle - für das Unternehmen dient jede Produktinitiative ultimativ dazu, Anzeigenkunden die Aufmerksamkeit der Anwender zu verkaufen. Damit kann ich leben, wenn ich im Gegenzug leistungsfähige Onlineservices erhalte. Doch mich diesem Treiben bedingungslos auszuliefern, indem ich es auf das Gerät hole, welches ich 24 Stunden am Tag nicht aus den Augen lasse, ergibt für mich keinen Sinn.

Im Vergleich zu Android mangelt es iOS an Intelligenz. Dieser Unterschied wird in nächster Zeit noch deutlicher werden. Während Google wie das hochbegabte Kind in der Schule laufend mit neuem Wissen auftrumpft und dieses direkt in sein Betriebssystem einbauen kann, ist Apple auf Kooperationen mit Dritten angewiesen - wie der Durchschnittschüler, der bei Prüfungen vom Nachbarn abguckt und während Übungen ab und an Lehrer oder Klassenkameraden befragen muss. Googles Vorteil ist offensichtlich, zumal ohnehin nur wenige Unternehmen mit Googles technischer Expertise mithalten können. Selbst eventuelle Akquisitionen seitens Apple würden die Problematik daher maximal etwas, aber nicht vollständig entschärfen. Um Googles beeindruckende Kompetenz komplett für iOS nutzen zu können, müsste Apple Google schon übernehmen. Doch dazu hat selbst der in Bargeld schwimmende Lifestyle-Hersteller mit dem Apfel-Logo nicht genügend Mittel.

Ich empfinde den Verzicht auf bestimmte Personalisierungsfunktionen und Bequemlichkeiten, die mir Android bieten würde, als angemessenes Opfer, um ein Mindestmaß an Autonomie in meinem digitalen Alltag beizubehalten. Google verdient sein Geld vorrangig mit Werbung. Apple verdient sein Geld vorrangig mit Hardware. Wer von den beiden mir und meiner Privatsphäre auf Dauer besser tut, daran gibt es es für mich keinen Zweifel. So bestechend und ausgfeilt die Android-Features auch sein mögen. /mw

Illustration: Android holding a large green brain. Rendered over green, Shutterstock

Kommentare

  • Grz

    07.11.13 (08:13:21)

    Zitat: "Wichtig ist mir jedoch, dass ich mich nicht zu stark von einem einzigen Unternehmen abhängig mache und zu tief in dessen Universum eintauche." Kein Unternehmen beherrscht den Lock-In seiner User besser als Apple, denn Apple Geräte funktionieren am besten mit anderen Apple Geräten.

  • Christian

    07.11.13 (08:25:19)

    "Wichtig ist mir jedoch, dass ich mich nicht zu stark von einem einzigen Unternehmen abhängig mache und zu tief in dessen Universum eintauche." Ich haue mich weg. Es gibt nichts schlimmeres, als sich dem Apple-Universum hinzugeben, denn nicht anderes passiert, wenn man iPhone und Co. nutzt. Man kommt nicht von Apple weg und ist gezwungen, überteuerte Zusatzausgaben in Kauf zu nehmen. Und es scheint verwunderlich, dass der Autor so überzeugt ist, dass Apple nicht ebenso wie Google alles speichert, analysiert und auch weitergibt. Apple gibt es nur nicht so offen zu. So viel Blauäugigkeit auf diesem Portal überrascht mich. Google mach nur kein Geheimnis daraus. Ebenso kann man Google mit entsprechenden Einstellungen sehr wohl in seine Schranken weisen. Diese Laudatio aus das iOS ist daher nicht nachzuvollziehen, polemisch und schlecht recherchiert.

  • Michael Gisiger

    07.11.13 (08:51:57)

    In der Tat, dass die Fanbois jetzt sogar mit dem Argument Privatsphäre kommen, hat mich auch überrascht. Vielleicht sind sie schon so verzweifelt, dass sie nach jedem Strohhalm greifen?

  • gutu

    07.11.13 (08:52:04)

    Meiner Meinung nach kann die Zusammenarbeit mit Drittanbietern Vorteile bringen. Man könnte schneller auf den Markt reagieren und muss nicht alles selbst neu erfinden.

  • Matthias Kaiser

    07.11.13 (08:53:31)

    Ich habe Google noch nicht freiwillig meinen Fingerabdruck über lassen, der bei Apple dann von der NSA wohlwollend abgegriffen wird. Ich verstehe die kulthafte Verehrung des "Goldenen Kalbes" Apple überhaupt nicht und kann auch die unkritische oder verblendete Betrachtung vieler Journalisten bzw. Publizisten nicht nachvollziehen

  • René

    07.11.13 (08:54:10)

    Selten so einen schlechten Artikel gelesen. Ich hoffe, dass der Autor dafür kein Geld bekommt...

  • Christian Wöhrl

    07.11.13 (08:54:35)

    Das ist eine interessante Sichtweise … genau weil mir meine Privatsphäre so wichtig ist, habe ich mich seinerzeit gegen ein iPhone und für ein Nexus entschieden. Alle Location Based Services und Netzwerkdienste standardmäßig aus und nur bei Bedarf aktivieren, keine automatischen Synchronisierungen, K-9 Mail mit APG für Mailverschlüsselung, und für alle für mich relevanten Google-Dienste gibt es auch vertrauenswürdige Alternativen – damit habe ich alles, was ich unterwegs benötige, und bin dabei wesentlich privater, als es mit einem iPhone möglich wäre. (Wie das bei neueren Nexussen ist – keine Ahnung; mein altes funktioniert noch prima. Wenn die heute neugieriger sind, wäre zu gegebener Zeit eher auf ein Ubuntu-Mobil-OS oder ähnliches zu hoffen.)

  • John M.

    07.11.13 (08:59:03)

    Da kann man nur hoffen, dass Firefox OS weiter an Kraft gewinnt und "Made in Germany" davon lernt ;)

  • Conny

    07.11.13 (09:10:18)

    Einerseits finde ich es gut, wenn Systeme so weiter entwickelt werden, daß sie sehr personalisiert sind bzw. eingestellt werden können. Allerdings darf man - meiner Meinung nach - auch nicht vergessen, daß es Leute gibt, die einfach nur Telefonieren, Whats App'n und mal im Internet surfen wollen. Da wäre evtl. das hoch ausgefeilte Android einfach eine (oder mehrere) Nummern zu groß und zu kompliziert. "Einfach" sollten die Systeme sein.... Egal, ob das nun von Google oder Apple kommt. Letztendlich ist aber jeder User selbst dran zu entscheiden, was für ihn das Richtige ist. Ein Pauschales "Richtig" oder "nicht richtig" gibt es denk ich nicht.

  • pete

    07.11.13 (09:56:45)

    Haha - kann mich meinen Vorpostern nur anschließen. Apple ist keinen Deut besser. Im Unterschied zu google ist der Apfel allerdings die Kapitalistenmarke schlechthin. Wenn du wirklich was unabhängiges willst, hol dir doch das neue Firefox-Handy ;) Oder halt irgendwas mit Ubuntu.

  • andee

    07.11.13 (10:31:42)

    1. Stimme ich dem Artikel grundsätzlich zu - 2. Irgendein Fanboy muss ja sein - Google/Windows/Apple 3. Kennt der Durchschnittsuser die Einstellungsmöglichkeiten nicht 4. geht es nicht um Privatsphäre, das ist doch gar nicht der Punkt 5. NATÜRLICH verwendet Google ALLE Informationen - schließlich wird 90% des Umsatzes mit Werbung verdient = daher würde ich mich auch in der Androiden Welt komplett "verkauft" bzw. ausgeliefert fühlen - auch wenn ich angeblich Krontrolle habe, habe ich doch keine - daher, guter Artikel - und JA ich bin ein Apple Fanboy, so what?

  • Ben

    07.11.13 (10:39:42)

    Ein wieder mal gelungener Artikel wie ich finde. Beide Systeme haben sicherlich ihre Vor- und Nachteile. Also kann jeder selbst entscheiden, welches System er aus welchen Gründen dem anderen vorzieht. Ganz einfach!

  • andee

    07.11.13 (10:39:54)

    @Christian - by the way, mit deiner kostenlos Kultur bist Du doch schon in die Google Falle gelaufen, oder? :) Zusätzlich ist es das Ziel von JEDEM Ecosystem sich unersetzlich zu machen - das macht Apple & Google bzw. Samsung, Windows versuchen es auch - am Ende des Tages finde ich es etwas schade immer gleich als Fanboy "beschimpft" zu werden - man könnte von einem Medien- & Kommunikationswissenschaftler auch konkrete Argumente erwarten, finde ich...

  • Jan

    07.11.13 (10:47:31)

    Das ist doch Satire, oder? Apple und Google haben bei Nutzung nämlich doch genau identische Daten von Dir gespeichert. Wie kann man bloß ernsthaft so einen Schwachsinnsartikel verfassen?

  • Christian123

    07.11.13 (10:48:15)

    Der Artikel ist schön geschrieben, aber beruht auf falschen Tatsachen und Unwahrheiten... Von einem leitenden Redakteur hätte ich auch mehr erwartet. Dieser Artikel basiert leider zu wenig auf Recherche und zu sehr auf Unwissenheit des Autors. Als leitender Redakteur sollte man doch in der Lage sein, seine Meinung mit Fakten und nachgewiesenen Argumenten zu untermauern. Stattdessen wird hier die eigene Meinung mit falschen Fakten bestätigt. Damit werden Leser, die sich mit den Unternehmen und deren Betriebssystemen nicht auskennen, falsch informiert und schlecht beraten. Zum Inhalt des Artikels (und wie schon vom anderen Christian erwähnt): 1) Bei Apple ist man im System und muss Dienste von Apple nutzen (so dass Apple alle Daten hate). Anders bei Android, hier man kann man Drittanbieter-Apps runterladen und nutzen (Man ist nicht im System gefangen). Beispiele: Bei Android kann man verschiedene Browser installieren und nutzen. Diese sind unabhängig von Google programmiert. Bei Apples ios kann man zwar auch andere Browser installieren aber diese müssen das Webkit (das Herz/die Maschine vom Browser) von Apple nutzen. Dementsprechend sind diese Browser eigentlich nur ein anderes Layout für Apples Browser/webkit. 2) Wie oft gab es schon Berichte über Apple und deren Datenspeicherung? Dementsprechend ist Apple nicht besser als Google. 3) Apple sperrt viele Funktionen von Drittanbieter-Zubehör (ein kleines Beispiel: Aufladen des iPhones bei Dock-in Stationen/Soundanlagen) und damit man eigentlich nur die Apple-eigenen Produkte ordentlich nutzen kann. Oder die Hersteller müssen sich an extrem strikte Regeln halten. Es gibt noch genug weitere Argumente die gegen Apple sprechen (genauso wie für Apple). Wenn man etwas Recherche betreibt, dann ist dies leicht herauszufinden und darzustellen.

  • Thomas78

    07.11.13 (10:49:06)

    Ich verstehe schon was er mit der Abhängigkeit meint. Wenn man Gmail, dessen Kalender und Kontaktverwaltung, GTasks, GMaps, Drive, Google+, die Suche usw. nutzt, hängt man komplett an diesem Unternehmen. Das kann zwar auch passieren, wenn man ein iOS Device nutzt, da dort auch alle Google Dienste anwendbar sind. Jedoch werden diese Dienste dort nicht bevorteilt und es macht keinen Unterschied, ob man Yahoo, Microsoft oder web.de als Anbieter hat. Bei Android hingegen wird man gerade dazu verleitet sich - schon um es bequemer zu haben - vollständig in das warme Nest von Google zu begeben. So begann auch ich durch mein erstes Android Gerät mit dem Wechsel zu Google Diensten, da diese toll in das Nexus eingebunden waren. Ebenso sehe ich es kritisch, dass Android nur Mittel zum Zweck ist. Google hat im Grunde kein Interesse an dem System, sondern nur an den Informationen die dadurch zu erlangen sind. Microsoft und Apple hingegen sind davon abhängig, das Menschen für das System bezahlen, da dies dessen Einnahmequelle ist. Heilige sind aber wahrlich keine der genannten Anbieter, der eine ist hier böser, der andere dort. Jeder muss für sich entscheiden, wo er gerne den Pferdefuß hat, denn Geräte/System/Anbieter ohne gibt es nicht.

  • parker

    07.11.13 (13:49:04)

    wie schön, immer wieder aufs neue zu erkennen, wie apple-gebrainwashte argumentieren. kleiner tipp für diejenigen, die sich daran stören, dass "alles" bei android über cloudbasierte google-dienste läuft: einfach nicht nutzen. wie wärs mal mit argumenten wie: apple ist offener als android, hat billigere hardware die mit multiplen geräten kompatibel sind, viel mehr personalisierungsspielraum.. achso.. stimmt ja.. trifft alles nur auf android zu. für mich persönlich gibt es keinen einzigen grund zu apple produkten zu wechseln. wer aufs hübsches design, anti-crossplatforming und überteuerte preise steht solls machen. und ganz ehrlich: als würden ALLE eure daten nicht bei apple landen, genau so wie bei den google diensten.. ohne scheiß.. wacht mal auf aus eurem apple-gefickten traum und macht die augen auf.. fangt an zu DENKEN. ist schwer, tut anfangs auch bischen weh, lohnt sich aber langfristig mehr. finanziell und allgemein.

  • Christian

    07.11.13 (13:49:47)

    Als es vor einer gefühlten Ewigkeit :) darum ging, mein Windows-Telefon (WM 6.5) durch ein neueres zu ersetzen, kamen als Systeme für mich letztlich nur iOS und Android in Frage. Die Apple-Smartphones hatten und haben ein m.E. schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis. (Nur zur Info: Das hier schreibe ich auf einem Macbook; irgendwo auf dem Schreibtisch liegt ein Nexus 4. Friedliche Koexistenz statt Krieg der Welten.) Ja, mir ist klar, dass man bei einem Android-Fon Google mit Userdaten "bedient". Aber das ist bei Apple und dem iPhone nicht anders bzw. lediglich ein gradueller Unterschied. Wer das Apple-Ökosystem vorzieht, soll das halt tun. Aber eine Philosophie daraus zu machen, erscheint mir eher grenz- denn netzwertig ...

  • Bapf

    07.11.13 (14:21:38)

    Wie Christian schon schreibt kann man über "Wichtig ist mir jedoch, dass ich mich nicht zu stark von einem einzigen Unternehmen abhängig mache und zu tief in dessen Universum eintauche." im Kontext des Artikels nur den Kopf schütteln. Bei (unmodifizierten) Android gibt es nach wie vor die Möglichkeit bei der Einrichtung des Smartphones den Punkt Google-Konto/Dienste zu überspringen und mit alternativen AppStores (und auch Sync-Anbietern) zu arbeiten. Etwas, das man bei iOS immer noch vergebens sucht (ohne Jailbreak/Hacks). p.S.: Man sollte für solche Artikel hier eine Kategorie "Kommentar" oder "Meinung" einführen.

  • Bit

    07.11.13 (15:40:32)

    Der Artikel ist eigentlich gar nicht so schlecht wie alle hier behaupten. Natürlich kann man viele Standpunkte des Autors, vor allem als Android User, nicht verstehen aber trotzdem steckt der Artikel doch voller Komplimente für Android. Ich denke aber, dass sich beide Unternehmen sehr ähnlich sind was den Datenschutz angeht. Die einen nutzen die Daten zu Werbezwecken, die anderen eher um Käuferprofile zu erstellen...

  • Reto

    07.11.13 (15:52:57)

    Hmm, also bei meiner Yamaha-Soundanlage mit Dock lädt es das iPhone auf?

  • Nils

    07.11.13 (17:35:45)

    Ein mutiger Beitrag. Warum? Weil er sich gegen den Trend stellt. Wer sich heutzutage nicht für Google, Android, austauschbare Akkus oder SD-Karten-Einschübe ausspricht, wird gerne mal niedergebrüllt. Zumindest aber angebrüllt. Ich selbst habe Devices mit iOS, Android und Windows RT im Einsatz. Die mit iOS führen für mich persönlich klar vor denen mit Android und Windows RT. Vor allem was die User Experience des Betriebssystems angeht, trifft iOS meinen persönlichen Geschmack am besten. Martin hat Recht: Android kann mit den Google-Services richtig Gas geben. Und ich bin absolut seiner Meinung, dass gerade diese Services der entscheidende Grund dafür sind, sich gegen Google zu entscheiden. Wer sein Persönlichkeitsprofil schützen will, muss sich sogar gegen Google entscheiden. Genau das ist auch der Punkt, der gerne übersehen wird. Sowohl Apple als auch Google verfügen über Kundendaten. Die Geschäftsmodelle unterscheiden sich allerdings grundlegend. Apple verkauft integrierte Hard- und Software-Systeme an Konsumenten. Google verkauft die aus Persönlichkeitsprofilen von Konsumenten generierten Informationen an die Werbeindustrie. Jeder kann für sich selbst entscheiden, welches Modell ihm lieb ist. Bei Apple bezahlt man einen hohen Einstandspreis, der zumindest für mich durch die User Experience und die hohen Wiederverkaufswerte gerechtfertigt ist. Nutzer der großartigen Google-Services wissen, dass diese zwar kostenlos, aber durch die Preisgabe des eigenen Profils eben nicht umsonst sind. Martins Fazit, der Verzicht auf Android sichere die Autonomie im digitalen Alltag, halte ich allerdings für unglücklich formuliert. Ich würde eher behaupten, dass der Verzicht auf Google-Services (!) vor der Offenlegung des kompletten Persönlichkeitsprofils schützt. Aber das ist ja auch schon etwas, das für heftigen Widerspruch sorgt. Oder etwa nicht?

  • Martin Weigert

    07.11.13 (18:09:53)

    Erst einmal: Schön dass der Beitrag für solch eine Debatte sorgt. Allerdings wird auch ersichtlich, dass sich der ein oder andere leidenschaftliche Android-Nutzer stark von Emotionen leiten lässt. Das halte ich für wenig zielführend. Man sollte hier nicht die Perspektive verlieren: Wir sprechen über mobile Betriebssysteme von Milliardenunternehmen, nicht über Religionen oder persönliche Errungenschaften. Dazu auch der Verweis auf einen sehr amüsanten Comic zum Thema: http://www.dorkly.com/comic/56328/the-greatest-next-gen-internet-champion-of-all-time Nahezu alle kritischen Kommentare verweisen reflexartig auf Apple und behaupten, Apple sei ebenfalls invasiv, tracke etc etc. Das stimmt. Der Punkt, den ich deutlich machen wollte, ist die Bedeutung derartigen Verhaltens für das jeweilige Geschäftsmodell. Apple trackt und personalisiert, um Dienste zu verbessern und Kenntnis über die Präferenzen der Kunden zu erhalten. Für das Geschäftsmodell überlebensnotwendig ist dies nicht (auch wenn es die wahrgenommene User Experience und Produktqualität stark beeinflusst). Apple könnte von heute auf morgen jede Art von Privatsphäreeingriffen beenden und würde dennoch weitgehend stabile Umsätze erwirtschaften. Denn diese erfolgen größtenteils über den Verkauf von Hardware. Google hingegen erwirtschaftet den Löwenanteil seines Gewinns (über 90 Prozent) dadurch, dass es die Aufmerksamkeit der Nutzer an werbende Firmen verkauft. Das macht Google freilich sehr gut und weitgehend, ohne dabei Nutzer zu nerven. Trotzdem ist es so, dass Googles Umsätze deutlich stärker als Apples davon abhängen, ganz genau wissen zu müssen, was seine User machen. Denn nur so kann es möglichst zielgerichtet Anzeigen platzieren. Hier sehe ich den elementaren Unterschied. Google und Apple wollen ihre Kunden verstehen, korrekt. Aber nur Google hat per Geschäftsmodell wirklich massive Anreize, haargenau zu verstehen, wen es da vor sich hat. Jeden Tag aufs Neue. Und nur Google hat Anreize, sich immer weiter die Aufmerksamkeit der User zu sichern. Auf diesen wichtigen Unterschied zu reagieren, indem man mit dem Finger auf Apple zeigt und behauptet, das Unternehmen würden das alles auch so machen, offenbart imo eine Ignoranz der oder ein Unverständnis über die grundlegenden Motivationen hinter iOS und Android. Apple entwickelt iOS, um Hardware zu verkaufen (+ App und Contentvertrieb) Google entwickelt Android, um Usern über kurz oder lang mehr Werbung zu zeigen (+ App und Contentvertrieb). Zwei legitime Strategien. Und doch haben sie für Nutzer unterschiedlich Implikationen. Abschließend: Diese Zeilen schreibe ich auf einem Windows Ultrabook.

  • Martin Weigert

    07.11.13 (18:17:46)

    Das Problem ist eher, dass du den Artikel nicht genau gelesen hast. Sonst würdest du verstanden haben, dass es nicht darum geht, wer mehr Daten speichert, sondern welche Bedeutung die Nutzung dieser Daten für das Geschäftsmodell hat.

  • king_of_q

    07.11.13 (19:13:06)

    Was der Autor aus der Geschichte der Menschheit nicht gelernt hat: Nicht zuletzt die NSA-Datenskandale zeigen ganz deutlich dass wann immer Unternehmen, Behörden, Staaten, Geheimdienste, WER AUCH IMMER, Daten sammeln, werden diese auch missbraucht, verkauft whatever werden. Das *WARUM* ist ganz egal ;-) Wer sagt, dass Apple nicht auch Kundendaten genauso nutzt und weitergibt? Sie haben auch einen Werbedienst. Dass sie es nicht müssen ist die eine Sache. Die Erfahrung zeigt aber, gerade bei profitorientierten Unternehmen, dass wenn es möglich ist, es auch gemacht wird :) PS: Apple hatte auch schon den ein oder anderen Datenskandal. PPS: Die Logik des Autors, dass Apple nicht müsse, aber Google ja doch, ist ohnehin blödsinn. Google könnte auch sofort mit dem Datensammeln aufhören, dann würden sie vielleicht weniger genaue Werbung schalten können und damit vermutlich auch weniger verdienen, aber als Betreiber der vermutlich meistbesuchten Website auf dem PC und mobil, würden sie auch allein durch suchbegrifforientierte Anzeigen genug verdienen. Von daher *müssen* es beide nicht. Da aber beides Unternehmen sind, und den Gewinn maximieren wollen, *tun* es in der Praxis beide. Das hat die Geschichte gerade zuletzt mehrfach gezeigt.

  • Andy Häuptli

    07.11.13 (19:26:52)

    Er hat recht, was er vergessen: Die Androiden sind einfach nicht schön. Bieder, irgendwie ohne wirkliche Form - etwa so wie ein Hyundai.

  • Robert Frunzke

    07.11.13 (20:35:58)

    Ich persönlich halte das Konzept "SmartPhone" für Feature-complete. Mein iPhone macht das, was ich will, und das reicht völlig aus. Es würde mit einem Android wahrscheinlich genauso funktionieren. Und wäre mir mein geliebtes Treo annodazumal nicht auf einem Bordstein zerscheppert, wer weiß, vielleicht hätte ich mir nie ein iPhone gekauft. Kleine Rückblende: bei Einführung des ersten iPhones war noch keine Rede von Apps. Es war ein PDA mit Telefon, nur in vielen Details und in der Usability damaligen Geräten weit überlegen. DAS war der Selling Point, das Alleinstellungsmerkmal, dass was das iPhone ganz weit oben im damals noch mickrigen PDAPhone-Markt positionierte, und was kurz darauf den Markt total sprengte, um einen neuen "SmartPhone"-Markt zu schaffen! DAS führte geradewegs zum Tipping Point der "SmartPhone"-Ära, und das iPhone war ganz oben. Alles danach ergab sich fast von selbst: die Anwender gierten danach, und Apple erfüllte ihre Wünsche. Kurze Zeit später kamen die Apps. Nett, ja. Aber mal ganz ehrlich: die 95% der Apps, die ich regelmäßig nutze sind die, die schon drauf sind: Mail, Kalender, Nachrichten, Kontakte, Telefon (ja wirklich!). Apps sind eine tolle Sache, und ich finde es gut, dass es sie gibt, aber sie sind doch nur Beiwerk. Deshalb geht mir der ganze Wahnsinn über noch tiefere, noch bessere, und hyper-intelligenterer Integration irgendwelcher sogenannter "sozialer" Anwendungen ganz weit am A**** vorbei ;-) Die marktwirtschaftliche Relevanz der Apps wird brutal überschätzt.

  • Robert Frunzke

    07.11.13 (20:41:17)

    PS: Als bitte weitergehen zum "next big thing". Applikatiönchen sind es jedenfalls nicht ;-)

  • René Fischer

    07.11.13 (21:43:12)

    Der Unterschied ist doch, das sich ein Android-Gerät fast ausschließlich sinnvoll mit Google-Diensten verwenden lässt. iOS hingegen bietet da schon deutlich mehr Unabhängigkeit was die verwendeten Dienste angeht. Die Frage ist aber im Grunde nur, wann Apple Derivate zu GMail & Co anbieten wird, um eben diesen Lock-In Effekt zu maximieren .

  • Robert Frunzke

    07.11.13 (21:53:15)

    Die eigentliche Frage ist doch: wer fickt hier wen? (um es mal in Deinen Worten auszudrücken). Die Plattform-Kriege waren schon damals, Ende der 80er, öde. Hast Du einen Amiga oder einen Atari? Deine Argumente sind dumm.

  • Olaf

    08.11.13 (02:46:28)

    Ich kann den Gedankengang nachvollziehen - war quasi auch auf dem Sprung von iOS zu Android. Mich hat dann bisher letztendlich das immer offensichtlichere Verhalten Googles in den letzten Monaten abwarten lassen. Da waren die Abschaltung des ActiveSync-Protokolls für neuere Geräte, ähnliche Unsicherheiten für CalDAV und CardDAV gepaart mit einem nicht sauber standartisierten IMAP-Implementation - das alles Verbunden mit der Strategie, Zugriff nur noch über eigene Apps anzubieten. Dann der Krieg mit Microsoft über Zugriff auf Youtube mit Windows Phone. Google versucht also immer mehr den Zugang zu den eigenen Daten nur noch über komplett durch sie selbst gestaltete Interfaces zuzulassen. Auf Android hat Google die Möglichkeit, immer weiter in diese Richtung zu gehen und Fakten zu schaffen - Google braucht die anderen Dienste nicht, die anderen Geräteplattformen brauchen aber die Google-Dienste. Und deshalb müssen Apple und Co Kompatibilität zu den Google-Diensten bieten, um attraktiv genug zu sein und das ist derzeit noch die Chance. Natürlich kann man sich über Apple und Microsoft mit ihren Plattformen genauso ärgern, nur scheinen die derzeit noch in die andere Richtung unterwegs zu sein - siehe Outlook.com kann nun endlich IMAP. Die sinnvolle Lösung kann nur lauten, konsequent auf eben diese großen Plattformen zu verzichten und das ist genau das, was ich tue bzw. was ich gerade Schritt für Schritt angehe. Bei Apple benutze ich neben dem AppStore einzig die "Find my iPhone"-Funktionalität der iCloud. Für alles andere gibt es gute Alternativen. Mail: IMAP beim Provider der Wahl. Foto-Stream: BitTorrentSync auf eigenen Rechner. Kalender, Kontakte, Tasks: Demnächst hoffentlich via Owncloud und oczpush. Bookmark-Sync: Pocket - später vielleicht auch mal Owncloud o.ä. Ich versuche in einer Serie auf meinem Blog auch weniger versierten Anwendern die Augen zu öffnen und alternative Wege aufzuzeigen: http://www.bottek.com/category/diy/ - Kommentare und Hinweise sind gern gesehen. Nochmals, es geht nicht darum, ob nun Google oder Apple besser ist. Sie sind alle gleich schlecht. Das Ziel muss es sein, langfristig die Freiheit zu bewahren, unsere Geräte mit den Diensten zu verbinden, die wir möchten und das auf möglichst einfache Art.

  • Jürgen Wahlmann

    08.11.13 (07:27:28)

    Ähem. Ein iDevice ohne iCloud, iTunes, AppleID und so fort? Undenkbar. Funktioniert schlicht nicht. Ein Android ohne Google-Account und Google Apps? Funktioniert prima. Sicher weniger bequem, aber es funktioniert. Unglaublich, was hier für Märchen aufgetischt werden.

  • Claud

    08.11.13 (08:15:22)

    Hi, zeitweise war mein erser Gedanke: wird der Schreiber von Apple bezahlt? Keiner bindet seine Nutzer mehr als Apple! Und nur weil Google von Werbung lebt, heißt das nicht, das Apple damit nicht auch dazu verdient ;) Bei Google weiß ich woran ich bin: An einer Firma die mit Suchmaschine bekannt geworden ist...Es weiß somit alles über mich...aber dazu benötige ich nur einen Freund der mich auf seinem Android-Handy als Kontakt hat. Aber wer glaubt, Apple wäre nicht so neugierig und und würde nur an seine Nutzer denken, der irrt sich...Apple weiß alles über einen (heimliches Tracken der Standorte ohne diese Fkt zu verraten war vor 2 Jahren mal ein großer Aufschrei bei Apple, oder?) Und auch Apple wird gut Bezahlenden die Daten weitergeben... Momentan habe ich ein iPhone, davor hatte ich ein HTC...mein nächstes wird wahrscheinlich wieder ein Android...nicht weil mir mein iPhone nicht gefällt, sondern weil ich für mein Geld auch einen ordentlichen Stand der Technik haben möchte. Und da kommt Apple nicht mehr mit (Steve Jobs, wieso musstest du von uns gehen?) und Apples neues iPhone 5S einfach nur ein Witz ist. Wer Angst hat, das Daten von einem bei irgendjemanden landen, darf sich kein Handy und keine Freunde mit Handy zulegen...nur so bleibt man für zahlende Firmen unsichtbar ;)

  • Marcus

    08.11.13 (08:38:21)

    Immer wieder interessant, wie sich Apple-Jünger und Android-Anbeter gegenseitig versuchen, die Augen auszukratzen. Dass beide (eigentlich alle) Systeme sowohl Vor- als auch Nachteile haben, das ist doch völlig klar, aber man sollte sachlich bleiben und keine persönlichen Meinungen einfließen lassen, die nur darauf abzielen, die Argumente des anderen schlecht zu reden...

  • Michael

    08.11.13 (08:42:09)

    Du sprichst mir aus der Seele. Habe noch ein altes iPhone 4 in der Tasche und ärgere mich darüber dass ich doch einige Apps gekauft habe, die ich auf meinem nächsten Android Smartphone dann nicht mehr nutzen kann aber das ist der Preis, den ich zahlen muss für die Fehlentscheidung zum iPhone 4.

  • Joachim

    08.11.13 (08:44:18)

    Spannende Meinungen die der Artikel provoziert;-) Apple der böse Kommerz, Google die wahren Sozialisten? Als langjährigem Apple-Nutzer geht mit das seit einigen Jahren stetig zunehmende Lock-In extrem gegen den Strich. Kaufe mir daher bewusst kein iPhone. Ich habe auch keine besonders grossen Ambitionen meine Privatsphäre mit dem meistbietenden Werber zu teilen, somit ist Google aus dem Rennen. Windows jagt mir immer noch Schauer über den Rücken. Blieb nur ein Blackberry. Verglichen mit meinem alten Communicator ist das Rückschritt in wirklich relevanten Bereichen: Sprachqualität, Batterie alle 2 Tage leer, Wechsel von SMS/Tel/Email zu Kontakten bringt mich nicht zum aktuellen Kontakt, etc etc. Aber dafür lebe ich in Freiheit: Frimenkalender/-email bei Google, Kontakte in der iCloud, private mails via IMAPS. You make your choices, you pay the price. Gruss, Joachim

  • Michael Otto

    08.11.13 (08:57:15)

    It looks like the grass is always greener inside your own walled garden. Michael

  • Martin

    08.11.13 (08:59:59)

    "Wichtig ist mir jedoch, dass ich mich nicht zu stark von einem einzigen Unternehmen abhängig mache und zu tief in dessen Universum eintauche." ?????????????? Was spricht dann für Apple? Apple zwingt seine Nutzer, alles (Tablet, PC, etc.) auf die eigene Hardware umzustellen. Manches Zubehör darf man sich zu absurden Preisen bei Belkin kaufen. APPs und deren Inhalte werden regide zensiert, auch nach dem Kauf. Die Hardware ist schlecht, die Softwaregrundlage 30 Jahre alt. Der Preis ist allerdings erstklassig. Fazit: Ein weitere Versuch einen frustrierten Apple-Users sich die unnötigen und horrenden Ausgaben selbst schön zu reden. mehr nicht.

  • SU

    08.11.13 (09:03:14)

    Der Schreiberling hat offenbar jeglichen Bezug zur (Apple-)Realität verloren. Während ich bei Android viele Möglichkeiten nutzen kann - aber nicht muss - habe ich doch bei Apple gar keine Wahl! Bleibt die Frage nach dem Sinn dieses Artikels...

  • Martin

    08.11.13 (09:10:18)

    Geschäftsmodell Apple: Schlechte Hardware und uralter Softwarebasis. Motto: Friss oder stirb. Geschäftsmodell Google: Werbung. So what? Ich nutze seit 2 Jahren Android und GMail. Ich bekomme keine einzige Werbe-Email von Google. In den Apps und im System wird keine Werbung eingeblendet, außer bei wenigen kostenlosen APPs. Dann noch eine Frage: Was ist an Werbung schlecht? In Deutschland scheint es generell ein Problem mit Werbung zu geben. Wenn ich einen Dienst kostenlos nutze und mir deswegen Werbung angezeigt wird, dann doch bitte für etwas, dass mich interessieren könnte. Ich entscheide doch nach wie vor selber über einen Kauf.

  • M4x

    08.11.13 (09:14:46)

    Ich finde bei solchen Debatten immer wieder interessant, dass es anscheinend nur iOS, Android und hier und da mal Windows Phone gibt. Ich persönlich nutze im Alltag keines dieser Geräte, weil ich nach langer Suche BlackBerry 10 für mich entdeckt habe, welches in diesem Jahr veröffentlicht wurde. Abseits vom Mainstream erhält man hier Geräte die das 1x1 des Alltags (E-Mail, Telefon, Termine & Kontakte) mit einer hervorragenden Usability meistern und auch höchste Sicherheitsstandards erfüllen (mit entsprechender Konfiguration). Geschäftliches und privates läßt sich hervorragend mit BlackBerry Balance auf einem Gerät sowohl vereinen als auch trennen. Das Geschäftsmodell ist in erster Linie der Verkauf von BlackBerrys und Services (BES) für den Businessbereich, sowie Smartphones für den Privatkundenbereich. Gegebenenfalls lohnt sich für manche der Blick über den Tellerrand.

  • Martin

    08.11.13 (09:22:25)

    Henry Ford soll mal gesagt haben: "Wenn ich auf meine Kunden gehört hätte, hätte ich schnellere Pferde gezüchtet." Ich habe mein Handy schon im Jahr 2000 für Feature-Complete gehalten. Tja, so kann man sich irren.

  • Henning

    08.11.13 (09:29:08)

    hm ... Google sammelt unsere Interessen um uns zielgerecht Werbung zu zeigen. Was macht Apple den mit den Userdaten...???

  • Mark

    08.11.13 (09:39:14)

    Martin, da hast Du eine Diskussion angestoßen ;-) Als ich mir mein erstes Smartphone zulegte, war klar, dass ich nicht ins Apple-Universum stoßen möchte, um da für immer gefangen zu sein und nur noch Apple-Geräte kaufen zu müssen. Nun bin ich im Google-Universum "gefangen" und kann mich dem auch nur schwer entziehen bzw. jeder Schritt ist mit einem erheblichen Aufwand verbunden. Beide Anbieter wollen einen für Ihre eigene Sache möglichst weitgehend vereinnahmen. Und die Mehrzahl der Kunden wird wohl beim einmal gewählten System bleiben. Dennoch hoffe ich, dass sich mit den kommenden Betriebssystemen echte Alternativen auftun.

  • gino

    08.11.13 (09:40:44)

    In dieser Diskussion fehlt mir noch wichtiger Aspekt, auch wenn dieser eher technischer Natur denn Philosophischer ist. Mit Android ist der geneigte und technisch versierte Nutzer zumindest theoretisch sehr wohl in der Lage sich vollständig seine Privatsphäre gegenüber Google zu erhalten. Und das ist bereits ein Bestandteil des Betriebssystems. So kann mir ein Owncloud-Server leicht die das Online-Storage abnehmen. Das gilt grundsätzlich auch weiter für die Kontakte und Kalender. Schöner wird das sogar mit einem Univention Corporate Server (UCS). Dort lassen sich auch gut die eMails-Dienste unterbringen. Dient dann als Unterbau nicht das originale Android (AOPK) sondern ein mit Privatsspährenfunktionen unterbautes Cyanogenmod lässt sich die privatssphähre auch auf Apps erweitern. Am schönsten fährt man dabei gleich mit einem alternativen App-Store wie F-Droid. Und nun zurück zum Thema. Tatsächlich folge ich der Argumentation des Autoren hin zum zugrundeliegenden Geschäftsmodell. Das Sammeln allerlei Daten mit der NSA Affäre zu egalisieren ist meiner Meinung nicht ganz richtig. Die Motivationen der beteiligten Spieler gehen doch weit auseinander. Und Dennoch, mit einem IOS werde ich vermutlich niemals ein derartiges Smartphone backen können, wie es mit dem Kern eines Android Basierten der Fall ist. Für mich der wichtigste und zugleich entscheidende Punkt für Android.

  • Lemon

    08.11.13 (10:14:53)

    Herrlich provokativer Artikel, da ist dem Autor mal ein ganz großer Coup gelungen. Durch ein Loblied auf iOS, dass es in Sachen Datenschutz nun wirklich nicht verdient hat, wird die Debatte um NSA und ausspionieren aus einem neuen Blickwinkel diskutiert. Glückwunsch zu dieser Idee, sofern dies so beabsichtigt war.

  • Oliver

    08.11.13 (10:19:33)

    “Wichtig ist mir jedoch, dass ich mich nicht zu stark von einem einzigen Unternehmen abhängig mache und zu tief in dessen Universum eintauche.” Ja, ja, Apple macht niemanden von sich abhängig, ich frage mich wer so etwas schreibt, in was für einer Welt lebst so Jemand? Das kann nur jemand sein der mit IT nichts am Hut hat. Aber ich finde das ist genau wie die Frage UNIX oder Windows, wer in seiner Welt glücklich ist soll dort bleiben und glücklich sein. Apple iOS und Windows kommt für mich auf keinen Fall in Frage und ich habe meine Gründe dafür, so wie andere Ihre Gründe für iOS haben, leben und leben lassen. Gruß Oli

  • Herbert

    08.11.13 (11:15:26)

    Martin Weigert hat da wahrlich eine hoch relevante Diskussion sehr griffig aufgemacht. Das zeigt schon die Zahl an Kommentaren und die Emotionen, die darinnen stecken. Chapeau! Ich umgehe die Qual der Wahl, indem ich beide Welten nutze. (Muss ich allein schon beruflich, um als Webagenturmann die Wirkung meiner Projekte und Produkte "in echt" prüfen zu können.) Und ich hoffe auch und rechne auch in absehbarer Zeit damit, dass bald alternative OS das Feld von hinten aufzurollen beginnen. Der Zeitgeist wird dann mitspielen, ob und wann sich ein "Open Mobile OS" durchsetzen wird. Wie einst bei Linux. Apple ist übrigens u.a. bei Entwicklern deshalb beliebt geworden, weil es Linux im Kern ist. Gruß, Herbert

  • Oliver

    08.11.13 (12:06:25)

    Interessant, dass Kommentare die den Verstand des Autors anzweifeln nicht veröffentlicht werden! Das zeigt was von diesem Blog und seinem Autor zu halten ist! Gruß Oli

  • Oliver

    08.11.13 (12:09:05)

    Sorry, das scheint ein Versehen gewesen zu sein. Und ein Fehler meinerseits. Ich ziehe damit den letzten Kommentar zurück und warte mal ab. Ich bitte um Entschuldigung! Gruß Oli

  • Nils

    08.11.13 (12:16:57)

    Martin, der Comic bringt es wirklich auf den Punkt :-D Ist es nicht immer wieder spannend, wie sehr sich Menschen über Tech-Themen erregen können? Kein Zweifel, dieser Artikel kann auf Fans von Android und/oder Google provokant wirken. Es gibt doch tatsächlich jemanden, der etwas anderes für besser hält und dafür auch noch Gründe hat! Die psychologischen Ursachen dieses Verhaltens sind nicht weniger spannend. Amerikanische Wissenschaftler sind dem 2012 in einer viel beachteten Studie auf den Grund gegangen. Ein Bericht dazu ist unter http://www.golem.de/1108/85834.html nachzulesen. Das Ergebnis ist, dass sich Menschen, die sich stark mit einer Marke identifizieren, durch negative Berichte in ihrem Selbstwertgefühl beeinträchtigt sehen können. Ihre Verteidigung der jeweiligen Marke stellt deshalb auch eher eine Art Selbstverteidigung dar. Dieses Phänomen gilt natürlich unabhängig davon, ob man Fan von Apple, Google oder Burger King ist. Mir persönlich hilft das Hintergrundwissen über diese Art von Diskussion jedenfalls, so manchen Kommentar mit der nötigen Prise Humor zu nehmen :-)

  • Tobse

    08.11.13 (13:08:34)

    Sorry, der Kommentar verfehlt den Punkt des Autors. Apple macht Gewinn durch den Verkauf von Hardware. Google macht Gewinn durch den Handel mit Daten. Welches Unternehmen hat ein größeres Interesse den Nutzer zu verstehen und kennen zu lernen? Die Gefahr meine Daten bei Google abzulegen ist ungleich höher als bei Apple.

  • Oliver

    08.11.13 (13:30:54)

    Deinen Gedanken finde ich sehr gut! Das Problem ist nur will man bzw. jeder für sich das Rad neu erfinden. Niemand würde sich seine Textverarbeitung selbst programmieren nur um nicht von irgend wem abhängig zu sein; obwohl ich mir meine eigene Bilderverwaltung programmiert habe weil ich auf dem Markt nichts gefunden habe was meinen Anforderungen entspricht. Ich denke die meisten Anwender werden sich für eines der Lager entscheiden und da muss halt jeder für sich die Kosten und nutzen abwägen. Mir ist IOS zu teuer und zu unflexibel Android und UNIX sind da doch offener und bei mindestens der gleichen Leistung erheblich günstiger. Gruß Oli

  • Mr. Smithers

    08.11.13 (14:29:31)

    kleine Anmerkung: Apple sieht sich nicht als Hardware Hersteller sondern als Software Hersteller. Leider versucht gerade Apple ja auch seine Kunden mit seinen Diensten an sich zu binden und lässt seine Kunden hierbei mal ganz gerne im Regen stehen...

  • gutu

    08.11.13 (14:36:56)

    Um bei den Fakten zu bleiben: Webkit ist zwar von Apple, aber es handelt sich um ein Open Source Projekt. Auf Webkit bzw. Blink (Fork von Webkit) basieren die meisten Browser. Safari, Google Chrome, Opera... Webkit wurde nicht nur von Apple entwickelt sondern auch von Google, Nokia...

  • Wondrachekka

    08.11.13 (17:33:32)

    Soso, Apple sieht sich als Software Hersteller? Und wieso ist AAPL an der NASDAQ dann unter der "Industry: Technology" und dort im "Subsector: Computer Manufacturing" aufgeführt? btw: Google läuft im "Subsector: Programming, Data Processing" (ausgerechnet!). Würde Apple sich nicht im Subsector "Computer Manufacturing" sehen, würde die Börse wohl ziemlich pöhse reagieren. Aber bitte, jedem sein eigenes Realitätsverzerrungsfeld...

  • Sebastian

    08.11.13 (19:24:23)

    Witziger Artikel, mehr leider auch nicht. Offenbar von jemand geschrieben, der vom anderen als seinem Lieblingslager keine oder nur wenig Ahnung hat. Der Artikel lässt leider all zu deutlich eine Fanboybrille erahnen. Wie anders könnte es sein, dass man den Rückstand von iOS als Vorteil verkauft...aber genau das zeichnet wohl einen Fanboy aus. Ein kleiner Tipp. Wer sich nicht in allen Belangen von Google abhängig machen will, der soll die entsprechenden Dienste nicht nutzen. In Android einfach die Apps aufsuchen und die Dienste deaktivieren die man nicht braucht oder nicht nutzen möchte. Einfach alternative Dienste/Apps verwenden und fertig. Gilt übrigens auch im normalen Umgang mit Webdiensten....

  • kunke97

    08.11.13 (19:30:55)

    Sorry, aber dieser Artikel nur Reklame für Apple und dessen Produkte. Als Entwickler kenne ich beide Systeme und Dienste gut. Aber es wirkt schon etwas naiv zu glauben Apple wäre nicht an Nutzerdaten interessiert. Naiv, naiv...

  • Martin Weigert

    08.11.13 (19:40:07)

    Ein Blick auf Apples Quartalsumsätze zeigt: rund 10 Prozent werden mit iTunes & Software erwirtschaftet, der Rest mit Hardware. Sagt alles. http://www.businessinsider.com/chart-of-the-day-where-apples-money-comes-from-2013-10

  • Martin Weigert

    08.11.13 (19:48:10)

    @ Martin "Dann noch eine Frage: Was ist an Werbung schlecht?" Nichts. Im Artikel steht dies auch nicht.

  • OMG OMG OMG

    08.11.13 (20:50:39)

    Der Autor hat sowas von überhaupt keine Ahnung von Android.. Ich nutze seit Jahren ein Nexus-Phone (aktuell ein Nexus 4) und muss eben NICHT die Dienste nutzen die mir Google vorgibt und mich dadurch abhängig machen oder meine Daten preisgeben – damit ist das Hauptargument entkräftet. Ob E-Mail-Programm, Browser, Maps, SMS-App oder App-Store… man hat für ALLES eine Alternative – und das OHNE kompliziertes JailBreaken! Hinzu kommt, dass ich seit Android 4.3 für JEDE App auf meinem Smartphone selbst bestimmen kann welche Rechte diese App nutzen darf und welche nicht. Sorry, aber selten so einen schlecht recherchierten Artikel gelesen…..

  • Mr. Smithers

    08.11.13 (21:06:02)

    Reicht Euch die Meinung des Firmengründers? https://www.youtube.com/watch?v=dEeyaAUCyZs

  • Martin Weigert

    08.11.13 (21:15:54)

    Entscheidend ist nicht, was Personen oder Firmen sagen, sondern was sie machen. Ein Unternehmen, dass 90 Prozent seines Umsatzes mit Hardware erwirtschaftet, ist ein Hardware-Unternehmen.

  • Martin Weigert

    08.11.13 (21:43:29)

    "Mit Android ist der geneigte und technisch versierte Nutzer zumindest theoretisch sehr wohl in der Lage sich vollständig seine Privatsphäre gegenüber Google zu erhalten. Und das ist bereits ein Bestandteil des Betriebssystems." Stimmt. Aber es ist, wie du beschreibst, mit einigem Aufwand verbunden. Problematischer finde ich jedoch, dass - für mich - extrem unklar ist - ob dies auch in Zukunft so bleibt. Googles zunehmende Kontrolle von Android sowie der kaum zu übersehende Versuch, jeden Nutzer zum Teil des Google+-Universums zu machen, zerstört bei mir jegliches Vertrauen in ein Google OS. Stärker als mein Vertrauen in Apple/iOS erodiert. Um mal wieder eine Metapher zu nutzen: Android erscheint mir wie ein potenziall sehr guter Freund, der dann heimlich in der Wohnung in Zimmer und Schränke schaut, um einem später passende Werbeprospekte zu geben, und bei dem man nie weiß, ob er nicht in zwei Jahren heimlich kleine Kameras und Mikrofone in der Wohnung platziert.

  • Martin Weigert

    08.11.13 (21:54:19)

    "und muss eben NICHT die Dienste nutzen die mir Google vorgibt" Und du bist dir sicher, dass das so bleibt? Schön leichtgläubig. Zudem: Mir fehlt Zeit und Interesse, viele Stunden an einem OS herumzufriemeln. Das gilt für 95 Prozent der Nutzer. Das bedeutet, das Gros der Android-Nutzer wird sehr wohl in das Google-Universum hineingezogen, selbst wenn dies eigentlich nicht ihr ursprünglicher Plan war. Und das ist ein Problem.

  • Martin Weigert

    08.11.13 (21:59:02)

    Für alle Kommentatoren, die argumentieren, Apple würde auch Daten sammeln, nochmal der Hinweis auf meinen Kommentar dazu http://netzwertig.com/2013/11/07/ueberlegenheit-von-googles-mobilem-betriebssystem-warum-ich-ein-dummes-ios-einem-smarten-android-vorziehe/#comment-404480 Ein passendes Fazit scheint mir zu sein, dass es maßgeblich darum geht, wem man mehr vertraut. Ich persönlich vertraue tatsächlich Apple mehr als Google. Für andere ist es umgedreht. Und letztlich wirklich vertrauen kann man wohl beiden Firmen nicht.

  • Georg

    08.11.13 (22:38:12)

    Inwiefern hilft es meiner Privatsphäre, auf Apple zu setzen? Auch Google erzählt dem Media Markt nicht ,was ich am liebsten kaufen würde...da blendet Google die Werbung aus seinem Fundus ein, die am besten zum Profil passt. Auch Apple wird da wo Werbung angezeigt wird nix anderes machen. Und was die NSA angeht, sind beide gleichermaßen zur Kooperation verpflichtet. Und was ist mit iCloud und Co.? Ob nun ein Dienst mich bei der Stange halten will um mir Werbung anzuzeigen, oder um mir ein Dienst-Abonnement zu verkaufen...Lock in ist Lock in, und dafür werden im Zweifelsfall alle vorhandenen Daten genutzt. Ob nun beim Anbieter mit der bunten Schrift oder beim Obst. Es ist naiv Google alle Daten anzuvertrauen, aber genauso naiv, Apple-Dienste für sicherer oder gar anonymer zu halten.

  • Martin Weigert

    08.11.13 (22:44:12)

    "Auch Google erzählt dem Media Markt nicht ,was ich am liebsten kaufen würde…da blendet Google die Werbung aus seinem Fundus ein, die am besten zum Profil passt." Das ist das Modell der Suchmaschine Google. Doch das Unternehmen bewegt sich immer weiter in Richtung Personalisierung. Das nennt sich dann Google+. Und bei Google+ ticken die Uhren anders. http://techland.time.com/2013/10/11/the-endgame-for-google-is-turning-you-into-ads/ Apple hat kein soziales Netzwerk, keine Suchmaschine, kein Geschäftsmodell, bei dem über 90 Prozent der Umsätze aus Werbung kommen, und iCloud ist vollkommen freiwillig. Ich nutze es nicht.

  • OMG OMG OMG

    09.11.13 (00:27:32)

    "Mir fehlt Zeit und Interesse, viele Stunden an einem OS herumzufriemeln." Oh Mann, du hast ja wirklich überhaupt keine Ahnung von Android, stimmts? ^^ Frag mal die App-Entwickler hier in den Kommentaren wie viele *STUNDEN* man "herumfriemeln" muss um simple Alternativ-Apps aus dem PlayStore zu installieren.. omg.... Auf welchem Android-Kenntnisstand bist du eigentlich stehengeblieben? 2.1 ?! Sorry, aber wer allen Ernstes behauptet er habe ausgerechnet bei Apple ein "Mindestmaß an Autonomie im digitalen Alltag" trägt entweder eine dicke Fanboi-Brille auf der Nase oder leidet an einer ganz schön fetten Realitätsverzerrung! Na ja was solls, jedem das seine.. Von daher wünsch ich dir weiterhin viel Spaß mit deinem iGadget und dem täglichen Fingerabdruck-Abgleich. (Die Hauptsache ist ja, du siehst keine böse Google-Werbung........)

  • Nils

    09.11.13 (00:57:58)

    Bringen wir es doch mal auf den Punkt: Dem einen ist Apple lieber, dem anderen Android; jeder hat seine ganz persönlichen Gründe, die er genauso individuell gewichtet. Ist das schlimm? Nein. Hat ein Andersdenkender deshalb den Verstand verloren? Nein. Muss man sich deshalb verbal an die Wäsche gehen? Nein. Was mich angeht: Bis Weihnachten werde ich mein Nexus 7 2013 verkaufen. Android macht mir schlicht und ergreifend keinen Spaß. Und das ist absolut ok so...

  • Heinz Olmert

    09.11.13 (07:37:01)

    Dito. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen, außer vielleicht, dass ich gar nicht nachvollziehen kann, warum industrielle Massenware derart polarisiert, dass erwachsene Menschen im anonymen Internet ausfällig werden.

  • Heinz Olmert

    09.11.13 (07:41:37)

    Preis / Leistung? Wer sein iPhone nach 2 Jahren Gebrauch verkauft, bekommt mehr als 60% des Neupreises bei ebay. Das lässt den Gerätepreis ganz anders erscheinen. Das sollte mal jemand mit einem gebrauchten Androiden versuchen. Die gehen schon nach 6 Wochen mit 50% Rabatt auf den Listenpreis über die Ladentheken.

  • Sascha Pallenberg

    09.11.13 (13:48:47)

    Apple, Nutzer-Daten, etc. http://www.zdnet.com/apples-user-data-sharing-takes-a-hit-in-germany-after-court-objects-to-privacy-policy-7000015057/ bei Android kann ich alles, alles abschalten und durch drittanbieter ersetzen. Sorry Martin, aber du hast den Kopf in der iCloud mit diesem Artikel

  • Michael

    09.11.13 (14:02:24)

    Die Entscheidung für ein Betriebssystem wird von einem ganzen Bündel an Faktoren und nicht nur einem einzigen wie dem wichtigsten des Betriebssystems selbst bestimmt. Geht los beim Preis, der beim iPhone bekanntlich um einiges höher ist. Geht weiter beim viel größeren Angebot an Android-Geräten. Android hat mit dem Ökosystem der unzähligen Google-Dienste einen viel größeren Touch der Offenheit und Vielfalt - wenig muß, viel kann. Deswegen muß das iPhone nicht schlecht oder schlechter sein, es mag sicher auch seine Vorteile haben. Aber man kann sich mit durchschnittlichem Geldbeutel halt nur für ein System entscheiden und muß deshalb Vorteile und Nachteile abwägen. Entscheidungen für ein Betriebssystem sind Grundentscheidungen, Lebensentscheidungen, in gewissem Sinne sogar auch Lebenseinstellungenn (technisch wie imagemäßig), die nur selten geändert werden. Und deshalb auch so große "Kämpfe" wie im Forum dieses Artikels auslösen.

  • Robert Frunzke

    09.11.13 (14:30:52)

    "Lebensentscheidungen, in gewissem Sinne [..]" auch blibbeldi, blubbeldi, blabbeldi, blobbeldi, wähle das Eine und sehe hier und jetzt in Deine Zukunft. Oder wähle das Andere und sehe ebenfalls hier und jetzt in Deine Zukunft. ...dieser Gedanke führt wohl zu keinem allgemein vertretbaren Standpunkt mehr. Aber, habe ich schon erwähnt, dass die Plattform-Kriege Ende der 80er recht ähnlich verliefen: junge, wilde und motivierte (meist männliche) Kerle fochten all ihre Argumente tagtäglich gegeneinander aus, um die jeweils eine oder andere Platform zu verteidigen. Weil die eine (oder jeweils andere) aus den ein oder anderen Gründen eben brutalst der jeweils Anderen so überlegen war, dass die jeweils Andere demnächst den Platz räumen, also sterben müsste. Und wo stehen Commodore (Amiga) und Atari heute? ;-) Die Moral von der Geschicht' lässt sich leicht selbst denken.

  • woodchuck

    09.11.13 (17:12:34)

    Warum ich ein spionierendes Android einem spionierenden iOS vorziehe: weil ich es problemlos innerhalb einer Stunde gegen CyanogenMod oder Replicant austauschen kann. Aber zugegeben, das ist kein Argument für jemand, der von sich sagt " Ich störe mich nicht daran, dass Internetdienste wie Google oder Facebook viel über mich und meine Interessen erfahren."

  • Martin Weigert

    09.11.13 (17:14:47)

    Ich nutze iCloud gar nicht aber schön gesagt.

  • Christian

    09.11.13 (22:15:56)

    50 Prozent nach sechs Wochen? Da wirfst Du offenbar die Android-Produkte sämtlicher Hersteller in einen Topf. Nun ja, bei iOS hat man ja die Wahl zwischen ... einem Anbieter. Wenn ich mir etwas kaufe, habe ich nicht gleich im Hinterkopf, wie viel ich nach x Jahren auf Plattform y dafür noch bekomme. Vielleicht mein Fehler, aber mir geht's schlicht und ergreifend darum, dass ein iOS-Smartphone *aus meiner Sicht* zu teuer ist für das, was es mir bietet. Mich stört nicht im Geringsten, wenn andere das anders sehen. Aber meine Präferenz gilt derzeit Android - auch weil mir bewusst ist, dass ich nicht alles mitmachen muss, was Google vielleicht von mir möchte. Beispiel Synchronisation: Ich kann so ziemlich alles, was ich auf dem Smartphone habe, mit irgendeinem Google-Dienst verknüpfen und teilen, aber es gibt auch andere Sync-Optionen. Beispiel GoogleNow: Ich kann's nutzen, aber ich muss nicht. Beispiel Hangouts: Dass Google die bislang separate SMS-App entfernt hat, damit mehr Kunden Hangouts nutzen, gefällt mir nicht. So what, nehm' ich eben 8sms oder Ähnliches. Und natürlich werden die meisten Android-User (ich nehme mich da nicht aus) ihre Apps aus dem Play Store holen. Aber man kann sie auch ohne weiteres anderswo herunterladen. Ob das immer so bleibt? Keine Ahnung. Doch ich weiß, welches Smartphone-OS mir *derzeit* die Wahl lässt, und welches nicht. Anderen mögen andere Features wichtiger sein ...

  • Heinz Olmert

    09.11.13 (22:20:56)

    Ich kann nicht nachvollziehen, weshalb immer alle der fälschlichen Auffassung sind, dass Androiden preiswerter sind als iPhones. Wer sein iPhone angemessen behandelt, verkauft heute ein 2 Jahre altes 4S 16 GB für gute 200 €. Entsprechend wendet man für das Telefon ca. 100 € pro Jahr auf. Das kann IMHO keiner der Androiden wirklich toppen. Deren Wertverlust liegt nach einem Jahr bei 90 €, weil die Dinger gebraucht einfach keiner will. Wer also wirklich preiswert kaufen will, muss am Anfang ein bisschen mehr investieren und kann dann im Erneuerungszyklus sehr preiswert refinanzieren... Ebenso verhält es sich mit MacBooks und iMacs. Meine MacBooks verlängere ich garantiemäßig immer auf das Maximum. Aktuell sind das 3 Jahre. Danach fliegen die zu ca. 50 % des NEUPREISES auf den Markt. Dabei reicht bei ebay der erste Auktionsdurchgang bzw. ca. eine Woche Wartezeit in den Kleinanzeigen. Zeige mir einer ein vergleichbares Vaio, das nach 3 Jahren überhaupt noch einen Käufer findet. Weer vermeintlich billig kauft, zahlt am Ende nicht nur im Groschenmarkt sondern auch bei der EDV ggf. drauf. Natürlich gelten meine Erfahrungen nicht für gesplitterter iPhones und aufgeklatschte MacBooks sondern für intakte, pfleglich behandelte Geräte. Aber bitte, träumt alle schön euern feuchten Traum vom Androidschnäppchen, dass nach spätestens 12 Monaten nur noch für das Recycling taugt.

  • Heinz Olmert

    09.11.13 (22:25:56)

    Klar, der geübte Informatiker, dem die Frickelei Spaß macht, kann sich seinen Androiden nach Lust und Laune konfektionieren. Apple stellt eher auf die Enduser ab, die das Gerät aus dem Regal ziehen und nutzen wollen, ohne verstehen zu müssen und zu wollen, was hinter der Kulisse läuft. Weiterhin stellt Apple über Updates sicher, dass man zumindest > 2 Jahre up to Date bleibt, während so manchem Androiden der Softwarenachschub unmittelbar nach Erwerb abgedreht wird. Wer realistisch ist, prüfe mal bitte im Bekanntenkreis, wer schon einen Androiden > 4.0 nutzt und ob nicht die Masse absinkt, weil sie in früheren Versionen festhängt und somit zum Hardwareupdate genötigt wird. Das nenne ich Sparsamkeit. Als iOS 6 kam, hat mir apple für lau aus meinem 4S ein komplett neues Look & Feel gezaubert. Meine Android-Freunde werden dagegen bis zum jüngsten tag auf KitKat warten oder die Hardware updaten. Aber die ist ja so dermaßen preiswert, dass man das öfter tun kann. Wer billig kauft, kauft eben doch zweimal. Mindestens!

  • Michael

    09.11.13 (23:59:53)

    @Robert Frunzke - Wenn ich schreibe, dass es sich bei Entscheidungen für ein Betriebssystem um Lebensentscheidungen handelt, die jeder für sich trifft, rede ich ausdrücklich keinem "Krieg" das Wort. Ich halte Konkurrenz zwischen mehreren Systemen auch hier vielmehr sogar für wichtig, weil es ohne sie wenig Wettbewerb und Weiterentwicklung gibt.

  • André

    10.11.13 (06:55:05)

    Kurz mal meine Daten an Google.de gegeben, um dies zu finden: http://www.focus.de/digital/computer/apple/problematischer-datenschutz-bei-ios6-apple-spioniert-nutzer-von-iphone-und-ipad-zu-werbezwecken-aus_aid_837633.html

  • Heinz Olmert

    10.11.13 (08:06:52)

    Die Herangehensweise unterscheidet uns also radikal. Ich mache mir bei der Anschaffung IMMER Gedanken darüber, wann und wie ich das jeweilige Produkt wieder los schlagen kann. Deshalb kaufe ich mir z.B. bewusst französische oder koreanische Autos und fahre sie ab. Schließlich kann ich die nicht wirklich gebraucht verkaufen ohne Sack und Perücke einzubüßen. Bei der EDV gehe ich den anderen Weg und habe mich bewusst für Apple entschieden, um up to date bleiben zu können und dabei den finanziellen Aufwand in engen Grenzen zu halten. Ich wählte iOs auch deshalb bewusst, weil ich vom MacOS kannte, dass man ohne Bastelei und Gefummel ein out-of-the-Box-System bekommt, das rundherum funktioniert. Ich möchte mich nicht mit irgendwelchen technischen Details beschäftigen müssen, da Technik für mich Erleichterung des beruflichen und privaten Lebens bedeutet und nicht Hobby ist. Das darf natürlich jeder anders sehen. Meine Erfahrung mit Androiden im Bekannten- und Kollegenkreis ist, dass die Leute bei Updates hängen gelassen werden, das die Apps nicht auf jedem Gerät ein überzeugendes Look & Feel bieten (was ob der Vielfalt an Bildschirmchen und Hardware nicht gehen kann) und das wegen der vielen Grausoftware keiner meiner Androidbekannten Banking und wirklich sensible Sachen auf dem Telefon erledigen will. Aber, wie gesagt, über den gesamten Zyklus ist mir Android außerdem wesentlich zu teuer. Und das ist ein Punkt, der regelrecht verleumderisch immer gleich zuerst gegen Apple ins Feld geführt wird. Klar ist natürlich, dass bei einem 9 €-Andro der absolute Wertverlust deutlich unter meinem iPhone liegt. Rechnen kann ich. ABER bei einem solchen Bummelzug muss man dann die vergeudete Arbeitszeit gegenrechnen, die es brauchte, auf das Starten der Apps zu warten. Ich für meinen Teil verstehe nicht, warum man einen Glaubenskrieg entfachen muss. Soll doch jeder für sich entscheiden. Die teilweise feuchten Träume von firefox etc. werden sicher ein paar verzopfte Nischen bedienen, aber der große Krieg wird wohl eher zwischen Android, Windows und iOS ausgefochten werden. Dabei ist iOS zwar stückzahlenmäßig überrollt worden, aber was ist Stückzahl wert, wenn außer Samsung niemand etwas dran verdient. Und bei Samsung muss man mal bewerten, wie hoch die Marketingaufwendungen sind (Apple + Microsoft + Nokia + Dell < Samsung) und ob die nicht gerade mit der irrwitzigen Modellpulverisierung Android am meisten schaden. Letztlich zählt nämlich das Nutzererlebnis und das kommt IMHO unter die Räder, weil man den Leuten Andros verkauft, die nach 6 Monaten keine Updates mehr bekommen. Dies sehe ich sicherheitstechnisch mehr als kritisch und warte auf den großen Angriff auf die Andros.

  • Georg

    10.11.13 (08:12:22)

    Okay, akzeptiert. Was Werbung angeht, hatte ich von Google bisher den Eindruck, sie würden gewisse Regeln einhalten. Dann stellt sich immer noch die Frage, welche Daten Apple heimlich mitschneiden muss, ohne es öffentlich machen zu dürfen. Da man Netzverkehr einfach mitschneiden kann, halte ich das Risiko für gering, wäre zu auffällig. Unmöglich ist es nicht. Wie stehst du denn zu einem Android ohne Google (Replicant OS z.B.)? Zu unkomfortabel? Zu wenig Funktionalität? Geht es um Datenschutz, wäre dies nach meinem Ermessen eine noch bessere Lösung, wenn man konsequent ist und z.B. auch auf Apps mit Werbenetzwerken verzichtet.

  • woodchuck

    10.11.13 (09:13:49)

    Für beide Parteien gibt es fraglos gute Argumente. Für Apple spricht schon mal die Ästhetik: Eine Formsprache, die sich schlüssig vom Gerät bis hin zum Stecker durchzieht. Sowas gibt's sonst nirgendwo in der Gadget-Welt. Außerdem ist der Wiederverkaufswert bei Apple-Geräten, wie schon angesprochen, so hoch, dass dadurch mindestens der höhere Anschaffungspreis kompensiert wird. Außerdem, auch das wurde erwähnt, ist Apple-Technik einfach zu benutzen. Trotzdem habe ich meinen gesamten Bestand vor zwei Jahren abgestoßen, und das, obwohl ich um die zwei Jahrzehnte Kunde der Kalifornier war (mein erster Rechner war ein Macintosh SE 2/20 für 8000 Mark, die Hochbetagten unter euch werden sich an das Fossil erinnern). Ich habe mich verabschiedet, weil ich mich durch Cupertino zunehmend entmündigt gefühlt habe, technisch (quasi als Kehrseite besagter Bedienerfreundlichkeit), aber dann auch politisch (da Apple Apps massiv im Sinne US-puritanischer Ethik und politischer Angepasstheit zensiert hat). Sorry, aber so schön können irgendwelche Gadgets nicht sein, dass ich mir um ihrertwegen von einem Technologiekonzern vorschreiben lassen würde, welche Inhalte ich mir zu Gemüte führen darf. Was die Benutzerfreundlichkeit angeht, hat sich ja nun mittlerweile auch einiges getan. Sicher, beim Desktop-OS ist Apple immer noch Microsoft turmhoch überlegen. Andererseits habe ich viele geplagte Freunde und Bekannte von Windows befreit und ihnen Ubuntu oder Linux Mint installiert - und alle waren sie glücklich über die neue Einfachheit. Ebenso habe ich noch nie jemand erlebt, den CyanogenMod auf seinem Smartphone überfordert hätte. Unter dem Strich bleibt wohl die Wahl: Apple=Ästhetik oder Open-Source-basierte Geräte=Freiheit und deutlich mehr Privatsphäre. Mir zumindest ist letzteres wichtiger.

  • Heinz Olmert

    10.11.13 (09:20:53)

    Dumm nur, dass der Backprozess bei den Androiden durch fehlende Updatemöglichkeiten zumeist jäh unterbrochen wird. http://hrgajek.wordpress.com/2013/10/15/was-microsoft-eben-richtig-macht/

  • Ann O. Nymous

    10.11.13 (10:13:36)

    Ich kann Martins Gedanken sehr gut nachvollziehen und das ist mitnichten “der letzte Strohhalm”. Oder eben doch, im Sinne von Privatspäre. Ob meine Daten komplett bei einem Hardware-Unternehmen liegen oder komplett beim weltgrössten Werbe- (und Daten!-)vermarkter ist – zumindest heute noch – ein gewaltiger Unterschied. Wo Martin allerdings sehr inkonsequent ist: Mit dieser Idee/Einstellung nutze ich ein Nokia Handy, oder wenn ich ein Smartphone brauche/möchte, Windows Mobile (6.1 / 6.5) /ohne/ alle SocialMedia-Apps. Ich verstehe den Apple/Android-Hype sowieso nicht. Nice to have, die Geräte. Aber im Leistungsumfang nicht viel besser/weiter (Apple sogar eher schwächer) als WinMo mit Phonealarm, SPB software und Opera (alte Version, ohne ‘Kompression’) – alles in Allem keine 100$ extra-Anschaffungspreis. Für mich sowieso ein Graus, wie man den ScreenSpace für Icons oder Widgets verschwendet und dieses grobe rumgetapse mit der Fingerkuppe statt präzise mit einem Stift arbeiten zu können wird von den paar MultiTouch-Vorteilen auch nicht aufgewogen. Wie gesagt – für mich. Heute ist ja eher die Klicki-Bunti-Generation der Mausschubser unterwegs, deshalb verkaufen sich auch Win7/8 so gut :( P.S. Man hört hoffentlich heraus, dass ich weder Apple- (habe ein iPad1, /nur/ zum surfen auf der Couch) noch Android- (habe ein Galaxy Note in der Schublade) Fan bin.

  • Ann O. Nymous

    10.11.13 (10:25:54)

    @2. Martin: Ich hoffe, Du bist schon über 40. Sonst wirst Du dir mal ganz verwundert die Augen reiben, wenn Deine Daten erstmal konsolidiert (zusammengeführt) sind und man das Ganze an Dritte (Arbeitgeber, Krankenkasse, Versicherung) verkauft. Noch zwei Stichworte: Google mal "rosa Liste" und "Nazis". Niemand hat geahnt, was aus dieser harmlosen Liste werden würde.

  • Ann O. Nymous

    10.11.13 (10:40:25)

    ...offensichtlich kennst Du Android nicht richtig. Ohne gerootetes Gerät mit wenigstens PDroid und Firewall ist es offen, wie ein Scheunentor. Und Alles ist mit Deiner Google-ID verknüpft (die ja gemäss AGB EchtDaten sein muss, i.e. Klarname, echte Adresse, ...)

  • Ann O. Nymous

    10.11.13 (10:57:40)

    “Wer Angst hat, das Daten von einem bei irgendjemanden landen, darf sich kein Handy und keine Freunde mit Handy zulegen…nur so bleibt man für zahlende Firmen unsichtbar” Da sprichst Du einen wichtigen Punkt an: Wenn Deine “Freunde”/”Geschäftspartner” massive Rechtsbrüche (wie das unerlaubte Speichern Deiner Klartext-Daten in der ‘Cloud’) begehen kannst Du dich auf den Kopf stellen und wirst trotzdem erfasst. Nur Deine Vorlieben/Gebräuche zu erfassen dürfte ein wenig schwieriger sein.

  • Heinz Olmert

    10.11.13 (12:36:14)

    Damit treffen sie doch aber die Mitte der Gesellschaft, das Biedere ganz gut. Deshalb auch der Erfolg. Mittelmaß bevorzugt Mittelmaß. Deshalb fahren auch so viele Leute altbackene, mittelmäßige Golfs, die weder beim Design noch bei der Technik führend, sondern eben und gerade Mittelmaß sind. Dies ist IMHO ein schöner Spiegel unserer mittelmäßigen Gesellschaft, in der sich die Leute mit der Ausmerzung ihrer Defizite beschäftigen, anstatt ihre Stärken zu schärfen und zu fokussieren. Der Deutsche ist eben gern Volksgemeinschaft. Dazu passt dann eher Android als Apple. :) Man muss nur die regionalen Apple-Zahlen entwickelter Märkte heraus holen und kann sehen, welche Gesellschaften Wert auf Individualität legen und welche eben nicht. Ebenso kann man sich in China mal Straßenszenen anschauen. Das ist ein 1,4 Milliarden-Volk, in dem es das oberste Ziel der Einzelnen ist, sich von der riesigen Masse abzusetzen. Deshalb kauft man dort Konsumgüter, die sich individualisieren lassen. Knallbunte, goldene Handys. Riesige Armbanduhren, möglichst große Autos. Das alles fällt beim deutschen Michel unter die Rubrik Zuhälter. Hierzulande bevorzugt man zumeist Einheitsware von H&M, Samsung, VW, IKEA, das quadratisch-praktisch-gute Reihenhaus auf dem 200 m2-Grundstück und den individuellen All-Inclusive-Urlaub von der TUI. Ich fürchte, die Diskussion hier zeigt nur mal wieder, dass dieses Land sein Pulver verschossen hat und nur noch darauf fixiert, Besitzstand zu wahren und Abweichler auszugrenzen bzw. einzuklarieren, damit sie nicht mehr aus der Masse ragen.

  • Michael

    10.11.13 (12:36:57)

    @Heinz Olmert Mein Android-Smartphone hab ich mittlerweile zwei Jahre. War allerdings sogenanntes Highend-Gerät, die gibts ja auch mit Android. 12 Monate Lebensdauer von Androiden lässt sich also so auch nicht verallgemeinern. Und seit einem Jahr nutze ich auch vor allem ein Tablet fürs mobile Internet. Die parallele Nutzung mehrerer immer preiswerter werdender Geräte verringert ihre Abnutzung zusätzlich, schont sie also. Die "Glaubenskriege" der Betriebssysteme entstehen wohl dadurch, dass jeder von den liebgewonnenen Vorteilen seines eigenen zu berichten weiß (zumal er es ja deswegen kaufte) und die Vorteile anderer Systeme kaum kennt. iPad muß ich ja mal loben, wegen seiner ungeheuren Bildschärfe und Browserstabilität, neulich im Mediamarkt probiert. Samsungs Android-Tablets haben inpunkto Bildschärfe allerdings auch beeindruckend nachgezogen.

  • Heinz Olmert

    10.11.13 (13:43:02)

    @Michael: Ich kenne beide Welten, da wir auf Baustellen wegen des Billigpreises Android-Tabletts einsetzen. Da diese Dinger aber zumeist aus B-Beständen angeschafft werden, mache ich gewisse Abstriche bei der Bildschirmqualität. Was mich jedoch erheblich nervt, ist das Abklemmen von Updates des Betriebssystems. Dies gerade, weil ja nun das KitKat auf schwachbrüstigere Hardware zugeschnitten wurde. Und gerade diese ältere und damit schwachbrüstigere Hardware darf nicht mehr in den Genuss der neuen Software kommen. Da kann man dann schon auf den Gedanken kommen ein paar alte iPad 2 einzusammeln, iOS6 drauf zu machen und die Dinger dann ordentlich zu verpacken. Mir ist es eigentlich Wurscht, wer welches System bevorzugt, nur erwarte ich bei Diskussionen objektive Betrachtungen und nicht die oft verbreiteten Falschmeldungen von iOS = teuer und Android = preiswert. Das ist IMHO ganz einfach FALSCH. Und auf derlei Dummschwätzerei reagiere ich allergisch.

  • Martin Weigert

    10.11.13 (16:50:41)

    Das ist eine Lösung, aber diese erfordert nach meiner Beurteilung einen erheblichen Zeitaufwand, um zu dem Kenntnisstand zu kommen, und einiges an Frickelei. Für mich ist dies hochgradig unattraktiv. Für mich ist Smartphone Mittel zum Zweck, nicht ein Bastlertool. Und in diesem Fall bin ich wohl weitgehend repräsentativ für die Bevölkerung.

  • Vergiss es..

    10.11.13 (19:05:57)

    MARTIN WEIGERT WIRD DIESE FAKTEN IGNORIEREN lieber Andre! Er geht sowieso nur auf Kommentare ein, denen er etwas entgegensetzen kann. Alle anderen Argumente die ihn lügen strafen ignoriert er.

  • Martin Weigert

    10.11.13 (19:42:46)

    Ich gehe nur auf Kommentare ein, bei denen der Verfasser einen sachlichenn Eindruck macht. Eine Kommentardiskussion ist im Übrigen nicht dazu da, einander von der Gegenposition zu überzeugen. Manche Kommentare stehen gut für sich selbst.

  • Martin Weigert

    10.11.13 (19:50:48)

    Klar machen sie das. Ich behaupte nirgendwo, dass Apple ein Engel sei, der nicht an den Daten der Nutzer interessiert ist. Entscheidend ist, welchen Stellenwert diese Praxis für das wirtschaftliche Wohlbefinden des Unternehmens hat. Apple als Unternehmen, das den Großteil seines Umsatzes mit Hardware verdient, ist weitaus weniger hiervon abhängig als Google, das den Großteil seines Umsatzes mit Werbung generiert. Anders gesagt: Google ist per Geschäftsmodell dazu gezwungen, Nutzer "auszuspionieren", denn es muss seine Werbeeffektivität immer weiter verbessern. Android ist das trojanische Pferd, mit dem Google mittlerweile eine Milliarde Smartphone-Besitzer darauf vorbereitet, sie künftig webweit noch deutlich besser mit Werbung erreichen zu können. Apple mag ebenfalls mit Tracking etc. experimentieren, die wirtschaftliche Existenz hängt aber weiteraus weniger davon ab. Und aufgrund der quasi bedeutungslosen Internetangebote von Apple kann das Unternehmen auch weiteraus weniger mit den gewonnenen Informationen anstellen als der größte Webkonzern der Welt - Google. Dass ich das überhaupt so ausführlich erklären muss, ist absurd.

  • Michael

    10.11.13 (22:04:28)

    @HeinzOlmert Ich behaupte mal, für die grundlegendsten Funktionen muß man auch in Android nichts frickeln. Eine App möchte man freilich schon runterladen können. Gewisse Grundkenntnisse erfordern Computer natürlich immer.

  • apunkt

    19.11.13 (07:25:02)

    "Es gibt Firma A und Firma B. Man kann beiden nicht vertrauen. Deshalb vertraue ich Firma A. " Hm-hm. Das es bei android Aufwand bedarf, um nicht die voreingestellten Google-Dienste zu benutzen ist jedenfalls ein ziemliches Nichtargument. Wenn man sein iphone mit was anderem als icloud abgleichen will, muss man sich auch kümmern. Ich sehe jetzt nicht,  inwiefern das einfacher wäre? Im Gegenteil: nach meinem letzten Kenntnisstand hat Firma A gerade in der neuesten Version ihres Betriebssystem die Option, sein Mobilgerät lokal ohne Internet zu synchronisieren, ersatzlos gestrichen. Eine mögliche Verschlechterung bei Firma B in der  Zukunft als Basis für eine Entscheidung für Firma A in der Gegenwart ist jedenfalls recht albern. Ich kann auch einen icloud-Zwang ab der nächsten iOS-Version herbeimunkeln, und es wäre nicht weniger stichhaltig als die Furcht vor einer zukünftigen mehr abgeschlossenen android-Version, mit einem Unterschied: wenn Firma B das macht, dann habe ich die Möglichkeit, meine Hardware mit einer anderen Software weiter zu benutzen. Wenn Firma A Features entfernt, Programme aus dem Appstore streicht und Trackingdaten erhebt, was tue ich dann?

  • And_Reas

    30.11.13 (11:19:17)

    Warum denn keine kapitalismuskritische Sichtweise? Das grundlegende Problem ist die Profit- und Machgier im Namen des Shareholder Value, bei Google, Apple und anderswo. Bei Apple etwa wird ein Hauptfeature, das lokale Backup aller iPhone-Daten, schrittweise künstlich beschnitten, damit die Cloud benutzt werden muss - von Google müssen wir gar nicht erst reden. Beim Nexus 5 etwa ist es mir bisher nicht möglich, trotz entsprechender Deaktivierung, neue Kontakte einfach lokal und ohne Gmail-Synchronisation abzuspeichern. Klingt unfassbar, ist aber so. Eigentlich dürfte man derzeit weder zu Android, noch zu iOS oder WP greifen. Das Problem ist der Mangel an Alternativen - Europa ist in dieser Hinsicht ja mittlerweile sowieso komplett ausverkauft. Hoffentlich wird sich da bald etwas ändern, wobei die Big Player natürlich alles unternehmen werden, um etwa Sailfish / Jolla das Leben schwer zu machen.

  • TS

    17.01.14 (19:44:40)

    “Im Vergleich zu Android mangelt es iOS an Intelligenz. Dieser Unterschied wird in nächster Zeit noch deutlicher werden. Während Google wie das hochbegabte Kind in der Schule laufend mit neuem Wissen auftrumpft und dieses direkt in sein Betriebssystem einbauen kann, ist Apple auf Kooperationen mit Dritten angewiesen – wie der Durchschnittschüler, der bei Prüfungen vom Nachbarn abguckt und während Übungen ab und an Lehrer oder Klassenkameraden befragen muss.” Was erzählst du da für einen Müll!? Das ist eher anders herum. Wenn man eine Musik-App laufen lässt und die Kopfhörer raus zieht und die Musik dann aus dem Lautsprecher läuft weiter, ist das ein Zeichen von Intelligenz? Wenn jeder Entwickler seine Apps (egal wie sie aussehen oder was sie im Background machen – nehmen wir an die App rechnet sinnlos im Hintergrund rum) in den App-Store reinstellen kann und Ahnungslose laden sich die Apps runter, ist das ein Zeichen von Intelligenz? Wenn persönliche Daten (sogar WLAN Kennwörter) unverschlüsselt auf Servern gelagert werden, ist das ein Zeichen von Intelligenz? Da würde ich aber was ganz anderes behaupten…

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