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18.02.09

Twitter-Nachrichten: Mit twe2 zurück auf deutsche Mobiltelefone

Mit twe2 kehrt eine sehr beliebte Twitter-Funktion zurück auf Mobiltelefone außerhalb der USA: Private Nachrichten und Replies werden wieder kostenlos auf das Telefon weitergeleitet.

Von Carsten Drees

Es war eines dieser Twitter-Features, welches vielen Twitter-Nutzern hierzulande direkt an's Herz gewachsen war und so war es umso bedauerlicher, als Twitter fast der kompletten Welt außerhalb der USA eröffnete, dass man sich seine Direktnachrichten und die Tweets ausgewählter Follower nun nicht mehr kostenlos auf sein mobiles Telefon schicken lassen kann. schickt sich nun an, diesen Makel zu beseitigen.

Nachdem man seine Twitter-Daten auf der twe2-Seite registriert hat, kann man seine Telefon-Nummer hinterlassen und bekommt umgehend eine SMS mit einem Code, um den Service freizuschalten. Noch bevor ich mich zum Test großartig auf der Seite umsehen konnte, bekam ich gleich meine letzten Replies und Privatnachrichten auf mein Mobiltelefon gesendet. Der Service funktioniert - und er funktioniert schnell. Übrigens kommen natürlich nicht nur deutsche Twitter-Nutzer in den Genuss dieses Dienstes, sondern ganz Europa und viele weitere Länder  wurden bedacht.

Voreingestellt ist der Service so, dass man - wie bereits erwähnt - Replies und Privatnachrichten per SMS gesendet bekommt. Interessant finde ich dabei, dass man nicht nur die Frequenz konfigurieren kann, mit der man benachrichtigt wird, sondern darüber hinaus auch noch die Möglichkeit besteht, Twitter-Suchergebnisse zu abonnieren. Möchte ich also alle Tweets zu Suchbegriff xy erhalten, werden mir die ebenfalls gesendet. Dabei sollte man natürlich beachten, dass man besser keine Suchbegriffe verwendet, die aufgrund der Beliebtheit oder der zu allgemeinen Formulierung zu viele Ergebnisse liefern.

Finanzieren möchte sich der Dienst durch Werbung, die an die jeweilige SMS angehängt wird. Ob das für den Entwickler, welcher auch schon für die FriendDeck -Applikation verantwortlich ist, in der Praxis funktioniert, wird die Zukunft zeigen müssen.

Wer übrigens genau wie ich immer ein etwas mulmiges Gefühl verspürt, wenn er bei einem Drittanbieter seine Twitter-Daten preisgeben muss, wird es sicher begrüßen, dass twe2 laut eigener Aussage eine von lediglich 150 Applikationen ist, die für den Test des anstehenden oAuth-Supports ausgewählt wurden. Das lästige Angeben von Accountnamen und -passwort wird damit dann bei twe2 künftig entfallen.

Mein persönliches Fazit kann ich derzeit nur auf die während des Schreibens dieses Artikels gemachten Erfahrungen stützen, aber in dieser Zeit kamen sowohl Direktnachrichten als auch Replies ohne große Verzögerung an. Das Konfigurieren ist kinderleicht und in einer Minute erledigt. Somit ist twe2 eine Twitter-Applikation, die positiv aus der breiten Masse hervorsticht.

(via ReadWriteWeb )

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