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12.09.16

Top 100 im Mittelstand

Biotech-Unternehmen Vita 34 AG aus Leipzig erstmals dabei

Quelle: Fotolia.com © nobasuke

Die Aktiengesellschaft Vita 34 musste ihre Innovationskraft in einem wissenschaftlichen Auswahlprozess beweisen. Im Rahmen des anspruchsvollen Auswahlverfahrens bewertet die TOP 100 Jury unter dem wissenschaftlichen Leiter Prof. Dr. Franke des Instituts für Entrepreneurship und Innovation der Wiener Wirtschaftsuniversität unter anderem Innovationserfolg, Innovationsmanagement und Entwicklungsaktivitäten der Unternehmen. Während der Untersuchung wurde der Beitrag zum medizinischen Fortschritt durch die Nabelschnurblutbank Vita 34, deren Serviceleistungen im Detail online nachvollzogen werden können, deutlich. Die interne Innovationsabteilung des Leipziger Biotech-Unternehmens ist maßgeblich am Fortschritt der Stammzellforschung beteiligt. Dies hat auch die Jury unter Prof. Dr. Franke honoriert. Vita 34 sei ein langjähriger „Innovationstreiber auf dem Markt der Stammzellbanken", heißt es in der Begründung.

Hohes Potenzial von Forschern bestätigt

Zwar zweifeln bis heute viele Ärzte die Notwendigkeit der Einlagerung von Stammzellen aus der Nabelschnur an, laut Forschung sind die Potenziale jedoch unbestreitbar. Jeder siebte Mensch soll laut führenden Wissenschaftlern im Laufe seines Lebens eine Stammzelltherapie benötigten. Während die neonatalen Stammzellen, wie die im Nabelschnurblut enthaltenen Stammzellen von Experten bezeichnet werden, bei Leukämie, kindlichen Hirnschäden, starken Hautverbrennungen, Blutbildungsstörungen und Blutkrebs bereits erfolgreich verwendet werden konnten, laufen derzeit Studien zur Entwicklung weiterer Therapieformen. Stammzellenforscher hoffen, in Zukunft auch Krankheiten wie Alzheimer, Autismusoder Diabetes Typ-1 mit den multipotenten Stammzellen heilen zu können. Auch zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt, Arterienverkalkung und Schlaganfall laufen bereits mehrere klinische Studien. Ob dieser Fortschritt Realität wird, muss die Zukunft zeigen. Fest steht, dass die besonderen Stammzellen aus der Nabelschnur ein großes Potential für die Medizin der Zukunft haben:

  • Sie sind in der Regel gut verträglich, d. h. sie werden nicht so häufig abgestoßen. Eigene Stammzellen sind sogar zu 100 Prozent kompatibel.
  • Sie können im Gegensatz zu adulten Stammzellen aus Knochenmark risikofrei für Mutter und Kind gewonnen werden.
  • Sie sind im Gegensatz zu embryonalen Stammzellen ethisch und moralisch unbedenklich.
  • Sie sind in der Regel frei von Viren, Pilzen und Bakterien.
  • Sie sind multipotent, können sich also zu zahlreichen Zelltypen ausdifferenzieren.

Aufgrund dieser markanten Vorzüge werden neonatalen Stammzellen in den USA und Japan bereits heute schon öfters eingesetzt als Knochenmark.

Informationen über Vita 34

Gegründet wurde das pharmazeutische Unternehmen Vita 34 AG 1997. Heute ist das Unternehmen aus Leipzig Experte im Einlagern von Stammzellen aus Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe. Sie werden mit Hilfe der Kryokonservierung bei -190°C eingelagert. Dieser Vorgang schickt die Zellen in einen Kälteschlaf, bei dem alle Alterungsprozesse zum Erliegen kommen. So stehen die Stammzellen ein ganzes Leben lang zur Verfügung und können für Therapiezwecke genutzt werden. Vita 34 arbeitet an zahlreichen externen Forschungsprojekten mit und kooperiert mit einer Vielzahl renommierter Forschungsinstitutionen. Das Ziel: Die Entwicklung neuer Zellprodukte und die Untersuchung der medizinischen Einsatzmöglichkeiten von Stammzellen aus der Nabelschnur.

Rund 145.000 Stammzelldepots werden laut eigenen Angaben unter strengsten Sicherheits- und Qualitätsstandards gelagert. Bereits 30 Mal kam das eingelagerte biologische Material bislang zum Einsatz. Unter anderem profitierten Patienten mit Bluterkrankungen, Neuroblastom und kindlichen Hirnschäden von der vorsorglichen Einlagerung der körpereigenen Alleskönnerzellen. Das  Biotech-Unternehmen ist bis heute die einzige private Stammzellbank, welche eine medizinische Anwendung von eingelagerten Stammzellen vorweisen kann.

Weitere Informationen zum TOP 100 Innovation-Wettbewerb können der  offiziellen Internetpräsenz  oder unserem Artikel zum Innovationspreis entnommen werden.

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